Stellantis-Chef Antonio Filosa hat die Pläne zur Produktion des voll und teilelektrisch verfügbaren SUV B10 des chinesischen Partners Leapmotor in seinem spanischen Werk Figueruelas nahe Saragossa bestätigt.„Der Start ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant“, erklärte der Manager bei der Vorstellung der Geschäftsergebnisse.
Filosa hat vorerst nur die europäische Fertigung des B10 bestätigt, die Planungen sollen aber auch weitere Modelle von Leapmotor umfassen. Laut Aussagen des Leapmotor-Managers Ding Yongfei von Ende 2025 sollen ab dem nächsten Jahr auch die Modelle B05, A10 und A05 in Figueruelas vom Band rollen. Der in China als A10 verkaufte Kleinwagen wird dabei in Europa als B03X vertrieben.
Der B10 ist ein 4,52 Meter langes SUV, das zwischen der Kompakt- und Mittelklasse angesiedelt ist. In Deutschland sind die derzeit noch aus China importierten rein elektrischen Exemplare ab 29.990 Euro erhältlich. Mit dem größeren Akkupack und Vollausstattung kostet der B10 ab 33.990 Euro.
Der B10 und weitere Modelle der Marke werden von Leapmotor International nach Europa gebracht. Das Joint Venture von Stellantis (51 %) und Leapmotor (49 %) wurde 2023 für den Vertrieb und die Produktion von Leapmotor-Fahrzeugen außerhalb Chinas ins Leben gerufen. Die Entwicklung findet weiter in der Volksrepublik statt. Berichten zufolge könnte Stellantis Technologien seines Partners künftig auch in eigenen Modellen nutzen.
Zwischenzeitlich wurde schon der Kleinwagen T03 im polnischen Stellantis-Werk Tychy montiert, die Fertigung aber wieder eingestellt. Flankierend zur nun wieder anlaufenden lokalen Europa-Produktion will Leapmotor sein Händler- und Werkstattnetz innerhalb des Stellantis-Ökosystems ausbauen. Man hat bisher über 800 Verkaufs- und Servicestellen in Europa eingerichtet und damit die Größe des Netzwerks gegenüber 2024 verdoppelt.

hu.ms meint
Das preissegment bis 40K und SUV-BEV bis ca. 4,40m sind gefragt.
Grosser akku und noch mind. 10 % rabatt macht 36K. P/L damit gut.
Allerdings muss auch der image-abschlag für ein china-auto berücksichtigt werden.
Wir interessant am markt ob der ausreicht.
MK meint
Damit sind wir wieder bei dem, was ich schon vor einigen Tagen und bei mehreren Artikeln über Stellantis geschrieben habe: Man hat durch den Sparkurs unter Tavares den Anschluss in der Entwicklung verloren und entweder nicht da Kapital oder den Willen (oder beides), diesen Rückstand aufzuholen. Also wird man letztlich zum Lohnfertiger eines chinesischen konzerns, der so gleich auch noch Zugriff auf ein dichtes Händlernetz hat.
Für die Mitarbeiter in den Werken und die Händler aber sicher die beste Lösung, da die Entwicklung einer eigenen, wettbewerbsfähigen Elektroplattform Jahre dauern dürfte.
Mary Schmitt meint
Was übrigens Tesla in Probleme stürzt. Nicht, weil sie Kunden an Leapmotor verlieren. Das vielleicht auch. Aber Stellantis ist aus dem CO2-Pooling mit Tesla ausgestiegen.
Paule meint
Ab 2026 beabsichtigt Stellantis Berichten zufolge, sich aus dem gemeinsamen CO2-Pool mit Tesla zurückzuziehen, da das Unternehmen seine Ziele möglicherweise durch interne Maßnahmen (u.a. Nutzung von Leapmotor-Credits) erreichen.
Möglicherweise plane man vielleicht darüber nachzudenken….
Paule meint
wenn man seine Ziele erreicht….
M. meint
Was ein Gurkensalat mal wieder.
Die sind aus dem Pool schon ausgestiegen, nicht am planen, nicht vielleicht, nicht möglichweise, sondern haben es gemacht.
Aber damit du jetzt kein Tränchen verdrücken musst:
Die Pools können noch bis 1.12. angemeldet werden.
Also: nur für den Fall, dass die Menschen keine Leapmotor kaufen (ich wüsste auch nicht, warum sie so etwas tun sollen), kann Stellantis wieder einen Pool mit Tesla gründen.
Ich denke, auch wenn der T.-Chef sonst schnell beleidigt ist – in diesem Fall würde er ein Auge zudrücken.