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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

ACC: Bau neuer Batteriefabriken unter aktuellen Bedingungen „völlig unverantwortlich“

18.02.2026 in Politik von Thomas Langenbucher | 3 Kommentare

ACC-Fabrik-Frankreich

Bild: ACC

Das Batteriezellen-Joint-Venture Automotive Cells Company (ACC) von Stellantis, Mercedes-Benz und der TotalEnergies-Tochter Saft hat ein offizielles Statement veröffentlicht, in dem das Unternehmen auch auf das Aus für die eigentlich beschlossenen Akkufabriken in Deutschland und Italien eingeht.

Der weltweite Wandel hin zum Elektroauto gelte als unumkehrbar. Angesichts der Klimakrise komme der Elektrifizierung des Individualverkehrs eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung zu. Sichtbar werde die Irreversibilität dieses Prozesses daran, dass Hindernisse Schritt für Schritt abgebaut würden – von der Ladeinfrastruktur über sinkende Kaufpreise durch gezielte Fördermaßnahmen bis hin zu klareren europäischen Standards.

ACC sieht weiter Bedarf für europäische Akkufertigung

Doch mit der Elektrifizierung stelle sich eine strategische Frage: Wer produziert künftig die Batterien für Europas Fahrzeuge? Der Markt werde bislang nahezu vollständig von asiatischen, insbesondere chinesischen Konzernen dominiert. 99 Prozent der Batterien stammten bereits von dort. Damit drohe die strategische Unabhängigkeit europäischer Hersteller in die Hände von Unternehmen wie BYD, CATL oder LG zu geraten.

ACC versteht sich weiter als europäische Alternative. Seit mehr als fünf Jahren arbeiteten 2300 Beschäftigte daran zu beweisen, dass Batterien „made in Europe“ möglich seien – im Bewusstsein „der enormen Herausforderungen“ für eine junge Industrie. Man habe bereits viel erreicht und wolle trotz aller Widerstände weiter voranschreiten.

Allerdings verlaufe der Hochlauf der ersten, in Hauts-de-France konstruierten „Gigafactory“ langsamer und teurer als geplant. Das schwäche die Finanzlage. Dennoch sieht sich das Unternehmen kurz vor dem Ziel. Mehrere tausend Fahrzeuge der Stellantis-Marken Peugeot, Opel und DS seien bereits mit ACC-Batterien ausgestattet, die man als technologisch führend ansieht. Die Produktion habe sich in kurzer Zeit deutlich gesteigert: „Unsere Produktionslinien produzieren derzeit doppelt so viele Module wie noch vor zwei Monaten“, erklärt das Unternehmen. Gleichzeitig würden die Ausschussquoten kontinuierlich sinken.

E-Fahrzeug-Markt schwächelt

Der Markt für Elektrofahrzeuge wachse zwar weiter, aber weniger dynamisch als erwartet, erklärt das Batterieunternehmen. Europäische Hersteller – darunter die ACC-Kunden Stellantis und Mercedes – litten unter der Unsicherheit eines von harter chinesischer Konkurrenz geprägten Marktes. Nach einer Phase starken politischen und industriellen Vorwärtsdrangs bis Mitte 2025 sei inzwischen mehr Pragmatismus und Vorsicht eingekehrt.

Diese Entwicklung wirke sich direkt auf ACC aus. Während ein Teil des Unternehmens mit Hochdruck Batterien in Serie fertige, verzeichne der vorgelagerte Bereich an den Standorten Bordeaux-Bruges und Nersac einen Aktivitätsrückgang. Ursache seien Verzögerungen bei künftigen Produktprojekten. Der Rückgang sei vorübergehend, erfordere aber Maßnahmen wie Kurzarbeit.

ACC betont zugleich seinen Beitrag zum Aufbau einer europäischen Industrie, indem Zulieferungen möglichst aus der EU und aus Frankreich bezogen würden. Neue Großfabriken in Deutschland oder Italien seien unter den aktuellen Bedingungen jedoch „völlig unverantwortlich“. Deshalb habe man einen Dialog mit den Teams in Kaiserslautern und Termoli begonnen, um über die Beendigung dieser Projekte zu sprechen.

„Wir haben wiederholt gesagt, dass sich die europäische Batterieindustrie an einem Wendepunkt ihrer jungen Geschichte befindet… und dies ist nun der Fall“, sagt ACC-CEO Yann Vincent. „Bereits im September 2024 erinnerte der Draghi-Bericht die Europäer daran, dass Reindustrialisierung in erster Linie massive Investitionen in strategische Sektoren erfordert. Achtzehn Monate nach dieser Diagnose ist der Wettbewerbsfähigkeitskompass, die zentrale politische Umsetzung dieses Berichts durch die zweite Kommission unter Von der Leyen, immer noch lediglich ein Rahmenwerk. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um ihn in ein massives Finanzinstrument im Wert von 750 bis 800 Milliarden Euro pro Jahr umzuwandeln, wie von dem ehemaligen Zentralbanker empfohlen.“

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Via: ACC
Tags: Batterie, EU, ProduktionUnternehmen: ACC
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. banquo meint

    18.02.2026 um 11:03

    Irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, dass es so zusammengesteckte deutsche Begriffe wie „Wettbewerbsfähigkeitskompass“ auch im französischen gibt. Und die Ausrichtung dieser Navigation soll 750-800*10^9Euro im Jahr kosten? Ich denke ACC schiebt hier die Verantwortung von sich.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      18.02.2026 um 15:38

      Ja, ich werde mal wieder das Gefühl nicht los, dass es hierbei um eine freundliche Aufforderung für massive europäische Subventionen geht.
      Ein „Wink mit dem Zaunpfahl“?
      Oder doch eher ein verzweifelter Hilferuf, auf Grund erdrückender chinesischer Überlegenheit im Bereich der Batterien?
      Geht ACC die Luft aus?

      Antworten
      • MK meint

        18.02.2026 um 18:28

        ACC geht ziemlich sicher die Luft aus. Ist aber die Frage, ob das ein allgemeines, europäisches Problem ist oder nicht doch eher ein firmenspezifisches: Carlos Tavares hat lauter defizitäre Autobauer (PSA, Fiat, Opel,…) zusammengeführt und hatte plötzlich Gewinne. Wie er das gemacht hat? Nach allem, was man so mitbekommen hat, vor Allem durch massive Einschnitte in der Entwicklung. Autos werden einige Jahre entwickelt und dann einige Jahre produziert. Wenn man die fertig entwickelten Produkte nimmt und am Markt anbietet und gleichzeitig nicht im gleichen Ausmaß neue Entwicklungen für die Amtszeiten nachfolgender CEOs anstößt, bekommt man genau das, was man jetzt hat…eben unter anderem einen Akkuhersteller, der über Jahre hoch gelobt worden ist und so mit hohen Buchwerten maßgeblich zu den Gewinnen von Stellantis und damit der Erfolgsbilanz von Tavares beigetragen hat, von dem sich jetzt aber zeigt, dass er ein ganz entscheidendes Manko hat: Nämlich, dass es sich um einen Akkuhersteller handelt, der nicht in der Lage ist, Akkus zu produzieren. Aber immerhin hat man ja vorher noch Anteile u.a. an Mercedes verkauft und hat so noch Geld für das nicht mehr benötigte und damit eigentlich weitgehend wertlose Opel-Werkgelände in Kaiserslautern bekommen. Gut für die eigene Bilanz, schlecht für alle, die drauf eingestiegen sind…

        Antworten

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