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EU-Initiative für Unternehmensflotten könnte Elektroauto-Produktion „massiv“ steigern

04.12.2025 in Fuhrpark, Politik, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 42 Kommentare

VW-ID3-Produktion

Bild: VW

Die Europäische Kommission wird voraussichtlich am 10. Dezember 2025 ihren Vorschlag für die Initiative Clean Corporate Fleets vorlegen. Eine Analyse der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) zeigt, dass der Vorstoß zur schnelleren Elektrifizierung großer Unternehmensflotten die Nachfrage nach in der EU produzierten Elektroautos stark ankurbeln könnte. Am meisten würde die deutsche Automobilindustrie profitieren.

T&E hat die Entwicklung des gewerblichen Neuwagenmarkts nach zwei Szenarien modelliert: mit und ohne Einführung verbindlicher Ziele. Die Untersuchung zeigt: Ein EU-weites Ziel für Mitgliedstaaten, wonach große Unternehmen bis 2030 75 Prozent ihrer Neuwagen elektrifizieren müssen, mit Anforderungen an die Herstellung in der EU, könnte bis 2030 zu zusätzlichen 1,2 Millionen lokal produzierten E-Autos führen.

Für Deutschland als größten Produktionsstandort wäre der Effekt besonders hoch: Allein hier würden 712.000 zusätzliche Made-in-Germany-E-Autos für den europäischen Markt vom Band rollen. Zum Vergleich: Die Jahresproduktion des VW-Werks in Wolfsburg (alle Antriebsarten) beträgt 521.000 Fahrzeuge.

(Zum Vergrößern anklicken) Bild: T&E

„Die EU hat jetzt die Chance, die Elektromobilität dort anzukurbeln, wo sie am schnellsten Wirkung entfaltet: bei den großen Unternehmensflotten. Elektrifizierungsziele schaffen verlässliche Nachfrage und stärken die europäischen Werke“, so Sebastian Bock, Geschäftsführer von T&E Deutschland. „Die Bundesregierung muss das Potential von Unternehmensflotten erkennen und sich in Brüssel klar dafür einsetzen, statt weiter Schlupflöcher für die Verbrennungstechnologie zu suchen. Wer jetzt den Markthochlauf von E-Autos verschleppt und unter dem Vorwand der Technologieoffenheit neue Milliardeninvestitionen für eine Technologie verschwendet, die längst ihren Zenit überschritten hat, verschließt bewusst die Augen vor der Realität.“

Das industriepolitische Potential des Firmenmarktes ist groß, da 60 Prozent der Neuzulassungen in der EU Firmenwagen sind. Die Analyse zeigt auch: Unternehmen kaufen deutlich häufiger in der EU produzierte E-Autos als private Haushalte. In der ersten Jahreshälfte von 2025 waren EU-weit 73 Prozent der von Unternehmen zugelassenen Stromer Made-in-Europe, bei privaten Haushalten waren es 63 Prozent. In Deutschland ist der Anteil nochmal höher: Hier stammen 77 Prozent der elektrischen Firmenwagen aus europäischen Werken.

(Zum Vergrößern anklicken) Bild: T&E

Aktuell plant die EU-Kommission, Elektrifizierungsziele auf Ebene der Mitgliedstaaten festzulegen statt Unternehmen direkt zu verpflichten. Den Mitgliedstaaten bleibt es dabei frei überlassen, mit welchen Maßnahmen sie diese Ziele erreichen. Zudem würden nur die Neuzulassungen großer Unternehmen in den Geltungsbereich fallen – die Fahrzeuge kleiner und mittlerer Unternehmen hingegen nicht. Die Kommission plant parallel den Industrial Accelerator Act, der klare Kriterien für europäische Produktion definieren soll. Diese könnten auch für Firmenwagenziele gelten und so sicherstellen, dass die steigende Nachfrage direkt der EU-Industrie zugutekommt.

T&E unterstützt die Initiative, da Unternehmen in der EU zwar hohe staatliche Förderungen erhalten, aber die Elektrifizierung kaum vorantreiben würden. In 23 von 27 EU-Mitgliedstaaten profitierten Unternehmen stärker von E-Auto-Steuervorteilen als Privatpersonen. In Deutschland betrage dieser Vorteil bis zu 14.000 Euro pro Auto. Trotzdem sei vor allem in großen Automärkten wie Deutschland, Frankreich, Spanien oder Italien die Elektrifizierungsbilanz von Unternehmen durchwachsen. Aktuell seien Unternehmen nur in drei EU-Ländern (Belgien, Luxemburg, Niederlande) echte Treiber der Elektromobilität.

„Die Automobilindustrie und einzelne Unternehmen behaupten, die EU-Initiative sei ein frühzeitiges Verbrenner-Aus durch die Hintertür. Das ist schlicht falsch und irreführend“, sagt Bock. „Die Anforderungen für die Elektrifizierung großer Unternehmensflotten werden nicht über die CO2-Flottengrenzwerte für Pkw hinausgehen. Die Initiative wird der Industrie vielmehr helfen, ihre CO2-Ziele zu erfüllen, ohne dass den Automobilherstellern zusätzliche Anforderungen auferlegt werden. Es wird auch versucht, Panik zu schüren, indem behauptet wird, dass die Regulierung jedes einzelne Firmenfahrzeug oder kleine Betriebe, wie z.B. Handwerker, betreffen würde. Dies war nie der Fall, und wie berichtet, tendiert die Diskussion tatsächlich zu Zielen für die Mitgliedstaaten. Es wird an ihnen liegen, die besten Mittel zur Einhaltung der Regulierung zu finden.“

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Via: T&E (ENG/PDF)
Tags: EU, T&EAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    04.12.2025 um 16:42

    Dieser Qouten Quatsch hat einer Demokratie nichts zu suchen. Die BEVs werden immer besser, Reichweite steigt, Ladeleistung unterstûtzt auch eilige Fahrer. Kürzlich den obligatorischen Hilti Schriftzug am ID7 gesehen auf der A8 Richtung München. Standesgemãß linke Spur und min. 140 kmh. Wir sind im mainstream angekommen. Und bis în 10 Jahren sieht das alles technische noch deutlich besser aus. Das ganze Geschwafel über pro und contra ist unnötig.

    Antworten
    • Future meint

      05.12.2025 um 08:48

      Quoten sind sehr wichtig, egal in welcher Staatsform. Ohne Quoten besteht nämlich kein Veränderungsdruck. Insofern sind Quoten ein wichtiges Instrument, um den Wandel für eine gute Zukunft zu steuern. Das klappt doch gut bei den Elektroautos, um endlich die mächtigen fossilen Lobbys auszubremsen und den effizientesten Antrieb bekannter zu machen.
      Nebenbei kommt Deutschland durch die Quote auch mit weniger russischem Öl aus Indien aus. Damit ist dann auch viel mehr Geld für andere schöne Sachen da.

      Antworten
  2. Jensen meint

    04.12.2025 um 10:44

    Auch hier liegt das Vertrauen und die Hoffnung klar auf der EU. Selbst wenn es bei diesem Thema ggf. noch Abschwächungen gäbe: Es wäre ein sehr großer Rückschlag für die, die ab 2035 noch industriell relevante Mengen an Fahrzeugen die Flüssigkeiten verbrennen absetzen wollen.

    Antworten
  3. Andi EE meint

    04.12.2025 um 10:42

    Zustimmung, die Anreize sind nicht die Besten. 😉

    „Im Übrigen sind in solchen Parkhäusern AC-Lader schneller installiert als eine Aufbuddelei des deutschen Strassenrandes. Auch ist die Abrechnerei am festgelegten Stellplatz einfacher umsetzbar als an der beliebigen AC-Dose am Strassenrand. Da ist dann auch nichts zugeparkt von sonstwem…“

    Definitiv ein guter Punkt. Das grösste Problem ist wirklich das Aufreissen der Straße, das ist so abartig teuer, der Rest der Elektroinstallation fällt da kaum ins Gewicht.

    Aber auch hier wird ein Robotaxi all diese Probleme in einem Rutsch lösen. Wahnsinn was das an Kosten reduzieren und das Klima schonen würde.

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 11:16

      Ein sehr gutes Beispiel ist das Parkhaus am Elsässer Platz in Wiesbaden. Alle 429 Stellplätze sind mit einem AC-Ladepunkt ausgestattet. Im Erdgeschoss stehen auch vier HPC-Stationen zur Verfügung. Anwohner und Besicher nutzen das Parkhaus.

      Antworten
      • Andi EE meint

        04.12.2025 um 11:42

        Ok👍 … der gute Punkt ist aber von @Jörg, mein Post ist falsch platziert.

        Bezüglich dem Aufreissen (wegen Laden) der Straße gehen die Chinesen angeblich so vor, dass die ganze Strassenzüge in einem Rutsch erledigen. Was wir ja auch damals beim Breitband gemacht haben? Das wäre dann die Alternative, quasi egal jetzt was Grad private Initiative bei Haus x,y momentan ist, man verlegt einfach alles in einem Rutsch als strategische Investition für die Zukunft.

        Diesbezüglich solcher Dinge müsste die Demokratie auch über die Bücher. 20x die Straße aufreissen kommt in der Summe wesentlich teurer und behindert per Zeit die Leute deutlich mehr.

        Antworten
        • Future meint

          04.12.2025 um 12:23

          Bei mir werden die Straßen so oft aufgerissen, dass man sie besser überhaupt nicht mehr zuschütten sollte ;-)

        • Andi EE meint

          04.12.2025 um 13:26

          😅👍 bei uns ist es Ähnlich, und faszinierend ist, wie man es schafft so lang eine Baustelle am Laufen zu halten. Man muss halt das lokale Gewerbe durchfuttern, maximal 3 Arbeiter, Straße 2 Monate nur einspurig befahrbar. 😉

  4. Dagobert meint

    04.12.2025 um 09:30

    Ist die Frage ob die großen Unternehmensflotten dann so groß bleiben?Ich kann statt einen Dienstwagen zu fahren mir auch ein Mobilitätsgeld auszahlen lassen. Bevor ich dienstlich Elektroauto fahren muss, nehme ich das Mobilitätsgeld, und rechne Dienstfahrten mit dem privaten PKW ab. Finanziell komme ich dabei vermutlich sogar noch besser weg, weil ich dann Wahlfreiheit beim Hersteller habe, und nicht mehr VW fahren muss. Bislang nehme ich den Dienstwagen eher aus Bequemlichkeit. Dee Trick könnte nach Hinten losgehen – auch für die deutschen Hersteller…

    Antworten
    • Mäx meint

      04.12.2025 um 10:21

      Ist erstmal die Frage was für ein Unternehmen günstiger ist.
      Mobilitätsgeld + Abrechnung privat PKW vs. BEV in eigener Flotte.
      Wenn die Firma merkt, dass ersteres erheblich teurer kommt, kannst du gar nicht so schnell gucken, wie das abgeschafft wird und dir ein BEV hingestellt wird, auch wenn du das nicht willst.
      Und dann musst du konsequenterweise kündigen und dir eine Firma suchen, die weiterhin Diesel anbietet. Optimalerweise natürlich zu ähnlicher Bezahlung, Flexibilität und bisheriger Nähe zum Wohnort.
      Das könnte mit fortschreitender Zukunft immer schwieriger werden.

      Antworten
      • Dagobert meint

        04.12.2025 um 10:32

        Wäre mir neu, dass eine Firma einfach einseitig den Arbeitsvertrag ändern kann…

        Antworten
        • E.Korsar meint

          04.12.2025 um 10:48

          Könnte aber eine Widerrufsklausel (Widerrufsvorbehalt) im Arbeitsvertrag stehen. Ob die rechtswirksam ist, können sich die Anwälte streiten.

        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 10:49

          Wenn es um eine freiwillige Leistung des Unternehmens geht, ohne Rechtsanspruch und ohne arbeitsvertragliche Einigung auf solche…. DANN ist eine Wahlmöglichkeit zwischen Mobilitätsgeld/Lohnersatzleistung/Lohn… schnell angepasst.

        • Mäx meint

          04.12.2025 um 10:53

          Firma:
          Hallo Herr Dagobert. Wir würden gerne ihren Arbeitsvertrag anpassen, Mobilitätsgeld wird gestrichen, dafür bekommen Sie ein BEV.
          Bitte unterschreiben.
          Dagobert: Will ich aber net.
          Firma: Oh das tut uns Leid zu hören. Okay dann nicht.
          1 Monat später
          Firma:
          Hallo Herr Dagobert. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir sie betriebsbedingt kündigen müssen.

        • eBikerin meint

          04.12.2025 um 11:13

          Schon geschrieben Mäx, nur geht das so in der Realität nicht.
          Da Dagobert ja nicht dumm ist, nimmt er sich einen Rechtsanwalt und klagt gegen die betriebsbedingte Entlassung. Die geht nämlich nur, wenn es dazu auch wirklich betriebliche Gründe gibt.
          Sollte das Arbeitsgericht feststellen, dass es betriebliche Gründe gibt, wird Dagobert dem natürlich zustimmen, aber auf einen sog Sozialplan pochen, da er ja a: älter als Mäx ist und b: länger in der Firma.
          Das ganze zieht sich dann ewig hin, verursacht immense Kosten für die Firma und irgendwann wird man sich dann auf einen Vergleich einigen der der Firma mehr kostet wie wenn sie ihm einfach seine vertraglich zugesicherte Car Allowance weiter bezahlt hätten.

        • Dagobert meint

          04.12.2025 um 11:37

          @Mäx @Jörg Schöne Geschichten, die so nur in eurem Kopf stattfinden. Zum Glück prüfe ich meinen Arbeitgeber und bei uns kennt man den Geschäftsführer noch persönlich. Ich kenne auch niemanden, der einen Dienstwagen nehmen MUSS. Das ist schließlich noch immer Gehaltsbestandteil, dessen Ausgestaltung man sich hoffentlich in den Arbeitsvertrag hat schreiben lassen. Die ideologische Verblendung nimmt echt immer kuriosere Züge an…

        • Steffen meint

          04.12.2025 um 11:46

          Ist es nicht auch ziemlich ideologisch, wenn man einen Dienstwagen ablehnt nur weil dieser elektrisch ist? Rhetorische Frage übrigens.

        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 12:26

          Dagobert

          Dann vielleicht nocheinmal lesen, was ich geschrieben habe!?

          Du schränkst Deine „Geschichte“ auf eine arbeitsvertragliche Regelung ein und baust darauf Deine Argumentationsgebäude. Ich zeige Dir auf, dass solche Dinge auch außerhalb arbeitsvertraglicher Vereinbarungen stattfinden können und damit Deine Argumentation nicht auf alle möglichen Fälle anwendbar ist.

          Und Du kommst jetzt mit „Ideologie“ und „Verblendung“… ???
          Völlig daneben !!

        • Mäx meint

          04.12.2025 um 12:28

          @Dagobert
          Wie gesagt, alles eine Frage der Kosten.
          Wie viel es sich eine Firma kosten lässt, hängt natürlich von der Wichtigkeit der Person für die Firma ab, persönlicher Beziehung zum Chef usw.

          Das Mobilitätsgeld zu streichen ist schwieriger, die Abrechnung von Fahrten mit dem Privat-PKW zu verbieten, weil elektrische Poolfahrzeuge auf dem Hof stehen aber sehr einfach.

          @eBikerin
          Schon klar. Vergrößere den Abstand ruhig auf 12 Monate, Abfindung muss auch nicht zwingend sein.
          Dazu kommt eben, dass die Firma darlegen kann, dass die Änderung des Arbeitsvertrages wirtschaftlich sinnvoll ist und für den Mitarbeiter keine Konsequenzen hat, außer dass er nun elektrisch fahren muss.
          Aber wie oben ausgeführt, Mobilitätspauschale okay.
          Abrechnung von Fahrten mit privaten PKW nur weil man das Pool-BEV nicht fahren möchte, wird nicht durchzubringen sein.

        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 12:58

          Dagobert

          Kleiner Nachtrag:

          Einführung eines Mobilitätsbudgets (oder anderer Dinge) per Betriebsvereinbarung;
          Gesetzliche Frist zur Kündigung einer Betriebsvereinbarung 3 Monate (§77 Abs. 5 BetrVG);

          Hat alles Deiner „Ideologie“ und „Verblendung“ nichts zu tun.

  5. Future meint

    04.12.2025 um 09:30

    Ich glaube nicht, dass Merz den Vorschlag unterstützt. Die deutsche Autoindustrie wird ihm die aktuell Studie der renommierten US-Unternehmensberatung Kearney untergeschoben haben: Deren Prognose zu den Gewinnmargen der großen Hersteller im europäischen Markt bis 2030 auf Basis aktueller Geschäftszahlen ist fatal. Bleibt es beim Verbrenner-Aus, fallen ihre Umsatzrenditen in Summe von heute durchschnittlich 5,5 Prozent auf bis zu minus 2,9 Prozent.

    Antworten
    • Mäx meint

      04.12.2025 um 10:18

      Merz ist ja aber kein Alleinentscheider in Europa.
      Aber egal.
      Die Studie kommt eigentlich zu dem Schluss, dass die deutsche Automobilindustrie so oder so untergeht.
      Eine Aufweichung der Ziele mit Plug-In Hybriden usw. verlängert den Abstieg nur (so steht es in der Studie).
      Laut Studie liegt das daran, dass die Chinesen Elektroauto besser können.

      Was also nun machen?
      Selbst bei einem Verbot von Elektroautos in Europa, reichen Amerika und die EU nicht aus als „Binnenmarkt“.
      Der Rest der Welt ebenso nicht, weil zu klein und eher an günstigen Fahrzeugen interessiert.
      Da ohnehin klar ist, dass es in Richtung BEV geht (das sagt ja im Prinzip auch die Studie) wäre es also sinnvoll entschlossen zu handeln.
      Die EU muss Batterieproduktion und Know-How fördern, damit die Industrie am Ball bleibt und nicht abgehängt wird.

      Oder wir stecken die Finger in die Ohren, machen die Augen zu und singen laut lalala, verbieten das Elektroauto, Klimawandel darf man nicht mehr sagen und dann ist alles wieder gut wie damals.

      Antworten
      • Future meint

        04.12.2025 um 11:29

        Natürlich geht es auch um einen Wettbewerb der Unternehmensberater für die beste Strategie. Es ist auffällig, wieviele Studien es zu dem Thema gerade gibt. Neben Kearney melden sich dazu auch regelmäßig EY, BCG und andere große Berater. Das zeigt doch eindrucksvoll, wie wichtig jetzt die richtige Strategie für die Zukunft ist. Die Unternehmen und die Politik dürfen jetzt keine Fehler mehr machen, wenn es die Industrie in 10 Jahren noch in der jetztigen Form und Größe geben soll.

        Antworten
    • Micha meint

      04.12.2025 um 10:34

      Schaffen die deutschen Hersteller es nicht, bis 2035 zukunfts- und konkurrenzfähige Autos anzubieten, wird die Rendite absehbar auf 0 % sinken. Es gibt historisch genug Beispiele, in denen man zu lange ein totes Pferd geritten ist.

      Antworten
      • brainDotExe meint

        04.12.2025 um 11:06

        Gut dass die deutschen Hersteller heute schon zukunfts- und konkurrenzfähige Auto bauen.

        Antworten
        • Future meint

          04.12.2025 um 11:10

          Klar, aber wenn die Rendite auf minus 2,9 Prozent sinkt, gibt es ein Problem. Dieses muss bereits jetzt gelöst werden.

        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 11:37

          „Gut dass die deutschen Hersteller heute schon zukunfts- und konkurrenzfähige Auto bauen.“

          Technisch? Kann sein.
          Preislich? Nein.

        • M. meint

          04.12.2025 um 13:02

          Bei der Preisbetrachtung müsste man Standortfaktoren und Subventionen mehr einbeziehen, und dann nochmal rechnen.
          Das hat natürlich nichts mit der aktuellen Situation zu tun – die ist, wie sie ist.
          Aber es hat eben auch nichts mit der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Organisation zu tun.
          Und äußere Randbedingungen können sich ändern.

        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 22:02

          M

          In China bestehen sie nicht.
          In Nordamerika bestehen sie nicht.
          Im Rest der Welt kommen deren BEV praktisch nicht vor.

  6. Andi EE meint

    04.12.2025 um 09:14

    Unternehmensflotten …
    „In 23 von 27 EU-Mitgliedstaaten profitierten Unternehmen stärker von E-Auto-Steuervorteilen als Privatpersonen. In Deutschland betrage dieser Vorteil bis zu 14.000 Euro pro Auto.“

    Das ist ja verrückt, ich hab immer gedacht, dass es sich für die Firmen (Flotten) lohnen muss, aber dass das so krasse Abschreiber bei den Steuern sind, hätte ich nicht gedacht. Und das erklärt dann auch, wieso es so lukrativ ist, dass die fetten Karren für die Abschreiber genutzt werden. Nur dort sind die Abschreiber so hoch, dass es sich das Halten dieser Flotten auch für die Firma lohnt, damit man den Gewinn klein rechnen kann.

    Eigentlich ist an dem Flottenkonstrukt in Deutschland nur wichtig, wieviel man die Steuerlast reduzieren kann, alles andere der Endkunde / Angestellte ist völlig egal.

    Antworten
    • Mary Schmitt meint

      04.12.2025 um 09:22

      Nicht ablenken, es geht um Europa, nicht Deutschland. Wir haben Europa die Firmenwagenregelungen übergeholfen und das zahlt sich jetzt aus. Es zahlt sich aber auch für Angestellte ab einem bestimmten Dienstrang aus, weil die große Autos auch zum privaten Gebrauch für eine „kleine Marie“ fahren können. Tesla hat sich auch aus diesem Markt katapultiert. Es ist halt eine Firma, die katastrophal geführt ist.

      Antworten
      • Andi EE meint

        04.12.2025 um 10:36

        @Mary Schmitt
        „Nicht ablenken, es geht um Europa, nicht Deutschland.“
        Und wo ist die Gewichtung mit Abstand am grössten? Dort wo am meisten „Premiumfahrzeuge“ gefahren werden, dort können die höchsten Steuerabschreiber getätigt werden, dort profitiert die hiesige Autoindustrie meisten (indirekte Industriesubvention), ich nenn jetzt keinen Namen, aber alles deutet auf ein Land, dass das bis zum Anschlag praktiziert.

        „Wir haben Europa die Firmenwagenregelungen übergeholfen und das zahlt sich jetzt aus.“
        Was heisst das?

        „Es zahlt sich aber auch für Angestellte ab einem bestimmten Dienstrang aus, weil die große Autos auch zum privaten Gebrauch für eine „kleine Marie“ fahren können.“
        Das ist doch Bärbel Bas-Logik, das was dir an Steuern von den Firmen im Staatshaushalt entgeht, erhalten die Angestellten in einer minimal reduzierten Form zurück und zudem schauen alle Nicht-Autofahrer in die Röhre. Luxus sollte man eigentlich nicht subventionieren.

        „Tesla hat sich auch aus diesem Markt katapultiert. Es ist halt eine Firma, die katastrophal geführt ist.“
        Das nicht, ich würde eher sagen, als Ausländer sollte man gewisse Sachen nicht aussprechen, auch wenn sie zu 90% zutreffen. Ich weiss das aus meinem eigenen Land, Zuhause findet man selbst fürs Nazi-Raubgold eine Ausrede, wieso man es in der Schweiz horten muss. 😅

        Antworten
      • Micha meint

        04.12.2025 um 10:37

        Deine Obsession mit Tesla bei jedem beliebigen Thema ist schon faszinierend. Kenne ich sonst nur vom Grünen-Bashing in der Welt-Kommentarspalte. Nicht falsch verstehen, ich bin kein Musk oder Tesla-Fan.

        Antworten
        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 11:33

          Manche verschmähte Liebhaber verfallen in solch Stalkermodus. Abgewiesene/rausgeschmissene „Ich-weiß-ALLES“-Mitarbeiter manchmal auch. Kleingeister halt.

    • Jörg2 meint

      04.12.2025 um 09:38

      Andi

      Da stimme ich Dir völlig zu.

      Das Zusammenspiel von Pendlerpauschal, Lohnersatzleistung, betriebliche Sozialleistungsentlastung, Leasingzeiträume… führt dazu, dass es sich „lohnt“ täglich zur Arbeisstelle zu pendeln und sich Fahrzeuge zuzulegen, die man aus eigener Tasche eher nicht gekauft hätte.
      Das Ganze geht zu Lasten der Umwelt, zu Lasten des Sozialstaates.
      Die hohe Ausstattung mit Fahrzeugen führt zu mehr Autofahr-Strassenbau. Lässt die Großeinkaufszentren mit großen Parkflächen entstehen und den kleinen Einzelhandel untergehen. Führt zu „Mutti-Taxis“ vor Kitas und Schulen. Führt zu Staus in den Ballungsräumen.
      In Summe ein Trauerspiel zum Nutzen der autoproduzierenden AG´s mit Dividendenabfluss ins Ausland.

      Ich empfehle jeden mal ein paar Monate in japanischen Ballungsräumen zu leben. Autokauf nur bei Nachweis eines Stellplatzes. Der Stellplatz ist in einem Parkhaus (nicht am beliebigen Strassenrand). Der Weg zur Arbeit erfolgt per ÖPNV. Der Einkauf, der Kinobesuch… erfolgt zu Fuß in die reichhaltig vorhandene, fußäufige Infrastruktur (Handel, Dienstleistung, Kultur…). Von der japanischen Autoindustrie ist nicht zu hören, dass sie daran untergegangen wäre.

      Im Übrigen sind in solchen Parkhäusern AC-Lader schneller installiert als eine Aufbuddelei des deutschen Strassenrandes. Auch ist die Abrechnerei am festgelegten Stellplatz einfacher umsetzbar als an der beliebigen AC-Dose am Strassenrand. Da ist dann auch nichts zugeparkt von sonstwem…

      Antworten
      • E.Korsar meint

        04.12.2025 um 11:13

        „Autokauf nur bei Nachweis eines Stellplatzes.“

        In Deutschland? Das gäbe wohl Ausschreitungen.
        Dann sieht man den Leuten gleich an, wenn sie prekär wohnen. Haben ja kein Auto. Der Immobilienmarkt würde Purzelbaum schlagen. Preisexplosion bei Stellplätzen. Wertverlust von innerstädtischen Altbauten ohne Stellplätze.
        Und da wird sein Zähneknirschen und Knochenklappern.

        Antworten
        • eBikerin meint

          04.12.2025 um 11:34

          Ich bin mir sicher, dass er einen Stellplatz hat – er bringt dieses Argument ja sehr häufig. Tja ich würde dann wohl prekär wohnen. Trotz 100m2 Gründerzeitwohnung im zweitteuersten Viertel der Stadt. Nur hat irgendwie 1920 keiner daran gedacht Parkplätze zu bauen. Tief/Garagen haben hier nur die sog. „Bombenlöcher“ naja und ein paar Stellplätze gibts schon bei den Häusern – nur viel weniger als Wohnungen

        • E.Korsar meint

          04.12.2025 um 12:29

          @eBikerin
          Noch wohnst du nicht prekär. Wenn die Dystopie einer Welt mit nachzuweisenden Stellplätzen Realität würde, dann… oh Weh! ;-)
          1896 hat auch bei mir niemand an Stellplätze gedacht, aber an eine Scheune. An die erste CEE16-Dose hat auch erst jemand in den 70er Jahren gedacht. Vorher hätte ich da gar kein Auto laden können. Strom kam auch erst 1926, Schuko erst 1952.

        • Jörg2 meint

          04.12.2025 um 16:49

          Völlig egal ob ich oder ein andere hier einen Stellplatz hat.

          Mein Beispiel zeigt, dass sich Gesellschaften auch auf eine andere Art von Mobilität in Ballungsräumen einigen können OHNE das die Automobilindustrie dadurch von der Bildfläche verschwindet.
          Und irgendwie scheint dieses „Japan-Modell“ mehrer Probleme gleichzeitig erschlagen zu können: Von Luftbelastung über Raumnutzung bis hin zu „mehr Bewegung“, kleinteiliger Konsum- und Dienstleistungsinfrastruktur und eventuell auch die effektive Errichtung von AC-Laderei in Ballungsräumen…

          Mit mir hat das wenig zu tun.

          Nein, ich habe an meinem PrenzBerg-Standort keinen Stellplatz. Die ex-DDR-Stellplätze auf den zubetonierten Hinterhöfen sind, erfeulicher Weise, gesundem Grün gewichen.

      • eBikerin meint

        04.12.2025 um 11:28

        Sorry Jörg – es lohnt sich eben nicht mit dem Auto zu pendeln. Da zahlt man immer drauf. Was wohl einige nicht wissen, man kann zwar die Kilometerpauschale auch ansetzen wenn man mit einem Dienstwagen zur Arbeitsstätte pendelt – muss dann aber pro Kilometer 0,03% des Bruttolistenpreises versteuern.
        Habe eine nette Beispielrechnung gefunden – bei 65K Autopreis und 15 km einfache Pendelstrecke, versteuerst du dann 3510 Euro fürn die Fahrt – und kannst 990 Euro Kilometerpauschale wieder absetzen. Zusätzlich kommt bei so einem Preis natürlich noch der geldwerte Vorteil für das Auto hinzu. Bei einen eAuto 0,5% (weil über 60k) bei einem Verbrenner 1% pro Monat.

        Antworten
        • E.Korsar meint

          04.12.2025 um 11:55

          Die Rechnung glaube ich mal. Allerdings sind die Steuern, zumindest in meinem Fall, in ihrer Bedeutung verschwindend gering.
          Pendelstrecke per Pkw: 35-45 Minuten. (zu 99% pünktlich.)
          Pendelstrecke per ÖPNV: 140 Minuten. (zu 69% pünktlich.)
          Da kann man selbst bei Mindestlohn eine vierstellige Summe im Jahr verdienen, einfach nur mit Vermeidung von Bus und Bahn.

        • Steffen meint

          04.12.2025 um 12:02

          Das ist Quatsch. Der geldwerte Vorteil wird bei einem BLP bis 100.000 € (früher 70.000 €) zu 0,25 % bei einem BEV versteuert. Ich habe in dem Modell 24 km Arbeitsweg. Pendlerpauschale kann ich dagegen nicht nutzen, weil das irgendwie von der Firma aufgezehrt wird steuerlich bzw. wird diese nur ganz minimal gegengerechnet (da steige ich selbst nicht ganz durch). Ist aber trotzdem ziemlich lukrativ. Mich kostet der ID.7 im Full-Service-Leasing 550 € im Monat (BLP 70.000 €). Beim VW-Händler deutlich teurer ohne Versicherung etc.

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