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XPeng G9L: Großes Elektro-SUV startet ab 74.600 Euro in Deutschland

13.10.2026 in Neue Modelle von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

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Bilder: XPeng

Der chinesische Elektroautobauer XPeng hat den neuen G9L vorgestellt und gleichzeitig den Bestellstart in Deutschland bekannt gegeben. Das 5,12 Meter lange Batterie-SUV ist ab 74.600 Euro erhältlich und wird in Europa mit sechs oder sieben Sitzen in drei Reihen angeboten. Die ersten Auslieferungen sind für Dezember 2026 vorgesehen, die Produktion erfolgt bei Magna im österreichischen Graz.

Der G9L misst knapp 2 Meter in der Breite und 1,78 Meter in der Höhe und verfügt über einen Radstand von 3,10 Metern. Zur Ausstattung gehören elektrisch verstellbare Nappaledersitze mit Heiz-, Belüftungs- und Massagefunktionen, wobei die Vordersitze zusätzlich eine KI-gesteuerte adaptive Sitztechnologie bieten. Der Kofferraum fasst 367 Liter und lässt sich durch Umklappen der dritten Sitzreihe auf bis zu 1330 Liter erweitern, hinzu kommt vorne ein 65 Liter großer „Frunk“.

Im Innenraum bietet der G9L einen 17,3 Zoll großen Touchscreen, ein digitales Kombiinstrument und ein serienmäßiges Augmented-Reality-Head-up-Display. Das Infotainmentsystem integriert Google Maps mit Echtzeit-Verkehrsdaten und intelligenter Ladeplanung, während ein Sprachassistent und Over-the-Air-Updates weitere Funktionen bereitstellen. Für Unterhaltung und Komfort stehen unter anderem ein 21,4 Zoll großer Deckenbildschirm, ein Soundsystem mit 23 Lautsprechern, ein 12,5-Liter-Kühlfach und eine Drei-Zonen-Klimaautomatik zur Verfügung.

Der elektrische Antrieb basiert auf einer 800-Volt-Architektur und einer 110-kWh-NCM-Batterie, die Ladeleistungen von bis zu 540 kW ermöglicht. Unter entsprechenden Ladebedingungen soll sich das Akkupack in weniger als zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen lassen. Die heckgetriebene Variante leistet 270 kW beziehungsweise 367 PS und erreicht bis zu 591 Kilometer WLTP-Reichweite, während die Allradmodelle mit 430 kW beziehungsweise 585 PS bis zu 553 Kilometer schaffen und bei 79.600 beziehungsweise 85.600 Euro beginnen.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: XPeng

Die Allradversion beschleunigt in 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h, während die Höchstgeschwindigkeit bei sämtlichen Varianten auf 200 km/h begrenzt ist. Eine serienmäßige Zweikammer-Luftfederung mit adaptiver Dämpfung, Hinterradlenkung und ein Wendekreis von elf Metern gehören zu den technischen Merkmalen. Darüber hinaus bietet das chinesische E-SUV eine Vehicle-to-Load-Funktion mit bis zu 6 kW, eine anpassbare Bodenfreiheit von maximal 216 Millimetern und eine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen.

Zur Sicherheitsausstattung gehören zehn Airbags, verschiedene Fahrerassistenzsysteme und eine Batterieabsicherung mit vier Schichten Unterbodenschutz; die Fahrzeuggarantie beträgt sieben Jahre oder 160.000 Kilometer, die Batteriegarantie acht Jahre bis 160.000 Kilometer.

Zum deutschen Marktstart ist der G9L ausschließlich in der Ausstattungsversion Ultra erhältlich und verfügt über die von XPeng entwickelten Turing-AI-Chips. Das darauf aufbauende Assistenzsystem Next Generation Pilot soll vorbehaltlich gesetzlicher Vorgaben und behördlicher Zulassungen voraussichtlich ab 2027 per Softwareupdate teilautomatisiertes Fahren auf Level 2++ ermöglichen.

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Via: XPeng
Tags: China, Europa, Preise, XPeng G9LUnternehmen: Xpeng
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MrBlueEyes meint

    13.10.2026 um 10:24

    Bei Chinesischen denke ich mir persönlich immer, dass die bis zu einem gewissen (noch günstigen) Preis funktionieren, weil du einfach viel für´s Geld bekommst, aber jemand, der 70.000 € oder mehr für ein neues Fahrzeug ausgeben kann und will, der schaut dann vielleicht doch eher bei den Deutschen Herstellern vorbei… ist wahrscheinlich eine typische Denke eines Deutschen, aber so sehe ich das zumindest…

    Antworten
    • Mäx meint

      13.10.2026 um 10:43

      Ich sehe G9 tatsächlich recht häufig, gefühlt mehr als G6.
      Für 5m ist das eben ein extrem starkes Angebot was auch noch recht europäisch aussieht, oder zumindest eben nicht chinesisch ins Gesicht schreit.
      Ein BMW X5 kostet am Ende fast das doppelte (G9 AWD 72k zu 120k).
      Klar größere Batterie/Reichweite aber nachgeladene km könnten annähernd gleich sein.
      Anhängelast ist pro BMW, aber sonst bleibt dann nicht viel den wirklich großen Aufpreis.
      Dazu bleibt der G9 dann auch unter 100k für die 0,25 Versteuerung.
      Rede übrigens vom normalen G9 nicht G9L
      Wenn man das mit einem X7 vergleicht den es gar nicht als Elektro gibt, ergibt sich aber ein ähnliches Bild, doppelter Preis, keine 0,25 Versteuerung.

      Antworten
  2. CJuser meint

    13.10.2026 um 10:10

    Leider muss ich sagen, da die Anzahl der Fahrzeuge über 5m Länge immer mehr wird, dass Fahrzeuge meiner Meinung nach auch nach ihren Abmessungen besteuert werden sollten… BEVs/FCEVs werden ja nicht dauerhaft kostenlos davor wegkommen.

    Antworten
    • Mäx meint

      13.10.2026 um 10:51

      Es gibt doch schon den Mechanismus nach der Steuerfreiheit die Fahrzeuge nach Gewicht zu besteuern.
      Also schwere große Fahrzeuge sind dann teurer.
      Allerdings ist der Penalty Faktor recht klein und die Batterie ist ja immer das schwerste Teil und wenn ein 4,7m Fahrzeug 100kWh hat oder ein 5,2m Fahrzeug macht das nicht mehr so viel aus.
      2.200kg kosten 66€ im Jahr und 2.600kg kosten 78€ im Jahr…
      Ich wäre übrigens auch für deinen Vorschlag.

      Antworten
  3. eBikerin meint

    13.10.2026 um 09:11

    Der Preis ist schon ne Ansage. Das einzige was ich hier bemeckern kann ist der Verbrauch. Bei 110 kWh nur 591 km in der sparsamsten Variante ist irgendwie nicht wirklich berauschend.
    Allerdings würde ich das Auto nie fahren – also nicht selber – warum will da noch jemand vorne sitzen wenns hinten nen riesen Fernseher und nen Kühlschrank gibt ;-)
    Wird dann doch wieder teuer wenn man dann noch den Fahrer dazu rechnen muss ;-)
    Aber ernsthaft – für die Ausstattung ist der Preis für so ein großes Auto schon recht interessant.

    Antworten

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