Kia hat vor wenigen Tagen den EV2 als bald kompaktestes Elektroauto in seinem Angebot vorgestellt. Die Südkoreaner planen darunter positioniert einen weiteren Kleinwagen zum noch erschwinglichen Preis. Dazu hat ein Manager nun Neues verraten.
Im letzten Jahr hatte CEO Ho Sung Song gesagt, dass Kia ein neues Einstiegsmodell im Bereich Elektroautos prüfe. Spencer Cho, Vice President of Business Planning, wurde konkreter und erklärte: „Wir arbeiten intensiv daran, den EV1 so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen.“
Zu Beginn des neuen Jahres bekräftigte Jochen Paesan, Vice President Kia Future Design Group, dass die Marke den EV1 vorantreibt. „Wir sind uns sehr bewusst, dass ein kleines Auto, der Markt für kleine Elektrofahrzeuge, wirklich wichtig ist. Ich denke, wir müssen weiter daran arbeiten.“ Man werde ein entsprechendes Modell „auf unsere Kia-Art machen“, wolle sicherstellen, „dass wir wahrgenommen werden“, und „Substanz“, nicht nur einen Wow-Effekt bieten. „Es ist ein richtiges Auto. Mehr werde ich dazu nicht sagen“, so Paesan.
Der EV1 wird unter dem EV2 sitzen und laut The Independent versuchen, den Preis von VWs angekündigtem kleinen Vollstromer ID.1 von um die 20.000 Euro zu erreichen. Wenn das neue Kia-Modell in Europa gebaut wird, könnte es von den geplanten Fördermaßnahmen der EU für eine neue Klasse kleiner, erschwinglicher Elektroautos profitieren.
Bis der EV1 startet, wird der neue EV2 bei Kia den Einstieg in die reine Elektromobilität darstellen. Das 4,06 Meter kurze und 1,80 Meter schlanke SUV wird in der Slowakei gebaut. Die Kunden haben die Wahl zwischen zwei Batteriegrößen: Standard-Range mit 42,2 kWh Speicherkapazität für bis zu 317 Kilometer WLTP-Reichweite oder Long-Range mit 61,0 kWh für bis zu 448 Kilometer pro Ladung.
Am Gleichstrom-Schnelllader (DC) lässt sich in 29 Minuten Energie ziehen, um die Batterie von 10 auf 80 Prozent zu füllen. Der EV2 unterstützt zudem das Wechselstrom-Laden (AC) mit bis zu 22 kW. Dank Vehicle-to-Load (V2L) lassen sich E-Bikes oder der Elektrogrill beim Picknick direkt am Auto betreiben. Das kleine E-Auto ist außerdem schon für Vehicle-to-Grid (V2G) vorbereitet, womit es als Stromspeicher fürs Netz dienen kann. Preise nennt Kia für den EV2 noch nicht. Das aktuell erschwinglichste Elektroauto der Marke EV3 kostet hierzulande ab 35.990 Euro.

Peter meint
Bezüglich Wortwahl zum EV2:
1,80m Breite (ohne Spiegel) empfinde ich persönlich nicht als „schlank“. Das ist immerhin etwas breiter als ein Golf 6…
F. K. Fast meint
Seh ich auch so. Deshalb finde ich den Inster so sympathisch.
hu.ms meint
Ich auch, allerdings 4,10m lang und mit 60kwh akku.
ID.alist meint
Den KIA e-Ray machte einen guten Eindruck auf den Strassen von Seoul.