Fiat bereitet die Vorstellung eines neuen Elektroautos für das Einstiegssegment vor, das auf derselben Basis wie der wiedergeborene 2CV der Stellantis-Konzernschwester Citroën basieren soll. Der kleine Stromer könnte unter dem Namen Koala vermarktet werden.
Das neue Modell wird laut Autocar wahrscheinlich das Elektro-Pendant zum bestehenden Verbrenner Panda, der mittlerweile auch als Pandina bekannt ist. Die Entwicklung nutzt die neue, spezielle Plattform von Stellantis für kleine Elektrofahrzeuge, die ebenfalls für den Citroën 2CV vorgesehen ist. Dieser soll im Jahr 2028 auf den Markt kommen.
Die Planung des Fahrzeugs orientiert sich an einem geplanten EU-Regelwerk für Elektroautos. Dieses soll Hersteller dazu motivieren, erschwinglichere Elektro-Fahrzeuge mit einer Länge von weniger als 4,2 Metern zu verkaufen. Das Regelwerk ist vom japanischen Kei-Car-Modell inspiriert und zielt darauf ab, die Preise zu senken, um den Übergang zur Elektromobilität im Massenmarkt zu fördern.
Fiat is "ready" to reveal a small electric car twinned with the Citroën 2CV, and it could be called Koala ⚡ https://t.co/D7ygEaQkUz https://t.co/fQzCGALvja
— Autocar (@autocar) October 19, 2026
Arnauld Belloni, der neue Chef von Fiat, erklärte dem Bericht zufolge auf der Pariser Automobilmesse: „Wir arbeiten derzeit an einigen Fahrzeugen, die auf der E-Car-Plattform basieren. Wir entwickeln gerade einen Kleinwagen, der auf dem 2CV basieren wird, und der wird ein echter ‚Wow‘-Effekt sein.“
Designchef François Leboine gab an, dass das erste Elektroauto von Fiat ebenso bereit sei wie der 2CV, die Marke jedoch entschieden habe, die aktuellen Entwicklungen noch nicht zu präsentieren. Nachdem bereits größere Modelle wie der Grande Panda und das SUV Grizzly eingeführt wurden, liege der Fokus nun auf der Revitalisierung der Kleinwagen-Reihe.
Für den Namen Koala hat Fiat bereits eine Marke angemeldet. Dies folgt dem Schema der Italiener, verschiedene Modelle der Panda-Reihe nach Bären zu benennen. Belloni schloss eine Wiederbelebung früherer Versionen des Kleinwagens nach dem Vorbild des Citroën 2CV aus und beschrieb das Konzept als „einen ganz anderen Ansatz, kein Neo-Retro“.
In die Gestaltung des kommenden kleinen Elektroautos könnten laut Autocar Elemente aus einem Designwettbewerb für italienische Studenten einfließen. Das gewinnende Konzept Ippo (Artikelbild), ein kantiger Schrägheckwagen, sowie die Zweitplatzierten Lumo Su Misura und Fizz könnten demnach als Inspiration dienen.

Ihre Meinung