Die unabhängige Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hat eine Lebenszyklusanalyse der Treibhausgasemissionen (THG) von Pkw verschiedener Antriebssysteme und Kraftststoffarten durchgeführt. Elektroautos haben demnach schon heute ja nach Modell einen Klimavorteil gegenüber Verbrennern.
Die Studie umfasst Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICEVs), Hybrid-Elektrofahrzeuge (HEVs), Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs), batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) und Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCEVs) sowie eine Vielzahl von Kraftstoffarten und Energiequellen, einschließlich fossilem Benzin, Diesel und Erdgas, jeweils mit dem aktuellen und zukünftigen Anteil an Biokraftstoffen oder Biomethanbeimischungen, E-Fuels, Wasserstoff und Elektrizität. Neben Europa werden auch Indien, China und die USA berücksichtigt.
Für jede der vier Regionen werden die gleichen Trends beobachtet:
- Konventionelle Benzin- und Dieselfahrzeuge weisen sehr ähnliche und vergleichsweise hohe Emissionen auf. Bei Hybridfahrzeugen sind es lediglich etwa 20 Prozent weniger Emissionen. Im Fall von Fahrzeugen mit komprimiertem Erdgas (CNG) können die Emissionen sogar über denen von Benzin- und Dieselfahrzeugen liegen.
- Die in Europa übliche Beimischung von Biokraftstoff verringert die Emissionen von Benzin-, Diesel- und CNG-Fahrzeugen kaum – selbst dann nicht, wenn Biokraftstoffe aus abfall- und reststoffbasierten Rohstoffen bis 2030 das aktuell viel genutzte Palmöl verdrängen würden. Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) sind mit sehr hohen Produktionskosten verbunden und können daher nicht wesentlich zur Dekarbonisierung des Kraftstoffmixes im Straßenverkehr beitragen.
- Im realen Alltagsbetrieb ist der Kraftstoffverbrauch von PHEVs vielfach höher als in den offiziellen Verbrauchswerten. Die Lebenszyklus-Emissionen heutiger PHEVs in der Kompaktklasse liegen daher nur etwa 25 bis 27 Prozent niedriger als bei neuen Benzinfahrzeugen.
- Die Lebenszyklus-Emissionen der in Europa neu zugelassenen BEVs liegen in der Kompaktklasse bereits heute 66 bis 69 Prozent niedriger als für vergleichbare neue Benzin-Pkw. Aufgrund des sich stetig verbessernden Strommixes erhöht sich dieser Emissionsvorteil von BEVs für Neufahrzeuge im Jahr 2030 auf etwa 74 bis 77 Prozent. Sofern sie vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, erreichen BEVs bis zu 81 Prozent niedrigere Lebenszyklus-Emissionen als Benzinfahrzeuge.
- Bei FCEVs variieren die Lebenszyklus-Emissionen stark mit dem genutzten Wasserstoff. Bei dem heute vorherrschenden Wasserstoff, der durch Reformierung von Methan aus Erdgas hergestellt wird („grauer Wasserstoff“), sind die THG-Emissionen nur etwa 26 Prozent geringer als bei neuen Benzinern. Bei Wasserstoff aus erneuerbaren Energien („grüner Wasserstoff“) liegen die Emissionen hingegen 76 Prozent unter denen von Benzinern. FCEVs, die mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energien betrieben werden, weisen etwas höhere Lebenszyklus-Emissionen auf als BEVs, welche denselben erneuerbaren Strom nutzen. Dies liegt daran, dass der Betrieb von FCEVs mit strombasiertem Wasserstoff im Vergleich mit der direkten Nutzung des Stroms in BEVs etwa dreimal so energieintensiv ist und die Analyse bei erneuerbaren Energien auch die Emissionen aus dem Bau zusätzlicher Windräder und Solarpanels berücksichtigt.

Empfehlung des ICCT
Ausgehend von seiner Analyse empfiehlt das ICCT die folgenden politischen Maßnahmen: Die Zulassung neuer Pkw mit Verbrennungsmotor in der EU sollte im Zeitrahmen von 2030 bis 2035 auslaufen. Angesichts einer durchschnittlichen Fahrzeuglebensdauer von 18 Jahren sollten ab etwa 2030 bis 2035 nur noch solche Technologien produziert und zugelassen werden, die eine tiefgreifende Dekarbonisierung der europäischen Autoflotte bis 2050 erreichen können. BEVs, die mit Strom aus erneuerbaren Energien angetrieben werden, und FCEVs, die mit grünem Wasserstoff betrieben werden, seien die einzigen beiden Technologiepfade, die hierfür infrage kommen.
Eine Hybridisierung von Verbrennungsmotoren kann laut dem ICCT genutzt werden, um den Kraftstoffverbrauch der im Verlauf des nächsten Jahrzehnts neu zugelassenen Fahrzeuge zu reduzieren. Aber weder HEVs noch PHEVs erlaubten die langfristig erforderliche Senkung der THG-Emissionen von Pkw.
badsoden meint
Alles elektrifizieren ist richtig. Dann brauchen wir nur noch den Strom. China baut den ersten Thorium Kernzentrale. Wenn die das vernüftig zum Laufen bringen ist das Energieproblem mehr oder weniger gelöst. Wir werden dann an Kernenergie nicht vorbei kommen. Kann man lange über diskutieren aber andere Länder (u.a. China, Japan, Frankfreich, England, USA) werden es mit Kernenergie machen. Deren Energiepreise wird alle andere unterbieten. Dann wird China mit Thorium (inzwischen mit Patenten geschützt) auf CO2 neutrale Energie bestehen und es in alle globale Gremien voran treiben. Wir werden schwer dagegen argumentieren können.
Sicher, Solar wäre viel schöner, aber geht im Winter eher leer aus. Wind ist schön aber nicht ganz so einfach großflächig z installieren (zu viel Ärger mit Anwohner). Speichern in Batterien und H2 noch immer sehr aufwendig.
Vielleicht sollten wir die Laufzeiten der Kernzentrale noch mal neu überdenken.
Stan meint
Studien der Umweltorganisationen ICCT , T&E, DUH produzieren großenteils durch gezieltes Weglassen unerwünschter Fakten Ergebnisse zugunsten der E-Mobilität. Zitate dazu aus der Presse:
„Durch eine Argumentation auf Basis von relativen Werten und selektiv ausgewählten Messdaten strickt T&E ein Argumentationsgerüst gegen die heute verfügbare, technisch voll ausgereifte Antriebsalternative LNG“
„So ganz überzeugt der Vergleich nicht, denn für den Betrieb des E-Autos wird Strom benötigt, der zum Teil aus fossilen Quellen erzeugt wird, was in der T&E-Bilanz offenbar nicht berücksichtigt ist.“
„Studie findet hohen Partikelausstoß – und liegt falsch“.
„Die Studie suggeriert eine Präzision und Sicherheit, die schlicht nicht gegeben ist“
„…die ICCT-Studie ihrem eigenen schon in der Executive Summary verkündeten Anspruch, das CO2-Reduktionspotenzial für verschiedene Politikpfade zu bewerten, aus wissenschaftlicher Sicht nicht gerecht wird.“
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kritisierte im März 2017, die DUH sei „ein von Abmahnungen lebender Interessenverein“.
Nebenbei interessant: Langjährig etablierte Wikipedia-Autoren und -Aufpasser („Sichter“) sorgen massiv dafür, dass z.B. zu ICCT und T&E keinerlei kritische Einträge zugelassen werden. Entweder werden sie von diesen Organisationen dafür bezahlt oder agieren aus eigenem ideologischen Ansatz heraus.
Beides macht Wikipedia nicht glaubwürdiger.
Dagobert meint
Es ist wie immer: Glaube keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.
Als Annahmen werden die Werte herangezogen, die einem gerade ins Konzept passen.
Für Verbrenner wird irgendeine Studie herangezogen, die Verbräuche annimmt, die ca. DOPPELT so hoch sind wie nach WLTP. Für PHEVs nimmt man sicherlich „wahnsinnig repräsentative“ Werte von spritmonitor.de und BEVs dürfen die Verbrauchswerte aus dem ADAC Ökotest benutzen.
Es wäre problemlos möglich gewesen zumindest über alle Fahrzeugklassen Werte aus gleicher Quelle zu nehmen. Der ADAC Ökotest hätte sich dafür angeboten, da immer die gleiche Strecke gefahren wird.
Ein weiteres Beispiel sind die angenommenen Akkukapazitäten. Diese sind jetzt schon eher 50% zu gering und dürften in Zukunft eher 100% zu gering angenommen sein.
Ich bin mir sicher, dass sich die Tendenz nur Annahmen zu treffen, die BEV gut und Verbrenner schlecht dastehen lassen, über die gesamte sogenannte „Studie“ finden lassen. So ist man eben unglaubwürdig, aber alle News-Seiten kopieren ohnehin nur die Pressemeldung.
Stocki meint
Bisschen weit hergeholt, findest du nicht?
Dagobert meint
Nichts davon ist weit hergeholt, das steht alles genau so in der Studie drin. Man muss sich eben die Mühe machen sie auch zumindest mal quer zu lesen.
E-Mobilist meint
Hallo Dagobert,
da zeigt sich schon, das du diese Studie definitv nicht gelesen hast.
Die Verbräuche bei den Verbrennern sind sehr modeart angenommen (Seite 67):
Mittelklasse Diesel 5,9 Liter, Großes SUV 7,2 Liter (Benziner 7,9 Liter).
Beim Elektro wurden 20,9 bzw. 21,9 kwh zugrunde gelegt. Beim FCEV 1 / 1,2 KG.
Das ist beim Elektro auch deutlich mehr, als der WLTP Wert in diesen Klassen, beim FCEV ist es WLTP.
Lese bitte die Studie und zitiere dann gerne daraus, so hat dein Beitrag keine Substanz.
Yogi meint
Einen ID4 bewege ich mit 21 bis 22 kWh/h km auf der Autobahn 120 bis 140km/h. Somit passt das.
Yogi meint
Beim Tiguan liegt der Spritmonitor Durchschnitt für Benziner bei 8.93L/100km.
Yogi meint
Aber da steht halt: „“ average real-world fuel consumption of new gasoline, diesel, and CNG cars in Europe in Table A.2 is derived from the segment-specific average NEDC fuel consumption of new cars registered the European Union and the United Kingdom in 2019 (Díaz et al., 2020) and a consumer-reported real-world to NEDC deviation of +37% for conventional gasoline and CNG cars, +50% for hybrid electric vehicles (HEVs), and +44% for diesel cars (Dornoff et al., 2020).“
Bei Fantasiewerten der PHEV ist das Vorgehen auch beschrieben.
Stan meint
Zustimmung, spritmonitor ist keine wissenschaftlich belastbare Quelle: Verbrauchswerte ohne vergleichbare, definierte Fahrbedingungen, Fahrprofile und Fahrstile „ge/ermittelt“.
BEV-Fahrer bevorzugen auf AB bekanntlich Tempo, aus Reichweiten- und lange-oder teure-Ladezeiten-Angst. Das macht solche Verbrauchsvergleiche noch unglaubwürdiger.
Wer mit erschwinglichen BEV auf Langstrecke den gleichen AB-Schnitt erreichen wollte, müsste so rasen, um die Ladezeiten zu kompensieren, dass der hohe Verbrauch noch häufigere Ladepausen erzwingen würde: ein sinnloses Unterfangen.
Zweitens: Der pauschal-bequem-tendenziösen Behauptung der Studie, synthetische Kraftstoffe seien zu teuer, stehen Aussagen von synhelion und KIT entgegen: Bis 2030 sollen diese für >1€/l angeboten werden und CO2-Steuern darauf entfallen für jeden, der keiner Lobby angehört.
Drittens: BioCNG gibt es übrigens schon heute kostengünstig zu tanken und allein das Reststrohangebot dazu reicht laut DBFZ in Leipzig für 10 Mio BioCNG-Verbrenner aus. ICCT behauptet also Falsches.
Die Welt ist vielfältiger, interessanter und klimaschützende Antriebe sind zahlreicher als ICCT-Studienautoren es wünschen.
Michael S. meint
Also, am Ende haben wir drei Herausforderungen:
1. Alles elektrifizieren, was aktuell fossil betrieben wird.
2. So viel EE ausbauen, dass wir mit damit übers Jahr kommen.
3. So viel Speicher/Stromproduktion installieren, damit wir damit über den Winter kommen. (Je nachdem, was günstiger ist)
Am Ende bleibt die Herausforderung, möglichst schnell möglichst viel regenerativen Strom zu erzeugen, damit wir schnell dekarbonisieren und uns endlich von diesen „aber bei der Verbrennung von Kohle für Strom entsteht so viel CO2“-Diskussionen lösen können.
Ach ja, und das Ganze wäre schön, wenns zum Kostenminimum kommt und möglichst hohe Resilienz gegen Störungen im System aufweist.
Stocki meint
Schöne heile neue Welt. Leider werden wir noch sehr viele Überschwemmungen, Waldbrände, Gletscherschmelzen und Hitzewellen erleben. Und trotzdem wird es sehr viele Menschen geben, die am alten System festhalten wollen. Wir werden es nicht schaffen, da bin ich mir leider ziemlich sicher. Warum? Na deswegen:
– Sollen doch erst mal die Anderen
– Umweltschutz ja, aber es darf nichts kosten
– Aber die vielen Abbbeeiiddddsblädddseeee, heul…
– Es gab schon Zeiten, da war es viiiiiiiieeeeel wärmer als heute
– Ja aber die Kinderarbeit in den Kobaltminen und die vielen seltenen Erden
– Wir werden alle sterben, schluchz
Allstar meint
Kann man sich vllt zurecht lustig machen, aber alte weiße Männer in ihren Tesla retten auch nicht die Welt, soviel ist sicher!
Stocki meint
Macht Tesla was, ist Tesla schuld, macht Tesla nix, ist Tesla Schuld. Hat ein Thema überhaupt nichts mit Tesla zu tun ist natürlich auch Tesla schuld.
Aber Hauptsache wir haben drüber geredet. Mann ey…
Allstar meint
@Stocki
Was Tesla macht oder nicht macht ist mir Sch… egal, ich weiß aber was ich mache angesichts der Hochwasserkatastrophe: Ich habe Solidarität gezeigt und Geld gespendet! Du aber denkst mit dem Kauf deines Autos schon genug getan zu haben und meinst jetzt per Rundumschlag deine Moralkeule zu schwingen. Das ist arrogant.
alupo meint
was soll denn dieser weltfremde Angriff auf Teslafahrer.
Ich glaube, es fehlt da etwas an der Dichtheit…
Stan meint
Sie können uns sicher erklären, wie umweltfreundlich BEV auf Kurzschlüsse bei Überschwemmungen reagieren und wie diese samt Akku in MVA „entsorgt“ werden.
Nebenbei: Efuels sind nicht wassergefährend und sollen biologisch abbaubar sein.
Andi EE meint
@Michael S.
Sehe ich gleich, aber leider gibt es viele Leute Punkt 2 nicht machen wollen, wenn Punkt 3 nicht erfüllt ist. Ich mache lieber gar nichts, wenn sich das Problem Winter / Speicherung nicht gelöst ist.Der CO2-Vermeidung ist schon viel geholfen, wenn wir in den 10 Monaten wo die EE sehr gut funktionieren, die 60-70% vom ganzjährlichen CO2-Ausstoss vermeiden.
Heisst Punkt 2 muss jetzt forciert werden, egal wie schnell wir mit Punkt 3 vorwärts kommen. Da immer rauf die optimale Lösung zu warten, ist verschwendete Zeit und lässt den Berg an Arbeit immer grösser werden. Das verstehe ich einfach an der Sache nicht, auch wenn das Speicherproblem in 10 Jahren nicht gelöst wird, wir sind mit einer Gas-Verstrommung im Winter immer noch viel besser dran, als wenn wir auf die optimale Lösung mit fossilen Endverbrauchern warten.
Stan meint
Alles elektrifizieren , was fossil betrieben wird?
Deutschland kann und wird so viel Grünstrom nicht liefern. Und aus Übersee lässt sich Grünstrom schwerlich importieren. Folglich führt eine solche stromlastige Energiewende nicht zum Ziel, sondern wird auf Atomstromimporte hinauslaufen.
In der Studie steht zu BEV außerdem: Im Fall von Erdgas-Fahrzeugen (CNG) könnten die Emissionen sogar über denen von Verbrennern liegen.
Für BioCNG-Verbrenner trifft das umso mehr zu.
Mathias meint
Sie schreiben: „Deutschland kann und wird so viel Grünstrom nicht liefern.“ Ich denke man kann hier widersprechen. Deutschland kann, bei entsprechender Investitionsbereitschaft, definitiv genügend Grünstrom für die Energiewende liefern. Die Frage ist natürlich, ob man das wirklich möchte, oder ob man nicht beispielsweise bei einem „85 Prozent“ Szenario bleibt.
Warum propagieren Sie energiehungrige Technologien, wenn Sie sich auf der anderen Seite so sehr um Energieengpässe sorgen?
Stan meint
Widersprechen muss man tatsächlich, nur in ganz anderer Weise: Die bisherigen Prognosen zum Grünstrombedarf waren falsch und auch die letzte Änderung von Herrn Altmeier beschönigt die drohende Grünstromlücke. Ebenso liegt die BEE-Prognose 745 TWh Strombedarf daneben, wenn man z.B. nur die Verzehnfachung des zukünftigen Grünstrombedarfs der Chemieindustrie auf 628 TWh bedenkt, der laut FAZ-Beitrag im Industriestaat Deutschland nicht mehr als 4 cent/kWh kosten darf: Wer nicht massiv in PtX-Technologien und -Importe investiert, wird zukünftig Atomstrom importieren müssen und für das Scheitern der allzu stromlastigen Energiewende verantwortlich sein.
Ihre Investitionsbereitschaft sichert weder, dass die benötigten Grünstromengen im dichtbesiedelten Deutschland kosteneffizient noch, dass sie flächen- und rohstoffeffizient produziert werden können. Dazu sind andere Regionen eindeutig besser geeignet, deren Grünstrom allerdings nicht importierbar ist, sondern nur deren PtX-Produkte.
Ihre Frage zeigt lediglich, dass Sie den erläuterten Zusammenhang nicht wahrhaben wollen und versuchen, dem deutschen Problem Grünstromlücke auszuweichen. Ihre scheinbare Sorge um mangelnde Energieeffizienz ist unbegründet, denn regenerative Energiepotentiale sind weltweit reichlich vorhanden, nur eben nicht als nach Deutschland exportierbarer Grünstrom.
Folglich gaukelt der massiv geförderte Kauf z.B. von E-Autos und Wärmepumpen eine Energiewende vor, die den Strommix wegen Grünstrommangel zusätzlich zu verschmutzen droht.
Mathias meint
Gerade ihr Beispiel aus der Chemieindustrie zeigt auf, dass wir in Zukunft effizienter mit der zur Verfügung stehenden Energie umgehen sollten. Da scheint das Setzen auf energiehungrige Technologien die Lage doch deutlich zu erschweren.
Zu ihrer hinterfragten Kosteneffizienz der Energiewende im eigenen Lande können Sie ja nochmal bei Prof. Quaschning reinhören. (Den zitieren Sie ja immer wieder ganz gerne)
Sie haben weder meine Frage beantwortet noch ihre unkorrekte Aussage verteidigt…
Stan meint
Lustig zu beobachten, wie Sie meine Kommentareingänge zu mehreren Themen gleichzeitig sichten und im Minutentakt beantworten. Dergleichen gelingt nur wenigen, gut bezahlen Lobbyisten mit Verfolgungswahn oder-Auftrag.
Ihre Einwände erwiesen sich als Bumerang:
Selbst Prof. Quaschning räumt ein, dass der Strommix mit dem Atomstromende nach 2022 CO2-lastiger wird.
Nicht allein die Chemieindustrie geht von einer Verzehnfachung ihres Strombedarfs aus, sondern auch der privater Haushalte kann durchaus um den Faktor 10 ansteigen, wenn ich meinen Haushalt mit „fortschrittlichen“ vergleiche.
Die stromlastige Energiewende, ein stromlobby-ideologisches Vorhaben mit zweifelhaftem Ausgang.
Mathias meint
Es kommt mir so vor als fehle der Zusammenhang zwischen ihren Bumerangeinwänden und meinem Kommentar.
Eventuell sollten Sie sich bei Prof. Quaschning nochmal einlesen/hören, denn irgendwie ist nur eine Aussage von ihm bei ihnen hängen geblieben… Diese haben Sie dann gleich mehr als 10-mal, ganz begeistert gepostet. Es gibt aber, in diesem Zusammenhang, noch einige wichtige Aussagen mehr, von dem guten Mann.
Nix für ungut, bei einem Haushalt, der bei jeder Gelegenheit Ressourcen abfackeln muss (Auto, Heizung, Spülmaschine usw.), schaut es beim Energieverbrauch eben eher Mau aus. Genau so einen Haushalt kann man auch mit gut 60 bis 70 Prozent weniger Energie erfolgreich versorgen.
Sie wissen Ja, jede kwh Strom ersetzt in der Regle deutlich mehr als eine kwh fossile Energie…
Stan meint
Na, wieder mal meine Antwort unterschlagen?
Mäx meint
Ihr solltet die Studie komplett lesen.
Stehen wirklich interessante Dinge drin. Noch ein Auszug zu e-fuels:
– 6 fache Energiemenge benötigt
–>Preis liegt damit 3€ über dem von fossilen Brennstoffen
– angenommene Produktionsmenge 2050 von 12 Mrd. Liter Diesel Äquivalent
–>Das reicht nicht mal aus um die Luftfahrt zu dekarbonisieren
Auf den EU Straßenverkehr sind die angenommene Produktionsmenge von 2050 4% vom Gesamtverbrauch!!
Yogi meint
Das geile ist eigentlich, dass diese Chemie-Analphabeten immer behauptet haben, durch BEV kommt es erstmal zu einem Anstieg an CO2, FCEV mit Fantasietreibstoffen betrieben machen es viel besser. Jetzt sind FCEV in allen Weltregionen bei hatchback/sedan/SUV wahre Dreckschleudern. Und ein CFK-Recycling gibts nach wie vor nicht.
Michael S. meint
FCEV hat jetzt erstmal mit CFK nix zu tun. Und ich seh auch kein Problem darin, dass man CFK schreddert und verbrennt. Ersetzt in dem Fall einfach nur fossile Brennstoffe.
Ansonsten kann man aber auch verschiedene CFK-Typen auf verschiedene Weisen wiederverwenden: Kurzfaserverstärkte Teile (also Faserverstärkter Kunststoff-Spritzguss) kann u.U. aufbereitet und zu neuem Rohmaterial für Spritzguss verarbeitet werden. Und Langfaser-Reste können auch als Vliesstoff neue Einsätze finden.
Yogi meint
Da weigern sich aber die Verbrennungsanlagen, weil der Feinstaub die Filter zumacht. Und den Rest, den Sie beschreiben ist simples Downcycling. Man weiss ja dann schon von den Erfahrungswerten, wann dann am Nordpol schwarze Microfasern entdeckt werden können von hunderten Millionen FCEV Tanks.
Dann helfen sie mir auf die Sprünge, welches kaufbare FCEV Auto kommt ohne CFK aus?
Railfriend meint
Welche WEA, die BEV-Strom liefert, kommt ohne CFK aus?
CaptainPicard meint
Dass der Wasserstofftank so viele Emissionen verursacht wie die Batterie hätte ich nicht gedacht. Damit fällt auch eines der letzten Argumente für Brennstoffzellen vs. BEV.
Schon interessant wie das von den Medien bisher immer verschwiegen wurde, dabei mussten Experten das doch seit langem gewusst haben.
Andi EE meint
H2 Tank … stimmt , das ist in dem Ausmass wirklich überraschend und der Sargnagel für jede Speichertechnologie auf kleinerem Raum, wenn sich das bewahrheitet.
„Schon interessant wie das von den Medien bisher immer verschwiegen wurde, dabei mussten Experten das doch seit langem gewusst haben.“
Glaub ich nicht, da wird immer noch gestritten. Und in den Mainstream-Medien ist der Status Quo immer „emissionsfrei“. Kommt eine Batterie hinzu, dann interressiert nicht was damit ersetzt wird (es könnte ja ein Delta in die richtige Richtung geben), es wird die Sau durchs Dorf gehetzt, was das an wieder mehr CO2 bedeutet. Und für mich ausser Frage, diese Leute die da schreiben sind viel zu doof um die Zusammenhänge zu kapieren, sonst würden sich die Märchen nie so lange halten. Auch ein Journalist möchte manchmal die Wahrheit schreiben, das sind nicht alles gesteuerte Roboter von der Autolobby.
Peter W meint
Eine wirklich klare und aussagekräftige Studie, die jeder verstehen sollte.
Problem ist nur, dass diese wieder einmal eine von vielen Studien ist, und somit leider nur einen kleinen Beitrag zur Erkenntnis liefert. Ich hoffe sehr, dass diese Studie von den Politikern ernst genommen und deren Ergebnis umgesetzt wird.
Wir müssen weg von fossilen Energieträgern, und wir müssen sehr genau planen, wofür wir Strom einsetzen und wofür nicht. Die Stromerzeugung mit Wind und Sonne ist definitiv die Zukunft für die nächsten Jahrzehnte. Wieviel Umwandlungsverluste wir uns leisten können und wollen muss genau überlegt werden. Denn auch EE-Anlagen müssen produziert und aufgebaut werden, und auch das belastet die Umwelt. Darüber hinaus wäre es frevelhaft und dumm eine Wasserstoffwirtschaft für das Transportwesen und die Gebäudeheizung aufzubauen, die auf die Lieferungen aus Wüstengebieten angewiesen ist. Da würden wir den Teufel mit dem Belzebub austreiben.
Jeder Bürger kann seine Bedürfnisse der Mobilität und der Gebäudetechnik mit Strom decken, und das ist nicht die teuerste Art zu heizen und zu fahren. Elektoautos und Wärmepumpen sind für die nächsten Jahrzehnte die beste Lösung.
Stocki meint
Dann brauchen wir ja nur noch drei mal so viele Windräder aufstellen wie wir für BEV noch bräuchten, und schon können wir uns eine FCEV Flotte mit grünem Wasserstoff leisten.
Na dann mal los liebe Wasserstofffreunde, 200 Fahrzeuge sind ja schon zugelassen, kann ja nicht mehr lange dauern… ;-)
Stan meint
Ich weiß, das Sie wissen, dass Ihre Behauptungen falsch sind.
In Deutschland müssen wir für die E-Mobilität noch einmal so viele Windräder aufstellen, wie derzeit bereits stehen. Ohne, dass der Strommix dabei sauberer würde(!).
Für FCEV muss der Wasserstoff weder aus Deutschland kommen noch sind dazu mehr WEA erforderlich. Denn anderswo produziert eine WEA das 3-4-fache einer deutschen.
Mathias meint
„In Deutschland müssen wir für die E-Mobilität noch einmal so viele Windräder aufstellen, wie derzeit bereits stehen.“
Diese Aussage ist (wie viele Aussagen von ihnen) nicht korrekt.
Als angeblicher WEA-Betreiber müssten Sie eigentlich um die Fortschritte in diesem Bereich entsprechende Erkenntnisse haben.
Aber Sie haben sich ja bereits in der Vergangenheit etwas schwer mit Aussagen zum Flächenbedarf von WEA-Anlagen getan und mussten sich von einem fachfremden Kleingeist wie mir weiterhelfen lassen.
Was bewog Sie zu ihrem einfallsreichen neuen Namen?
Ernesto 2 meint
Endlich mal eine Studie die über den Tellerrand hinausblickt und auch den aufwand zur Erzeugung von Benzin und Diesel berücksichtigt. Eigentlich sind das auch die erwartbaren in sich konsistenten Ergebnisse bezüglich Wasserstoff und BEV. Damit sollte das Thema Wasserstoff für den PKW definitiv aus dem Rennen sein. Denn grüner Wasserstoff wird stand Heute nur einen Bruchteil der LKW Flotte betreiben können. Damit sollte auch endlich die „just in time“ Ideologie am Ende sein. Die führt nämlich zum größten Lagerhaus der Welt, das sich auf Deutschlands Autobahnen mit ihren LKW Kolonnen befindet.
Stocki meint
Leider suggeriert die Studie, FCEV betrieben mit grünem Wasserstoff seien Teil der Lösung, siehe Diagramm. Da könnten nun viele Autofahrer wieder falsche Schlüsse draus ziehen und sich statt eines BEV zu kaufen, weiter auf FCEV warten. Denjenigen kann ich allerdings nur raten, sich den Halbsatz mit folgendem Inhalt zu verinnerlichen:
„…im Vergleich mit der direkten Nutzung des Stroms in BEVs etwa dreimal so energieintensiv ist…“
Jeru meint
Zunächst: Eine Studie suggeriert nichts („leider“), sondern stellt Ergebnisse dar. Die Interpretation der Ergebnisse können natürlich unterschiedliche ausfallen und Sie sind ja gerade schon stark dabei, ihre gewünscht Version abzuleiten.
Ich hatte noch keine Zeit mir die sicherlich sehr gute Studie anzuschauen aber würde direkt das Ergebnis unterschreiben: Natürlich sind FCEV mit grünem H2 ein Teil der Lösung und zwingend notwendig. Ob das auch für Pkw gilt, wird sich zeigen und auch für mich eher fraglich. Für Busse, Lkw oder Züge gilt das mit Sicherheit.
Pkw sind nicht geeignet, um den Einsatz von H2 grundsätzlich zu bewerten. Der Nutzen ist aus meiner Sicht an anderen Stellen viel relevanter.
Stocki meint
„Für Busse, Lkw oder Züge gilt das mit Sicherheit.“
-> NEIN!!! und schon gar nicht „mit Sicherheit“
Wir brauchen das bisschen grüne H2 was hergestellt wird in der Industrie. Im Verkehrssektor ist es totale Energieverschwendung.
LKW, Busse: es gibt vielversprechende Ansätze, die Technologie schreitet voran, wer hier auf FCEV setzt, setzt auf ein totes Pferd
Züge: Oberleitungen! Kostet viel, ist aber bewährt und einfach zu realisieren und nicht viel teurer als die FCEV Lösung
Für Flugzeuge kann man langfristig über Synthetische Kraftstoffe nachdenken, das macht das Fliegen zwar wieder erheblich teurer, aber das muß nicht schlecht sein
Bleiben noch die Schiffe, dann wird halt wieder gesegelt und mein neues China-Handy trifft sechs Wochen später ein, na und?
Insgesammt muß die Menschheit sowieso dringend runter von ihrem hohen Ross, immer alles hier jetzt und sofort haben zu müssen
Nicht genügend erneuerbare Energie? Kein Problem, träumen wir doch einfach von drei mal so viel nicht vorhandener Energie um damit unser Wolkenkuckucksheim FCEV zu realisieren
Jeru meint
@Stocki
Das ist deine (feste) Meinung und die ist objektiv nicht belastbar. Studien und Untersuchungen zum Thema „Elektrifizierung des Verkehrs“ (z.B. der Schiene) widersprechen dir.
Hinweis: Viele Ausrufezeichen (!!!!!) oder DAS GROßSCHREIBEN macht eine Reaktion oder ein Argument nicht „stärker“.
Stocki meint
@Jeru
Nein… Doch… Ohhhh
„Untersuchungen zum Thema „Elektrifizierung des Verkehrs“ (z.B. der Schiene) widersprechen dir.“
Was soll da wiedersprechen?
Ich schrieb: Oberleitungen! Kostet viel, ist aber bewährt und einfach zu realisieren und nicht viel teurer als die FCEV Lösung.
Was ist eigentlich aus Railfriends Zillertalbähnchen geworden?
Jeru meint
@Stocki
„„Für Busse, Lkw oder Züge gilt das mit Sicherheit.“
-> NEIN!!! und schon gar nicht „mit Sicherheit““
Die Wissenschaft widerspricht dir.
„Züge: Oberleitungen! Kostet viel, ist aber bewährt und einfach zu realisieren und nicht viel teurer als die FCEV Lösung.“
Diese Aussage ist sehr pauschal. Du scheinst dich offensichtlich noch nicht ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.