He Xiaopeng, Mitbegründer und CEO des chinesischen Elektroautoherstellers XPeng, hat sich in einem Interview mit Press-Inform zu der aktuellen Lage seines Unternehmens geäußert. Dabei sprach er auch über die Herausforderungen für das vor etwa zehn Jahren gegründete, heute eng mit Volkswagen zusammenarbeitende Start-up im Heimatmarkt sowie die globale Expansionsstrategie.
Der chinesische Markt sei derzeit schwieriger als je zuvor, eine Entspannung dieser Situation erwarte er frühestens in fünf bis zehn Jahren. Der nun verstärkt vorangetriebene Export nach Europa stellt dabei keine kurzfristige Ausweichtaktik dar, sondern ist fester Bestandteil einer breiteren Strategie. Der europäische Markt sei für XPeng „ebenso wichtig wie andere Märkte“, so der CEO. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2030 mehr als eine Million Fahrzeuge außerhalb Chinas verkaufen.
Um die Ende 2024 eingeführten Strafzölle der EU zu umgehen, prüft XPeng die Übernahme von Produktionsanlagen in Europa oder entsprechende Kooperationen. Derzeit erfolgt die Fertigung primär in den chinesischen Werken Zhaoqing und Guangzhou in der Provinz Guangdong. Die Produktion dehnt sich jedoch bereits aus, nach einer Eröffnung in Indonesien ist ein Start in Malaysia geplant.
XPeng definiert sich selbst als Technologiekonzern, der neben Fahrzeugen auch Software entwickelt. Nach dem Übergang zur Elektromobilität sieht CEO He Xiaopeng die „Symbiose von Roboter und Auto“ als nächste große technologische Verschiebung an, berichtet Elektroauto-News.Net. Vor künstlicher Intelligenz müsse seiner Meinung nach niemand Angst haben, da diese den Menschen unterstützen und nicht ersetzen solle.
In Deutschland baut das Unternehmen das Händlernetz aktiv aus. Aktuell sind laut He Xiaopeng rund 70 Partner im Einsatz, bis zum Jahresende wird ein Wachstum auf 110 Standorte angestrebt. Viele dieser Vertriebspartner führen bereits deutsche Premiummarken, mit denen sich XPeng messen möchte.
XPeng bietet hierzulande ein vollständig elektrisches Modellportfolio an. Das Angebot besteht neuerdings auch aus dem kompakten SUV-Coupé L03 als Einstiegsmodell sowie dem Mittelklasse-SUV G6, dem Oberklasse-SUV G9, der Fastback-Limousine P7+ sowie dem siebensitzigen Elektro-Van X9. Die Modelle basieren auf einer fortschrittlichen Elektro-Architektur, bieten alltagstaugliche Reichweite, unterstützen schnelles Laden und sind mit umfangreicher Serienausstattung sowie modernen Fahrerassistenz- und Infotainmentsystemen ausgestattet.


David meint
Ich dachte erst, meine Güte, das Model Pfuy ist zwar wirklich keine Schönheit, aber in der Farbe aus dem Winkel geht es sogar einigermaßen. Dann stellte ich fest: ist ja gar kein Tesla. Ist ein Chinese. Haben wohl vom Tesla kopiert. Ah ne, es ist andersrum. Tesla hat von denen kopiert.
Future meint
Farbe wird eben vor der Form wahrgenommen. Das lernt man im Grundkurs Psychologie und es bestätigt sich sogar hier bei den Automännern.
Referendar meint
Die Farbe ist schrecklich. Wenn es das erste ist was der potentielle Käufer wahrnimmt, dann hat sich alles andere schon erledigt.
Die PR Abteilung von XPeng scheint nicht so gut zu sein. Du hast doch prima Kontakte nach China, schreib doch denen mal ne Mail.
Mario meint
Die sind nicht wirklich auf dich angewiesen. Den ihre Produktion läuft auf Hochtouren und du hast fast 1 Jahr Wartezeit wenn du jetzt einen Neuwagen bestellst 😅
Ben meint
Aufpassen David, nicht so viel über XPeng herziehen schließlich sind die Partner von deinem Arbeitgeber VW und halten zusammen mit SAIC VW in China noch am Leben.
Also wenn du schon bezahlt von VW Hatespeach verbreiten musst dann bitte nicht das eigene Nest beschmutzen.
Futureman meint
Für eine Produktion in Deutschland stehen ja demnächst einige VW-Standorte zur Verfügung. Damit könnte man die Zusammenarbeit ja etwas vertiefen. In China setzt Volkswagen ja auch hauptsächlich auf dort etablierte Unternehmen, die dafür sorgen, dass VW wenigstens noch ein kleiner Teil des Marktes dort bleibt.
Genauso könnte es ja für XPeng (evtl. mal über einen anderen Namen nachdenken) in Deutschland laufen. Viele VW-Händler würden sich evtl. freuen, wenn sie mal eine größere Auswahl an preiswerten E-Autos anbieten könnten.
Andre meint
Die Chinesen bevorzugen Green Field Factory anstelle von Umrüstung der archaischen Werke.
Future meint
Abreißen und neubauen wäre ja eine Möglichkeit für die alten VW-Standorte. Aber ich gehe davon aus, dass dort dann eher Patriots und Drohnen gebaut werden, denn das ist dringender als noch mehr Autos. Und Rüstung ist wohl auch profitabler wegen der hohen Nachfrage in den nächsten Jahrzehnten.
Jörg2 meint
Andre
Wenn die Mühlen des deutschen Bau- und Genehmigungsrechts nicht wären….
Spanien ist wohl aktuell das Zielland solcher Produktionsplanungen. Deutschland eher nicht.
Karl von Rosen meint
Wie, Deutschland wird also zum reinen Agrarstaat und die Kartoffelpreise fallen noch weiter? Dann lohnt sich der eigene Anbau im Garten nicht mehr und ich muss mir ein anderes Hobby suchen :-(