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Telekom: Tausende Verteilerkästen könnten als Elektroauto-Ladestationen dienen

09.11.2017 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 29 Kommentare

Telekom-Elektroauto-Ladestation-Kabelverzweiger

Bild: liggy-de / CC BY-SA 2.0

Die Pläne der Telekom, flächendeckender Betreiber von Elektroauto-Ladestationen zu werden, konkretisieren sich. Dem Bonner Unternehmen schwebt ein Netz von Tausenden Ladesäulen vor. Die Infrastruktur für die Stromer-Tankstellen ist laut Vorstandschef Timotheus Höttges bereits größtenteils vorhanden.

„Wir haben in Deutschland 380.000 Kabelverzweiger. Jeder dieser grauen Kästen hat eine Stromversorgung, eine Batteriepufferung, eine digitale Messstelle. Da müssen wir vorne nur einen Stöpsel dranmachen, dann können alle Elektroautos daran tanken“, so Höttges auf einem Kongress der Branchenzeitung Automobilwoche.

Telekom-Mitarbeiter hätten bereits etwa 12.000 in Frage kommende Standorte mit Parkmöglichkeiten identifiziert. Zusätzlich könnten rund 8000 Betriebshöfe des Unternehmens mit bis zu 150 kW starken Schnellladestationen ausgestattet werden. Dass das erforderliche stärkere Stromnetz dort bereits vorhanden ist, sei ein großer Kostenvorteil, sagte Höttges.

Die Telekom will noch in diesem Jahr erste Prototypen für das Elektroauto-Laden in Betrieb nehmen. In das Projekt soll ein „signifikanter Millionenbetrag“ investiert werden. Höttges hofft zudem auf Fördermittel der Bundesregierung – er betonte: „Wir haben die Chance und die Technologie, beim Ladenetz für Deutschland ein großes Stück voranzukommen.“

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Via: Telekom
Tags: Ladestationen, SchnellladenUnternehmen: Deutsche Telekom
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. G.P. meint

    16.11.2017 um 18:41

    ….
    Jeder dieser grauen Kästen hat eine Stromversorgung, eine Batteriepufferung, eine digitale Messstelle. Da müssen wir vorne nur einen Stöpsel dranmachen, dann können alle Elektroautos daran tanken“, so Höttges auf einem Kongress der Branchenzeitung Automobilwoche.
    ….
    Leider fehlt in diesem Artikel die wichtigste Angabe, wieviel VA Ladeleistung kann zur Verfügung gestellt werden!

  2. stefan meint

    16.11.2017 um 15:20

    Telekom, einfach machen! Den Strom kauft die Telekom sicher günstig ein, dann kann sie ihn sogar mit Gewinn verkaufen.
    Ich habe gesehen dass ein lokaler Energieversorger an seinen Trafohäuschen LOLOs von New Motion betreibt und für dem Strom 32 Cent berechnet. Bei einem Einkaufspreis von 2-3 Cent ein guter Schnitt ;-)

  3. Thomas Wagner meint

    10.11.2017 um 21:12

    Ich finde, das ist eine prima Idee und wird für etliche 1000 „Straßenlader“ gut sein.
    Die brauchen alle keinen Starkstrom, da für Straßenparker, die Zeit keine Rolle spielt.
    Und so bekommen wieder mehr Menschen, vor allem Stadtbewohner ohne eigene Lademöglichkeit, eine Möglichkeit ihr Elektroauto zu laden.
    Ladeinfrastruktur ist nämlich nicht nur die Schnellader an den Autobahnen und Fernstraßen,
    sondern massenhaft Schnarchlader im öffentlichen Raum.
    Besonderes Augenmerk sollte dabei auch auf Firmenparkplätze gelegt werden.
    Denn da stehen die Autos in der Regel mehrere Stunden und können so bequem aufgeladen
    werden, am besten mit vor Ort erzeugtem Solarstrom :-)

  4. Neubert meint

    10.11.2017 um 15:04

    Wann verrät diesem Supersachverständigen von der Telekom mal jemand, um welche Größenordnungen von Spannung und Stromstärke es sich bei Ladestationen für E-Fahrzeuge handelt? Zum gleichzeitigen Laden dreier Smartphones mögen die „grauen Kästen“ geeignet sein.
    Einfach peinlich.

    • TeslaTom meint

      10.11.2017 um 19:20

      nun, es reichen 3kW je Anschluss, sogar 2kW, dass immer alle meinen, es muss ein Supercharger sein, 30m laden? So ein Auto STEHT ca 22-23h, wenn es immer dann geladen wird, passt es bestens???? Und das können die Verteiler locker, je mehr Lademöglichkeiten, desto weniger Starkstrom / Leistung wird benötigt.
      Eigentlich ganz einfach und weg von der ‚uups, ich muss noch schnell tanken‘ Denke????

  5. Dieter meint

    10.11.2017 um 07:29

    Man sollte hier nicht zu viel erwarten. Schließlich ist die Telekom noch nicht mal in der Lage den Internetausbau voranzubringen. Was denkt ihr, wie lange es dauern wird, bis diese Zukunftsvision der Ladestationen tatsächlich Realität wird??

    • Fotolaborbär meint

      10.11.2017 um 09:39

      12 Monate – neuer Markt – keine Straßen aufreißen

  6. Leotronic meint

    10.11.2017 um 02:28

    Ich sage schlicht PRIMA.

  7. Jürgen Kohl meint

    09.11.2017 um 23:22

    Die Worte hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube! Alles nur Marketing!

  8. Horst Eisele meint

    09.11.2017 um 20:04

    So viel Leistung braucht es nicht. Wenn hier nachts mit 1-phasig 16 Ampere geladen werden kann (3,6 kW), dann hat man in 10 Stunden….

    Na… wer weiß es. Ja, 36kWh in der Batterie. Gut für 200-300km.
    Ist doch super. Besser, als immer nur zu meckern, wenn einer der Großen mal was in die Hand nimmt.

    Ich sage nur: Die Post mit ihrem Elektro Scooter! Wie geil!

  9. Hartmut Vonnoe meint

    09.11.2017 um 18:55

    Der Artikel zeugt von wenig Sachverstand des Herrn Höttges!
    Denn mit seinen „grauen Kästen“ kann er höchstens eine Kindertaschenlampe laden!

  10. caber meint

    09.11.2017 um 16:33

    Nicht nur die grauen Verteiler der Telekom sind eine Möglichkeit, auch die „Parkscheinautomaten“ der Stadtverwaltungen könnten genutzt werden. Diese stehen sowieso in der Nähe von Parkplätzen.

    Alleine in der Altstadt einer Kleinstadt habe ich 10 dieser Kästen gezählt.

    • Leonardo meint

      09.11.2017 um 17:22

      In meiner Gegend sind alle Parkscheinautomaten Solarbetrieben, da wird nicht viel Strom übrig sein.

  11. stan meint

    09.11.2017 um 16:00

    @Ecomento
    Das Video ist aber der falsche graue Kasten.
    Hier wird ein passiver KVz83 mit Cu-DA Rangierfeldern gezeigt.
    Der hat keine Stromversorgung bzw. die 60V + x mA auf den Adern sind nicht wirklich gut zum Laden geeignet.
    Stromversorgung haben nur KVz83MX (mit Akku für aktive ONU/ONT) oder KVZ83BK (Breitbandkabel) oder besser ein MFG (für ADSL/VDSL):
    https://www.youtube.com/watch?v=Pn-pD9S0ABI

    • Redaktion meint

      09.11.2017 um 16:07

      Danke für den Hinweis, wir haben das Video ausgetauscht!

      VG
      TL | ecomento.de

      • Priusfahrer meint

        09.11.2017 um 20:19

        Danke, dann nochmal Video anschauen!

    • Priusfahrer meint

      09.11.2017 um 20:27

      Ich habe nur einen Kasten mit 48V 400W gesehen, der in Frage
      kommt. Und wo kommt dann wirklich der Kraftstrom raus?

  12. Christian meint

    09.11.2017 um 14:06

    Heißt digitale Meßstelle, daß dort auch ein Verbrauchstarif funktionieren würde anstatt der ungerechten Zeittarife wie bei den allermeisten bestehenden Ladestationen? Wäre bei Schnarchladen über Nacht ein Wettbewerbsvorteil.
    Braucht es für Telekomkunden nur noch eine App zur Freischaltung und schon kann es losgehen!

  13. Priusfahrer meint

    09.11.2017 um 13:28

    Eigentlich hätte die Telekom als staatliches Versorgungs- u. Infrastruktur bildendes Unternehmen schon sofort reagieren müssen.
    Bei Telefonleitungen reagieren die aber leider auch nicht schneller.

  14. Stefan meint

    09.11.2017 um 13:12

    Vom Prinzip her eine gute Idee und während dem Laden an einem t–(lade) Punkt gibts vielleicht mit dem neuen magenta green Tarif auch Open wlan ;)

  15. Ad van der Meer meint

    09.11.2017 um 12:44

    Diese Kasten stehen nicht am Strassenrand. Sollen die Kabel über den Bürgersteig gelegt werden?

    • Gunnar meint

      09.11.2017 um 12:51

      Nö, dieser Kabelverzweiger wird keine Ladesäule sein.
      Die Ladesäulen werden dann in nächster Nähe aufgestellt und per Kabel unterm Geweg an den Kabelverzweiger angeschlossen.

      • Frank Büchler meint

        09.11.2017 um 15:38

        Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

        • Frank Büchler meint

          10.11.2017 um 08:53

          Das war wirklich völlig sachlich gemeint. Ich habe das schön öfters praktiziert um eine Stolperfalle auf dem Gehweg zu vermeiden das Ladekabel in 2,5m Höhe über dem Gehweg zu verlegen. Ich hatte das damals im Urlaub vom Fenster im ersten Stock bis zu den Fahrrädern auf dem Dach verspannt. Möglich wäre aber auch das Fräsen einer ca 1cm großen Nut quer über den Gehweg.

    • Utx meint

      09.11.2017 um 16:29

      Viele dieser Kästen stehen am Straßenrand.

  16. M3 meint

    09.11.2017 um 12:36

    Tolle Idee! Und selbst wenn dort nur mit Schnarchgeschwindigkeiten geladen werden kann, können dort wärend der Parkzeit und nachts immer wieder etwas nachgeladen werden.
    Klingt doch erstmal gut.

    • Daniel Rättich meint

      09.11.2017 um 13:17

      Genau, und dann so richtig Geld damit verdienen wenn man die Autos der Kunden als Energiepuffer brauchen kann. Da kann die Telekomm dann die Energiespitzenbrechen und sogar Geld damit verdienen Strom in Akkus zu „entsorgen“. Weiter so!

  17. sagrantino meint

    09.11.2017 um 12:25

    Da haben Sie aber lange gebraucht, Herr Höttges, um diese Chance zu erkennen. Oder haben es Ihnen die Verbrenner-Bosse verboten?

    • Peter W meint

      09.11.2017 um 13:07

      So sarkastisch muss man jetzt auch nicht sein. Die Telekom ist kein Energieversorger, also kann man die Idee nur begrüßen.

      Die Energieversorger haben normalerweise die dickeren Kabel, und deren Verteiler könnten noch viel mehr leisten.

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