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EU droht Engpass bei Rohstoffen für erneuerbare Energien

04.02.2026 in News & Trends von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

VW-ID3-Batterie

Bild: VW (Symbolbild)

Die Europäische Union steht vor großen Herausforderungen bei der Sicherstellung der Versorgung mit Rohstoffen, die für die Energiewende und die Klimaziele notwendig sind. Laut einem aktuellen Bericht des Europäischen Rechnungshofs haben die bisherigen Schritte zur Diversifizierung der Rohstoffquellen bislang keine greifbaren Ergebnisse geliefert. Engpässe in der Produktion und ein noch nicht ausgereiftes Recycling behindern den Fortschritt, sodass viele EU-geförderte Projekte möglicherweise nicht im geplanten Zeitrahmen erfolgreich umgesetzt werden können.

Für die Umsetzung der Energiewende ist die EU auf technische Komponenten wie Batterien, Windturbinen und Solarpaneele angewiesen, für die Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt, Kupfer und seltene Erden nötig sind. Viele dieser Rohstoffe sind jedoch hauptsächlich in wenigen Nicht-EU-Ländern wie China, der Türkei oder Chile verfügbar. Um diese Abhängigkeit zu verringern, verabschiedete die EU 2024 eine Verordnung zu kritischen Rohstoffen, die die langfristige Versorgung mit 26 Rohstoffen sichern soll, die für die Energiewende unerlässlich sind.

„Ohne kritische Rohstoffe keine Energiewende, keine Wettbewerbsfähigkeit und keine Autonomie“

„Ohne kritische Rohstoffe wird es keine Energiewende, keine Wettbewerbsfähigkeit und keine strategische Autonomie geben. Leider sind wir bei der Versorgung mit diesen Rohstoffen heute in gefährlicher Weise von einer Handvoll Ländern außerhalb der EU abhängig“, so Keit Pentus-Rosimannus, die als Mitglied des Rechnungshofs für die Prüfung zuständig war. „Daher ist es für die EU entscheidend, sich stärker ins Zeug zu legen und ihre Verwundbarkeit auf diesem Gebiet zu verringern.“

Die Verordnung sieht vor, die Versorgung durch eine Diversifizierung der Einfuhren, die Steigerung der heimischen Produktion und verstärktes Recycling sicherzustellen. Doch die Prüfer kritisieren, dass in der Verordnung nur unverbindliche Ziele bis 2030 festgelegt wurden, die sich auf nur wenige strategische Rohstoffe beziehen. Diese Rohstoffe wurden aufgrund ihrer großen wirtschaftlichen Bedeutung und der Versorgungsrisiken als besonders wichtig eingestuft. Auch sei unklar, nach welchen Kriterien die Zielvorgaben gesetzt wurden, und es stehe noch in den Sternen, ob diese bis Ende des Jahrzehnts erreicht werden können.

Trotz der Verabschiedung der Verordnung hat die EU bislang nur begrenzte Fortschritte in der Diversifizierung der Einfuhren erzielt. In den letzten fünf Jahren hat die EU 14 strategische Rohstoffpartnerschaften unterzeichnet, von denen sieben mit Ländern bestehen, die als wenig zuverlässig gelten. Zudem sind die Einfuhren aus diesen Partnerländern bei etwa der Hälfte der untersuchten Rohstoffe zwischen 2020 und 2024 zurückgegangen. Verhandlungen mit wichtigen Partnern wie den USA und dem Mercosur (mit den an kritischen Rohstoffen reichen Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) stehen zum Teil still oder wurden auf Eis gelegt.

Kaum Recycling

Ein weiteres Ziel der Verordnung ist es, bis 2030 mindestens 25 Prozent der strategischen Rohstoffe in der EU aus Recyclingquellen zu gewinnen. Doch auch hier sehen die Prüfer Probleme: Bei sieben von 26 Rohstoffen liegen die Recyclingquoten aktuell nur zwischen 1 und 5 Prozent, und zehn Rohstoffe werden gar nicht wiederverwertet. Die meisten EU-Recyclingziele sind nicht spezifisch auf einzelne Rohstoffe ausgerichtet, wodurch es an Anreizen für das Recycling schwieriger Materialien wie seltener Erden aus Elektromotoren oder Palladium aus Elektronikgeräten fehlt.

Darüber hinaus will die EU ihre heimische Förderung von Rohstoffen ausbauen und zehn Prozent ihres Verbrauchs aus eigener Produktion decken. Doch die Rohstofferkundung in der EU ist laut dem Europäischen Rechnungshof unterentwickelt, und selbst bei Entdeckungen neuer Vorkommen würde es bis zu 20 Jahre dauern, bis ein Bergbauprojekt in Betrieb gehen könnte. Die angestrebte Zielerreichung bis 2030 ist daher fraglich.

Ein weiteres Problem stellt die EU-interne Verarbeitung von Rohstoffen dar. Trotz des Ziels, bis 2030 40 Prozent des in der EU verbrauchten Rohstoffbedarfs auch innerhalb der Union zu verarbeiten, werden entsprechende Anlagen etwa aufgrund hoher Energiekosten immer wieder geschlossen.

Die Warnung der Prüfer: Die EU könnte in einen Teufelskreis geraten, in dem eine mangelnde Versorgung mit Rohstoffen den Ausbau der Verarbeitung hemmt, was wiederum den Anreiz zur Sicherung der Versorgung verringert.

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Via: europa.eu
Tags: Erneuerbare Energien, EU, Europa, Nachhaltigkeit, RohstoffeAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Wasco meint

    04.02.2026 um 15:05

    Deswegen, so schnell wie möglich auf Natrium Batterien und Co wechseln, anstatt Lithium.
    Recycling dieser 26 Stoffe muss tatsächlich viel besser werden. Bis zu 5 % ist viel zu wenig momentan. Auch viel mehr finanzielle Förderung und Forschung sind nötig.
    Good Luck.

    Antworten
    • Holger meint

      04.02.2026 um 16:39

      Fehlt nur noch jemand der Natrium-Batterien in Europa im industriellen Maßstab fertigen kann ;)
      Immer wieder das Gleiche Problem. Forschung gut, Umsetzung praktisch nicht vorhanden. Bloß keine Risiko liebe Investoren und Unternehmer, aber jammern.

      Antworten

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