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VW-Rückruf: 72.700 E-Autos wegen Batterieproblemen betroffen

21.10.2026 in Autoindustrie, Sicherheit von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

VW-ID.4

Bild: VW

Volkswagen ruft weltweit 72.668 Elektroautos wegen möglicher Sicherheitsprobleme mit den Hochvoltbatterien zurück. In Deutschland sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 9881 Fahrzeuge betroffen, verteilt auf drei Rückrufaktionen. Dazu gehören die VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz sowie der Cupra Born. Ursache sind fehlerhafte Batteriezellen, die im Extremfall überhitzen und einen Fahrzeugbrand auslösen können.

Betroffen sind ausschließlich Fahrzeuge bestimmter Produktionszeiträume. Bei den vier VW-Modellen umfassen die Rückrufe Fahrzeuge aus den Baujahren 2022 bis 2025, beim Cupra Born aus den Jahren 2022 bis 2024.

Nach Angaben von Volkswagen wurden die Probleme bei internen Qualitätsprüfungen festgestellt. Einzelne Akkus entsprechen demnach aufgrund von Produktionsfehlern bei Zulieferern nicht den vorgegebenen Qualitätsanforderungen. Das KBA beschreibt bei betroffenen Batterien nicht spezifikationsgerechte, überlappende Zellen, die insbesondere beim Schnellladen überhitzen können. Nach bisherigen Angaben der Behörde sind im Zusammenhang mit den Rückrufen keine Sach- oder Personenschäden bekannt.

Für betroffene Fahrzeughalter gelten bis zur technischen Überprüfung besondere Vorsichtsmaßnahmen. Volkswagen sieht vor, die Batterien zunächst nur bis maximal 80 Prozent ihrer Kapazität aufzuladen und entsprechende Warnhinweise am Fahrzeug anzubringen. Bei technisch dafür ausgerüsteten Elektroautos kann die Begrenzung des Ladezustands automatisch erfolgen. Die vorübergehend reduzierte nutzbare Batteriekapazität schränkt die mögliche Reichweite zwischen zwei Ladevorgängen ein.

Die betroffenen Kunden werden schriftlich über die Rückrufaktionen informiert und müssen ihre E-Autos in einer Werkstatt überprüfen lassen. Dort wird der Zustand der Hochvoltbatterie untersucht und über die erforderlichen Maßnahmen entschieden. Nach bisherigen Angaben kann in einzelnen Fällen ein Softwareupdate ausreichen, während bei anderen Fahrzeugen ein Austausch betroffener Batteriekomponenten erforderlich sein kann. Ob ein bestimmtes Fahrzeug zurückgerufen wird, lässt sich anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer beim Hersteller oder einer autorisierten Werkstatt klären.

Für Volkswagen ist es bereits der zweite größere batteriebezogene Rückruf im Jahr 2026. Im März hatte der Konzern weltweit mehr als 90.000 Elektroautos wegen Batterieproblemen zurückgerufen, darunter rund 28.000 Fahrzeuge in Deutschland. Auch die aktuelle Aktion betrifft mehrere Modellreihen und zwei Konzernmarken.

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Via: Heise.de & Tagesschau
Tags: Batterie, Cupra Born, Feuer, Rückruf, VW ID. Buzz, VW ID.3, VW ID.4, VW ID.7 (früher ID. Vizzion/Aero)Unternehmen: Cupra, VW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. South meint

    21.10.2026 um 12:03

    Na, dann sind wir mal froh, dass die ID nicht mit 800V Schnellladen können, denn sonst wäre wohl der eine oder andere Fuhrpark abgebrannt… (klar, war mit nem Augenzwinkern gemeint, ein bisserl Spass muss sein…)

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