Die Bundesnetzagentur hat die neuesten Zahlen zur öffentlichen Ladeinfrastruktur bereitgestellt. Zum Stichtag 1. Februar 2026 zählt die Behörde bundesweit gut 196.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte, darunter knapp 50.000 Schnellladepunkte. Vor einem Jahr lag die Anzahl noch unter 40.000 Einheiten.
Insgesamt gab es zum 1. Februar 2026 laut dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur 196.353 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland. Das sind 2.368 mehr als am 1. Januar 2026 und ein Zuwachs um 17 Prozent gegenüber dem Stand von vor einem Jahr (1. Februar 2025: 167.473).
Schnellladepunkte legten überproportional zu: um 34 Prozent auf 49.904 Einheiten zum Stichtag 1. Februar 2026. Bei den langsameren AC-Ladern ging es von 130.123 rauf auf 146.449 Einheiten (+13% YoY). Die in Deutschland bereitgestellte Nennleistung stieg binnen eines Jahres kumuliert von 6,38 auf 8,28 Gigawatt (GW/+30% YoY).
Recht unbedeutend bleiben öffentliche Geringlader (0-3,7 kW) mit bundesweit 2.766 Einheiten (+1 % YoY). Sonstige öffentliche AC-Lader schneiden mit 10 bis 14 Prozent Wachstum gegenüber dem Februar 2025 ab. Lader mit 22 bis 49 kW (+6 % YoY) bleiben mit rund 1.742 Einheiten in Deutschland weitgehend bedeutungslos. Dagegen verbuchten alle öffentlichen Lader ab 49 kW eine überproportionale Dynamik – insbesondere die Ultraschnellladepunkte (\>299 kW), die innerhalb eines Jahres um 44 Prozent auf nun 17.049 Einheiten zulegten.
Die Top-3-Bundesländer bleiben Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, je mit inzwischen deutlich über 30.000 Ladepunkten. Zum 1. Februar weist die Bundesnetzagentur in NRW 38.861 öffentlich zugängliche Ladepunkte aus (+20 % YoY), in Bayern 37.561 (+15 % YoY). Auf Platz drei liegt weiterhin Baden-Württemberg mit inzwischen 33.208 Ladepunkten (+14 % YoY). Bei den Schnellladern und der kumulierten Ladeleistung ist Bayern ganz vorn.
Ein auf Jahressicht überdurchschnittliches Wachstum verzeichneten zudem Hamburg (+38 %), Mecklenburg-Vorpommern (+29 %), Sachsen-Anhalt (+22 %), Berlin (+21 %), Bremen (+20 %) und Thüringen (+19 %). Auf eine fünfstellige Anzahl von Ladepunkten kommen ansonsten nur noch Niedersachsen (19.468, +18 % YoY) und Hessen (15.546, +17 % YoY).
Die drei größten Betreiber von Ladepunkten in Deutschland sind EnBW mobility+ (11.608 Ladepunkte), E.ON Drive (4.751) und Tesla mit 3.665 Ladepunkten. Mit Blick auf die installierte Nennleistung führt EnBW mobility+ mit 1.035.395 kW, dahinter folgen Tesla (906.250 kW) und Ionity (449.232 kW).

Matthias meint
„Recht unbedeutend bleiben öffentliche Geringlader (0-3,7 kW) mit bundesweit 2.766 Einheiten (+1 % YoY).“
Das ist ärgerlich, denn solche Steckdosen will man millionenfach haben, an bzw. in der Nähe von Arbeitsplätzen, Wohnplätzen und überall wo Autos und andere E-Fahrzeuge länger stehen. Dass 300-kW-Lader für den Zwei-Tonnen-SUV massenweise gebaut werden ist schön, aber wo kann ein kleines elektrisches Zweirad nachladen um die bescheidene Reichweite zu verlängern? Schuko-Ladepunkte an Typ2-Säulen sind Mangelware, man müsste zum Ladegerät auch noch einen zuverlässigen Typ2-auf-Schuko-Adapter mitnehmen.
Stefan meint
Du meinst ein E-Bike? Dafür gibt es an vielen Gaststätten und touristischen Einrichtungen Steckdosen, die aber nicht im Verzeichnis der Bundesnetzagentur stehen, u.a. weil Sie anders abgerechnet werden.
Michael meint
Die Hälfte würde reichen wenn sie an Autobahnrssstätten liegen würden. Wenn es dann dort noch mehrere Anbieter geben würde, dann wäre das Thema Reichweitenangst und Strompreisabzocke erledigt. Beim Diesel gibt es einen nationalen Aufschrei wenn der Preis über 2 Euro geht, beim Strompreis sind 90cent/KWh offenbar kein Grund zum Aufregen.