Honda hat sich schon ausführlicher mit elektrischen Sportwagen beschäftigt. Wann entsprechende Serienmodelle eingeführt werden, ist laut den Japanern aber noch offen.
CEO Toshihiro Mibe erklärte laut dem Portal The Drive kürzlich bei der Automesse in Tokio gegenüber Journalisten, dass die Marke bereits Prototypen für Elektro-Sportwagen gebaut habe. Für Honda seien Sportwagen und Rennsportaktivitäten ein sehr wichtiger Tätigkeitsbereich. Angesichts der Verlangsamung der Elektrifizierung auf dem Markt sei es jedoch schwierig zu entscheiden, wann ein solches Modell eingeführt werden könnte.
Honda hat dem Bericht zufolge bisher keinen Zeitplan für den Marktstart von Elektro-Sportwagen festgelegt. Mibe merkte lediglich an, dass dies „irgendwann in der Zukunft“ geschehen soll.
Bereits 2023 gab Hondas vor allem in den USA populäre Edelmarke Acura einen Vorgeschmack auf einen elektrischen Supersportwagen. Es wurde angedeutet, dass der hierzulande unter der Marke Honda angebotene Sportwagen NSX mit einem Elektroauto wiederbelebt werden könnte. Der erste NSX war ein reiner Verbrenner, von 2016 bis 2022 wurde ein neues Modell als Hybridfahrzeug verkauft. Es soll auf jeden Fall eine dritte Generation geben – mit welchem Antrieb, bleibt abzuwarten.
Neuer Prelude kein echter Sportler, praktische E-Autos im Fokus
Kürzlich hat Honda den neuen Prelude vorgestellt. Das 49.500 Euro kostende Modell ist zwar dynamisch gezeichnet, aber kein echter Sportwagen und auch von den Leistungsdaten her eher zurückhaltend: Mit 135 kW/184 PS Leistung geht es von 0 auf 100 km/h in bis zu 8,2 Sekunden, bei Tempo 188 ist Schluss. Zumindest Fahrwerk, Lenkung und Aufhängung des jüngsten Prelude sollen in allen Fahrsituationen ein hohes Maß an Leistung, Dynamik und Rückmeldung bieten.
Honda hatte schon 2017 mit dem Sports EV Concept (Artikelbild) eine Studie für einen möglichen Elektro-Sportwagen vorgestellt. 2021 gab es Berichte, dass der Serienstart des Modells für das folgende Jahr vorbereitet wird. Prototypen sollen bereits beim Ein- und Ausfahren der Zentrale in Tokio gesichtet worden sein, letztlich ging der Sports EV Concept aber nicht in Serie.
Honda reagiert auf die hinter den Erwartungen zurückbleibende Entwicklung des Elektroauto-Markts mit einer strategischen Neuausrichtung. Zwischen 2027 und 2030 will der Hersteller mindestens 13 neue Hybridmodelle einführen, darunter voraussichtlich Nachfolger des Civic und des Jazz, teilte das Unternehmen im Sommer mit. Diese sollen mit dem effizientesten Verbrennungsmotor der Welt ausgestattet sein und die Übergangsphase zur breiten Markttauglichkeit reiner Stromer abfedern.
Trotz reduzierter Investitionen in den Bereich Elektromobilität hält Honda an der Entwicklung von Elektroautos fest. „Wir möchten das Geschäft mit batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen ab 2030 zu einer tragenden Säule unseres Geschäfts machen“, sagte Mibe vor einigen Monaten vor Investoren. Im Mittelpunkt der E-Auto-Strategie stehen die zukünftige Modelle der „0 Series“ mit neuem Designkonzept und Fokus auf Praktikabilität.

FrankyAC meint
Gefällt mir optisch richtig gut, aber Preis-Leistung ist bei Honda einfach lächerlich.
LMdeB meint
TransAm-Camaro-Capri-MX5-Mischung. Egal, mir gefällt’s soweit. Wait’n see …
Future meint
Dieser Retrofuturlook des Honda Konzepts von 2017 ist ja auch heute noch so ein Trend, der die Elektromobilität vermenschlichen soll. Aber was kommt wohl noch alles schönes, wenn dieser Trend endlich mal vorbei ist.
EVrules meint
Schöne Linien bleiben schön, egal welches Jahr man hat.
Niemand wirft einer Citroen DS vor „veraltet“ zu sein, einem Jaguar E-Type oder einem Ferrari 250.
Genauso verhält es sich mit dem Honda – „modern“ zu sein, nur um so zu wirken, ist eine leere Verpackung ohne Kohärenz.
Future meint
Ich bin da weniger emotional. Mir reicht es, wenn ein Auto futuristisch im heutigen Sinne ist. Damals war eine DS natürlich futuristisch, heute wirkt sie aber nur noch historisch.
EVrules meint
Die DS war zu ihrer Zeit nicht futuristisch, sondern in Mode (bspw. Mercedes SL, E-Type, Guiletta, 33 Stradale, etc.). Auch wirken diese Autos nicht historisch, weil es ein altes Design ist, sondern weil das Design die Zeit prägte. An heutige Autos wird man sich nichtmehr in dieser Weise erinnern.
Und gleichzeitig kann man sagen, dass Tesla (als Beispiel futuristischen Designs, mit Ausnahme des Model 3) weder zeitlos noch objektiv schön wirken.
Das Model Y wirkt aufgebläht und unproportional, vorallem nach dem Facelift, Model S und X sind nun auch schon angestaubt und wirken überholt.
Der Innenraum ist bei allen nicht sehr einladend, da machen Honda oder Mazda einen besseren Job.
Future meint
Man sollte die Automobilgeschichte nicht emotional und persönlich bewerten, sondern ganz sachlich. Die DS wird übrigens in allen geschichtlichen Abhandlungen als futuristisch beschrieben. Beispiel: »Seit 60 Jahren steht die Letterkombination für Avantgarde und Ästhetik. 1955 brachte Citroën den legendären ersten DS 19 auf den Markt. Die göttliche Déesse, das war bis dahin nicht dagewesener Futurismus in Millionenauflage …« (Wolfram Nickel, Die Zeit).
Die Autos von heute wird man (so wie alle anderen Industrieprodukte auch) erst mit größerem zeitlichen Abstand historisch einordnen. Schönheit ist dabei allerdings überhaupt kein objektiver Begriff und hat meistens nur mit persönlichem Geschmack und dem häufig romantisierten Blick auf die eigene Vergangenheit zu tun.
paule meint
„zögert aber noch mit der Einführung“ 🤣
Jeff Healey meint
Ein richtig schönes Ding, meiner Meinung nach. Elegant-sportiv. Honda sollte sich einen Ruck geben.
paule meint
„Ein richtig schönes Ding, zögert aber noch mit der Einführung“ 🤣
Jeff Healey meint
Ja, schade.
Wie auf dem Symbolbild da oben, das wäre ein Träumchen…
EVrules meint
Jeff – Stimme dem und dir zu. Ich vermisse zunehmend skulpturales Design im Auto, viele Modelle wirken nur noch beliebig und weit weg davon der betreffenden Marke zu entsprechen.
EVrules meint
Jeff – Stimme dem und dir zu. Ich vermisse zunehmend skulpturales Design im Auto, viele Modelle wirken nur noch beliebig und weit weg davon der betreffenden Marke zu entsprechen.
Future meint
Beliebigkeit ist sio erfolgreich im Massenmarkt, weil damit eine große Zielgruppe angesprochen wird. Mit mutigen Entwürfen ist das Risiko dagegen deutlich größer, weil das Fahrzeug polarisieren könnte. Daher ist auch alles so langweilig – sogar bei Porsche.