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Studie prognostiziert Abstieg von Europas Autoherstellern

04.12.2025 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 41 Kommentare

Mercedes-GLC-EQ

Bild: Mercedes-Benz (Symbolbild)

Ab 2035 sollen in der Europäischen Union keine neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit fossil betriebenen Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden dürfen. Diese Regelung bedeutet in der Praxis das Ende von Diesel- und Benzinantrieben auf dem europäischen Neuwagenmarkt.

Die europäische Automobilbranche warnt vor den Folgen dieses Verbots. Eine aktuelle Studie der US-Beratung Kearney untermauert diese Sorgen und zeigt, dass die bestehenden CO2-Vorgaben die Hersteller stark unter Druck setzen könnten. Studienautor Wulf Stolle erklärt dem Spiegel: Europäische Autokonzerne seien „in China bei den batterieelektrischen Fahrzeugen nicht mehr wettbewerbsfähig“. Gleichzeitig belaste die US-Zollpolitik von Präsident Donald Trump den Zugang zum US-Markt.

Somit werde der Heimatmarkt Europa besonders wichtig. Doch die EU-Flottengrenzwerte erzeugen laut Stolle einen „beispiellosen regulatorischen und finanziellen Druck“. Kearney hat prognostiziert, dass die Umsatzrenditen großer Hersteller wie VW, BMW, Mercedes, Stellantis und Renault bis 2030 von derzeit durchschnittlich 5,5 Prozent auf bis zu minus 2,9 Prozent sinken könnten, falls das Verbrenner-Aus ab 2035 kommt.

Ohne Gegenmaßnahmen „führen die EU-Vorgaben bis 2030 zu herben Verlusten“, warnt Stolle. Europäische Hersteller könnten „einen schmerzhaften Schrumpfungsprozess durchlaufen“.

Auf Druck der Industrie prüft die EU-Kommission Ausnahmen, etwa für Plug-in-Hybride oder Elektroautos mit Verbrenner-Range-Extender-Technologie. Die Entscheidung darüber soll in den kommenden Wochen fallen. Stolle sieht darin jedoch keine Lösung des Kernproblems. Befristete Ausnahmen würden „den graduellen Abstieg der europäischen Autobranche nur verlängern“.

Der Experte betont, dass das Elektroauto ein grundsätzlich anderes Produkt sei, bei dem nicht mehr der Verbrennungsmotor oder etablierte Marken entscheidend sind. Stattdessen werde die Marktführerschaft zunehmend von Batterie- und Softwarekompetenz bestimmt. In diesen Bereichen seien die chinesischen Hersteller den europäischen voraus, was einen strukturellen Bruch in der Branche signalisiere.

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Via: Spiegel
Tags: EU, Verbrenner-VerbotAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    08.12.2025 um 19:38

    Am Wochenende haben über 100 Mio. das Finale der Formel 1 gesehen…. Wer glaubt das der Motorsport oder der verbrenner Vergangenheit ist…

    Klar, bevs sind gut. Aber der Kunde entscheidet. Das hat jetzt selbst Brüssel erkannt….

    Antworten
    • Justin Case meint

      09.12.2025 um 11:34

      Gesetzte sind immer dort notwendig, wo höhere Güter/ Interessen dritter durch individuelle Entscheidungen unzumutbar geschädigt werden.
      Also nein: hier reicht „Kunde entscheidet“ nicht aus.
      Es wäre für den Kunden ja auch einfacher, wenn er selbst entscheidet, wie viel er im Supermarkt zahlt. Geht aber auch nicht, heißt im Zweifel Diebstahl.

      Antworten
  2. Jürgen Baumann meint

    05.12.2025 um 11:07

    Da sag noch einer, die deutsche Autoindustrie kann international nicht mehr mithalten! Entgegen aller Unkenrufe hat Deutschland in dieser Woche einen nagelneuen BMW mit Verbrennermotor an das Chinesische Technologische Museum in Peking für die Sonderausstellung „Veraltete Technologien“ verkauft.
    „Daran sieht man, dass Verbrenner aus deutscher Produktion eben doch nach wie vor gefragt sind“, erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stolz. „Wenn selbst China noch Wert auf deutsche Qualitätsarbeit legt und sie sogar auch noch ausstellen will, dann ist das ein starkes Signal.“
    Das Fahrzeug, das derzeit in Hamburg auf ein Frachtschiff verladen wird, soll schon bald der Star der Sonderausstellung „Veraltete und überholte Technologien“ sein. Eine Plakette, die unter anderem Sätze wie „Der tiefe Sturz eines Exportweltmeisters, der aus kurzfristiger Gewinnmaximierung die Zukunft verspielt“, enthält, soll dem chinesischen Publikum das antik anmutende Ausstellungsstück erklären.
    Die Automobilindustrie wittert ein großes Geschäft. „China hat praktisch in jeder größeren Stadt Museen für Technikgeschichte“, so Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). „Wenn die alle ebenfalls Bedarf für ihre Ausstellungen über veraltete Technologien und überholte Antriebe, die keiner mehr will, haben, dann könnte das mehrere Dutzend Exporte deutscher Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zur Folge haben.“
    Dieses Beispiel dürfte allen Kritikern zeigen: Man sollte Deutschland als Industrieland noch lange nicht abschreiben!

    Antworten
    • Future meint

      05.12.2025 um 11:25

      Es ist doch auch gut für den Tourismus. Viele Chinesen besuchen Deutschland, um sich die vielen Verbrenner auf den Straßen anzusehen und endlich das Bier wieder mit Bargeld bezahlen zu können. Eine Reise in die Vergangenheit ist immer was schönes.

      Antworten
  3. Rob meint

    04.12.2025 um 16:56

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

    Ist ja nun nicht so das die ganze Entwicklung völlig überraschend hereingebrochen wäre, man hat nur immer wieder die Hoffnung gehabt das man es weiter aussitzen kann. Leider, zumindest aus Herstellersicht, macht eine stetig ansteigende Zahl von Kunden dieses Hin und Her nicht mehr mit.

    Antworten
  4. Günther Friedrich meint

    04.12.2025 um 14:40

    Ab 2035 sollen keine Verbrenner mehr ZUGELASSEN werden! VERKAUFEN ist natürlich weiterhin erlaubt!

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 15:37

      Die Rennstrecken könnten dann zu Freizeitparks werden, was sie ja heute eigentlich auch schon sind. Aber: an der Pforte gibt es dann einen Verbrenner zur Eintrittskarte dazu und alle können sich austoben und abfeiern. Beim Après-Gas am Abend kann man sich dann noch volllaufen lassen und von den stinkenden alten Zeiten schwärmen.

      Antworten
  5. F. K. Fast meint

    04.12.2025 um 13:58

    Wer im Zukunftsmarkt mit Zukunftstechnik nicht mehr wettbewerbsfähig ist, und nicht einmal mehr mit Fossiltechnik im Großland fette Gewinne machen kann, versucht länger Fossiltechnik im Heimatmarkt zu verkaufen. Ob das langfristig sinnvoll ist? Wird nicht der Heimatmarkt auch Zukunftstechnik haben wollen? Will man den Zukunftsmarkt gleich aufgeben? Oder hofft man auf eine Abkürzung „hintenrum“ von Fossil- zu Zukunftstechnik?

    Antworten
  6. Crassus meint

    04.12.2025 um 13:17

    Als die EU das Verbrenner Verbot beschloss, glaubte die Politik durch den starken europäischen Markt und die Stärke der Automobilindustrie weltweit Maßstab besitzen zu können. Verbrenner Verbot in Europa, so die Idee führt dazu, dass auch in anderen Ländern entsprechend gehandelt wird. Das war schon zu damaligen Zeit ein Irrtum. Denn die Wachstumsmärkte in Afrika und Asien verfügen gar nicht über die elektrische Infrastruktur um Elektromobilität zu ermöglichen. Ein Land in Nigeria mit weit über 200 Millionen Einwohnern hat gerade mal 60 % der Bevölkerung mit Strom versorgt. Die andern benutzen Dieselaggregate die Vorstellung, man könne dort von heute auf morgen Elektroautos durchsetzen, ist schlicht und einfach fern jeder Realität. Ich denke, es werden sich eher Modelle durchsetzen wie die Chinesen und Japaner als jetzt probieren. Überwiegend elektrisch betriebene Autos, deren Reichweite durch Extender vergrößert wird. Das macht ja nicht nur Mitsubishi, sondern gerade hat Nissan ein funkelnagelneues Auto auf dem Markt gebracht. Anders wird man weltweit die Emissionen nicht senken können, weil einfach die Infrastruktur für den Strom fehlt und selbst die Schätzung für Europa hinsichtlich der Infrastruktur für Strom und Lade Infrastruktur geht in Größenordnung, die unvorstellbar sind. Es reicht eben nicht eine gute Technik wie die Elektrotechnik zu haben, sondern braucht auch Infrastruktur und die gibt es in vorhersehbarer Zukunft weltweit nicht.

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 13:42

      Die Liste der Länder mit einem geplanten oder beschlossenem Verbrennerverbot ist sehr lang und auf wikipedia einsehbar. Die meisten Länder des globalen Südens sind zwischen 2030 und 2040 auch dabei.

      China hat sich darauf schon vorbereitet und liefert Elektrofahrzeugen, PV, Speicher und Fernsehen. Teilweise baut sich China sogar eigene Häfen in den Ländern und Infrastruktur. Umgekehrt werden Rohstoffe nach China geliefert.

      Fazit: In keinem Dorf müssen mehr Kerosinlampen genutzt werden. Teure Rohstoffimporte fallen weg. Die alten Verbrenner aus Europa werden auch nicht mehr benötigt.

      Antworten
    • Jörg2 meint

      04.12.2025 um 13:45

      Dem steht entgegen, dass sich Entwicklungs- und Schwellenländer zunehmend unabhängig machen vom globalen, postkolonialen Handel. Die notwendige Einfuhr von Energieträgern zählt dazu. „Strom“ bietet diesen Ländern die Chance, ihre Energiebasis zunehmend national abzusichern.
      Wenn wir dann auf die Mobilitätswünsche in diesen Regionen sehen und die dort vorhandene Kaufkraft, dann wird das preiswerte BEV dort einen Markt bekommen. Ich vermute, es wird nicht aus Deuschland kommen.

      Antworten
      • ChriBri meint

        04.12.2025 um 14:17

        Absolut richtig erkannt, gerade die ostafrikanischen Länder wollen sich von Ölimporten unabhängig machen. Beispielsweise deckt Äthiopien nahezu 100 % seiner elektrischen Energie aus Wasserkraft. Diese Stellen ebenso zügig auf E um.

        Antworten
    • mipu meint

      04.12.2025 um 14:07

      Tja, schade dass sich die Afrikaner nicht unbedingt für die Einzelmeinungen von deutschen „Experten“ interessieren. Hier mal ein spannender Einblick in den Kontinent: https://www.elektroauto-news.net/news/ostafrika-weg-zur-elektromobilitaet
      „So machten in Äthiopien im Jahr 2024 E-Fahrzeuge 60 Prozent der Neuzulassungen aus – vor allem weil die Regierung im selben Jahr den Import von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verboten hatte.“
      “ In Kenia hat sich die Gesamtzahl der E-Fahrzeuge – hauptsächlich Pedelecs und Motorräder – seit 2023 mehr als verdoppelt, unter anderem durch den verstärkten Ausbau der Ladeinfrastruktur und Batteriewechselstationen.“
      „Uganda hat sich das Ziel gesetzt, 2030 einen Anteil von 30 Prozent E-Fahrzeugen bei Neuzulassungen zu erreichen, ab 2040 dürfen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zugelassen werden. […] Uganda hat sich inzwischen als Lieferant von Elektrobussen in der Region positioniert.“
      „Auch Ruanda hat eine Strategie zur Entwicklung der Elektromobilität verabschiedet. So werden beispielsweise seit 2025 in der Hauptstadt Kigali keine Motorräder mit Verbrennungsmotor mehr für gewerbliche Zwecke zugelassen.“

      Antworten
      • Future meint

        04.12.2025 um 15:42

        Vermutlich kann sich in Europa keiner vorstellen, wie modern sich Afrika mit der chinesischen Technologie aufstellen wird. Der Prozess hat längst angefangen. In Südamerika das gleiche Spiel. Besonders Brasilien boomt – im letzten Jahr hätte Brasilien den Deutschen schon fast den 5. Platz der wichtigsten Automärkte weggeschmappt.

        Antworten
    • Justin Case meint

      04.12.2025 um 14:34

      Langer Kommentar.
      Schade, dass inhaltlich nichts davon stimmt.

      Antworten
      • ChriBri meint

        04.12.2025 um 15:25

        Was genau stimmt inhaltlich nicht?

        Antworten
        • Justin Case meint

          05.12.2025 um 08:49

          Beispiel:
          „Denn die Wachstumsmärkte in Afrika und Asien verfügen gar nicht über die elektrische Infrastruktur um Elektromobilität zu ermöglichen.“
          Der größte BEV-Markt ist China (Asien), viel Verkehr in Asien ist 2- und 3-rädrig. Die mittlerweile zig-Millionen 2- und 3-rädrigen Elektrofahrzeuge in Asien bekommt mancher zwar nicht mit, sie sind aber trotzdem da. In Afrika findet gerade ein Grasroots-Stromerzeugungswandel statt: Netze sind oft noch schlecht ausgebaut, PV+Speicher dagegen unschlagbar billig. So ähnlich wie Afrika bereits das Festnetztelefon/ Internet übersprungen hat findet gerade ein Wandel bei der Energieerzeigung hin zu regenerativen Quellen statt.

          Als Ergänzung Zahlen der internationalen Energieagentur zur weltweit (!) zusätzlich installierten Kraftwerksleistung (Stromerzeugung in kW Leistung) in den letzten 3 Jahren:
          2022: 83% erneuerbare Energiequellen (weit überwiegend PV + Wind)
          2023: 86% erneuerbare Energiequellen (weit überwiegend PV + Wind)
          2024: 92,5% erneuerbare Energiequellen (weit überwiegend PV + Wind)
          Wer das nicht glaubt, schat bitte selbst bei der IEA nach.
          Menschen, die eine Jaùchegrube wie nìus oder sprìnger als „Informationsquelle“ nutzen, bekommen das einfach nicht mit.

    • Gernot meint

      04.12.2025 um 15:24

      «Denn die Wachstumsmärkte in Afrika und Asien verfügen gar nicht über die elektrische Infrastruktur um Elektromobilität zu ermöglichen. Ein Land in Nigeria mit weit über 200 Millionen Einwohnern hat gerade mal 60 % der Bevölkerung mit Strom versorgt.»

      Sie waren anscheinend nie in Afrika unterwegs und argumentieren mit realitätsfremden Argumenten aus Ihrem Elfenbeinturm. Es ist richtig, dass viele Dörfer und zum Teil auch Städte immer noch nicht ans Grid angeschlossen sind. Genau deshalb sind Elektroautos im Vorteil. Vernünftige Tankstellen-Infrastruktur gibt es in der Fläche nämlich auch nicht. Es gibt Ecken, da fährt man 10 Stunden bis zur nächsten Tankstelle. Paar PV-Panel und eine Batterie in jedes Dorf zu stellen. Das ist die Lösung.

      Mit Ausnahme der wenigen Ölförderländer kostet Sprit in den meisten afrikanischen Länder auch 1,1 bis 1,7 Euro je Liter. Es ist für die Volkswirtschaften häufig der Posten, der die meisten Devisen frisst, die dort aufgrund von Außenhandelsdefiziten chronisch knapp sind, was wiederum deren Währungen inflationiert. Die kWh PV-Strom kostet da meist 1,5 Cent. Mit etwas Batteriepufferung um die 4 Cent.

      Das typische Auto ist ein Hilux. Bei 15 Tkm im Jahr und 9 l Verbrauch/100km fallen über 20 Jahre Spritkosten von 35.000 Euro an. Mit einem Elektro-Hilux bei 25 kWh/100km und PV-Strom nur 3.000 Euro. Elektromobilität ist gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern drastisch billiger als Verbrennermobilität.

      Die Importe von PV-Modulen haben sich in Afrika in den letzten 2 Jahren übrigens verdreifacht.

      Antworten
    • Elvenpath meint

      04.12.2025 um 16:47

      Dass nur wir Europäer aus den fossilen Brennstoffen aussteigen wollen ist eine beliebte Mär, aber eben auch nur eine Mär.
      Genau die Nutzung von fossilen Brennstoffen ist das Problem vieler afrikanische Länder, wo wertvolles Kapital ins Ausland fließt.
      Äthopien hat deswegen den Import von Verbrennern inzwischen untersagt. Ägypten und andere Länder ziehen nach.
      Du bist also derjenige, der sich im Irrtum befindet.

      Gerade in Afrika funktionieren Sonnen- und Windenergie besonders gut. Und die Chinesen helfen beim Aufbau dieser Infrastruktur. Und wir Europäer sind dabei, da wieder mal den Anschluss zu verpassen, weil wir an veralteten Technologien festhalten wollen, um kurzfristig mehr Profit zu generieren.

      Antworten
    • Jeff Healey meint

      05.12.2025 um 00:08

      Chassis schrieb:
      „Denn die Wachstumsmärkte in Afrika und Asien verfügen gar nicht über die elektrische Infrastruktur um Elektromobilität zu ermöglichen.“

      Hallo Crassus,
      kein Problem. China verfolgt in Afrika einen ganzheitlichen Ansatz:
      Man liefert zu den ganzen E-Autos, E-Mopeds, E-Bussen, etc., die elektrische Infrastruktur gleich mit…
      Afrika wird sich schneller der E-Mobilität zuwenden als europäischen Herstellern lieb sein kann.

      Antworten
    • Futureman meint

      05.12.2025 um 08:26

      Merkwürdige Theorie, die besagt das es in (sehr) sonnigen Ländern einfacher ist, immer wieder einen Tanklaster mit Sprit in einsame Gegenden zu bringen, als einmal einen Laster mit PV-Modulen.
      Besonders China liefert zu dem 10.000 € teuren E-Auto gerne noch für 2000 € eine PV-Anlage dazu, die das Auto dann gratis „betankt“. Und das an jedem abgelegenden Fleck in Afrika.

      Antworten
  7. Jürgen Baumann meint

    04.12.2025 um 12:43

    Neue Daten der Europäischen Umweltagentur (EEA) belegen erneut die gravierenden Gesundheitsfolgen von schlechter Luftqualität in Deutschland. Im Jahr 2023 gab es 57.564 Todesfälle durch Luftverschmutzung aufgrund von Feinstaub der Partikelgröße PM2,5, 23.013 Todesfälle infolge des Dieselabgasgifts Stickstoffdioxid (NO2) sowie 22.114 Todesfälle, die auf Luftverschmutzung mit bodennahem Ozon (O3) zurückzuführen sind.
    „Aus vom Verbrenner Aus“ ist nichts weiter als eine Aufforderung zur vorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge in Tausenden von Fällen. Die schlechte Luftqualität, vor allem in den Städten, beeinträchtigt nach wie vor die Gesundheit der Menschen in Europa.

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 13:00

      »Deutschland gehört im westlichen Europa zu den Schlusslichtern bei der Lebenserwartung und verliert weiter den Anschluss. Dies zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung. Darin wurden die Sterblichkeitstrends über mehrere Jahrzehnte untersucht.« (DW, 22.05.2024)

      Die höchste Lebenserwartung in den erfassten Ländern haben übrigens die Schweizer, gefolgt von den Spaniern.

      Es liegt sicherlich nicht nur an der besonders schlechten Luft in Deutschland, sondern auch an Ernährung, Bewegung und den Folgen als Hochkonsumland bei Alkohol und Nikotin.

      Antworten
      • Tinto meint

        05.12.2025 um 09:35

        Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

        Antworten
  8. Gernot meint

    04.12.2025 um 12:29

    «Stattdessen werde die Marktführerschaft zunehmend von Batterie- und Softwarekompetenz bestimmt.»

    Exakt. Und genau da haben die europäischen Anbieter belegbar nicht genug investiert. Große Überraschung: Nun sehen sie sich mit den Folgen ihrer unterlassenen Investments konfrontiert. Die Wertschöpfung und die Gewinne der Batteriefertigung, die fallen nun bei CATL und BYD in China an und nicht bei VW oder Mercedes.

    Nun noch verbissener auf ein technologisches Auslaufmodell zu setzen, ist geisteskrank. Der Verbrennerabsatz fällt doch nicht nur in Deutschland. Er schrumpft auch global seit 2017 kontinuierlich. Wir tun wirklich alles, um in unserer Autoindustrie den Nokia-Effekt durchzuspielen.

    Antworten
    • ChriBri meint

      04.12.2025 um 13:17

      Exakt, dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Es ist Traumtänzerei zu glauben, man rettet das Ergebnis durch weiteren Verbrennerkauf. Genau aufgrund der dort einbrechenden Verkaufszahlen kommen die Gewinnwarnungen

      Antworten
    • Jeff Healey meint

      05.12.2025 um 00:17

      „Nun noch verbissener auf ein technologisches Auslaufmodell zu setzen, ist geisteskrank.“

      Ja, leider absolut zutreffend formuliert.

      Antworten
  9. Daniel S meint

    04.12.2025 um 12:25

    Die Zukunft sind also Elejtroautos. Europa ist dort hinter China, weil offenbar keine wettbewerbsfähigen Elektroautos hier gebaut werden. Nun soll die Lösung nicht sein bessere Elektroautos zu bauen, sondern mehr Verbrenner?
    Diese Logik hätte ich gern erklärt bekommen.

    Antworten
    • Wahrheit meint

      04.12.2025 um 12:42

      Gerne doch. Ca. 50-70% des europäischen Marktes werden zukünftig mit Verbrennern bedient, die günstigen emissionsarmen Biosprit verbrauchen.
      Auf dem amerikanischen Kontinent wird die Quote eher bei 70-80% bleiben.
      Gesetzt dem Fall China ist für uns verloren gibt es 2 Alternativen:

      1) nur noch Bevs bauen und 70% des Umsatzes verlieren.
      2) Verbrenner und Bevs bauen und 30% des Umsatzes verlieren.

      Antworten
      • Steffen meint

        04.12.2025 um 12:54

        D.h. wir essen dann nichts mehr, wenn nur noch Biosprit produziert wird?

        Antworten
      • Futureman meint

        04.12.2025 um 12:55

        Verbrennerzulassungen sinken in Europa jedes Jahr um ca. 20%. Also grob noch höchstens 10 Jahre (welch Zufall, dass es 2035 ist) bis zum vollständigen Ende der Verbrenner. Und wo soll eigentlich demnächst der ganze „günstige emissionsarme Biosprit“ herkommen?
        Gut wäre auch die wahre Definition von günstig, emissionsarm und Bio zur Aufklärung der verunsicherten Bevölkerung.

        Antworten
      • Jeff Healey meint

        04.12.2025 um 14:10

        „50-70% des europäischen Marktes werden zukünftig mit Verbrennern bedient, die günstigen emissionsarmen Biosprit verbrauchen.“

        Günstiger Biosprit, ein Widerspruch in sich. Woher sollen die benötigten Mengen kommen?
        Es gibt genügend seriöse wissenschaftliche Studien und Quellen zu der Thematik.
        Spoileralarm:
        Ökonomisch wie ökologisch gesehen nicht sinnvoll.

        Bitte besser informieren.

        Antworten
  10. Steffen meint

    04.12.2025 um 11:11

    Es ist fraglich, ob deutsche Autohersteller das jetzige Niveau in Zukunft halten können, wenn sie nur noch den europäischen Markt bedienen können (was bei Fokus auf Verbrenner dann ja so wäre). Der wäre an sich zu klein und schrumpft weiter, da chinesische Hersteller in fünf oder zehn Jahren wahrscheinlich ein nicht zu kleines Stück vom Kuchen abgeschnitten haben werden. Riskante Taktik…

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 11:20

      Falls Europa das Verbrenneraus komplett streicht, dann hätte die deutsche Autoindustrie erstmal eine Chance, weiterhin mit hohen Margen ihre Autos zumindest in Europa zu verkaufen. Vielleicht wird es sogar eine Förderung von Verbrennern geben, damit die Industrie langsamer kleiner wird. Man muss vermutlich mit allem rechnen, wenn es so dramatisch ist, wie Kearney es prognostiziert.

      Antworten
      • Tim Leiser meint

        04.12.2025 um 11:27

        Das Problem ist aber, dass ich davon ausgehe, dass spätestens 2035 Batterie elektrische Autos günstiger in der Anschaffung sein werden. Wenn es dann kein Angebot von europäischen Firmen gibt, werden die Kunden woanders kaufen. Dann bräuchte es begleitend zum Verbrenner aus einen enormen Protektionismus.

        Antworten
        • Future meint

          04.12.2025 um 11:33

          Falls sich in Europa Protektionismus und Radikalnationalismus massiv verstärken sollten, ist es durchaus vorstellbar, dass es ein Verbrennerkontinent bleibt. Trump bastelt in USA ja auch an solchen Idealen.

        • Tim Leiser meint

          04.12.2025 um 11:34

          Begleitend zum Aus vom Aus meine ich natürlich

        • Andi EE meint

          04.12.2025 um 13:50

          @Future
          Du musst sehen, dass wir vor der grössten Veränderung der Zivilisation stehen, die die Menschheit je erlebt hat. Das Denken wandert vom Mensch zur Maschine. Die Arbeitswelt wird sich fundamental verändern. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass maximal die Hälfte der Arbeitsplätze in 20 Jahren noch gibt.

          Wir werden ein bedingungsloses Grundeinkommen haben müssen, das geht gar nicht anders. Man kann so nicht weiterfahren, dass Migranten sich in Massen in diese „Oasen“ verschieben. In diesem Umbruch muss man die Bevölkerung selber kontrollieren können.

          Stell dir mal vor, ein Land wie die USA kann mit KI und Robotik die Produktivität in kurzer Zeit um 50-100% steigern. Das hat a) eine viel höhere Arbeitslosigkeit aber auch b) viel höhere Steuereinnahmen zur Folge. Es muss also neu gerecht unterhalb der US-Bevölkerung verteilt werden (Grundeinkommen). Strömen jetzt viele Migranten in die USA, muss das zusätzliche Steuergeld unter viel mehr Arbeitslosen verteilt werden.

          In diesem Übergang der gesellschaftlich wahrscheinlich nicht einfach werden wird, muss man auf die eigene Bevölkerung achten! Später wenn sich das mit dem viel höheren Robotikanteil eingespielt hat, kann man die Einwanderung lockern und sich mehr Konsumenten ins Land holen, wenn man das möchte. Aber am Anfang von diesem Umbruch, muss es zuerst in der eigenen „Firma“ funktionieren (Land / bsp. USA).

        • BeatthePete meint

          04.12.2025 um 17:25

          @AndiEE

          Oh, das ist eine interessante These und würde ein bisdchen das Verhalten von Trump erklären.
          Global aber eher schlecht wenn man Migration minimieren will mit den „Schutz“ der eigenen Bevölkerung.
          Da schwingt mit, das man bewust in Kauf nimmt, das etablierte Gemeinschaften zerbrechen ( Freundschaften zwischen Staaten, bzw Stastsbündnisse, EU usw. )
          Abschottung ist nie toll.

      • Futureman meint

        04.12.2025 um 13:00

        Da auch eine geplante Förderung für unwirtschaftliche neue Gaskraftwerke kommt, ist eine Förderung von Verbrennern natürlich nicht ausgeschlossen. Der jetzigen Regierung ist alles zuzutrauen.
        Aber bereits jetzt sind E-Autos in der Gesamtbetrachtung günstiger als Verbrenner. Wird sehr schwierig in der Argumentation, Verbrenner weiter schön zu reden. Allerdings gibt es viele bezahlte Schreiber aus der Öllobby, die werden das wohl teilweise übernehmen.
        China lacht sich derweil ins Fäustchen und verabschiedet sich still und leise von Kohle und Öl. Bereits jetzt geht dort der Verbrauch von Kohle und Öl trotz Wirtschaftswachstum zurück, da massiv in (eigene) erneuerbare Energien investiert wird.

        Antworten
        • Future meint

          04.12.2025 um 13:48

          Trump zeigt, wie man den Verbrenner fördert. Der CO2-Zertifikatehandel wird abgeschafft und für Elektroautos muss eine jährliche Extrasteuer gezahlt werden. Alle Subventionen für Elektoautos wurden abgeschafft. Der Bau von Windkraftparks wird verboten. Vielleicht zwingt Trump sogar die Europäer, es ähnlich zu machen, denn er hätte mit seinen Zöllen auch die Macht dazu.

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