Unterstützt und vorangetrieben von der Politik bauen lokale Unternehmen in der Türkei die Elektroauto-Marke TOGG auf. Neben den Fahrzeugen sollen auch Batterien vor Ort produziert werden. Das vor zwei Jahren gegründete Firmenkonsortium hinter TOGG hat Ende 2019 erste Modelle vorgestellt, die 2022 auf den Markt kommen sollen. Möglichst bald soll die Expansion nach Deutschland und in andere europäische Länder folgen.
Im Juni feierte TOGG mit dem Präsidenten der Türkei Recep Tayyip Erdoğan die Grundsteinlegung für sein in der Provinz Bursa in der Westtürkei angesiedeltes Elektroauto-Werk. Die Leitung des E-Mobilitäts-Projekts hat mit Gürcan Karakas ein früherer Manager des deutschen Zulieferers Bosch inne. Er verriet laut dem Portal Hürriyet.de kürzlich in einer Online-Konferenz: „Wir haben vereinbart, ein globales Unternehmen mit Know-how in der Batterieproduktion in die Türkei zu bringen. Wir werden die Batterieproduktion vollständig in der Türkei durchführen.“
Obwohl Batterien wesentlich für die Leistungsfähigkeit und Profitabilität von Elektroautos sind, vertrauen die meisten Hersteller auf Akkus von Zulieferern. Den in diesem Bereich führenden Lieferanten aus Asien will TOGG offenbar Konkurrenz machen, in der Online-Konferenz ließ das türkische Unternehmen verlauten: „Wir können die Herstellung mehrerer Produkte, einschließlich Batterien, für andere Unternehmen übernehmen.“

Für die eigenen Autos seien über 90 Prozent des Lieferanten-Auswahlprozesses abgeschlossen, sagte Karakas. Rund 78 Prozent der Lieferanten seien Unternehmen in der Türkei, 22 Prozent kämen aus Europa und Asien. Die Inlandsproduktionsrate von TOGG werde zunächst bei 51 Prozent liegen, innerhalb von drei Jahren dann auf 66 Prozent steigen. Das Werk in Bursa soll eine Kapazität von 175.000 Fahrzeugen pro Jahr haben. Die Preise der ersten Fahrzeuge werden Insidern nach in der Türkei bei 22.000 Euro starten, mit guter Ausstattung soll ein TOGG-Stromer für 30.000 Euro zu haben sein.
Karakas kündigte Hürriyet.de zufolge an, dass die Elektroautos aus der Türkei zwei Jahre nach dem Start auf dem Heimatmarkt in europäische Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien exportiert werden. „Unser Team ist bereit für den globalen Wettbewerb“, erklärte der TOGG-Chef. Laut einem Bericht des Handelsblatts könnten die Auslieferungen hierzulande wie in der Türkei auch schon im Jahr 2022 beginnen.
Hinter TOGG stehen die türkischen Unternehmen Anadolu Group, BMC, Kök Group, Turkcell und Zorlu Holding. Einige von ihnen haben bereits Erfahrung mit dem Fahrzeugbau. Fünf Prozent des Konsortiums gehören der Union der Kammern und Börsen der Türkei TOBB. Der Staat unterstützt das E-Auto-Startup zudem mit Fördergeldern und will selbst mindestens 30.000 Fahrzeuge erwerben. Mit Investitionen von insgesamt etwa drei Milliarden Euro sollen fünf Baureihen realisiert werden: zwei SUV, eine Limousine und ein Kompaktwagen sowie ein Minivan.
ArnSpeed meint
Ist es wirklich möglich mit 4000 Mitarbeitern,175.000 Autos im Jahr herzustellen?
Auch muss ein Händlernetz, Exportniederlassungen u.s.w Installiert werden. Alles andere ist auch noch in der Entwicklungsphase. Ich würde sagen sehr ambitioniert, viel Glück!
Priusfahrer meint
Wird das ein elektr. Dacia oder der Nachbau eines dt. oder amerik. BEVs?
Der türkische Staat „unterstützt“ TOGG mit € 3,3 Mrd.
Allerdings war Hegemonie noch nie besonders förderlich für die wettbewerbsfähigkeit von Staats-verwandten Industrien.
Solange der türkische Präsident Erdogan heißt, wird dieses Produkt immer
einen bitteren Nachgeschmack verursachen.
„Der Prototyp entspricht exakt dem heutigen Zeitgeist: Ein elektrisches SUV mit je nach Batteriekapazität 300 bis 500 Kilometern Reichweite und 150 bis 300 kW (203 bis 406 PS) Motorleistung. Der Standardsprint soll in 7,6 beziehungsweise 4,8 Sekunden erledigt und der Stromspeicher in 30 Minuten zu 80 Prozent gefüllt sein.“
Basispreis: 26.000 – 30.000 €
Zitat aus „Die Zeit“
klaus meint
Ja Genau, Erdogan baut dieses Auto heimlich im Keller :-) Dein Hass spricht Bänder!! Der Deutsche staat deckt Betrugswerke aus Wolfsburg, darüber solltest du dich aufregen, nicht von Sachen die du nicht verstehst!!
Eugen meint
Das gilt für chinesische Autos ebenso, mit beidem wird man sich nicht überall Freunde machen, aber es gibt in Europa mehr Erdogan-Anhänger als Anhänger der chinesischen KP. Es werden aber auch Modelle der Volumenhersteller in der Türkei gebaut und an Produkten aus China kommt man schwerlich vorbei.
ExExperte meint
Die Erdogan Anhänger in Deutschland fahren alle Mercedes, da gibt es für türkische Autos keinen Markt.
OpaTesla meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
KEINEMACHTDERAFD meint
Tja. die Zeiten ändern sich, sich man ja an der Daimler Aktie :-)
Egon Meier meint
Wir wollen mal abwarten.
Günstige Preise könnten sie haben – wenn die türkische Lira sich weiter der Nulllinie nähert.
Dann ist aber besonders wichtig, dass sie nix importieren müssen.
https://www.weltexporte.de/exporte-tuerkei/
Auch wenn man es kaum glaubt: Busse, Lkw usw sind ein Haupt-Exportprodukt der Türkei. Wer dann aber daraus schließt, dass irgendwelche technische Expertise vorhanden ist, der täuscht sich. Die Türkei ist nur verlängerte Werkbank großer internationaler Konzerne.
Also .. wie gesagt .. warten wir mal ab ..
IsoOktan meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
HMH meint
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Daniel S meint
Hoffentlich eine reine BEV-Plattform.
Hoffentlich einmal ein Auto ohne den ganzen Unterhaltungs-Klimbim der nur davon ablenkt, dass man bei der Antriebstechnik zu wenig zu bieten hat.
Hoffentlich günstige Kleinwagen – zeitnah.
Egon Meier meint
Die Türkei hat in den letzten Jahren noch nicht mal einen marktfähigen VErbrenner auf die Straßen gekriegt. Wie soll das mit BEV-Technologie klapppen?
Eugen meint
Sie kaufen die Akkus und die Motoren zu (und alles andere auch) und bauen eine Karosserie drum herum, ob das am Ende billiger oder besser als Hyundai, Ford oder VW wird man sehen.
klaus meint
Stuss!! Informieren, statt Stuss zu schrieben!!