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Autoindustrie kritisiert: Ladestrompreise in Deutschland zu hoch und intransparent

21.11.2025 in Aufladen & Tanken, Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 17 Kommentare

VW-ID4-laedt

Bild: VW (Symbolbild)

Die deutsche Autoindustrie betrachtet hohe und schwer durchschaubare Ladestrompreise als wesentliches Hindernis für den breiten Umstieg auf Elektroautos.

Auf einer Konferenz des Bundesverkehrsministeriums in Berlin betonte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Hildegard Müller, die Kosten an den Ladesäulen seien aus Sicht der Branche „natürlich zu hoch und intransparent“. Müller forderte mehr Wettbewerb und widersprach damit Teilen der Energiewirtschaft, die auf die Notwendigkeit verweist, ihre Investitionen in die Ladeinfrastruktur zu refinanzieren.

Auch Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius kritisierte das deutsche Preisniveau und stellte einen internationalen Vergleich her. In China koste eine Kilowattstunde deutlich weniger, dort lägen die Preise zwischen drei und fünf Cent statt 30 bis 50 Cent. „Da darf man sich nicht wundern, dass in niedrigen Segmenten, wo es auf den Geldbeutel ankommt, die Elektromobilität dort schneller hochläuft als bei uns“, so Källenius.

Eine Studie im Auftrag des Ökostromanbieters Lichtblick vom Juni bestätigt das hohe Preisniveau in Deutschland. Demnach kostete das Laden pro Kilowattstunde im Juni durchschnittlich 52 Cent an öffentlichen Normalladepunkten und 60 Cent an Schnellladesäulen. Auf einer Strecke von 100 Kilometern lagen die Stromkosten beim langsamen Laden mit 10,45 Euro etwas über den Kraftstoffkosten vergleichbarer Verbrennerfahrzeuge.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte an, die Bundesregierung wolle im Rahmen des Masterplans Ladeinfrastruktur für mehr Transparenz bei Preisen sowie für einfachere Bezahlmöglichkeiten sorgen.

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Via: n-tv.de
Tags: Ladestationen, Preise, SchnellladenAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Uwe meint

    22.11.2025 um 23:53

    Autoindustrie kritisiert: …

    JAMMERLAPPEN!!! … dann MACHT es doch einfach besser!!!
    Bekommt ihr zusammen nicht hin, was Tesla alleine kann?

  2. R2D2 meint

    22.11.2025 um 17:22

    Dieses mantra mässige geheule ist einfach nur lächerlich. Mit zwei oder drei Ladekarten fährt man kreuz und quer durch Europa, zu festen Preisen die zuhause schon bekannt sind.

  3. simon meint

    22.11.2025 um 12:03

    Warum kann ich bei Ionity nicht mit Karte Atoc günstig laden? Klar ist der Strompreis in China günstiger, da ist alles günstiger als bei uns. Wieder so ein unfähiger BLWer im Managment. Der Strompreis bezogen auf das Preisniveau ist aussagekräftiger. In China sind die Elektroautos auch billiger als Verbrenner

  4. Futureman meint

    21.11.2025 um 11:25

    Es soll Hersteller geben, die ihr eigenes Ladenetz haben und dort mit günstigen Preisen punkten. Dazu noch eine sehr einfache Abrechnung.
    Einfach mal nicht meckern, sondern machen.

  5. Jeff Healey meint

    21.11.2025 um 09:53

    „Autoindustrie kritisiert: Ladestrompreise in Deutschland zu hoch und intransparent“

    Immer wieder lustig.
    Das kommt von denen, die es bisher nicht einmal geschafft haben, (durchgehend, Beispiel VW e-Up) ein E-Auto für 25K anzubieten…
    Aber ja, im Prinzip geht das alles deutlich besser, da kann sich jeder mal an die eigene Nase fassen.

  6. Steven B. meint

    21.11.2025 um 09:47

    Ein gewisser Teil der Hersteller betreibt eigene Ladeinfrastruktur und unterstützt diese Preise. Kann eigentlich nicht nachvollziehen, dass diese jetzt in dieses Horn blasen. Sollten erst einmal vor der eigenen Haustür fegen, bevor sie alles verteufeln. Mit Ionity sollen sie anfangen und mit Elli dann gleich weitermachen. Sind diese Preise in Konkurenz zu ENBW, EON und co, dann bewegt sich der Preis auch marktüblich. Wenn aber jeder innerhalb der nächsten 5 Jahre ein Cashback auf seine Investitionen erwartet, dann ist dem nicht zu helfen. Investitionen sind ja nicht nur die Lader an sich, sondern auch die Infrastruktur mit den Stromleitungen und Trafohäuschen, diese sind langfristig anzulegen und können dementsprechend auch nicht in kurzer Zeit abgeschrieben werden. Bleiben die Preise für Adhoc laden in den momentanen Höhen, werden sie auch nicht wirklich ihre Autos in noch höheren Stückzahlen verkaufen können. Ich habe erst letztens eine Rechnung gemacht, was mich der A6 etron gegenüber einen A6 diesel kostet… war nicht so prickelnd, gemessen an meinen Kosten fürs laden „auswärts“, doch genau da muss sich das alles rechnen, um die Emobilität schnellstens erfolgreich umzusetzen.

    • ChriBri meint

      21.11.2025 um 14:20

      Stimme dir nahezu umfassend zu, ich halte lediglich die selektierten Berechnungen auf der Langstrecke mit dem Dieselvergleich für nicht weiterführend. Denn aufgrund der unterschiedlichen Lademöglichkeiten beim E-Auto, die es beim Verbrenner nicht gibt, muss man die gesamten Ladevorgänge beispielsweise eines Jahres anschauen und dann den Preis auf 100 km rechnen. Heißt nicht, dass ich die Ladepreise in Ordnung finde, im Gegenteil, sie sind in großen Teilen unverschämt, als ich mit eMobilität angefangen habe, konnte man an den Schnellladern noch für 0,29/0,39 € laden. Das waren sehr konkurrenzfähige Preise.

  7. Frank meint

    21.11.2025 um 09:35

    Wie bei jeder Tankstelle muss es eine Pflicht zu großen Preistafeln geben, die den momentanen Ad Hoc Preis anzeigen.
    Das muss der Gesetzgeber regeln dann wird das auch was.

    • McGybrush meint

      21.11.2025 um 09:51

      Also wenn im Waldschlösschen eine kleine öffentliche AC Säule mit 2 AC Anschlüssen steht die etwa 5000Eur kostet muss da eine Anzeigetafel a la Autobahn hin was der Strom kostet?

      Tankstellen sind vergleichbar mit Ladeparks. Da kann man das evtl machen. Aber ne kleine einzelne AC Säule?

      Wer so lass bezahlen? Die Anzeigetafel kostet ja ein vielfaches. Und ändert nicht. Dann steht auf der Anzeigetafel eben 69Cent. Es wird deswegen ja nicht billiger.

      Also ein Display in der AC Säule reicht vollkommen. Zumal ich ja 100km vorher schon im Handy gucken kann was das kostet.

      • Steffen meint

        21.11.2025 um 12:35

        „Zumal ich ja 100km vorher schon im Handy gucken kann was das kostet.“
        Und genau das ist es, was mich als Anfänger mit BEV noch stört. Dann muss ich bei 50-100 km Restreichweite auch noch hoffen, dass bald ein Autobahnrastplatz kommt, wo ich erstmal verschiedene Apps durchsehen muss. Das ist halt schon sehr viel komplizierter als wenn ich mit meinem Diesel ganz früher oder meinem Benziner-PHEV früher an Weihnachten die 700 km durchfahre.

        • Thomas meint

          22.11.2025 um 19:11

          Also wenn ich 700km fahren muss, plane ich meine Stopps schon vorher und das an günstigen Ladeparks, in der Regel nicht an Autobahnraststätten.

    • F. K. Fast meint

      21.11.2025 um 13:03

      Jede solche Pflicht wird den Preis noch weiter erhöhen.

  8. E.Korsar meint

    21.11.2025 um 09:22

    Die Mitglieder des VDA könnten sich doch zusammenschließen und eine eigene Ladeinfrastruktur anbieten. Günstig und transparent.

    • Daniel meint

      21.11.2025 um 09:30

      Die Mitglieder des VDA haben auch keine Tankstellen gebaut. Es gibt Firmen, die sich um diesen Bereich kümmern. Wenn diese Unternehmen aber bei der Preisgestaltung komplett abdrehen, dann muss sich irgendwann doch der Gesetzgeber um ein Regelung bemühen.

      • Jörg2 meint

        21.11.2025 um 10:07

        „Die Mitglieder des VDA haben auch keine Tankstellen gebaut.“

        Ja, dieses „wir machen weiter so wie immer uns interessieren die Umwälzungen am Markt nicht und auch nicht die Umwälzungen in der Wertschöpfungskette…“ ganz VDA. Die Ergebnisse können im weltweiten Automobilmarkt besichtigt werden.

    • F. K. Fast meint

      21.11.2025 um 13:04

      Schließen sich auch Autohersteller zusammen, um Tankstellen zu bauen?

      • E.Korsar meint

        21.11.2025 um 14:29

        Heute nicht mehr nötig, aber als der Verkauf von Leichtbenzin Anfang des 20. Jahrhunderts über Apotheken, Kolonialwarenhändler und Drogerien nicht rund lief, haben sich Autohersteller und Mineralölgesellschaften zusammengesetzt und erste Tankstellen gebaut.
        Zumindest ist mir nicht bekannt, dass die Autohersteller auf dem Hintern gesessen hätten, um über die Apothekerpreise zu jammern.

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