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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

E.ON-Studie: E-Autos, Batteriespeicher und Wärmepumpen können Stromnetz entlasten

09.12.2025 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

E.ON-Elektroauto-laden

Bild: E.ON

Wie stark können Privatleute mit Solaranlage, Speicher und Co das Stromnetz entlasten – ohne ihr Verhalten im Alltag aktiv zu verändern? Das untersucht eine E.ON-Studie, die auch finanzielle Vorteile für die Haushalte betrachtet.

„Unsere Analyse zeigt: Intelligent gesteuerte Solaranlagen, Batteriespeicher, Elektroautos und Wärmepumpen könnten das Stromnetz in Spitzenlastzeiten um insgesamt mehr als drei Terawattstunden jährlich entlasten. Zum Vergleich: Eine Strommenge dieser Größe würde ausreichen, um fast 1,4 Millionen Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Möglich wird die Netzentlastung durch smarte Steuerung, die den Stromverbrauch von Batteriespeichern und Co. im Hintergrund automatisch optimiert – ohne Komforteinbuße für die Hausbesitzerinnen und -besitzer“, sagt Martin Endress, Chief Commercial Officer (CCO) in der Geschäftsführung von E.ON Deutschland.

„Diese Potenziale sollte Deutschland nutzen. Dazu müssen wir den Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher mitnehmen, die auf stabile Festpreise setzen, anstatt auf schwankende dynamische Tarife“, so Endress weiter.

E.ON hat gerade als erster Anbieter in Deutschland ein solches ganzheitliches Angebot, den E.ON Home Comfort, auf den Markt gebracht. Kunden mit kompatibler Wärmepumpe, Solaranlage und Speicher sowie E-Auto und Wallbox können eine smarte, flexible Steuerung zu den meisten Festpreistarifen des Energieversorgers buchen. „Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt kann so bis zu 780 Euro in einem Jahr sparen – durch smartes Energiemanagement und Flexibilitäts-Boni, ohne ständig auf die Strombörse achten zu müssen“, wirbt Endress.

Der Schlüssel für die Entlastung von Stromnetz und eigenem Geldbeutel ist „Flexibilität“ – also das intelligente Verschieben von Energiemengen. Dazu können bei E.ON Verbraucher zwei mögliche Wege wählen:

  • Festpreis-Tarif mit Bonus: Der Kilowattstundenpreis bleibt stabil. Wenn der Haushalt das Beladen von Speicher, Elektroauto und Wärmepumpe durch den Energieversorger E.ON intelligent managen lässt, gibt es entsprechende Boni.
  • Dynamischer Stromtarif: Der Kilowattstundenpreis für den Verbrauch zu Hause schwankt viertelstündlich – wer sich darauf bei der Stromnutzung ausrichtet, kann sparen, allerdings werden auch Preisausschläge nach oben direkt weitergegeben. Die Börsenstrompreise sind ausschlaggebend.

In beiden Fällen übernimmt ein intelligentes Energiemanagementsystem für den Haushalt automatisch das Verschieben der Strommengen im Hintergrund – etwa die Entscheidung, wann der Speicher geladen oder das E-Auto „betankt“ wird.

Im Rahmen der Studie hat E.ON die smarte Steuerung von Solaranlage mit Speicher, E-Auto und Wärmepumpe mithilfe eines „digitalen Zwillings“ simuliert und die Wirkung auf Stromnetz und Haushalte untersucht.

Mittags weniger Solarstromeinspeisung, abends weniger Stromverbrauch aus Netz

Für die Studie hat E.ON zwei Tageszeiten betrachtet: Den Mittag, weil dann die Solarstromproduktion am größten ist, und den Abend, wenn der Stromverbrauch durch Privathaushalte am größten ist.

  • Mittags (11-15 Uhr): Haushalte mit Solaranlage in Deutschland könnten ihre Einspeisung um über 1,9 Terawattstunden (TWh) pro Jahr senken, indem ihr überschüssiger Solarstrom dank smarter Steuerung jetzt nicht ins Netz fließt, sondern in Speicher – und wenn vorhanden und verfügbar – in Wärmepumpe und E-Auto.
  • Abends (17-21 Uhr): Es ließen sich mehr als 1,5 TWh Netzverbrauch vermeiden, wenn eingespeicherter Solarstrom jetzt genutzt wird, und E-Autos sowie Wärmepumpen bevorzugt außerhalb dieser Spitzenzeit Strom aus dem Netz ziehen.

Zusammen ergibt sich ein Entlastungspotenzial von über 3,4 TWh jährlich für diese Spitzenlastzeiten. Voraussetzung: Die Geräte werden automatisch durch intelligente Energiemanagementsysteme gesteuert. Auch bei sogenannten Dunkelflauten – wenn wenig Strom aus Solar- und Windkraftanlagen erzeugt wird – leiste Flexibilität einen wichtigen Beitrag, unterstreicht E.ON.

780 Euro weniger Stromkosten für Drei-Personen-Haushalt durch intelligente Steuerung

Die Ergebnisse der Hochrechnung beruhen auf E.ON-Simulationen mit Solardaten und Börsenstrompreisen aus dem Jahr 2024 für einen durchschnittlichen Einfamilienhaus-Haushalt in Deutschland, eine dreiköpfige Familie. Der Umstieg von einem ungesteuerten Festpreistarif auf einen intelligent gesteuerten Stromtarif lohnt sich demnach am meisten, wenn der Musterhaushalt alle Energiewende-Technologien besitzt – also Solaranlage mit Speicher, Wärmepumpe und E-Auto mit Wallbox.

Mit dem Angebot von E.ON kann die Familie ihre Stromrechnung so durch intelligentes Energiemanagement und Flexibilitäts-Boni um bis zu 780 Euro in einem Jahr senken und dabei einen Festpreis-Tarif behalten. Beim marktüblichen dynamischen Stromtarif hängt die Ersparnis des Musterhaushalts vom Börsenstrompreis ab und beträgt für das Jahr 2024 der Analyse zufolge bis zu 620 Euro.

„Durch den flexiblen Einsatz ihrer Energiewende-Technologien können die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Stromkosten senken – ohne ihr Verhalten ändern zu müssen. Gleichzeitig können sie damit zur Netzentlastung sowie zu einem effizienteren und kostengünstigeren Energiesystem beitragen“, erklärt Endress.

In den untersuchten Fällen – auch im Ausgangsszenario, dem ungesteuerten Festpreistarif – verhält sich die dreiköpfige Familie gleich. Sie passt ihren Alltag nicht aktiv an, kocht, wäscht und staubsaugt also immer zur gewohnten Zeit. Batteriespeicher und Co. werden beim dynamischen Tarif sowie beim Festpreis-Tarif mit Bonus intelligent gesteuert, anders als beim ungesteuerten Festpreistarif. Nicht eingerechnet in die Ersparnis ist die pauschale Netzentgeltreduzierung nach §14a, da die Familie diese in allen drei Szenarien erhält.

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Via: E.ON
Tags: Kosten, StromversorgungUnternehmen: E.ON
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. DIBU meint

    10.12.2025 um 08:20

    Solange es nicht eine übergreifende Schnittstelle für ALLE Geräte, die auch nur irgendwas mit Energiewende zu tun haben, entwickelt wird, kann das alles nicht funktionieren.

    Dazu gehören (was mir auf die schnelle einfällt):
    -Smart Meter
    -alle Haushaltsgeräte mit hohem Energieverbrauch
    -E-Auto
    -Akku mit BMS
    -Wechselrichter
    -Heizungen egal welcher Art
    usw.

    Ich habe das mit einem RaspberryPi mit eigens entwickelter Software für fast alle bei mir im Haushalt befindlichen Geräte entwickelt. Da sitze ich seit 10 Jahren dran und entwickle immer noch weiter.
    Leider versuchen die Hersteller alle ihren eigenen Micro Kosmos an Geräten zu verkaufen, welche zwar alle untereinander kompatibel sind, aber Geräte anderer Hersteller einfach nur ignorieren. Dieses System funktioniert leider nur, wenn ich selbst Bestandsgeräte, welche noch laufen, mit der Zeit austausche.

    Das ist teuer, macht keiner mit gesundem Menschenverstand und behindert MMN. extrem die Energiewende.

    Antworten
  2. R2D2 meint

    09.12.2025 um 19:30

    Jo. Besonders entlasten die beiden wenn es in Europa dunkel, kalt und überhaupt Winter ist.

    Antworten
  3. Steffen meint

    09.12.2025 um 18:12

    Also bei mir würde das nicht viel bringen, obwohl ich alle genannten Komponenten im Haus habe. Die PV lädt den Speicher so oder so mittags und entlädt abends/nachts. Die Wärmepumpe springt zwischen 5 und 23 Uhr an, sobald die Temperatur im Wohnzimmer unter die definierte Solltemperatur fällt. „Vorheizen/Überheizen“ in Phasen von billigem Strom bzw. mittags per PV bringt nichts, weil das Haus in Holzständerbauweise gebaut ist und Heizkörper keine Wärme speichern (bräuchte man Fußbodenheizung und Estrich/Beton zur längerfristigen Wärmespeicherung). Die Wärmepumpe muss also laufen, wenn es aktuell nötig wird.
    Bliebe nur das E-Auto übrig, das lädt aber sowieso nachts (wenn normalerweise der Strom günstig ist).
    Warum also dieses Risiko und den Stress eingehen, dass die Geräte nicht mit so einer zentralen (E.On-)Steuerung kompatibel sind?

    Antworten
    • R2D2 meint

      09.12.2025 um 19:32

      Genau darum ist mein Haus massiv. Was mal warm ist bleibt warm….
      Basiswissen 80er Jahre…

      Antworten
  4. Albert meint

    09.12.2025 um 15:50

    Sorry, aber da fehlt mir schier der Glaube.
    Ich werde demnächst von Viessmann/Gridbox auf E.On Home/Gridbox umgestellt, da nun E.On den Weiterbetrieb übernommen hat.
    Ich habe bei Viessmann nun 3 Jahre lang versucht dass sie mir den Vitocharge VX3 so umstellen dass er netzdienlich arbeitet. Aber da fehlt bei Viessmann meiner Meinung nach auch sämtliches Verständnis dafür wie intelligentes Energiemanagement funktioniert.
    Da müsste E.On schon massiv Druck auf Viessmann ausüben damit die ihre Software und die Steuerung anpassen.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass ab jetzt mein Vitocharge VX3 Akku nun plötzlich in der Lage ist sich Mittags netzdienlich zu laden und morgens wird das Netz unterstützt. Nur weil die Gridbox nun an E.On Home hängt.
    Es wird weiterhin so laufen, dass morgens wenn die Sonne kommt mein Speicher geladen wird und Mittags wenn der Speicher voll ist geht alles ins Netz.
    Aber E.On — Viel Glück

    Antworten

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