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car2go-Befragung: Römer fahren zur Arbeit, Wiener zum Arzt, Frankfurter in den Supermarkt

14.04.2017 in Car- & Ridesharing von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

car2go-Nutzung-Studie

Bild: car2go

car2go hat im ersten Quartal 2017 die Zahl seiner Mieten auf 6,2 Millionen gesteigert – ein Plus von 23 Prozent. Weltweit hat das Carsharing-Angebot von Autokonzern Daimler mittlerweile über 2,3 Millionen Kunden an 26 Standorten. In Europa sind es über 1,3 Millionen Kunden an 14 Standorten. Eine Befragung von rund 5400 Kunden an den europäischen Standorten zeigt, für welche Zwecke die Carsharing-Autos von car2go gemietet werden und wie sich dies innerhalb Europas unterscheidet.

Am häufigsten nutzen car2go-Kunden die Autos für Freizeitaktivitäten wie Restaurantbesuche – Spitzenreiter ist hier Amsterdam: 73 Prozent der Befragten in der Grachtenstadt gaben an, car2go für diesen Zweck regelmäßig zu nutzen. In der österreichischen Bundeshauptstadt Wien sind es zwar weniger, aber immer noch mehr als die Hälfte der Kunden (53 %), die mit car2go etwa ins typische „Beisl“ fahren.

Die Kunden in Italiens Hauptstadt Rom mieten ein car2go-Auto öfter als alle anderen Europäer für Fahrten zur Arbeit (35 %), während die Kunden in der bayerischen Landeshauptstadt München dies im Vergleich weniger oft tun (21 %).

Wienerinnen und Wiener nutzen car2go überdurchschnittlich häufig für private Termine wie Arzttermine (45 %) – im Gegensatz zu den Rheinländern in Düsseldorf und Köln, dort sind es nur 31 %.

In der Bankenmetropole Frankfurt fahren die Kunden überdurchschnittlich oft mit einem Auto von car2go, um private Besorgungen zu erledigen (43 %) – beispielsweise den Einkauf im Supermarkt – wohingegen die Kunden in der Modemetropole Mailand etwa nicht ganz so häufig zum Shopping fahren (14 %).

„So vielfältig und bunt diese Städte und ihre Bewohner sind, so vielfältig sind auch die Anwendungsfälle“, kommentiert car2go-Chef Olivier Reppert das Umfrageergebnis. „Alle Kunden haben aber eins gemeinsam: Sie leben in einer Stadt, in der man nicht unbedingt ein eigenes Auto braucht und möchten trotzdem eines parat haben, wenn sie es benötigen.“

Rund 60 Prozent der car2go-Kunden sind unter 36 Jahre alt. Diese Altersstruktur unterscheidet sich zwischen den einzelnen Standorten laut dem Anbieter kaum. Über die Alltagsgewohnheiten seiner Stuttgarter Kundschaft hat car2go leider nichts verraten. In der Schwaben-Metropole kommen exklusiv Elektroauto-Zweisitzer vom Typ Smart fortwo electric drive zum Einsatz. Ab April können zudem vollelektrische Mercedes-Benz B-Klassen ausgeliehen werden.

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Via: car2go
Unternehmen: Car2Go, Daimler
Antrieb: Modern Mobility

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. eCar-Fan & TESLA-Fahrer meint

    22.04.2017 um 23:40

    Carsharing wird erst dann von der Masse richtig akzeptiert und expandieren, wenn das autonome Fahren vollumfänglich funktioniert und gesetzlich ohne Einschränkungen erlaubt sein wird.

    Wenn Menschen dann per Smartphone-App á la UBER ein Fahrzeug „just in time“ direkt bis vor die Türe rufen können, wird ein ohnehin selten genutzter PKW überflüssig. > Vorausgesetzt, die Kosten aller Carsharingfahrten (Km + Zeitbedarf) eines Monats bzw. Jahres zusammen übersteigen nicht die Kosten eines eigenen Fahrzeugs und es stehen permanent -auch in stark gefragten Zeiten- ausreichend Fahrzeuge zum Abruf und Nutzung bereit!

    • Ulas Akkaya meint

      23.04.2017 um 21:26

      Ja da stimme völlig zu. Ich glaube auch das car2go (Daimler) und DriveNow (BMW) es als eine Art Übergangslösung zum von Ihnen beschriebenen System sehen.

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