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Rot-Grün will künstlichen E-Auto-„Lärm“ verbieten

14.09.2026 in Politik, Technik von Thomas Langenbucher | 12 Kommentare

Hyundai-Ioniq-5-N

Bild: Hyundai (Symbolbild)

Die Hamburger Rot-Grüne-Koalition plant, künstlich erzeugten Motorenlärm bei Elektroautos teilweise zu verbieten. Die SPD-Fraktion möchte den Senat dazu bewegen, sich auf Bundesebene für ein solches Verbot einzusetzen, berichtet die Zeit. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Bürgerschaftssitzung am 16. September beschlossen werden.

Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, kritisierte die Nachahmung von Verbrennungsmotoren und erklärte: „Technischer Fortschritt sollte Verkehrslärm reduzieren und ihn nicht künstlich wieder zurückholen“. Diesen unnötigen Lärm wolle man bundesweit unterbinden.

Buschhüter betonte jedoch, dass notwendige Warngeräusche bei niedrigen Geschwindigkeiten zur Sicherheit gehörten und unberührt bleiben sollen. Letztere, sogenannte AVAS-Technik (Acoustic Vehicle Alerting System) ist seit 2019 in der EU für rein und teilelektrische Fahrzeuge vorgeschrieben.

Zudem verfolgt die Koalition das Ziel, strenger gegen „Autoposing“ vorzugehen. Das umfasst laut Grünen-Mobilitätsexpertin Rosa Domm technisch manipulierte Fahrzeuge sowie aggressives Fahren und absichtliches Erzeugen von Motorenlärm. Die Grünen-Fraktion möchte hierfür einen Entschließungsantrag aus Bremen im Bundesrat unterstützen, um die Arbeit der spezialisierten Hamburger Polizeieinheit durch bundesweite Regeln zu stärken.

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Via: Zeit.de
Tags: Geräusche & SoundAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. banquo meint

    14.09.2026 um 14:17

    Das Gesetz sollte neben den mit Kunstlärm animierten EV’s hier auch Kraftfahrzeuge berücksichtigen die über Verbrennungsmotor angetrieben sind: Sportwagen, Motorräder sollten über den gesamten Drehzahlbereich gemäßigte Emissionswerte einhalten!

    Antworten
  2. Gernot meint

    14.09.2026 um 14:13

    Man sollte vor allem gegen den Lärm von Motorrädern vorgehen. Dagegen ist alles, was Autos produzieren, Pipifax. Selbst irgendwelche getunten Poserkisten. Ich wohne auf dem flachen Land. Die hochdrehenden Motorräder hört man im Sommerhalbjahr regelmäßig aus mehreren Kilometern Entfernung. Noch nie habe ich irgendwas von PKWs aus solchen Entfernungen hören können und hier fahren genug Porsche, Ferrari, GTIs, BMW M, etc. Der Lärm, den illegal getunte Motorräder beim Hochdrehen machen, ist infernalisch.

    Antworten
  3. Deity meint

    14.09.2026 um 13:32

    Auch wenn ich den genannten künstlichen Sound komplett Sinnbefreit finde, spielt doch die Debatte wieder genau in die Hände der falschen Leute und kann populistisch ausgeschlachtet werden.

    Warum wird sich hier wieder mit einem Verbot befasst wo es keine Not gibt?
    Paradebeispiel Deutscher Bürokratie und Verbotsauswüchse.

    Antworten
    • Laber meint

      14.09.2026 um 14:13

      Jo, eine Lautstärkebegrenzung, gerade auch für E-Motorräder, wäre eigentlich viel sinnvoller.

      Antworten
  4. David meint

    14.09.2026 um 12:45

    Bin ich dafür, wenn es auch AVAS umfasst. Denn man möchte ja, dass das Elektroauto leise ist und das hilft am meisten in Wohngebieten. AVAS hatten ja die Blindenverbände durchgebracht. Wie auch immer, die in der woken Sprache sich heute nennen. Vermutlich sowas wie „akustisch, olfaktorisch und sensitiv überlegene Menschen“. Jedenfalls war vorher nicht bekannt geworden, dass reihenweise Blinde von Elektroautos in Zonen mit Tempo 30 und langsamer überfahren wurden.

    Antworten
    • MrBlueEyes meint

      14.09.2026 um 13:05

      Weil man Verbrenner auch so immer hört… also manchmal haust du einen Mumpitz raus, da weiß man nicht, ob man weinen oder lachen soll… 🤦‍♂️

      Antworten
      • David meint

        14.09.2026 um 14:18

        Mein Vorschlag ist, dass du dir vor deiner nächsten Antwort den Beitrag vorlesen und erklären lässt, auf den du dich beziehen möchtest. Und dann solltest du bitte in deiner Gruppe einen Antwortvorschlag diskutieren und nicht gleich tippen. Dann kommt nicht mehr so etwas Wirres heraus, wie deine Replik von 13:05.

        Antworten
  5. MrBlueEyes meint

    14.09.2026 um 12:39

    Oha… interessant… unterstütze ich… dann können sich AMG und Porsche ihren Kunstlärm gleich wieder abschminken :)

    (und alle anderen Hersteller mit so einem sinnfreien Nonsens)

    Antworten
    • eBikerin meint

      14.09.2026 um 12:56

      Der sinnfrei Nonsens soll aber IM Auto sein und nicht draussen. Hast weder du noch die Grünen verstanden.

      Antworten
      • MrBlueEyes meint

        14.09.2026 um 13:04

        Ich denke, da solltest du noch einmal in dich gehen…

        AMG, Porsche, Hyundai beschallen eben auch AUßEN… und darum geht es…

        Was IM Auto passiert, ist mir auch wurschd… die Beschallung nach DRAUßEN muss nicht sein…

        Antworten
      • South meint

        14.09.2026 um 13:42

        Naja, es geht darum, das jeder sinnloser Lärm verboten werden soll, also egal ob es ein sinnloser Lärm beim Verbrenner oder eben auch ein künstlicher Lärm bei eAuto ist. Einzige Ausnahme natürlich der Warnton bei niedrigen Geschwindigkeiten.
        Auch wenn es das eine oder andere noch nicht gibt, da war schon einiges in der Industrie in Planung. Beispielsweise sollten zwar die Hubraum reduziert werden, aber eben Soundtechnisch ein lauteres Geräusch erzeugt werden, dass quasi den alten lauteren Motor simuliert. Auch beim eAuto gabs zumindest schon Diskussionen darüber. Meines Wissens eher bei den Supersportwagen, aber es MrBlueEyes hat da schon recht, es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis da AMG und Co. auch mitmachen würden.
        Die beiden Politiker liegen da schon richtig, es ist längst überfällig, dass da wenige Poser Millionen von Leuten mit vermeidbaren Lärm terrorisieren. Egal wo der Lärm herkommt oder herkommen kann…
        Wer unbedingt Lärm machen will, soll das gefälligst auf einer Rennstrecke machen. Fehlt nur noch das Tempolimit, dann hätte sich endlich der gesunde Menschenverstand auch in der BRD durchgesetzt…

        Antworten
      • EdgarW meint

        14.09.2026 um 13:54

        Nein, die besagten Fahrzeuge pusten sinnlosen künstlichen Lärm auch nach außen. Hat sogar schon der erste Porsche Taycan gemacht, bekommt man in den Testvideos nur kaum mit. Hörte man mal in nem E-Cannonball-Video von ich weiß nicht mehr wem, als Chris „CarManiac“ mit dem ihm damals zur Verfügung gestellten Taycan vorbeigefahren kam, bei ihm „natürlich“ mit aktiviertem Poser-Sound. Beim Taycan war das bsher noch zumindest relativ dezent, aber vollkommen unnötig. Die Lautsärke dieser Außen-Systeme hat für E-Autos keine Beschränkungen über jene bei Verbrennern hinaus machen, bei den höchsten Lärmklassen (auch bei aktuellen Lambos noch extrem ätzend) ist das immernoch extrem laut. Weil die Dubai-Fanboy-Goldkettchen-Lärmfraktion halt meint, sie können nicht ohne leben. Drum *müssen* alle anderen, also wir, wir damit leben.

        Übrigens, auch sämtliche vermeintlichen „Fehlzündungs“-Geräusche bei Verbrennern kommen aus nem Schallerzeuger, dort in Form der aktiven Schalldämpffer, die auch für das Gegenteil verwendet werden können. Und werden. Fehlzündungen würden die Katalysatoren moderner Verbrenner zerstören und die Abgaswerte brutal verschlechtern. Dummheit in Tüten und keiner schnallt’s, auch die Reviewer und „Autojournalisten“ nicht, alles künstlich erzeugte Retortenklänge. Für Leute, die irgend eine Art von Kompenastion nötig zu haben haben scheinen. Und nochmal: auf Kosten aller anderen.

        Antworten

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