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CO2-Vorgaben treiben Verkaufszahlen von Elektro-Lkw in Europa an

18.03.2026 in Transport von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

Mercedes-eActros

Bild: Daimler Truck

Im Jahr 2025 stiegen die Verkaufszahlen von Elektro-Lkw in Europa deutlich an, als die ersten CO2-Vorgaben für Lkw im Juli in Kraft traten. Laut der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) zeigt sich, dass der europäische Markt für E-Lkw deutlich von dieser Regelung profitiert hat – auch wenn China weiterhin global führend bleibt.

Die europäischen Vorreiterländer, wie die Niederlande, Norwegen, Schweden und Dänemarkm, verzeichneten demnach 2025 einen Anteil von 16 bis 18 Prozent an Elektro-Lkw. Deutschland führt unter den großen Lkw-Märkten Europas.

Seit der Einführung der CO2-Vorgaben im Juli 2025 machen Elektro-Lkw mittlerweile 5,6 Prozent aller Neuzulassungen aus, was einen Anstieg im Vergleich zu den 3,5 Prozent im Jahr davor darstellt. Dabei zeigt sich, dass ein Viertel der in Europa seit 2022 zugelassenen Elektro-Lkw nach der Einführung der neuen CO2-Vorgaben verkauft wurde. Dennoch bleibt China weltweit führend, mit einem Anteil von 15 Prozent an Elektro-Lkw im Vergleich zu 5 Prozent in Europa im Jahr 2025.

Die CO2-Vorgaben für Lkw spielen laut T&E eine entscheidende Rolle, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu wahren und Klarheit für den Markt zu schaffen. Um sicherzustellen, dass europäische Hersteller technologisch nicht ins Hintertreffen geraten, sei es entscheidend, dass diese Vorgaben beibehalten und gestärkt werden. Insbesondere die nationalen Maßnahmen zur Umsetzung von CO2-basierten Mautsystemen, CO2-Bepreisung und erneuerbaren Stromgutschriften für Ladestationen könnten die Wirtschaftlichkeit von Elektro-Lkw entscheidend verbessern, sagt die Umweltorganisation.

Daimler Truck hat der Auswertung zufolge Volvo Group als führenden Hersteller von Elektro-Lkw überholt, während andere Lkw-Hersteller in Bezug auf die Steigerung ihrer E-Lkw-Verkäufe langsamer voranschreiten. „Lkw-Hersteller müssen das Tempo erhöhen, um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben“, so T&E.

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Via: T&E (ENG)
Tags: EU, Lkw, T&EUnternehmen: Daimler Truck
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Stephan meint

    18.03.2026 um 18:23

    Hätte man beim PKW die Flottengrenzwerte inkl Strafzahlungen aufrecht erhalten, bräuchte vermutlich niemand mehr über das Verbrenner-Aus in 2035 diskutieren.

    Hoffentlich hält die EU es wenigstens bei den LKW durch.

    Antworten
  2. MK meint

    18.03.2026 um 12:42

    Liegt es „nur“ an den CO2-Regeln oder vielleicht auch daran, dass MAN z.B. als einer der europäischen Marktführer überhaupt erst zu diesem Zeitpunkt angefangen hat, schwere Elektro-LKW aus einer Serienfertigung zu verkaufen? Die Speditionen können nur abnehmen, was die Hersteller liefern…damit sind wir dann nämlich bei der Abschlussaussage des Artikels: Akut müssen nicht Politik oder Speditionen was tun, sondern die Hersteller. Sonst kommen sicher wie im Artikel angedeutet, chinesische Hersteller verstärkt auf den Markt. Ich glaube, bei entsprechenden Konditionen hat z.B. DSV/Schenker als Betreiber der größten LKW-Flotte Europas kein Problem zu einem chinesischen Fabrikat zu wechseln. Und da die auch gerne mal 1.000 KW auf einen Schlag ordern, ist dann auch das Servicenetz kein Problem: Mit der Anzahl an Fahrzeugen, die sich dann erstmal auf wenige Orte konzentriert, findet man problemlos Werkstattpartner, die sich freuen, den Service übernehmen zu können und dafür auch eine neue Marke aufnehmen.

    Antworten

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