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Jaguar-Land-Rover-Technikchef: „Die Zukunft gehört der Batterie“

24.07.2018 in Autoindustrie, Technik von Thomas Langenbucher | 3 Kommentare

Jaguar-I-Pace

Bild: Jaguar

Als Technischer Direktor von Jaguar Land Rover war Wolfgang Ziebart entscheidend an der Entwicklung des Elektroautos Jaguar I-Pace beteiligt. Im Interview mit dem Online-Magazin Edison hat er ausführlich über den ersten Stromer der britischen Marke, Batterien und Wasserstoff-Technik gesprochen.

„In nur vier Jahren haben wir von einem weißen Blatt Papier aus den ersten vollelektrischen SUV eines europäischen Premiumherstellers in den Handel gebracht“, so Ziebart stolz. Das schnelle Entwicklungstempo – bei Verbrennern sind mindestens fünf, meist mehr Jahre üblich – führt er auf seine Erfahrungen als Vorstandschef bei dem Chiphersteller Infineon zurück.

„Die traditionelle Methode, Autos zu konstruieren, funktioniert nicht bei diesem neuen Antrieb“, sagte Ziebart. So habe Jaguar beim I-Pace etwa fast ein halbes Jahrzehnt vor dem Marktstart die Entwicklung der Batterietechnologie abschätzen müssen. Die Automobilbranche müsse sich künftig an der IT-Industrie orientieren, erklärte der 68-Jährige. Apple, Samsung & Co. würden von einer kontinuierlichen Leistungssteigerung von Prozessoren ausgehen und „darum herum“ das Produkt designen.

Die Leistungsfähigkeit der in heutigen Elektroautos zum Einsatz kommenden Lithium-Ionen-Batterien sieht Ziebart noch lange nicht ausgereizt – er geht bis auf weiteres von „fünf bis sechs Prozent mehr Leistungsdichte pro Jahr“ aus. An eine plötzliche Revolution durch neue Technologien wie Festkörper-Batterien glaubt der E-Auto-Experte nicht. Zwar würden immer wieder Durchbrüche vermeldet, aktuelle Festkörper-Speicher würden für den Einsatz in Pkw aber zu langsam Energie aufnehmen und abgeben.

Weiteres Verbesserungspotential bei Elektroautos sieht Ziebart derzeit vorrangig bei der Leistungselektronik, die die Hersteller „noch besser integrieren“ und dabei Gewicht einsparen könnten. Vielversprechend sei auch ein höherer Silizium-Anteil in der Anode – dem Pluspol – anstatt des bisher verwendeten Kohlenstoff.

„Preisschlacht“ bei Batteriezellen

Eine Zellfertigung in Deutschland, wie sie Politik und Arbeitnehmervertreter fordern, sieht Jaguars Technischer Direktor skeptisch. Die Investitionen seien „anfangs einfach enorm groß, die Margen schwanken sehr und die Konkurrenz liefert sich eine Preisschlacht“. Ziebart erwartet, dass deutsche Autobauer und Zulieferer die Herstellung von Akkuzellen weiter Unternehmen wie CATL, Panasonic, LG Chem oder Samsung und deren asiatischen und europäischen Standorten überlassen. Die Zellen für den I-Pace stammen aus einem polnischen Werk von LG Chem.

Für schnell nachfüllbare, reichweitenstarke Brennstoffzellen-Autos, die mit Hilfe von Wasserstoff elektrische Energie für den Elektroantrieb erzeugen, sieht Ziebart nur eine Zukunft in der Nische. Das Rennen um die größte Reichweite werde durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur an Bedeutung verlieren. „Wer braucht schon 700 Kilometer Reichweite in einem Riesen-Akku, wenn es genug Ladesäulen gibt?“, so der Jaguar-Land-Rover-Manager. Er erwartet, dass es schon bald deutlich mehr Ladestationen und kürzere Ladezeiten geben wird. Ohnehin sei der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle im Vergleich zu dem einer Batterie zu niedrig. Ziebart ist überzeugt: „Die Zukunft gehört der Batterie.“

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Via: Edison
Tags: Jaguar I-PACEUnternehmen: Jaguar, Land Rover
Antrieb: Elektroauto, Wasserstofffahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Peter W. meint

    24.07.2018 um 14:17

    Auch mit 68 muss man kein unbelehrbarer Petrolhead sein.
    Der Mann hat wohl erkannt wo die Reise hin geht. Ob man aber auch in Zukunft den Asiaten die Zellherstellung überlassen sollte? Eventuell bauen sie ja bald auch die Mehrzahl der Fahreuge in Europa. Den großen Herstellern droht ohne den dominierenden Motorenbau ohnehin die Versenkung in die Belanglosigkeit und Austauschbarkeit. Wenn die gesamte Technik nur noch von Zulieferern kommt, kann auch Ikea ein Auto bauen.

    • alupo meint

      26.07.2018 um 14:53

      Oder Sono Motors ;-).

      Ich sehe die eAuto Entwicklung genau wie Herr Ziebart. Ich finde das aber wirklich nicht verwunderlich, kommt er doch von einer anderen Branche und hat damit weniger Scheuklappenprobleme in seinem Denken. Und er sieht diese Disruption logischerweise als eine große Chance für Jaguar, zukünfig eine bedeutendere Rolle einzunehmen als heute. Ich habe für mich die Antwort schon gefunden wer in Folge etwas an Bedeutung verlieren wird, denn der Markt hat eben maximal nur 100%..

      Was mir etwas Sorgen um die deutsche Automobilindustrie bereitet ist das, was ich diese Woche aus Vorstandskreisen (aus 2. Hand, d.h. nicht erster und nicht dritter) eines deutschen Premiumherstellers hörte. Das Problem mit der Beschaffung qualitativ zu Tesla/Panasonic vergleichbarer Akkus sowie der benötigten Mengen scheint wohl mehr als nur gigantisch zu sein. Leider kann ich dazu nichts genaueres schreiben um meine Quelle nicht zu exponieren. Aber ich werde sicherlich das Thema mit meinem persönlichen Whistleblower gelegentlich wieder aufgreifen um in unregelmäßigen Abständen auf den aktuellen Stand zu kommen.

  2. Lewellyn meint

    24.07.2018 um 09:38

    Der Mann hat sich mit dem Thema beschäftigt.

    Dann kommt man automatisch zu diesen Erkenntnissen. Sehe ich auch so.

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