Fairer Wettbewerb an der Ladesäule, unkompliziertes Laden für alle: Mit dem Durchleitungsmodell für Ladestromtarife könnten Politik und Wirtschaft die öffentliche Ladeinfrastruktur deutlich nutzerfreundlicher gestalten – und den Umstieg auf E-Mobilität spürbar beschleunigen. Darauf machen der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) in einem Positionspapier aufmerksam.
Kurz vor der „Ladeinfrastruktur-Konferenz 2025“ des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) fordern ZDK, VDIK und BBM die Bundesregierung auf, die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen zügig anzupassen, damit das Durchleitungsmodell flächendeckend zur Anwendung kommen kann.
„Wer Elektromobilität in der Breite verankern will, muss die Ladeinfrastruktur konsequent aus Sicht der Nutzer denken“, betont ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „Intransparente, teils hohe Ladetarife und ein Wirrwarr aus Bezahlkarten und Abrechnungssystemen schrecken viele Verbraucher noch immer vom E-Auto ab. Das Durchleitungsmodell kann diesen Knoten lösen – und zu einem echten Game-Changer werden.“
Das Durchleitungsmodell gewähre Stromanbietern einen diskriminierungsfreien Zugang zu öffentlichen Ladesäulen und ermögliche es so dem Kunden, den eigenen Stromtarif im öffentlichen Raum zu nutzen – unabhängig vom Betreiber. Es sorge für mehr Transparenz, einheitliche Abrechnung und echte Wahlfreiheit.
„Das Durchleitungsmodell ist die richtige Antwort“
VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Das Durchleitungsmodell ist die richtige Antwort auf zwei große Hürden für den Hochlauf der Elektromobilität, nämlich hohe Strompreise und Unsicherheit an öffentlichen Ladesäulen. Darauf hatte der VDIK bereits in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf hingewiesen. E-Auto-Fahrer sollen selbst entscheiden können, ob sie das Durchleitungsmodell oder die Angebote der Ladesäulenbetreiber nutzen wollen. Die Grundlagen dafür müssen nun rasch geschaffen werden.“
„Dass das Modell überzeugend funktioniert, sehen wir bereits bei dem Deutschlandnetz für Lkw. Der Ausbau für alle Elektrofahrzeuge ist da der logische Schritt. Das Durchleitungsmodell fördert fairen Wettbewerb, senkt die Kosten für Halter von Elektrofahrzeugen und vereinfacht die Nutzung von Ladeinfrastruktur erheblich. Wer den Erfolg von Elektrofahrzeugen in deutschen Fuhrparks als Turbo für steigende Zulassungszahlen und einen funktionierenden E-Gebrauchtwagenmarkt im Blick hat, muss handeln“, erklärt Axel Schäfer, Geschäftsführer des BBM.
In dem gemeinsamen Positionspapier zeigen ZDK, VDIK und BBM auf, wie das Modell rechtlich, technisch und marktseitig weiterentwickelt werden kann, um langfristig ein faires, wettbewerbliches und verbraucherfreundliches Marktdesign beim öffentlichen Laden zu gewährleisten.
„Jetzt braucht es den politischen Willen, dieses Modell endlich in die Fläche zu bringen“, erklärt Peckruhn. „Mit dem Durchleitungsmodell existiert eine Lösung, die funktioniert, die Kunden entlastet und echten Wettbewerb ermöglicht. Wenn wir sie nicht nutzen, vergeben wir die Chance auf ein Ladeangebot, das Vertrauen schafft und den Hochlauf der Elektromobilität spürbar beschleunigen kann.“
Die drei Verbände kritisieren, dass das Durchleitungsmodell im „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ des BMV keine Berücksichtigung findet – obwohl es zentrale Hürden für Verbraucher und Unternehmen abbauen und den Markt deutlich nutzerfreundlicher machen könnte. ZDK, VDIK und BBM rufen daher die Bundesregierung auf, die Einbindung des Durchleitungsmodells erneut zu prüfen, um die Ladeinfrastruktur transparenter, wettbewerblicher und konsequent kundenorientiert weiterzuentwickeln.

R2D2 meint
Ich hab ne bessere idee. Eine Happy hour wenn die Sonne janz toll scheint oder die Propeller fast wegfliegen..
Immer noch besser als den Strom zu diesen Zeiten im Ausland für viel Geld zu verschieben. Der Staat könnte mal anfangen etwas für das eigene Volk zu machen staat immer die anderen zu pampern.
Future meint
Das gibt es doch schon, habe ich gehört. Bei Tesla ist der Strom nachts billiger, weil da wenig Strom gebraucht wird und die Propeller überall laufen.
Dynamische Preise sind die Zukunft – nicht nur beim Strom. Beim Hackepeter an der Fleischtheke wird sich das auch noch durchsetzen.
Jörg2 meint
Es ist tatsächlich spannend, wie wenig Fantasie, wie viel Bedenken bei einigen so existieren.
Aus Endverbrauchersicht kann es nichts besseres geben, als maximal viele Marktteilnehmer im Geschäftsfeld XY.
Future meint
Ich habe bei der Elektromobilität den Eindruck, dass viele in Deutschland ein sehr starkes Interesse daran haben, dass Wettbewerb und niedrige Preise nicht so wirklich erwünscht sind. Was wäre los im Land, wenn keiner mehr neue Verbrenner kaufen würde, wiel Elektromobilität unschlagbar billig wäre.
MichaelEV meint
Ja spannend, wie manche hier populistisch die tolle simple Lösung offerieren wollen, die beim im Detail aber keinerlei Fundament für positive Auswirkungen hat (nur für negative)…
Jörg2 meint
Michael
Ist jetzt bei Dir angekommen, dass der Bund mit „ich will keine REGULIERTER Durchleitung“ meint, er gibt (mMn richtiger Weise) keine Preise vor?
Das ein zustandegekommener Endpreis vom Endkunden keine Addition irgendwelcher Werte erfordert?
Das ein ausgehandelter Endpreis wohl alle Kostenbetrachtungen aus der Vorkette beinhaltet?
Das der Bund mit seiner Ausschreibung für das eLkw-Ladenetz keinerlei Populismus betreibt, wenn er das wie folgt begründet: „Das Durchleitungsmodell erhöht durch die freie Wahl des Stromlieferanten den Wettbewerb um attraktive Ladeangebote. Bislang ist dies für Endkunden in der Regel nicht möglich.“
Das der Bund und nun wohl auch einige Lobbyverbände Deine ablehnende Haltung nicht teilen?
MichaelEV meint
Ist bei dir durchgedrungen, dass auch deine Pflicht Teil der Regulierung ist, die eigens für die inhaltliche Bewertung geschaffene Instanzen wie die Monopolkommission ablehnen.
Du hängst dich jetzt darauf auf, dass die Politik schön vermarktet, was sie sich da ausgedacht haben und Verbände auf den Zug aufspringen, die nebenbei von eFuels und Wasserstoff träumen. Das ist Populismus – oberflächlich tolle und simple Lösungen, die dann aber tatsächlich nichts zu einer Lösung beitragen können.
Inhaltlich detailliert bewertet hat das frisch die Monopolkommission – mit eindeutigen Ergebnissen.
Jörg2 meint
Michael
„Pflicht“ für wen?
Es gibt in dem Modell keine Pflicht für Stromanbieter, ihren Strom im Ladesäulennetz zu verkaufen.
Es gibt keine Pflicht des Endkunden, Durchleitungstarife abzuschließen.
Es gibt alleinig die Pflicht des Ladesäulenbetreibers, Strom von jedwedem anbietungswilligen Stromanbieter an dessen Kunden durchzuleiten.
Und bitte beachten: dies gibt es bisher nur innerhalb der Ausschreibung zum eLkw-Ladenetz. Das ist gefördert. Diese Förderung soll wohl allen zugute kommen. Wer an der Ausschreibung nicht teilnehmen möchte, kann es sein lassen.
Mir ist übrigends bisher nicht untergekommen, dass mit dem Durchleitungsgebot für Hausstrom der Markt nicht klargekommen wäre.
Jörg2 meint
Michael
Lies bitte nochmal nach (mein Gott, wie oft denn noch!) was der Bund in dem Bereich NICHT möchte: er möchte sich preisregulierend nicht einbringen. Dies aus nachvollziehbaren Überlegungen, die der Bund auch erläutert (Behördenaufwand etc.).
Auch innerhalb der Ausschreibung zum eLkw-Netz bringt sich der Bund nicht preisregulierend ein. Der Preis ergibt sich aus den Kalkulationen der an der Ausschreibung teilnehmenden Unternehmen.
Reibst Du Dich jetzt nur noch an „Pflicht“? Also dem Eingriff des demokratischen Staates innerhalb der sozialen Marktwirtschaft in die Wirtschaft im Interesse des Endkunden? Dann musst Du wohl das Land wechseln, wenn Dir soetwas gegen den Strich geht.
MichaelEV meint
Echt billig was du hier treibst…
Natürlich ist die Pflicht „Regulierung“. Zeigt sich ja bei der LKW-Ausschreibung, wo der Preis nicht reguliert wird und trotzdem wird genau das zukünftig explizit abgelehnt. Weil mit „reguliertes Durchleitungsmodell“ selbstverständlich auch die Pflicht gemeint ist!
Zeigt sich ja auch hier:
„Ein solches Modell kann nur dann effektiv wirken, wenn neben einer Zugangsregulierung, die den diskriminierungsfreien Zugang für alle Stromanbieter sicherstellt, auch eine Regulierung angemessener Zugangsentgelte erfolgt.“
ZugangsREGULIERUNG!!!!
Nebenbei ist vollkommen offensichtlich, dass ohne Eingriff in die Bepreisung nichts passieren wird, hier ebenfalls dokumentiert!
Die Pflicht erzwingt eine Umsetzung der Durchleitung, die Aufwand erzeugt und wenn die CPOs kein Durchleitungsmodell wollen, bekommt das Infrastrukturentgelt ein abschreckendes Preisschild, welches das Durchleitungsmodell irrelevant macht. Und wenn die CPO wollen braucht es auch keine Pflicht.
Jörg2 meint
Michael
Ich kann es nur nochmal wiederholen:
Sieht der mögliche Durchleitungsstromanbieter kein Geschäftsmodell, dann gibt es wohl auch keine Durchleitung.
Kann er also mit seinem Endpreis niemanden überzeugen, dann findet wohl soetwas nicht statt.
Du argumentierst, es wird teurer. Dann kannst Du Dich beruhigt wieder hinlegen. Dann kommt es nicht.
Ich vermute, es wird Angebote an Endkunden geben.
Wir können ja einfach mal abwarten, was sich rund um die Ausschreibungen zum eLkw-Ladenetz so tun wird.
Ob Du meine Argumentation billig findest, hat wenig Auswirkung auf das, was sich in der Welt tut, oder halt nicht.
MichaelEV meint
Verstehst du das Fazit der Monopolkommission weiterhin nicht:
Es gibt keine Begründung (kein natürliches Monopol) und es ist kein Nutzen (da es am eigentlichen Problem absolut nichts löst) aber höhere Kosten zu erwarten.
Jörg2 meint
Michael
Die befürchteten höheren Kosten können nur eintreten, wenn jemand solch Modell umsetzt.
Die Pflicht zur Weiterleitung von Abrechnungsdaten nach außerhalb des jetzigen Roamingsystems wird eher nicht preistreibend sein.
Wo siehst Du den Preistreiber?
MichaelEV meint
Diese „Weiterleitung von Abrechnungsdaten“ war in der Form bisher nicht vorgesehen. Das anzupassen gibt es natürlich nicht umsonst.
Die Monopolkommission spricht von Mehrkosten, so hab ich nebulöse drei- bis vierstellige Mehrkosten pro Ladesäule + laufende Mehrkosten gefunden.
Und natürlich könnte sich das leicht amortisieren, wenn es einen Nutzen gäbe. Der wird aber gerade nicht erwartet, damit ist es nur bewusst in Kauf genommener Schaden, der in höheren Preisen für Kunden münden wird.
Und deine Idee nützt sowieso nichts, denn die Macht bleibt ohne Preisregulierung sowieso ausschließlich beim CPO und dieser entscheidet sich nur für Geschäft, welches ihm nutzt und explizit gegen das ihm schadendes, so dass das Ergebnis exakt so wie bei Freiwilligkeit ist (abgesehen vom vermeidbaren Schaden).
Jörg2 meint
Michael
„Diese „Weiterleitung von Abrechnungsdaten“ war in der Form bisher nicht vorgesehen. Das anzupassen gibt es natürlich nicht umsonst.“
Das passiert sowohl im Roaming, als auch bei der ad-hoc-Laderei jedesmal: Datenpakete werden an einen festgelegten Bestimmungsort gesendet (um dort verarbeitet zu werden).
DAS – die Datenpakete gehen an eine andere Adresse – ist die einzige Veränderung im aktuellen System. Alles, was Du am System bemängelst (interne Kostenstruktur etc.) ist von einem Durchleitungsmodell unberührt. Im Kern: Die Laderei, die sowieso passiert (Strommenge zur Zeit XY) bleibt wie sie ist. Alleinig die relevanten Datenpakete gehen andere Wege.
R2D2 meint
Der schlüssel zum erfolg ist ein einfaches konzept für ein gutes produkt.
Jedes noch so kleine rumgefummel stört oder lässt schon vor Beginn scheitern.
Future meint
Das war früher auch schon mal das Erfolgsrezept bei Apple.
Alles muss eben überall ganz einfach sein, ohne dass man dabei einen Purzelbaum machen muss.
Mary Schmitt meint
Leute wie Future wissen in der Sache fast immer nichts. Auch hier wieder nicht. Das Durchleitungsmodell ist lange operationalisiert und durchgespielt worden. Das wird nicht günstig. Der Grund dafür ist ganz einfach:
Wer aktuell ohne Firmenkarten lädt und ausgeschlafen ist, hat einen Tarif von 39 ct plus bei rund 60€ Jahresgebühr. Wenn man 10tkm/Jahr öffentlich lädt und 20 kWh/100 km verbraucht, sind das 42 ct/kWh. Da wird man mit dem Weiterleitungsmodell schlechter abschneiden.
Warum? Weil die 42 ct zweifach subventioniert sind: Die Ladekarte von Renault und der Ladepreis vom CPO. Bei der Durchleitung müssen dagegen alle eine Vollkostenrechnung machen: Der Stromlieferant für seine Energie- und Vertriebskosten, der CPO für seine Infrastruiktur-, Netz- und Betriebskosten. Dazu kommen staatliche Preisbestandteile…
Jörg2 meint
Solche Texte entstehen, wenn keine Ahnung besteht, worum es geht.
Future meint
Mary kann sich das alles vielleicht noch nicht vorstellen in ihrer Reaktanz.
Hier haben die Lobbyisten von den Verbänden eine gute Idee und dann kommt Mary und zerredet die guten Ideen. Wie soll es mit den vielen Marys in der deutschen Wirtschaft jemals wieder aufwärts gehen?
Mary Schmitt meint
Du hast das intellektuell nicht durchschaut. Ein Durchleitungsmodell ist ein Vollkostenmodell. Weil es nicht anders geht. Der Ladepreis ist dagegen ein Marketingpreis.
Jörg2 meint
Marie
Was sollte den durchleitungswilligen Drittanbieter davon abhalten, Mischkalkulationen zu betreiben?
Future meint
Ich will es nicht intellektuell – ich will es billig und einfach mit ganz viel Konkurrenz. Bei Hausstrom, Telefon, Gas usw. klappt das mit der Konkurrenz und den billigen Preisen schon mal sehr gut. Jetzt fordere ich genauso wie die 3 Lobbyverbände die Durchleitung bei den Säulen. Auch Lichtblick fordert das seit Jahren. Wir sind da also nicht alleine mit diesen Forderungen.
MichaelEV meint
Strom-, Gas- und Telefonnetz sind natürliche Monopole, weshalb es hier eine Rechtfertigung für Regulierung gab. Trifft auf Ladeinfrastruktur nicht zu!
Und gerade beim Stromnetz zeigt sich momentan, wie schädlich Regulierung ist. Das ist aktuell der Fluch, kein Segen!
Und statt genau aus diesen Fehlern zu lernen, will man die Fehler übertragen. Das macht es so grauenhaft, eure Ideen würden nur für Schaden sorgen.
Jörg2 meint
Michael
Die Idee ist vom Bund und von Lobbyverbänden. Da sitzen die Ansprechpartner für Deine Kritik.
Wir hier haben eher keinen Einfluss auf das Geschehen.
MichaelEV meint
Mit dem Bund ist ja eine Lüge. Der Bund hat es in einer Ausschreibung geförderter LKW-Ladeinfrastruktur gemacht (mit Begründung) und beratende Stellen raten explizit von einer Wiederholung ab.
Es ist BS dass der Bund das jetzt in weiteren Ausschreibung so weiter treiben würde und selbstverständlich hat das nichts damit zu tun, eine Durchleitung für den Bestand zu erzwingen.
Future meint
Mary hat noch vergessen, den Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), den Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und den Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) als drittklassige Lobbyisten zu bezeichnen.
Ich finde das Positionspapier dagegen gut, denn Durchleitung könnte mehr Einfachheit schaffen und zu mehr Wettbewerb führen. Alles muss eben billiger werden bei der Elektromobilität, damit die dreckigen VWs endlich von der Straße kommen.
MichaelEV meint
Einfachheit, Transparenz und Wettbewerb gibt es, wenn alle CPOs ihren Adhoc-Preis zentral melden müssen und diese Daten analog Tankstellen in entsprechenden Diensten landen.
Mit der Durchleitung hat man ein uneinheitliches Infrastrukturentgelt und seinen Hausstromtarif – zwei Preiskomponenten. Natürlich wird es dadurch komplexer und intransparenter!
Steffen meint
Dann bleibt immer noch das Problem, dass ich in der Planung der Route oder gar spontan nicht weiß, ob Adhoc teurer ist als eine meiner 5 Ladekarten. Wenn das Infrastrukturentgelt an der ladesäule angezeigt wird, dann kann ich addieren, denn meinen Hausstrompreis kenne ich ja.
Jörg2 meint
Michael
Der Endkunde hat EINEN Lieferanten. Das ist üblicher Weise super transparent. Sollte ihm etwas nicht gefallen, geht er zum nächsten.
Der Endkundenlieferant hat eine Vorkette. Die ist irgendwie lang oder auch nicht, von außen transparent oder auch nicht. Das berührt den Endkunden nicht. Der Lieferant hat mit seiner Vorkette entweder ein sinnvolles P/L gezaubert, oder es gibt ihn nicht (lange). Was bleibt (wenn etwas bleibt) ist der transparente Endkundenvertrag mit endkundentauglichem P/L.
MichaelEV meint
@Steffen
Jetzt kannst du den Adhoc-Preis an der Ladesäule ablesen, mit Durchleitung darfst du das abgelesene Infrastrukturentgelt noch mit dem Hausstromtarif addieren -> komplexer, intransparenter
Was da mitschwingt ist der Glaube, dass damit irgendwas günstiger würde. Aber das dort stehende Infrastrukturentgelt ist der anhand Vollkosten (+Marge) berechnete Worst-Case. Wenn du „günstig“ haben willst, bist du wieder bei den 5 Ladekarten. Da ändert sich nichts, der springende Punkt beim Ladepreis sind die Fixkosten, die sich dann im Infrastrukturentgelt abbilden.
„EINEN Lieferanten“ hat der Endkunde jetzt auch mit Ladekarten. Egal wie man es dreht und wendet, aus der Vorkette kommen von den CPOs auf beiden Wegen heterogene und hohe Kosten. Und die werden mit der Durchleitung nicht weggezaubert.
Entweder bildet man einen Mischpreis, der ineffizient (=teuer) und nicht nachhaltig tragbar ist oder man reicht die heterogenen Kosten in jeweiliger Höhe weiter, dann ist es wie bei EnBW.
Letztendlich ändert sich NIX. Der wesentliche Unterschied ist nur, dass man bei der Durchleitung nur einmal wählen darf, Ladekarten kann man beliebig viele haben.
McGybrush meint
Der AdHoc Preis bleibt der AdHoc Preis.
Und wenn ich mit meiner Karte lade dann wird mir mein Anbieter wie bisher in der App schon sagen was der Strom kostet. Da ist der Preis für die Durchleitung ja schon drin enthalten.
EnBW zeigt mit ja heute auch den Brutto Preis an inkl ALLER Gebühren, Steuern, Abgaben. Ob da nun die durchleitungsgebür mit zu kommt ist doch nix anderes. Die ist im angezeigten Preis des Anbieters schon mit drin.
Der AdHoc Preis ist ja wiederum ein anderer Preis von der Ladesäule selbst. Und auch da sind ALLE kosten im angezeigten Preis im Display inkl. Egal welche Kosten es sind.
Warum sollte man nur bei der Durchleitungsgebühr jetzt selber Kopfrechnen müssen? Wenn diese fest steht sind auch alle Brutto Preise fertig berechnet.
Jörg2 meint
Michael
„Jetzt kannst du den Adhoc-Preis an der Ladesäule ablesen, mit Durchleitung darfst du das abgelesene Infrastrukturentgelt noch mit dem Hausstromtarif addieren“
Wo kommen solche Vorstellungen von Dir her?
Warum sollte jemand mit solchen Geschäftsmodell auf den Markt kommen?
Berechnet Dir Dein Bäcker beim Brötchenkauf das Mehl und die Personalkosten extra oder steht das EIN Preis dran?
Bekommst Du aktuell von Deinem Ladesäulenanbieter pro Ladung zwei zusammenzuziehende Preise rübergereicht oder ist es EIN Endpreis?
Ich habe es schon mehrmals geschrieben: Wenn Du Dir sicher bist, dass es scheitert, dann kannst Du es auch ruhig geschehen lassen und die Dinge beobachten.
Ich bin gespannt, was im eLkw-Ladenetz mit der Durchleitung passiert. Ob es Anbieter geben wird oder nicht. Und, sollte es Großkunden mit auch Pkw-Flotten geben, was sich im Pkw-Bereich tun wird.
Scheitern geht immer. Nicht versuchen ist dumm.
MichaelEV meint
Es ging mal um „einfach und transparent“, also eher um generische Preise, die für alle gleich und belastbar sind.
Jetzt ist man schon zwingend bei einer App, um sich über den Preis zu informieren. Denn der ist ja wesentlich intransparenter als bisher, noch eine deutliche Verschlechterung zum Status Quo.
Das Bäckerbeispiel ist da ja vollkommen absurd. Beim Bäcker stehen in der Schlange 10 Kunden und jeder Kunde kauft seine Brötchen zu einem anderen Preis. Es gibt gerade nicht EINEN PREIS!
Und die Story ist noch absurder, die unterschiedlichen Preis entstehen in dieser Idee dadurch, dass ich die Brötchen virtuell irgendwo anders kaufe, für die reale Lieferung sorgt der lokale Bäcker und für die Differenz (also den Schaden) zahlen andere.
Jörg2 meint
Michael
„ Es ging mal um „einfach und transparent“, also eher um generische Preise, die für alle gleich und belastbar sind.“
Das zeigt deutlich, dass Du nicht verstanden hast, worum es geht.
Beim Durchleitungsmodell geht es gerade nicht um Preise, die für alle gleich sind.
Es geht um sehr individuelle Preise zwischen Endkunde und „seinem“ Stromlieferanten. Und diesen Preis dann z.B. für jedwede kWh an jedweder Ladesäule.
Einfacher und transparenter geht es für den Endkunden eher nicht.
MichaelEV meint
Du verstehst es weiterhin nicht. Den größten Teil des Ladepreises wird der CPO festlegen – jeder Anbieter einen anderen und einen sehr teuren Preis.
Zukünftig könnte sich das Infrastrukturentgelt dann noch nach Standort/Zeitpunkt differenzieren – wenn es gut läuft, denn ohne Differenzierung wird der Worst Case bepreist.
Das Durchleitungsmodell macht es komplexer, intransparenter und vor allem teurer! Alles andere sind Märchen!
Jörg2 meint
Michael
Wenn Du Dir sicher bist, dass der Endkundenpreis für das Laden im Durchleitungsmodell oberhalb der jetzigen Ladepreise liegen wird, dann kannst Du Dich ganz beruhigt wieder hinlegen. Dann wird es soetwas wohl nicht geben.
Ich bin mir da aber nicht so sicher. Ich vermute, wir werden Angebote sehen.
Der Bund ist da auch eher meiner Meinung und sieht soetwas als Möglichkeit vor. Ich vermute, bei den o.g. Lobbyverbänden hat auch eine Beschäftigung mit dem Thema stattgefunden, bevor man dich so geäußert hat.
MichaelEV meint
Wenn du so sicher bist, braucht es keine Pflicht, dann kommt es von ganz alleine!
Jörg2 meint
Michael
Ja, wenn der Ladesäulenbesitzer Strom jedweden Anbieters durchleitet, dann braucht es keine Pflicht. Da der Bund eine solche Pflicht für sinnvoll hält, scheint es am Willen zu hapern.
Sollte der Wille dasein, tut eine parallele Pflicht nicht weh.
Erst wenn das geklärt ist (freiwillige oder pflichterfüllende Durchleitung), können Angebote entstehen.
Diese Reihenfolge sollte eigentlich klar sein.
Aber erstmal gut, dass sich Deine Bedenken auf „Pflicht“ reduziert haben, dass solch Unfug, wie „der Endkunde müsste zum Preis A noch den Preis B addieren….“ nun wohl geklärt sind.
MichaelEV meint
Ist doch nur ne Lüge, dass der Bund das allgemeingültig für sinnvoll hält. Die beratenden Stellen raten explizit davon ab.
Außerdem ist es Unsinn, dass eine Pflicht was ändern würde. Entweder wollen CPOs, dann passiert es. Oder sie wollen nicht und die Durchleitung scheitert.
McGybrush meint
Deine Logik berücksichtigt nur die Tatsache das man mit einem einzigen ABO zurecht kommt.
In meinem Fall Heimat A (Stadwerke)
Heimat B am Wochenende (andere Stadwerke)
Oft in Hamburg oder Ostsee (wieder andere Stadtwerke)
Ofter mal Autobahn in den Süden. Die üblichen Ladeanbieter.
Es gibt kein 39Cent Tarif mit Grundgebühr der diese 3-5 Orte GLEICHZEITIG abdeckt. Ich brächte mindesten 3x eine Grundgebühr von ca. 12Eur. Also 40Eur ohne je gelanden zu haben.
Denn NUR Aral oder nur EnBW geht in meinem Leben nicht. Ionity geht defacto gar nicht.
Deine Rechnung macht nur Sinn wenn man einen Anbieter 365 Tage nutzen kann. Aber auch nur wenn man fährt. Für wenig Fahrer macht auch das keinen Sinn.
Jörg2 meint
Mc
Worauf beziehst Du Dich? Und warum willst Du mehrere Durchleitungstarife wählen (Deine 3 Stadtwerke), wenn Du vielleicht mit dem Tarif EINES dieser drei Stadtwerke preiswert durch ganz Europa kommst?
Oder mit einem Durchleitungstarif, der garnichts mit Deinen bestehenden 3 Stadtwerketarifen zu tun hat?
MichaelEV meint
In dieser naiven Story fallen von irgendwoher auf wundersame Weise günstige Infrastrukturentgelte bei vielen/allen CPOs vom Himmel. Dieses Wunder ist aber ausgeschlossen!
Aktuell sind die Infrastrukturkosten pro kWh hoch. Und diese hohen Kosten werden auf allen Wegen (Adhoc, Durchleitung, Roaming) selbstverständlich durchgereicht. Ausnahme ist der Weg mit Kundenbindung/höheren Abnahmemengen durch Abos beim eigenen EMP oder einem symbiotischen Partner, der sich am Risiko beteiligt (durch garantierte Abnahmemengen o.ä.).
Sobald man von günstigen Infrastrukturkosten pro kWh ausgeht, setzen sich diese auf allen Wegen durch. Das Durchleitungsmodell ist dabei nur eine Option von mehreren und davon die schlechteste.
Die günstigsten Ladepreise wird es mit variabler Preisbildung des Infrastrukturentgeltes geben, zeitweise geht das „Infrastrukturentgelt“ bei schwacher Auslastung dann gegen 0.
Jörg2 meint
Michael
Schön, dass Du Dich langsam auf den Weg machst, ein Durchleitungsmodell als Möglichkeit in Deinen Denkraum aufzunehmen.
Wenn Du nun, die von Dir akzeptierte Durchleitungsmethode als die schlechteste der Möglichkeiten bewertest: für wen? Für den Endkunden? Den durchleitenden Stromanbieter? Den Infrastruktureigentümer? Sonstwem? Und was ist Dein Bewertungskriterium?
MichaelEV meint
Wirklich du… Frage.
Es ist der ineffizienteste Weg. Und natürlich ist es absurd anzunehmen, dass es zum Schaden der CPOs wirken könnte. Der CPO hat die Preissetzungsmacht und kann den Preis immer so setzen, dass jeglicher Schaden abgewendet wird.
Der Stromanbieter spielt dann halt einfach nicht mit, die CPOs können das ja aktiv über den Preis abwehren. Die Stromanbieter werden in bisheriger Form aber sowieso verschwinden.
Natürlich bleibt der Schaden letztendlich nur beim Kunden hängen.
MichaelEV meint
Und das ist ein Argument pro Durchleitung?
Dabei würde man einen Stromtarif auswählen, der in einem der Szenarien günstige Preis bietet (wohl einem der Stadtwerke, an dieser Stelle wird das Infrastrukturentgelt für die eigene Ladeinfrastruktur nicht voll durchgereicht). Überall anders bekommt ich das volle Infrastrukturentgelt in unterschiedlicher Höhe in Vollkostenrechnung der CPOs durchgereicht. Es entstehen mindestens die selben hohen Preise wie jetzt.
Nichts ist anders, nur die Wahl beschränkt sich auf ausschließlich einen Anbieter.
Jörg2 meint
Michael
Wo nimmst Du Dein „Wissen“ her, wie ein Durchleitungsanbieter seinen Endkundenpreis kalkuliert?
Reden wir immer noch davon, dass es keine preislichen Regularien geben sollte? Der Vertrag zwischen Endkunde und Durchleitungsanbieter völlig frei gestaltbar ist?
MichaelEV meint
Es ist aktuell das einzige logische Ergebnis, wenn man das nüchtern bewertet (das gelingt dir aber nicht mehr).
Future meint
Natürlich erscheint das Durchleitungsmodell attraktiv, weil es einfacher ist und wohl auch mehr Wettbewerb ermöglicht. Aber das ändert nichts an der Bequemlichkeit. Beim Hausstrom stören sich viele Kunden auch nicht am hohen Preis: Nach aktuellen Schätzungen von Verivox befinden sich rund 25% der deutschen Stromkunden und 19% der Gaskunden in der Grundversorgung des örtlichen Versorgers. Dies entspricht Millionen von Haushalten, die automatisch diesen oft teureren Tarif beziehen.
brainDotExe meint
Liegt meiner Meinung auch daran, dass das „schon immer so war“. Die Leute scheint es einfach nicht zu stören, weil sie es gewöhnt sind.
Das Laden von E-Autos ist aber jetzt was „Neues“ und „Neues“ wird immer kritisch hinterfragt in Deutschland.
Siehe auch Stromkosten im Bezug auf Wärmepumpe.
Future meint
Psychologen sprechen von Reaktanz, wenn es Widerstände gegen das Neue gibt. Interessant ist dazu die Meinung in einem aktuellen Artikel zur schleppenden Elektromobilität in Deutschland auf SPON: »Gefährliche Liebe zum Verbrenner: Geht die deutsche Autoindustrie an ihrer konservativen Kundschaft zugrunde?« Sehr empfehlenswert.
Steffen meint
Meine alte Nachbarin hat kein Internet, kein Smartphone. Wie soll die einen Preisvergleich durchführen? Auch ein Wechsel ist per Post mühsam (falls sie mal irgendwo Informationen gefunden haben sollte).
Dann bleibt man halt auf ewig in irgendeinem wenig vorteilhaften Tarif beim lokalen Versorger…
Future meint
Die alte Nachbarin müsste sich natürlich helfen lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Kunden in den Grundtarifen nur alte Menschen ohne Internet sind.
Steffen meint
Es gibt auch noch den Typ überforderte Alleinerziehende mit zwei Kindern und ständig an der Grenze unterhalb oder überhalb Harz IV. Meine Ex-Freundin war so eine, die hatte keine Zeit und Energie sich darum zu kümmern. Ich hab‘ ihr beim ersten Wechsel 300 Euro im Jahr gespart, nur wird das wahrscheinlich inzwischen wieder drauf gegangen sein, weil sie das Jahr danach vermutlich nicht selbst wieder gewechselt hat.
Future meint
Ich glaube, vielen ist der Preis für Energie auch einfach vollkommen egal, weil genug Geld da ist und es einfach nicht auf ein paar Hunderter mehr oder wenig ankommt.
eBikerin meint
Und wie immer bei diesem Thema wird kein Wort darüber verloren, wie hoch denn eigentlich die Gebühr für den Infrastrukturbetreiber sein soll. Ohne diese Information ist die Aussage, dass es dann günstiger wird schlicht und ergreifend Wunschdenken.
Future meint
Ja, aber ein Durchleistungsmodell würde auch zu ganz neue Vertriebsmöglichkeiten führen. Beispielsweise eine Kombination von gewohnt günstigem Hausstrom und öffentlichem Ladestrom zu einem einheitlichen niedrigen Preis und einer gemeinsamen Abrechnung. Sowas könnte schon attraktiv sein für die verunsicherten Autokäufer.
Jörg2 meint
Ja, ich glaube auch, dass da viel vorstellbar und auch realisierbar sein könnte.
Da kann es Zusatztarife zum Haustarif geben.
Oder es geht einfach darum, dass der „2x im Jahr in die Ferne fahren“ sich nicht um das Tarifgedöns kümmern muss und trotzdem vergleichsweise preiswert durch Europa kommt.
Vielleicht reicht es jemanden auch, dass er nur EINEN Tarif in seinem Auto hinterlegen muss und das „einfach anstecken, keine Karte vorhalten“ ist für ihn geklärt.
brainDotExe meint
„Oder es geht einfach darum, dass der „2x im Jahr in die Ferne fahren“ sich nicht um das Tarifgedöns kümmern muss und trotzdem vergleichsweise preiswert durch Europa kommt.“
Das dürfte bei Privatleuten die häufigste Anwendungsfall sein.
MichaelEV meint
„EINEN Tarif“ könnte man heute schon mit den Ladekarten haben.
Ansonsten sind „einfach und preiswert“ hier eine Halluzination, es geht in die exakt gegenteilige Richtung.
Vor allem ist „2x im Jahr in die Ferne fahren“ für die CPOs der absolute Worst Case mit den höchsten Kosten, was träumt man hier von preiswert…
Jörg2 meint
Michael
Muss ich Dir auch das schreiben, was ich weiter unten Marie geschrieben habe? Oder könntest Du das weiter unten mal lesen? Danke!
MichaelEV meint
Deine üblichen Absurditäten zu diesem Thema…
Alle Bürokratiekosten haben als Quelle letztendlich „ein Text auf einem Stück Papier.“. Aus diesen Texten ergeben sich Kosten.
Und sonst wie immer vollkommen am Thema vorbei: Für den prägenden Teil der Preisbildung entsteht durch das Durchleitungsmodell kein Wettbewerb. Und da wo du Wettbewerb siehst, gibt es perspektivisch gar keinen bzw. verdrängt dein Pseudo-Wettbewerb die Form von Wettbewerb, die eigentlich notwendig ist.
Und das ganze mit einfach und transparent ist vollkommener Irrsinn, mit zwei Preisen statt bisher einem wird es für Endkunden komplexer und intransparenter.
Jörg2 meint
Ach Michael
Wo nimmst Du nun ZWEI Endpreise her?
Was macht Dich so kirre, wenn Du doch sowas von sicher bist, dass das alles nicht funktioniert?
Zu dem sinnfrei Argument, es würden höhere Preise auf dem Markt auftauchen, habe ich ja nun ausreichend geschrieben.
MichaelEV meint
Weil der Ladepreis aus zwei Komponenten besteht – Hausstromtarif und Infrastrukturentgelt des jeweiligen CPOs (die teuren Ausprägungen, mit großen Unterschieden).
Den vollständigen Preis sieht der Kunde im besten Fall vorher in einer App (und nur darüber, weil es noch viel intransparenter geworden ist) oder im schlechtesten Fall nachher auf der Rechnung. Einfacher und transparenter wird da nichts…
Zu dem sinnfrei Argument, es würden auf wundersame Weise niedrigere Preise beim Durchleitungsmodell auftauchen, habe ich ja nun ausreichend geschrieben. Und die verpflichtende Umsetzung ist selbstverständlich mit Kosten/Aufwand verbunden, das fällt auch nicht einfach vom Himmel.
Jörg2 meint
Wieso „sein soll“? Das können die Marktteilnehmer doch aushandeln. Von Seiten des Bundes wird es abgelehnt, hier Vorgaben zu machen, eine Art Regulation durch den Bund zu betreiben.
Im angeführten eLkw-Ladenetz wird, innerhalb der Standortausschreibungen, hierfür auch nicht vorgegeben. Die Ausschreibungsteilnehmer kalkulieren das für sich und nehmen mit dieser Kalkulation an der Ausschreibung teil.
Was dann wiederum der durchleitungswillige Stromanbieter preislich in Richtung Endverbraucher macht, ist dann eine andere Sache. Was dann dabnei rauskommt (wenn es denn solche Modelle geben sollte) ist doch eher entscheident.
eBikerin meint
„Was dann dabnei rauskommt“
Muss sich zeigen. In jedem Beitrag zu diesem Thema wird aber pauschal behauptet, dass es billiger wird. Und das sehe ich in der aktuellen Situation eben nicht.
In 5 bis 10 Jahren sicher, wenn das Netz so stark ausgebaut ist, dass die Investitionen in einem ganz anderen Verhältnis zu den Einnahmen stehen wie aktuell. Klar einfacher / bequemer ist es dann – aber billiger?
Der Infrastrukturbetreiber wird bestimmt nicht so einfach auf seine Marge verzichten, und dann kommt eben noch die Marge des Stromanbieters oben drauf.
Jörg2 meint
eBikerin
Das, was ich bisher dazu gelesen habe (und dem ich mich anschließe) vertritt eher die Position: mehr Marktteilnehmer führt zu niedrigeren Preisen.
Eine Pauschalaussage, „es wird billiger“ kenne ich so nicht.
Mary Schmitt meint
Es wird teurer. Das ist wieder so eine Lösung für Leute mit wenig Wissen und Verstand. Hey, ich nehme einfach „meinen Strom“ mit. Habe oben dargestellt, warum es teurer wird.
Jörg2 meint
Marie
Wie soll das teurer werden? Hast Du eine leise Ahnung, wie ein Markt funktioniert?
Das „Durchleitungsmodell“ ist ein Text auf einem Stück Papier. Völlig preisunrelevant.
Sollte es neue Marktteilnehmer geben, DANN könnten sich die Preise bewegen. Für die Bewegung gibt es zwei Richtungen: das von Dir argumentierte „wird teurer“ oder das von der Wirtschaftswissenschaft gestützte „könnte billiger werden“.
Wo Du die neuen Marktteilnehmer hernehmen möchtest, die mit höheren Preisen, als jetzt, an den Markt gehen, wird Dein Geheimnis bleiben.
Neue Marktteilnehmer werden nur auf den Markt kommen, wenn sie ein besseres P/L anbieten können. Da das „L“ halbwegs ausgereizt ist (es ist halt Strom), bleibt das „P“.
Also: Kommen neue Marktteilnehmer, gibt es tendenziell fallende Preise. Kommen keine, bleibt alles wie es ist (oder irgendjemand fällt im Bereich „L“ ganz viel ein).
Was Deine obige Argumentation der internen Kosten betrifft, so hat dies nur eingeschränkte Relevanz für die Endkundenpreisgestaltung. Wie wir aus der Automobilindustrie ja gut kennen, ist keinem verboten, Quersubventionierungen vorzunehmen und also seinen Endkundenpreis zu gestalten, wie er möchte.
Aber eigentlich Perlen vor die Säue.
eBikerin meint
Lieber Jörg – lies doch wenigstens den Artikel:
„Das Durchleitungsmodell fördert fairen Wettbewerb, senkt die Kosten für Halter “ Senkt die Kosten = billiger.
MichaelEV meint
Selbstverständlich wird es mit der Durchleitung teuer, denn das Infrastrukturentgelt bildet sich mit den Vollkosten (analog Adhoc-Preis).
Jörg2 meint
Michael
Wir hatten das jetzt schon x-mal. Darf ich Dich bitten, Dir folgendes nochmals anzu schauen, zu verarbeiten, zu merken:
Der Bund lehnt regulierte Durchleitungsmodelle ab. Er versteht unter einem regulierten Durchleitungsmodell die Vorgabe von Preisen um das Reinvest abzusichern. Dazu hat der Bund die Auffassung, dass es zu Kleinteilig, behördlich nicht leistbar und damit angreifbar wäre, wenn der Bund sauber ermitteln würde/müsste, bei welchem Ladepunkt sind welche Infrastrukturkosten anzusetzen.
Diese Preisfindung, so der Bund, sollen die Marktbeteiligten durchführen.
Also: REGULIERTES Durchleitungsmodell -> nein.
Über einen Unwillen des Bundes , ein unreguliertes Durchleitungsmodell einzuführen, ist mir nichts bekannt. Dir?
MichaelEV meint
Pflicht = Regulation und das unregulierte Durchleitungsmodell gibt es schon lange.
Jörg2 meint
eBikerin
„Lieber Jörg – lies doch wenigstens den Artikel:
„Das Durchleitungsmodell fördert fairen Wettbewerb, senkt die Kosten für Halter “ Senkt die Kosten = billiger.“
Was willst Du mir sagen? Das der Artikel meine Meinung widerspiegelt?
eBikerin meint
Lieber Jörg – lies nicht nur den Artikel sondern auch was du selber schreibst:
„Jörg2 meint
21.11.2025 um 10:56
eBikerin
Das, was ich bisher dazu gelesen habe (und dem ich mich anschließe) vertritt eher die Position: mehr Marktteilnehmer führt zu niedrigeren Preisen.
Eine Pauschalaussage, „es wird billiger“ kenne ich so nicht.
So fangen wir an das niedrigere Preise gleichzusetzen mit billiger ist . aber egal – die Pauschalaussage die du nicht kennst (aber selber schreibst) steht eben so im Artikel. Darum nochmal für dich;:
„Das Durchleitungsmodell fördert fairen Wettbewerb, senkt die Kosten für Halter “ Senkt die Kosten = billiger. Nun verstanden?
Jörg2 meint
eBikerin
Ja, jetzt habe ich verstanden, was Du sagen wolltest.
Dann formuliere ich vielleicht nochmal trennschärfer:
Alleinig die gesetzliche Festlegung, dass Strom von einem Drittanbieter durchzuleiten sei, senkt eher keine Preise.
Eine Preissenkung KANN dadurch erfolgen, dass neue Marktteilneher auf den Markt kommen. In der Regel erfolgt der Markteintritt über ein verbessertes P/L.
Eine Pauschalaussage: Alleinig die Regelung (also ohne Handeln) würde Preise senken, teile ich nicht.
eBikerin meint
Danke Jörg – so kann ich deinen Aussagen teilen.
MichaelEV meint
Pflicht ist Regulierung, jegliche Einmischung wird abgelehnt. Auch das LKW-Ladenetz Beispiel soll explizit nicht wiederholt werden.
Und das aus sehr guten bekannten Gründen – es gibt keine Rechtfertigung (kein natürliches Monopol) und es gibt gar keinen Nutzen (weil der Knackpunkt die Infrastruktur an sich ist).
Jörg2 meint
Hier nochmals für Dich ein Auszug aus den Ausschreibungsunterlagen zum Lkw-Ladenetz:
„Das Durchleitungsmodell erhöht durch die freie Wahl des Stromlieferanten den Wettbewerb um attraktive Ladeangebote. Bislang ist dies für Endkunden in der Regel nicht möglich“ Quelle: Projektexposé zum Lkw-Schnellladenetz an unbewirtschafteten Rastplätzen.
Deine Meinung weicht von der Meinung des Bundes, als Auslöser dieser Regularien, ab. Auch scheint der eine oder andere Lobbyverband anderer Meinung zu sein (s. Artikel).
Was ich grundsätzlich nicht verstehe: Wenn jemandem klar ist, dass es nichts wird, dann kannst er es auch laufen lassen. Nur aktuelle Marktteilnehmer, die um ihre Pfrunde bangen müssen (weil es funktionieren könnte), müssen wiederständlich argumentieren.
MichaelEV meint
359 (hier geht es explizit um diese Ausschreibung):
“ Aus Sicht der Monopolkommission sollte im Rahmen zukünftiger Ausschreibungen auf den Einsatz eines regulierten Durchleitungsmodells verzichtet werden“
Diese ganze Pflicht (=Regulierung) wird grundsätzlich abgelehnt.
MichaelEV meint
Und der letzte Abschnitt ist natürlich der absolute Wahnsinn…
Es gibt keine inhaltliche Begründung für eine Pflicht (kein natürliches Monopol), es wird kein Nutzen erwartet, nur mehr Aufwand und Kosten. Und dann stellt man ernsthaft die Frage: „Warum macht man es nicht einfach trotzdem“
Echt unfassbar – aber die Bürokratie in DE und deren Kosten müssen ja ein Fundament haben, Jörg2 ist dafür ein fruchtbarer Boden…
Die Frage stellt sich ja andersherum. Die eigens dafür eingerichteten Instanzen geben ein klares Fazit gegen ein verpflichtendes Durchleitungsmodell – warum wollen einige sich trotzdem nicht davon abbringen lassen, inwiefern profitieren sie davon?
Bei Stromanbietern ist die Sache klar – sie wollen ihr Geschäft ausweiten und mitverdienen. Und sie werden ihre bisherige Rolle in Zukunft verlieren und setzen sich dagegen zur Wehr. Hier hast du deine „Nur aktuelle Marktteilnehmer, die um ihre Pfrunde bangen müssen“
eBikerin meint
„Bei Stromanbietern ist die Sache klar – sie wollen ihr Geschäft ausweiten und mitverdienen.“
Und zwar ohne die immensen Investitionskosten, Wartungskosten und ohne Risiko.
Jörg2 meint
Michael
Genau WEIL sich der Bund die Bürokratie nicht antun möchte, will der Bund (ich bin gleicher Meinung) kein REGULIERTES Durchleitungsmodell. Der Bund will sich nicht in die (dann angreifbare, bürokratisch aufwändige) Preisfindung einmischen.
Vielleicht ist es sinnvoll, sich mit den Fakten und offiziellen Diskussionsständen zu beschäftigten. Bauchgefühl ist fein, Meinung auch. Fakten sind aber auch super.
Jörg2 meint
eBikerin
„„Bei Stromanbietern ist die Sache klar – sie wollen ihr Geschäft ausweiten und mitverdienen.“
Und zwar ohne die immensen Investitionskosten, Wartungskosten und ohne Risiko.“
Wo kommt solche Denke her?
Natürlich beteiligen sich im Durchleitungsmodell die Drittanbieter an allen Kosten der Infrastruktur. Die Preisverhandlungen zwischen Infrastrukturbesitzer und Drittanbieter werden das natürlich beinhalten.
So, wie sich CocaCola über die Vertragsgestaltung mit Aldi (oder welchen Endkundenversorger auch immer) an den Kosten von Aldi beteiligt.
Müssen wir tatsächlich irgendwelche Grundsatzfragen der Marktwirtschaft, von BWL etc. erstmal klären?
eBikerin meint
„Wo kommt solche Denke her?“
ganz einfach – ich erkläre es dir, also dass mit den Investitionskosten.
Sagen wir EnBW baut einen Ladeparkt für 1 Million. Dann muss EnBW diese Million investieren. Der Durchleistungsanbieter muss aber gar nichts investieren, denn er bezahlt seinen Anteil pro Ladevorgang oder pro kWh. Heisst er schiesst hier gar nichts vor und hat somit kein Risiko, sondern bezahlt EnBW in dem Fall, dass einer seiner Kunden diesen Service nutzt. Unterschied verstanden?
„So, wie sich CocaCola über die Vertragsgestaltung mit Aldi (oder welchen Endkundenversorger auch immer) an den Kosten von Aldi beteiligt.“
Sorry aber das ist totaler Unsinn. Das würde ja bedeuten, dass CocaCola irgendwas an Aldi bezahlt. CocaCola macht einen Liefervertrag und je höher die Abnahmemenge ist, desto günstiger bekommt Aldi die Ware.
Und da Cola ein Lebensmittel ist – also idR nicht auf Kommission geliefert wird, trägt hier Aldi alleine das Vermarktungsrisiko. Heisst – wenn die Cola abgelaufen ist, hat Aldi pech gehabt. Denn bezahlt ist die Ware ja die schon.
“ Müssen wir tatsächlich irgendwelche Grundsatzfragen der Marktwirtschaft, von BWL etc. erstmal klären?“
Also wenn ich dein Beispiel lesen, dann offensichtlich schon.
Jörg2 meint
eBikerin
Das „Aufsetzen“ auf bestehende Vertriebsstrukturen ist doch Gang und Gebe in der Marktwirtschaft. Lebensmittelhersteller machen das und haben keinen Pfennig für bei der Errichtung der Aldi-Hütte dazugetan …
Ist das irgendwie moralisch falsch?
Müssen jetzt die Ladesäuleninfrastrukturbesitzer davor bewahrt werden, dass ein x-beliebiger Stromanbieter einen Gesprächstermin bei ihnen haben möchte? Sind die kaufmännischen und juristischen Abteilungen der Ladeinfrastrukturbesitzer zu blöd, solche Gespräche so durchzuführen, dass (sollte etwas dabei rauskommen) die Eigeninteressen ausreichend Durchsetzung fanden?
Das sind alles große Jungs und Mädels. Die können das ausreichend gut.
MichaelEV meint
„ist doch Gang und Gebe in der Marktwirtschaft“ – natürlich! Und das in freien Verhandlung zwischen den Unternehmen, niemand ist bei Supermärkten auf die Idee gekommen eine „Durchleitung“ zu verpflichten.
Bei der Ladeinfrastruktur können genauso zwei Unternehmen frei verhandeln, da gibt es keine Barriere und keine Rechtfertigung irgendwas zu verpflichten.
Deine Idee entspricht einer Verpflichtung für die „Aldi-Hütte“ (stellvertretend) jedes Produkt x-beliebiger Lieferanten verkaufen zu müssen. Natürlich verursacht diese Verpflichtung Mehrkosten. Und natürlich wird man bei dem Entgelt für diese Leistung alle Kosten + Marge verrechnen. Und wenn die Produkte konkurrierend sind und die Preisbildung des Entgeltes nicht geregelt ist, wird man sich selbstverständlich die Konkurrenz vom Hals halten.
Und all das macht man in dem Glauben, dass plötzlich ein x-beliebiger Lieferant ankommt und die bestehenden Lieferanten von Aldi deutlich unterbietet. Passiert nicht, wenn es günstigere Lieferanten gäbe würde Aldi den Lieferanten sofort freiwillig akquirieren.
An der Stelle sei aber mal gefragt: Glaubst du wirklich, dass dein Hausstromtarif günstiger ist als das, was z.B. EnBW für die Strombeschaffung bezahlt. Das wäre wirklich sehr besorgniserregend…
Tatsächlich ist es natürlich genau andersherum, was diese ganze Idee ja umso absurder macht.
Jörg2 meint
Michael
Einerseits bist Du gegen Regulierung.
Auf der anderen Seite baut Deine Argumentation auf der „Pflicht“ auf, keine Mischkalkulation durchzuführen oder Großabnehmereinkaufspreise dem Endkunden zugute kommen zu lassen.
Das passt nicht zusammen.
Entspann Dich! Entweder sieht in einem solchen Modell jemand seine Möglichkeiten oder halt nicht.
Jörg2 meint
eBiker
„ Liefervertrag und je höher die Abnahmemenge ist, desto günstiger bekommt Aldi die Ware.“
Ja, klar!
Und Aldi schlägt etwas auf, macht Umsatz und refinanziert so sein Invest.
Wo kommt die Kohle nun her? Aus der „Durchleitung“ des süßen Gesöffs.
Jeder Lieferant bringt Umsatz. Daraus erfolgt die Refinanzierung des Infrastrukturinvest.
MichaelEV meint
Durchleitungsmodell, Mischkalkulationen, Großabnehmerpreise, Verhandlungen – ist alles aktuell möglich.
Stromanbieter, Autohersteller, Unternehmen, usw. können als EMP mit den CPOs verhandeln bzw. auch eine Durchleitung aushandeln.
Der Aufreger ist ja aber, dass das aktuell kaum passiert. Und das hat Gründe (hohe Infrastrukturkosten pro kWh). Das Durchleitungsmodell löst an diesem Problem NIX, eine Pflicht dagegen intensiviert das Problem und die Lösung wird weiter verzögert.
Jörg2 meint
Ganz meine Meinung.
Ziel: Mehr martteilnehmende Stromversorger/Wiederverkäufer an der Ladesäule -> mehr Wettbewerb -> tendenziell fallende Preise für die Endverbraucher
MichaelEV meint
„Wettbewerb“ an der Stelle, wo keinerlei positive Wirkung für den Ladepreis zu erwarten und wo der „Wettbewerb“ zunehmend Fake ist.
Jörg2 meint
S. weiter oben: Mein Beitrag mit dem Exposé-Auszug für Dich.
MichaelEV meint
Der bekannte Unsinn… Die Fixkosten prägen aktuell den Ladepreis und das Durchleitungsmodell behandelt das eigentliche Problem nicht im geringsten.
eBikerin meint
Ich glaube diese Diskussion haben wir schon mal mit ihm geführt. Mein Argument, dass ja der Infrastrukturanbieter nicht auf seine Marge verzichten wird und der Stromanbieter ebenfalls Gewinn machen will, wird ja ignoriert.
Jörg2 meint
eBiker
Ich ignoriere die Kosten im System nicht. Auch nicht die Gewinnerzielungsabsicht der Beteiligten. Der Bund im übrigen auch nicht.
Was im System wer, wann, wie verdient, wer, wann, wie seine Kosten gestaltet… das können die Beteiligten im System gern selbst und unter sich regeln. Sollte es mit Blick auf die Interessen des Endkunden (privat oder gewerblich) für einen Dritten kaufmännisch interessant sein, ein Endkundenangebot zu machen, dann fände ich es schön, wenn die jetzigen Marktbeteiligten diesen Dritten zulassen müssen.
Um mehr geht es beim Durchleitungsmodell nicht.
Ich habe keine Ahnung, ob sich für Dritte ein Geschäftsmodell ergibt. Hier scheinen einige schon zu wissen, dass es nicht funktioniert.
eBikerin meint
„Ich habe keine Ahnung, ob sich für Dritte ein Geschäftsmodell ergibt. “
Merkwürdig – du hast mehrfach geschrieben dass mehr Teilnehmer automatisch zu günstigeren Preisen führen. Nun ruderst du zurück.
Diese Aussage von dir unterschreibe ich:
„Hier scheinen einige schon zu wissen, dass es nicht funktioniert.“
Genau wie du permanent schreibst dass es funktionieren wird – lies doch deine eigenen Beiträge. Du bist davon überzeugt, dass es dadurch zu günstigeren Preisen kommt – andere, so wie ich selbst, sehen dass aktuell eben nicht so. Deshalb diskutieren wird das ja.
Jörg2 meint
eBiker
Nein, dass ist nicht komisch. Du musst nur alles lesen.
Ich habe keine Ahnung, ob sich für Dritte ein Geschäftsmodell ergibt. Ob irgendein Anbieter Lust auf „Durchleitung“ hat.
WENN sich für Dritte Geschäftsmodelle ergeben, also WENN Dritte (gern viele Dritte) in den Markt eintreten, dann ist anerkannte Lehrmeinung in den Wirtschaftswissenschaften: tendenziell fallen die Preise.
Ich bin also für ein Durchleitungsmodell, dies ohne Preisfestlegung durch den Staat (also kein REGULIERTES Durchleitungsmodell), und damit für die Möglichkeit eines jeden Dritten, dem Endverbraucher über die Ladeinfrastruktur Strom anzubieten.
Der Endkunde (also der, der alles bezahlt) soll in die Machtstellung kommen zu entscheiden, wer ihn beliefert. Seine Auswahl soll maximal groß sein.
MichaelEV meint
Alles ein inhaltsloses Märchen!
Die „Machtstellung“ hat selbstverständlich weiterhin der CPO, nicht der Kunde! Kunden bleibt nur, dass ihnen durch die Pflicht entstandene Schäden in Rechnung gestellt werden.
Entweder ist ein Durchleitungsmodell stellenweise sinnvoll, dann kommt es von alleine auch ohne Pflicht. Oder es ist nicht sinnvoll und das Durchleitungsmodell kommt auch mit Pflicht NICHT (außer Spesen nichts gewesen)! Eine weitere Option gibt es nicht!