Das US-amerikanische Elektroauto-Start-up Rivian ist mit seinen beiden großen SUV- und Pick-up-Modellen bisher nur in Nordamerika vertreten. Der Europastart wird mit dem neuen mittelgroßen SUV R2 erwartet. Zu Hause wie im Ausland wird man weiter E-Autos anbieten, teilelektrische Systeme kommen für die Marke nicht infrage.
Rivian-Partner und -Investor Volkswagen legt in den USA die Marke Scout neu auf. Angekündigt wurden ein SUV und ein Pick-up-Truck, die beide rein elektrisch sowie mit Range-Extender-Antrieb angeboten werden. In letzterem Fall ist ein kompakter Benzinmotor mit an Bord, der als Stromgenerator für die E-Motoren dienen und so die Reichweite verlängern kann. 80 Prozent der Vorbesteller wollen die Range-Extender-Technik haben – für Rivian ändert die große Hybrid-Nachfrage bei dem Wettbewerber aber nichts.
„Wir haben nicht vor, ein EREV (Electric Range Extender Vehicle, d. Red.) oder, genauer gesagt, ein Serienhybridfahrzeug anzubieten, bei dem ein Verbrennungsmotor in das Fahrzeug eingebaut werden müsste“, erklärte Rivian-Gründer und -Chef RJ Scaringe kürzlich bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das dritte Quartal. „Das ist also weder Teil unserer Produktplanung noch etwas, das wir überhaupt in Betracht ziehen.“
Range-Extender-Fahrzeuge sind derzeit vor allem im Mega-Markt China zunehmend beliebt. Einige erwarten, dass diese Antriebsart wegen der schwächelnden Verbreitung von reinen Stromern weltweit populär wird. Der Rivian-Chef will die Technik zwar nicht in seinem Unternehmen einführen, sieht aber deren Nutzen.
„Ich halte es für wichtig zu betonen, dass es bei der Elektrifizierung darum geht, den Kunden eine Auswahl zu bieten, und daher werden verschiedene Hersteller unterschiedliche Entscheidungen treffen. Einige werden sich eher für einen Hybrid-Ansatz oder einen EREV-Ansatz entscheiden. Andere werden einen reinen EV-Ansatz verfolgen“, so Scaringe. Langfristig sieht er die Zukunft jedoch in der Vollelektrifizierung.
„Wir glauben, dass alles elektrisch sein wird, dass alles softwaredefiniert sein wird und dass alles über ein sehr hohes Maß an autonomer Leistungsfähigkeit verfügen wird“, erklärte der CEO für Rivian. „Deshalb konzentrieren wir uns sehr darauf, weiterhin eine führende Rolle bei der Elektrifizierung einzunehmen.“
Aktuell bietet Rivian exklusiv in Nordamerika die großen Modelle R1S (SUV, 5,1 m) und R1T (Pick-up-Truck, ca. 5,5 m) an. Als Nächstes wird das mittelgroße SUV R2 (4,7 m) starten. Anschließend soll der mit dem R2 verwandte, kompaktere R3 eingeführt werden.

R2D2 meint
Mit meinem posting gestern meinte ich das ein reines Elektroauto für den Us Markt in diesem Segment von überschaubarer Anwendung ist. Für solche Fahrzeuge wäre in reev viel interessanter und würde mehr Kunden glücklich machen.
R2D2 meint
Für die usa dürfte das der Sargnagel sein
Mary Schmitt meint
Es geht hier nicht um Tesla. Rivian hat solide Zahlen und solide Investoren.
R2D2 meint
Immer noch keinen Termin beim Arzt bekommen?
Future meint
Mary ist eigentlich das schreibende Beispiel dafür, warum es die deutsche Autoindustrie so schwer hat in vielen Märkten. Allerdings ist ihr das überhaupt nicht bewusst. Da hilft wohl auch kein »Arzt«, denn den wird sie genauso ablehnen wie ihre »drittklassigen« Berater, von denn sie immer schwadroniert. Man muss sich wirklich Sorgen machen um diese Branche. Aber im Schiffbau, dem Bergbau oder der Unterhaltungselektronik hatten wir das alles ja schon mal vor ein paar Jahren. Heute stört es keinen, dass es diese Branchen kaum noch gibt.
Mary Schmitt meint
Du bist halt Kassenpatient. Das merkt man.
Future meint
RSD2, ein Arzt wird der deutschen Industrie einfach nicht helfen können. Es braucht vermutlich mehr Psychologen und natürlich mehr Juristen bei den Vorständen, damit sich die Haltung und das Mindset endlich änderm. Ideal wären auch mehr Geisteswissenschaftler wie bei Palantir und viel weniger Maschinenbauer.
Future meint
Es ist bitter für Rivian, dass die Steuergutschriften abgeschafft wurden. Rivian hat nur den amerikanischen Markt. Als kleines Startup ist Rivian auf das Geld von VW angewiesen. Falls Blume bald keine Erfolge im Konzern präsentieren kann, könnte das kompliziert werden mit dem Geld für Rivian. Ich hoffe ja, dass es der R3 doch noch nach Europa schafft – VW könnte den Vertrieb machen, denn der R3 sieht eh schon aus wie ein Retrofuturgolf und dann hätte VW auch schon mal ein Auto mit der ganzen Technik im Haus, die in ein paar Jahren in jedem VW drin sein soll.