Das Management der Volkswagen Group plant laut einem Bericht der WirtschaftsWoche die Einstellung der Produktion an vier deutschen Standorten im Zeitraum zwischen 2031 und 2034. Ein Dokument des Aufsichtsrats legt demnach nahe, dass die Werke in Emden und Zwickau bereits 2031 die Produktion beenden könnten. Hannover könnte im Jahr 2032 sowie das Audi-Werk Neckarsulm im Jahr 2034 folgen.
Die betroffenen Standorte fertigen derzeit verschiedene Modelle, vor allem auch elektrische. In Emden werden nur die Elektroautos VW ID.4 und ID.7 produziert, während Zwickau den VW ID.3, den Cupra Born und den Audi Q4 e-tron herstellt. Der Hauptsitz von Volkswagen Nutzfahrzeuge Hannover ist unter anderem für den Elektrobus ID. Buzz zuständig. Und in Neckarsulm fallen die Verbrennungsmotoren-Modelle A5 und A6 sowie die Limousine A8 an, deren Produktion noch in diesem Jahr endet.
Zusätzlich zu den Werksschließungen soll der Konzern Verkäufe von Geschäftsbereichen erwögen. Das Dokument nennt der Wirtschaftswoche zufolge die Veräußerung oder Reduzierung von Beteiligungen an Unternehmen wie Ducati, Traton, Gotion, QuantumScape und SGL Carbon. Der weltweite Absatz des Konzerns wird für 2026 auf 8,5 Millionen Fahrzeuge geschätzt, im Vergleich zu 8,98 Millionen im letzten Jahr. Damit ist man deutlich vom bisherigen Allzeithoch mit 11.017.621 gebauten Fahrzeugen im Jahr 2018 entfernt.
Ein Sprecher von Volkswagen erklärte gegenüber Reuters, dass das Unternehmen keine Kommentare zu Inhalten von Aufsichtsratsdokumenten abgebe. CEO Oliver Blume wird laut der Nachrichtenagentur beim Aufsichtsratstreffen am 4. September einen zweiten Versuch unternehmen, radikale Kürzungen zur Steigerung der Profitabilität durchzusetzen. Die künftigen Geschäfte seien aufgrund geringer Rentabilität, chinesischer Konkurrenz, Überkapazitäten in Deutschland und US-Zollkosten nicht finanzierbar, argumentiert der Manager.
Die Arbeitnehmervertreter warnen vor einem Risiko für bis zu 140.000 Arbeitsplätze. Diese Zahl setzt sich aus bereits vereinbarten 50.000 Kürzungen in Deutschland, weiteren 50.000 global möglichen Stellenstreichungen und etwa 40.000 Stellen an den vier deutschen Werken zusammen.

David meint
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