BMW arbeitet bereits an einer Modellpflege für den 2024 vorgestellten, als Limousine und Kombi gebauten M5 mit Plug-in-Hybridantrieb. Erlkönigbilder aus winterlichen Gebieten zeigen einen Prototypen mit deutlich überarbeiteter Frontpartie und einem komplett neuen Innenraum. Die Präsentation ist laut AutoExpress für 2027 vorgesehen und soll zeitgleich mit Updates für die gesamte 5er-Reihe erfolgen.
Äußerlich konzentrieren sich die Änderungen vor allem auf die Front. Der M5 erhält eine im Stil der mit der Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ eingeführten künftigen BMW-Designsprache gestaltete Kombination aus Kühlergrill und Scheinwerfern. Breite, glänzende Einfassungen integrieren künftig neben den Leuchteinheiten Radar- und Sensorsysteme. Noch offen ist dem Bericht zufolge, ob das Modell separate, beleuchtete Nieren in der Mitte tragen wird oder eine zurückhaltendere Gestaltung erhält.
Unterhalb der neuen Front dominiert ein großer Lufteinlass. Er versorgt weiterhin das überarbeitete Plug-in-Hybrid-System, das bereits für das Modelljahr 2026 angekündigt wurde. Die bisherige Systemleistung bleibt erhalten, allerdings verschiebt sich der Anteil stärker zugunsten des Elektromotors. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Achtgang-Getriebe und ein aktives Allradsystem an alle vier Räder.
BMW’s M5 Touring is getting a new look, both inside and out…>> https://t.co/QyekQpWZ6X pic.twitter.com/uPzFDJVE5W
— Auto Express (@AutoExpress) February 17, 2026
Der aktuelle M5 hat mit dem „M Hybrid Antrieb“ ein teilelektrisches Set-up in der Baureihe eingeführt. Hier wird ein hochdrehendes V8-Triebwerk von einer E-Maschine „mit extrem spontaner Kraftentfaltung“ unterstützt. Gemeinsam erzeugen die beiden Motoren eine Höchstleistung von 535 kW/727 PS und ein maximales Drehmoment von 1 000 Nm. Der M5 vereint ein 4,4 Liter großes, 430 kW/585 PS starkes V8-Triebwerk mit einer in das 8-Gang-M-Steptronic-Getriebe integrierten E-Maschine mit 145 kW/197 PS. Damit geht es in 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis zu Tempo 305. Rein elektrisch sind bis 67 Kilometer gemäß WLTP-Norm möglich.
An den Seiten und am Heck der Modellpflege sind den Erlkönigfotos nach zu urteilen nur geringfügige Anpassungen zu erwarten, abgesehen von neuen Rückleuchten. Innen kündigt sich laut den Fotografen dagegen ein grundlegender Wandel an: Ein schwarzes Band an der Windschutzscheibe deute darauf hin, dass der überarbeitete M5 das Panoramic-iDrive-System übernehmen wird, das erstmals im neuen vollelektrischen iX3 eingeführt wurde.

M. meint
Die Optik ist schlimm und verdient ein Update, das stimmt.
Aber schlimmer ist das massive Übergewicht des Antriebsstrangs.
Das wäre die bessere erste Baustelle gewesen.
brainDotExe meint
Ja gut, was willst du bezüglich Gewicht machen?
Leichtbau bei der Karosserie mit Carbon vielleicht, aber das ist teuer.
M. meint
Das Ding hat ggü. seinem Vorgänger über 500 kg zugelegt.
Eine HALBE TONNE! Für, überspitzt gesagt, einen E-Motor im Getriebe und eine Batterie für 67 km WLTP. 67! Nicht 350 oder so.
Keine Ahnung, was die da gemacht haben, aber das ist lächerlich.
Klar, die ganze zusätzliche Technik gibt es nicht umsonst, aber das ist einfach zu viel.
Der G60 wird auch schwerer sein als der G30, aber trotzdem. Das kann man einfach nicht machen.
brainDotExe meint
Schon als normaler 5er hat der G60 im Vergleich zum G30 ordentlich zugelegt, in Sachen Abmessungen, das spiegelt sich natürlich auch im Gewicht wieder.
Ansonsten tut der Antriebsstrang sein übriges. Glaubst du die M GmbH wollte das so? Man hat massiven externen Druck.
Zum einen die Flottengrenzwerte und zum anderen die Fahrleistungen von BEVs in der Klasse.
Glaube mir, hätten die freie Hand, wäre das ein reiner Verbrenner mit V8.
Jan meint
@M.
Wichtigster Punkt den jeder außer acht lässt, Komfort bringt einiges zusätzlich auf die Waage. Einiges an Dämmung könnte man schon mal rausschmeißen. Abmessungen werden teils notgedrungen größer und allgemein brauchen Leute immer mehr Platz und Komfort.
@brainDotExe
Eher V10 mit Kompressor, so wie es ursprünglich mal geplant war. Aber heute wird für den Stammtisch entwickelt, somit könntest du recht haben mit dem V8, so wie man ihn aktuell kennt im M5.
M. meint
Dass auch der G60 eine Entwicklung in die falsche Richtung war, bestreite ich nicht.
Aber dann muss man irgendwann die Reißleine ziehen und sagen: das passt nicht mehr.
Jan: das Auto ist inzwischen 5,05m lang. 10 cm länger geworden in einer Generation, ohne innen mehr Platz zu bieten. Da muss man sich schon mal fragen, wo das hinführen soll. Wie lang wird der nächste?
Die Menschen wollen mehr Komfort? Ist ein G30 nicht komfortabel?
Dann sollen sie halt nen 7er kaufen. Das erspart der M GmbH dann, eine Sportlimousine mit 2,5 to zu bauen.
brainDotExe meint
Der G60 hat ja quasi den 7er ersetzt. Den 7er gibt es nur noch als „Langversion“, der G60 ist annähernd so Lang wie die „Kurzversion“ des G11.
M. meint
Ah.
Und wo ist dann der Nachfolger für den 5er?
Warum braucht es vom Quasi-7er ein M-Modell?
Und überhaupt, warum gibt es einen 7er obendrauf?
brainDotExe meint
Weil sich die 7er Kurzversion nicht mehr gelohnt hat.
Der 5er ist gewachsen um beides abzudecken, den bisherigen 5er und den ehemaligen 7er Kurzversion.
Es gibt eine M Version davon, weil es schon immer einen M5 gegeben hat.
M. meint
Tja.
Den bisherigen 5er Fahrern stößt das Ding stellenweise schon auf.
So wie ein M5, der auf der Rundstrecke langsamer ist als sein Vorgänger.
Selbst, solange die Batterie noch voll ist, danach aber 100%ig.
brainDotExe meint
Absolut, aber da sind wir ja wieder bei dem Punkt, dass die M GmbH nicht wirklich eine Wahl hatte.
Als reinen Verbrenner hätten die ihn nicht bringen können und das Basismodell ist von der AG gegeben.
Realist meint
@Jan
„Abmessungen werden teils notgedrungen größer und allgemein brauchen Leute immer mehr Platz und Komfort.“
Brauchen sie das wirklich, oder wird ihnen das eingeredet?
Außerdem ist der G60 kaum geräumiger als der G30, dafür dass er so deutlich in allen Dimensionen gewachsen ist. Der Kofferraum ist sogar kleiner und für eine Limousine von mehr als 5m Länge bescheiden.
Neben dem als Geschmackssache anzusehenden Design steckt hinter der Adipositas hauptsächlich der Umstand, dass man auf gleicher Plattform Hybrid-V8 und E-Antrieb mit >80kWh Akku unterbringen muss
Jan meint
@M.
Rundstrecke interessiert bei einem Autobahn Flaggschiff weniger, außer die klassischen Stammtisch Besucher interessieren die Zeiten, weil sie mit ihren Zahlen vom Autoquartett angeben wollen. Das beste Beispiel ist immer die 100-200 Zeit, bei denen jeder gerne trickst um besser darzustehen.
@Realist
Wie schon geschrieben „Abmessungen werden teils notgedrungen größer…“. Du hast es sogar beantwortet mit PHEV und BEV auf einer Plattform.
Du darfst gerne einen M5 bauen mit den Abmessungen und der Ausstattung des ersten M5 (Motor + Getriebe kann gerne aktuell sein). Dabei die Crashsicherheit nicht außer acht lassen. Bringst ihn dann auf den Markt, lässt dich überraschen wie oft er sich verkauft und wie das Feedback ist.
M. meint
@Jan:
kann man so sehen, allerdings bietet BMW auf der 5er Basis noch andere „Autobahn Flaggschiffe“ an:
1) BMW 550e xDrive, 489 PS, 0-100 4,3 sek. – das sollte auch bei 100 – 200 noch passen
2) BMW 540d xDrive, 303 PS, 0-100 5,2 sek., mit dem Durchzug haben die großen Diesel normal auch kein Problem.
Das beste ist aber der Preis:
540d 71.900 €
550e 78.700 €
M5 145.200 €
Der 550e hat sogar die wesentlich bessere elektr. Reichweite – was beim M5 aber niemanden interessieren dürfte. Und ja, der M5 hat einiges in Serie, das darunter Aufpreis kostet. Der reale Abstand ist eher 50k.
Trotzdem ist das sehr viel Geld für „mehr Autobahntauglichkeit“, die man vermutlich niemals rausfahren kann.
Daher schätze ich: doch, die puren Werte sind schon etwas, um das es hier geht.
(und um die Optik, der Krawall-Look steht dem verunglückten Seriendesign)
Stef meint
Ich find dass der absolut geil aussieht. Freund hat sich einen gekauft. Ist rundum zufrieden. Richtig geiles Auto. Internet-Geweine von Menschen die sich den eh nicht kaufen -> lol
M. meint
„… von Menschen, die sich ihn eh nicht kaufen“
Absolut richtig.
Jetzt musst du noch dahinterkommen, warum.
Aber mögliche Gründe findest du ja in meinem Text.
(geht da nicht nur mir so)
MrBlueEyes meint
Mal geschaut, wie viel der neue RS 5 dank der Hybridisierung liegt? 2,4 Tonnen 🤷🏼♂️
Das zeigt umso mehr, dass Verbrenner „ausentwickelt“ sind und quasi am Ende…
Die Zukunft ist elektrisch 👍🏻