MAN Truck & Bus hat im Geschäftsjahr 2025 rund 101.600 Neufahrzeuge ausgeliefert und seinen Absatz damit um knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Treiber des Absatzwachstums waren unter anderem die batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV), die im Lkw- und Bussegment eine sehr dynamische Entwicklung verzeichneten.
„Unsere starken Zuwächse bei batterieelektrischen Fahrzeugen und das erfolgreiche Jahr im Van-Segment zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit verhaltener Nachfrage im europäischen Truckmarkt – in Deutschland vergleichbar mit den Corona-Jahren – konnten wir unseren Gesamtabsatz insgesamt steigern. Zudem treiben wir den Hochlauf unseres batterieelektrischen Portfolios konsequent voran“, so Friedrich Baumann, Vorstand für Sales und Customer Solutions bei MAN Truck & Bus SE.
Beim Truck-Segment lag der Absatz mit 63.300 verkauften Einheiten mit -0,6 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert. Hohe Nachfrage verzeichnete der vollelektrische eTruck, mit dessen Serienproduktion 2025 begonnen wurde: Abgesetzt wurden über 620 Einheiten.
Das Busgeschäft von MAN verzeichnete 2025 eine deutliche Erholung und stieg um knapp 49 Prozent auf über 7000 Fahrzeuge an. Insgesamt waren auch hier die batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge die klaren Absatztreiber. Die Elektrobusse für den City-Bereich verzeichneten ein Absatzplus von über 118 Prozent auf über 1.300 Einheiten, was einen neuen Bestwert darstellt.
Das Van-Segment von MAN erreichte mit über 31.300 Einheiten ein neues Hoch. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Plus von über 13 Prozent erzielt.

Matthias meint
„Truck-Segment mit 63.300 verkauften Einheiten. Hohe Nachfrage verzeichnete der vollelektrische eTruck: Abgesetzt wurden über 620 Einheiten.“
Also waren unter 1% der verkauften MAN-Laster vollelektrisch, und das wird „Hohe Nachfrage“ genannt?
R2D2 meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
M. meint
Aufmerksamkeitsspanne?
„Die Elektrobusse für den City-Bereich verzeichneten ein Absatzplus von über 118 Prozent auf über 1.300 Einheiten, was einen neuen Bestwert darstellt.“
Werner Mauss meint
Naja, momentan brechen die ja während der Fahrt durch Mikrorisse bald auseinander. Und zur Beförderung von Fahrgästen scheinen sie auch nicht in der Lage, da diese an kleinen Steigungen bereits aussteigen und schieben müssen. Ich glaube BYD ist vom Preis und der Zuverlässigkeit das bessere Produkt.
Ossisailor meint
Der Elektrotrucker ist den eTGX ja schon mal 14 Tage lang gefahren. Dabei zeigte der Truck auch eine hohe Effizienz im Verbrauch. Die Spedition Nanno Janssen hat ihn gewählt, weil es der einzig verfügbare Ultra-Low-Liner im BEV-Bereich ist. Daher liegt der auch wo tief mit den kleinen Rädern. Mit den dazu passenden Trailern werden Low-Liner hauptsächlich im Linienverkehr z.B. für die Autohersteller benutzt. Beispiel: Die Spedition Duvenbeck bekommt oder hat schon 25 MAN dafür. Für die Fernverkehrstouren, die der Elektrotrucker z.B. fährt, ist der MAN zwar auch durchaus geeignet, aber der Actros bietet dann doch eine etwas höhere Flexibilität bei der Tourenplanung.
Die Konfiguration als Low-Liner vermindert auch etwas den verfügbaren Raum für Batterien.
Bei den im Video eingeblendeten Ladevorgängen zeigten die Charts im Schnitt einen Verbrauch von rund 92 kWh/100 km an. Damit kann man schon was anfangen.
CaptainPicard meint
Ich frage mich wie der MAN eTGX mit dem Daimler eActros 600 mithalten will. Soweit ich das gesehen hab ist der eTGX in praktisch jedem Bereich unterlegen, aber da Daimler LFP Akkus verwendet wird MAN Daimler auch nicht preislich unterbieten können, im Gegenteil.
MAN muss schnellstens 100-150 kWh mehr Akku unterbringen und bei den Zellen auf LFP wechseln, das ist bei kommerziellen Fahrzeugen die Zukunft, auch wegen den Zyklen.
Gunnar meint
Sehe ich ganz genauso. Habe das letzte Video vom Elektrotrucker gesehen. Er ist vom eActros auf den eTGX umgestiegen. Das konnte man sich gar nicht mit ansehen, wie wenig Reichweite der MAN im Vergleich zum Mercedes hatte, uiuiui.
Da muss MAN dringend nachlegen. Zumal mit Scania im Konzern es jemanden gibt, der schon eLKWs mit 728kWh anbietet.
R2D2 meint
Kommt auf den Einsatz des Trucks an. Nicht jeder Truck fährt wie der Mesias von Leer nach hinter Ankara und dann nach Portugal…
CaptainPicard meint
Nur wenn der LKW dafür auch günstiger ist. Aber genau das wird nicht der Fall sein mit NMC-Akkus. Wer zahlt mehr (oder gleich viel) für weniger Reichweite?
Stephan meint
Der eTGX ist nach meiner Kenntnis der einzige Low Liner und kann daher Trailer mit 3m Innenhöhe ziehen.
Außerdem ist er sehr effizient – wer die Reichweite nicht zwingend braucht, dürfte daher einen Vorteil bei den laufenden Kosten haben.
Insgesamt sehe ich ebenfalls beim eActros das weit bessere Gesamtpaket. Aber ich denke, beide Konzepte werden ihren Anteil am Markt haben. Und der Markt wird in wenigen Jahren gigantisch sein.