VW hat Ende 2025 einen konkreteren Ausblick auf den in diesem Jahr startenden ID. Polo gegeben. Der vollelektrische Kleinwagen soll bei 25.000 Euro starten. Das Flaggschiff der neuen Baureihe wird der ID. Polo GTI, von dem es nun aktuelle Erlkönigfotos gibt.
Die Bilder zeigen ein nur noch spärlich getarntes Fahrzeug. Lediglich kleinere Folien vorn und hinten verschleiern den Gesamteindruck des sportlichen Vollstromers. Die Fotos zeigen auch beim ID. Polo GTI VWs neue Designausrichtigung, die eine Abkehr von der eigenständigen Optik bei Elektroautos darstellt. Künftig werden sich die Batteriemodelle der Wolfsburger optisch wieder an den herkömmlich angetriebenen Wagen der Marke und ihrer Historie orientieren.
Der Hersteller hatte schon im September 2023 mit dem ID. GTI Concept (Artikelbild) einen Ausblick auf das erste rein elektrische Modell mit dem Zusatz GTI gegeben. Die Serienversion auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) solle „spätestens 2027“ auf die Straßen kommen, hieß es damals. Zunächst startet in diesem Jahr der reguläre ID. Polo.
„Die perfekte Kombination aus Fahrspaß und Alltagstauglichkeit“
„Die perfekte Kombination aus Fahrspaß und Alltagstauglichkeit – dafür stehen die drei Buchstaben GTI seit Jahrzehnten“, sagte Markenchef Thomas Schäfer 2024 zum ersten Elektro-GTI. „Mit dem ID. GTI Concept bringen wir die GTI-DNA ins Elektrozeitalter: unverändert sportlich, ikonisch, technisch progressiv, erreichbar. Aber dabei neuinterpretiert für morgen: elektrisch, vollvernetzt, superemotional. Fahrspaß und Nachhaltigkeit passen zusammen. So hat GTI Zukunft – für unsere Marke, für die Fans. Ein alltagstauglicher Volkswagen Sportwagen für das Elektrozeitalter: 100 Prozent elektrisch, 100 Prozent Emotion.“
This Isn’t The GTI You Remember And VW’s Fine With That #car #auto #cars https://t.co/VDNjlWS6KQ pic.twitter.com/QPljGc30q9
— Carscoops (@Carscoop) February 11, 2026
Der ID. GTI Concept basiert auf dem Entwurf ID. 2all mit Frontantrieb, auf dem das Serienmodell ID. Polo aufbaut. Beim besonders sportlichen E-Auto bezieht dabei laut VW der Fahrdynamikmanager noch stärker als bei den Benzinmodellen auch den Antrieb in die Steuerung mit ein, da sich die Abstimmung der E-Maschine als elektrisches System fast grenzenlos variieren lasse.
„GTI-Erlebnisschalter“
Über einen „GTI-Erlebnisschalter“ auf der Mittelkonsole kann der Fahrer auswählen, welchen Antriebscharakter der ID. GTI Concept haben soll. „Erstmals besteht so zum Beispiel die Möglichkeit, den Antrieb, das Fahrwerk, die Lenkung, das Sounderlebnis und selbst die simulierten Schaltpunkte im Stile eines der historischen GTI Modelle abzustimmen – etwa wie den Golf GTI I des Jahres 1976, den ersten Golf GTI II 16V von 1986 oder den legendären Golf GTI IV ’25 Jahre GTI’ von 2001“, hieß es 2023. Damit werde der ID. GTI Concept zu einer „hochdynamischen Zeitmaschine“.
Der ID. GTI Concept ist 4104 Millimeter lang und hat einen großen Radstand von 2600 Millimetern. Er fährt auf wuchtigen 20-ZollLeichtmetallrädern mit „Performance-Reifen“ der Dimension 245/35. Die Leistung wird Berichten zufolge bei 166 kW (226 PS) liegen, der reguläre ID. Polo kommt auf maximal 155 kW (211 PS). Es könnte zudem noch dynamischere GTI-Clubsport- sowie R-Versionen geben.

David meint
VW bringt hier ein Kultauto, das keinerlei Konkurrenz hat. Denn es geht nicht darum, was die Konkurrenz pro forma in der Klasse anbietet, oder anbieten will. Es geht darum, welches Auto beim Kunden funktioniert und das wird hier der Fall sein. Und das wissen auch alle. VW hat die Idee eine Klasse höher erfolgreich mit dem Elroq RS getestet.
EVrules meint
„keinerlei Konkurrenz hat“ – wie bitte? Das B-Segment bedienen andere bereits seit mindestens einem oder gar mehr Jahren.
CJuser meint
Beim GTI ist wohl mit einem Preis von knapp unter 40t Euro zu rechnen. Persönlich rechne ich aber nicht mit einem R. Einen Allradantrieb durch Radnabenmotoren an der Hinterachse umzusetzen, wäre sicherlich kein Problem, den 52 kWh Akku halte ich für diesen Antrieb aber für ziemlich knapp bemessen.
RudiFaehrtTesla meint
Ein 40k BEV mit nur 52 kWh Akku sollte in Zukunft unverkäuflich sein. Das wird VW wohl hoffentlich verstehen.
brainDotExe meint
Ein BEV verkauft sich ja nicht ausschließlich über den Akku und Reichweite.
Bei einem potentiellen ID.Polo R wäre es die Leistung.
Futureman meint
Ein Polo für 40.000€ wird aber schon sehr hartnäckige VW-Fans brauchen damit der seine Käufer findet. Beim E-Auto ist es recht einfach, viel Leistung für wenig Geld umzusetzen. Also lassen sich höhere Preise nur mit Image realisieren. Und das gibt es in den Hauptmärken China und USA schonmal für VW nicht mehr.
M. meint
Listenpreise interessieren nur Leute wie „Future“, die sich nicht trauen, nach dem „echten“ Preis zu fragen.
Andere machen das und landen bei 32 oder 35k.
Die Marge kommt nicht von „Future“, aber von anderen Leuten, die sich ähnlich linkisch dranstellen und wirklich 40k bezahlen.
brainDotExe meint
Ein Polo GTI ist doch bereits teilweise bei 35.000€ gestartet und hat sich verkauft.
Ein noch stärker potentieller Polo R könnte also bei 40.000€ starten.
„Beim E-Auto ist es recht einfach, viel Leistung für wenig Geld umzusetzen“
Ja und? Man bezahlt ja nicht für die Realisierung sondern das Ergebnis. Mehr Leistung = Höherer Preis.
CJuser meint
Nur zu Erinnerung: der Verbrenner-GTI kostete zum Schluss knapp 36t Euro. Ich halte 40t Euro deswegen durchaus für realistisch, wenn eine bessere Serienausstattung vorhanden ist. Bedenken habe ich eher, dass sich der GTI nicht ausreichend stark vom nur geringfügig leistungsärmeren normalen Polo absetzen kann. Deswegen hatte ich gehofft, dass etwas mehr als nur 223 PS verbaut werden.
Futureman meint
Wenn er denn mal endlich kommt, wird es wie bei VW üblich viel zu spät sein. Mit den aktuellen Preissenkungen bei vielen anderen Herstellern sind die 25.000€ plötzlich nicht mehr so spannend. Für etwas mehr gibt es bei Mitbewerbern schon vollwertige Familienautos.
Micha meint
„Für etwas mehr gibt es bei Mitbewerbern schon vollwertige Familienautos.“
Schwachsinniges Argument. Viele brauchen kein Familienauto und wollen auch nicht unnötigerweise „etwas mehr“ bezahlen. Und warum sollte VW beim Polo mittelfristig keine Rabatte geben? Und warum sind sie zu spät dran? Wir haben gerade mal 3 oder 4% BEVs im Bestand, und dort vor allem größere und teurere Autos. Also noch ein riesiger potentieller Markt übrig.
Futureman meint
Ob allerdings der „riesige potentielle Markt“ in Deutschland zukünftig für VW ausreicht ist da die Frage. Denn bereits jetzt gibt es z.B. in der gleichen Klasse vom BEV-Weltmarktführer BYD Fahrzeuge für unter 20.000 €. Also wer kein großes Familienauto braucht, kann jetzt schon zuschlagen. Die 25.000€ von VW sollen ja nur der Einstiegspreis sein, kommt also schnell was dazu, was dann viel rabattiert werden muss, damit es passt.
F. K. Fast meint
Hot hatches sind auch in anderen Ländern gefragt.
MK2 meint
Für unter 20k€ bekommt man bei BYD einen sehr kleinen Akku der in Verbindung mit einem recht hohen Verbrauch zu einer völlig indiskutablen Reichweite von mickrigen 220 km nach WLTP führt.
Eine mit dem Basis-Polo vergleichbare Version Boost kostet dann auch schon 27 k€ Listenpreis.
Für 2000 € mehr gegenüber dem angekündigten Preis des ID.Polo bekommt man dann unangenehme Kunstledersitze, ein Navi für das man an dem 4. Jahr ein Konnektivitätsabo ab dem 4. Jahr zu einem monatlichen Preis bezahlen und an der Ladesäule darf man etwa 3 kWh/100 km mehr laden.
Die Herstellkosten des Weltmarktführers werden zwar durch den massiv unterbewerteten Yuan niedrig gehalten, aber beim Verkaufspreis merke ich davon nichts.
Anti-Brumm meint
VW war schon mit dem Tiguan sehr spät am Markt, da fuhren alle anderen schon mit SUV herum. Und trotzdem ist er relativ stabil bei den Neuzulassungen sehr weit oben.
„Zu spät“ gibts nicht.