Die Markenberatung Interbrand hat ihre „Best Global Brands 2026“ veröffentlicht. Der Gesamtwert der 100 gelisteten Marken steigt gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent auf rund 3,87 Billionen US-Dollar. Apple bleibt mit 514,6 Milliarden Dollar an der Spitze (+9 %), gefolgt von Microsoft (443,7 Mrd. Dollar/+14 %) und Google (389,3 Mrd. Dollar/+23 %). Nvidia verbessert sich nach einem Markenwertzuwachs von 71,5 Prozent mit 74 Milliarden US-Dollar auf Platz sechs.
Die Automobilbranche verzeichnet dagegen den stärksten Rückgang aller untersuchten Sektoren und verliert ihren bisherigen zweiten Platz unter den wertvollsten Branchen an den Unterhaltungssektor. Toyota bleibt trotz eines Rückgangs des Markenwerts um 19,9 Prozent auf 59,5 Milliarden Dollar die wertvollste Automobilmarke. Im Gesamtranking fällt der japanische Hersteller von Platz sechs auf neun zurück.
Auch die deutschen Automobilmarken verlieren deutlich. Mercedes-Benz büßt 18,6 Prozent auf 40,8 Milliarden Dollar ein und liegt auf Rang 20, BMW folgt mit einem Minus von 17,9 Prozent auf 38,4 Milliarden Dollar auf Platz 22. Beide Marken gehörten im Vorjahr noch zu den 15 wertvollsten Marken weltweit. Audi fällt um 19,5 Prozent auf 12,4 Milliarden Dollar und belegt Platz 65, während Porsche mit einem Rückgang von 17,5 Prozent ebenfalls auf 12,4 Milliarden Dollar kommt und Rang 66 erreicht. Volkswagen verliert 23,0 Prozent seines Markenwerts und fällt mit 11,6 Milliarden Dollar von Platz 56 auf Rang 71. Damit verzeichnen alle fünf im Ranking vertretenen deutschen Automarken einen zweistelligen prozentualen Rückgang ihres Markenwerts.
Besonders stark trifft der Rückgang Tesla: Der von Interbrand für den US-Elektroautobauer ermittelte Markenwert sinkt um 37,8 Prozent von 29,5 auf 18,3 Milliarden Dollar, wodurch das Unternehmen innerhalb eines Jahres von Platz 25 auf Rang 50 zurückfällt. Bereits 2025 hatte Tesla gegenüber dem Vorjahr 35,2 Prozent seines Markenwerts verloren. Der aktuelle Rückgang gehört zu den größten innerhalb des Rankings.
Anders entwickeln sich die Bewertungen mehrerer asiatischer Hersteller. Hyundai verbessert sich um einen Rang auf Platz 29 und steigert seinen Markenwert um 1,6 Prozent auf 25 Milliarden Dollar. Kia erreicht mit einem Plus von 2,7 Prozent einen Wert von 8,8 Milliarden Dollar und liegt auf Rang 87. Der chinesische Elektroauto- und Plug-in-Hybrid-Hersteller BYD steigert seinen Markenwert um 4,5 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar und verbessert sich im Gesamtranking um einen Platz auf Rang 89.
Deutlich schlechter schneiden dagegen zwei japanische Hersteller ab. Honda verliert 21,8 Prozent seines Markenwerts und fällt mit 19,4 Milliarden Dollar von Platz 29 auf Rang 45. Nissan büßt 23,2 Prozent ein und fällt mit 7,2 Milliarden Dollar von Platz 82 auf den letzten Platz des Rankings (Rang 100).
Gegen den Branchentrend legt Ferrari um rund 15 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar zu und verbessert sich im Gesamtranking von Platz 54 auf Rang 51.
Interbrand führt den Rückgang im Automobilsektor unter anderem auf Schwierigkeiten der Hersteller zurück, Innovationen in eine aus Kundensicht relevante Markendifferenzierung zu übersetzen. Die Bewertung (PDF/ENG) berücksichtigt neben der finanziellen Leistungsfähigkeit auch den Einfluss der Marke auf Kaufentscheidungen und ihre Wettbewerbsstärke. Der ermittelte Markenwert ist dabei nicht mit dem Börsenwert des jeweiligen Unternehmens gleichzusetzen.

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