Tesla hat in einer neuen Folge von „Jay Leno’s Garage“ die jüngsten Verbesserungen seines Elektro-Lkw Semi vorgestellt. In dem Beitrag erläuterten Chefdesigner Franz von Holzhausen und Semi-Programmdirektor Dan Priestley die Weiterentwicklungen, während sich das Batterie-Fahrzeug auf den Übergang zur Serienproduktion in diesem Jahr vorbereitet.
Die Überarbeitung des Designs, die bereits Ende des vergangenen Jahres präsentiert wurde, folgt Teslas typischer Formensprache mit stärker aerodynamischer Ausrichtung und modernen Designelementen. Dabei standen den Angaben zufolge nicht nur optische Aspekte im Fokus, sondern vor allem die Anforderungen der Fahrer, die den Semi im regionalen Güterverkehr einsetzen sollen.
Eine zentrale Verbesserung betrifft das Gewicht: Laut Priestley konnte Tesla rund 1000 Pfund (rund 450 kg) einsparen. Diese Reduktion erhöht die mögliche Nutzlast und verbessert zugleich die Effizienz – ein entscheidender Faktor für Flottenbetreiber, die häufig an Gewichtsgrenzen operieren. Leichtere Fahrzeuge benötigen weniger Energie für Beschleunigung, Steigungen und konstante Geschwindigkeiten. Jay Leno beschrieb das Fahrgefühl bei einer Testfahrt mit Anhänger mit den Worten: „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich überhaupt etwas ziehe.“
Bessere Aerodynamik für mehr Effizienz
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aerodynamik. Laut von Holzhausen wurde die aerodynamische Effizienz gegenüber dem Vorgängermodell um sieben Prozent verbessert. Der Luftwiderstandsbeiwert liege nun bei etwa 0,4, was den Strombedarf senkt und damit der erzielbaren Reichweite zugute kommt.
Technisch erhielt der Semi ebenfalls diverse Neuerungen. Dazu zählen eine vollelektrische Lenkunterstützung, stärkere Aktuatoren aus dem Cybertruck, eine 48-Volt-Architektur sowie der Einsatz von 4680-Batteriezellen mit einer ausgelegten Lebensdauer von rund einer Million Meilen (1,6 Mio. km).
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Die Verbesserungen basieren laut den Tesla-Managern auf umfangreichen Praxiserfahrungen aus einem in den USA laufenden Pilotprogramm mit ersten Kunden. Der Konzern hat nach eigenen Angaben mehrere hundert Fahrzeuge im Einsatz und insgesamt 13,5 Millionen Meilen (ca. 22,3 Mio. km) an Daten gesammelt. Ein einzelner Lkw habe dabei bereits über 440.000 Meilen (ca. 710.000 km) zurückgelegt.
Auch die Zuverlässigkeit wurde hervorgehoben: Die Flotten erreichen demnach eine Einsatzbereitschaft von 95 Prozent. Im Servicefall gelte: „80 % der Ausfälle werden in weniger als 24 Stunden behoben, und die Hälfte sogar in weniger als einer Stunde.“ Gleichzeitig berichten die Tesla-Manager von stark gestiegener Nachfrage, nicht zuletzt durch aktuelle wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die Serienproduktion sowie erste Auslieferungen sollen nach längerer Verzögerung in diesem Jahr beginnen.
Semi soll 2027 nach Europa kommen
Tesla will seinen Elektro-Lkw weiter auch außerhalb des Heimatmarktes anbieten. Firmenchef Elon Musk bekräftigte in diesem Jahr, das Fahrzeug in Europa verkaufen zu wollen. „Wir haben den Tesla Semi, den schweren Lkw, der hoffentlich nächstes Jahr nach Europa kommen wird“, sagte er während eines aufgezeichneten Interviews mit dem Leiter des deutschen Tesla-Werks in Brandenburg.
Kürzlich hat das US-Unternehmen auch einige zentrale Leistungswerte der Baureihe offiziell gemacht. Der Semi wird demnach in den zwei Ausstattungsvarianten Standard Range und Long Range mit unterschiedlich großer Batterie angeboten. Die Modellversion Standard Range bietet 325 Meilen Reichweite bei einem Gesamtgewicht von 82.000 Pfund (umgerechnet 523 km bei 37,2 t), hat ein Leergewicht von unter 20.000 Pfund (9,07 t), einen Energieverbrauch von 1,7 kWh/Meile (1,1 kWh/km) und drei unabhängige Motoren an den Hinterachsen für kumuliert 800 kW/1088 PS Antriebsleistung.
Die Modellversion Long Range bietet 500 Meilen Reichweite (805 km), hat ein Leergewicht von 23.000 Pfund (10,43 t) und einen Energieverbrauch von 1,7 kWh/Meile (1,1 kWh/km). Es kommen ebenfalls drei unabhängige Motoren an den Hinterachsen mit kumuliert 800 kW (1088 PS) Antriebsleistung zum Einsatz. Die Spitzenladegeschwindigkeit beträgt 1,2 MW, dank MCS soll eine 60-prozentige Ladung in 30 Minuten möglich sein.
Teslas E-Laster ist kompatibel mit MCS (Megawatt Charging System), so sollen sich die Akkus in 30 Minuten zu 60 Prozent füllen lassen. Zur Ausstattung gehört eine elektrische Nebenabtriebswelle (ePTO) mit bis zu 25 kW. Abzuwarten bleibt unter anderem noch der Preis für die Serienversion. Ursprünglich war von einem „erwarteten Basispreis“ von 150.000 Dollar (ca. 129.000 Euro) für das Grundmodell die Rede, für die reichweitenstärkere Variante wurden 180.000 Dollar (155.000 Euro) genannt. Laut Medien wird der E-Lkw aber deutlich teurer und bei rund 260.000 US-Dollar (Standard Range) starten und als Long Range mindestens 300.000 US-Dollar (259.000 Euro) kosten.

Die Wahrheit meint
So unbedeutend ist der Semi nicht, wie viele es gern verdrehen.
PepsiCo (inkl. Frito-Lay und Pepsi): Der ist Abstand der größte und bekannteste Nutzer. PepsiCo hat seit Ende 2022 Dutzende Semis erhalten (Berichte sprechen von 36 bis über 86 Fahrzeugen in der Flotte, je nach Zeitpunkt). Sie werden vor allem in Kalifornien (z. B. Modesto, Sacramento, Fresno) für regionale und teilweise längere Routen eingesetzt – mit positiven Berichten zu Reichweite (bis ca. 450–500 Meilen beladen)
DHL Supply Chain USA: Hat den Semi erfolgreich getestet und setzt ihn nun regulär ein (z. B. in Zentral-Kalifornien). Ein Fahrzeug legt ca. 100 Meilen pro Tag zurück, lädt nur etwa einmal pro Woche und erreichte bei Tests eine Effizienz von 1,72 kWh/Meile bei schweren Ladungen (bis 75.000 lbs). DHL plant, 2026 deutlich mehr Semis in die Flotte zu integrieren.
Weitere Pilot- und Testnutzer (meist kleinere Flotten oder zeitlich begrenzte Einsätze):
Walmart: Hat mindestens einen Semi im Einsatz (gesichtet und bestätigt in Kalifornien).
Costco: Wurde mit Semi-Trailern gesichtet.
RoadOne IntermodaLogistics: Setzt mindestens einen Semi ein und plant bis zu 10 in Oakland, Kalifornien.
WattEV: Hat bereits zwei Semis für Hafen- und Frachttransporte (z. B. Port of Long Beach) und bestellt weitere 40.
Andere Erwähnungen: Tests oder Einsätze bei Sysco, NFI, Martin Brower, US Foods u. a
PepsiCo ist der klare Vorreiter und größte aktive Nutzer, gefolgt von DHL als einem der ersten, die den Semi nach Tests fest in den Betrieb integriert haben. 2026 soll sich das mit dem Produktionshochlauf deutlich ändern – dann werden voraussichtlich deutlich mehr Flottenbetreiber einsteigen können.
Mary Schmitt meint
Es steht doch klipp und klar im Artikel, dass die Serienproduktion noch bevorsteht. Bisher fahren nur Prototypen, die ganz sicher nicht bezahlt wurden. Daher der Maulkorb außer für PR-Statements, da gab es bekanntlich einen Vorfall, wo sofort die Anwälte eskalierten. Das war wohl auch dringend erforderlich bei der Ausfallquote aus Spottings und dem angegebenen Verbrauch.
Mary Schmitt meint
Daimlers damaliger Chef Daum hatte 2018 recht: Zum Marktstart 2019 wäre so ein Fahrzeug physikalisch unmöglich gewesen. Daher kam es auch nicht auf den Markt. Seitdem hat sich viel getan im LKW-Geschäft. Nur nicht bei Tesla. So kommt es jetzt zu der absurden Situation, dass zum Marktstart der Tesla Semi nicht mehr die Zukunft, sondern die Vergangenheit ist. Ein nagelneuer Oldtimer. Das könnte der Sargnagel von Tesla werden, falls man es nicht bei ein paar hundert Showfahrzeugen in friendly-user environments belässt, um nicht das Gesicht zu verlieren.
Jörg2 meint
„Zum Marktstart 2019 wäre so ein Fahrzeug physikalisch unmöglich gewesen.“
Welche Veränderungen gab es in der uns bekannten Physik seit 2019?
M. meint
Die Energiedichte der Zellen, um nur ein Beispiel zu nennen.
Ich warte jetzt darauf, dass du mir erklärst, dass „Energiedichte“ gar kein physikalischer Parameter sei.
Und dann geht’s wieder tagelang am Thema vorbei…
Future meint
Jetzt ist es also soweit. Was haben sich viele hier jahrelang lustig gemacht über den Elektrotruck von Tesla und immer wieder daran gezweifelt. Ich glaube, der Semi wird der Logistikbranche jetzt nochmal einen richtigen Push geben, endlich diesen schmutzigen Diesel abzuschaffen. Vielleicht trägt dieser Konflikt am Golf auch noch mit dazu bei – vor allem, wenn es da sehr viel länger dauert als gedacht. Der Tesla Semi macht die Welt wieder ein bisschen besser und natürlich die Logistik viel sauberer.
Couch Kartoffel meint
Klappertruck? Was ist eigentlich aus dem Pickup geworden? Oder dem Roadstar oder Tesla 2 Mini?
Andi EE meint
Nicht ein bisschen besser, hier ist eine gewaltige Verbesserung bei Umwelt und Klima möglich. Diese Fahrzeuge machen richtig Kilometer und dementsprechend kann extrem viel CO2-Austoss und Schadstoffe vermieden werden.
Und das Fahrzeug sieht auch wirklich super aus. Das Video mit Jay Leno ist sehenswert. Ich glaub das wird im Verbund mit den Mega-Chargern eine Riesenerfolg. Mit TCO ist man angeblich deutlich unter dem Dieseltruck. Das ist eigentlich das einzige was die Fuhrwerker interessiert, ist es günstiger als das Bisherige und wenn man das plausibel darlegen kann, bin ich mir sicher, dass diese Semis sich hervorragend verkaufen lassen.
Es besteht ja dann noch das Potenzial zu autonomen Fahren. Das ist für den Fuhrwerker perspektivisch ein Riesengewinn, da er das später einfach per Softwareupdate übernehmen .
Ossisailor meint
Ja. Stimmt alles. Nur: E-Trucks gibt’s in Europa schon länger. Letztes Jahr wurden in Europa 6.372 Batterie-Schwerlastwagen zugelassen. Tesla ist hier Nachzügler. Eher kommen hier die Chinesen als der Tesla-Semi. Denn der muss erstmal was besser können als die anderen. Und danach sieht es nicht aus.
Und MW-Lader werden hier in Europa schon aufgebaut.
Andi EE meint
Aber das ist ja nicht die Frage beim E-LKW, in den USA sollen auch mehrere hundert Semi von Tesla fahren. Entscheidend ist, ob man damit was verdienen kann. Das ist das was über die Zukunft entscheidet.
In Europa verdient man ja nicht mal mit E-PKW Geld, sonst wären ja die OEMs mit 80%+ Verbrennern nicht im Minus oder nur noch mit geringem Gewinn unterwegs. Entscheidend ist, dass es ein profitables Geschäft ist / wird, vorher muss man doch nicht skalieren. In Europa müssen die Zahlen nicht stimmen, da man immer beim Staat jammern kann, bis der schließlich nachgibt, das ist der fundamentale Unterschied zu den USA.
Das Wichtigste am Semi von Tesla ist, er muss für Tesla und den Fuhrwerker Gewinne abwerfen, das steht vor allem anderen. Wenn das nicht erfüllt ist, kann selbst bei der Funktionalität alles stimmen, es wird trotzdem nie ein Erfolg werden. Ich denke nicht, dass die europäischen Hersteller das auf die Reihe kriegen, sie schaffen es ja auch nicht bei den PKWs.
Vor den Chinesen muss man Respekt haben, sie sind für Tesla eine echte Herausforderung. Leider sind deren Finanzierung oft intransparent und der Staatseinfluss ist wahrscheinlich ähnlich wie in Europa. So gesehen ist es für Tesla sicher keine gemähte Wiese.
Und beweisen muss der Semi all die relevanten Dinge, aber die Rückmeldung der grossen Firmen mit ihren Testflotten ist extrem positiv, es ist ja nicht so dass man hier nichts vorzuweisen hätte, wie du das darstellst. Und das man die Semi-Fabrik derart skaliert, deutet jetzt nicht darauf hin, dass man hier nicht mit viel Zuversicht in ein Abenteuer gehen würde. Man hat das Produkt x-fach überarbeitet, abgespeckt, vereinfacht, wirklich lang getestet, dass es im Einsatz dann keine Überraschungen geben sollte. Es wäre fatal, wenn bei den vielen Kilometern und langen Einsatzzeiten, viele Supportfälle auftauchen würden. Tesla geht hier genau richtig vor, Eile ist hier nicht angesagt, weil die Folgen katastrophal sein könnten. Als Beispiel Batteriefails bei den Kapazitäten … der Horror.
Future meint
Yep, der Semi ist extrem schick. Das erwartet man so gar nicht von einem Lkw. Mit dem Teil kann man nach der Arbeit auch noch gut zur Oper fahren.
M. meint
Naja, 7 Jahre nach Vorstellung nur Prototypen auf der Straße, das ist schon irgendwie lustig.
Und das Teil 7 Jahre nach Vorstellung von CW 0,36 auf 0,40 verbessert zu haben, ist auchbein Witz. Die Preise zum Ausgleich fast verdoppelt… ok, darüber lacht dann nicht jeder.
Kommt drauf, ob man bestellen wollte.
Future meint
Ja, das hat lange gedauert. Tesla ist eben ein Startup, das gut wirtschaften muss und kein Geld verschwenden will – das ist mein Eindruck. Deshalb dauert es leider länger als geplant. Ich vermute, es hatte auch mit der Verfügbarkeit und den Preisen für die großen Akkupacks zu tun. Aber jetzt ist es soweit und es wird Zeit, dass endlich die Logistik sauberer wird. Zum Glück ist die Branche nicht so emotional drauf wie die Autofahrer, denn hier geht es einfach nur ums Geld. Und wenn die geopolitischen Verwerfungen noch länger anhalten werden, dann spielt Geld eine noch größere Rolle beim Antriebswandel in der Logistik.
M. meint
„Tesla ist eben ein Startup“
Seit jetzt 23 Jahren. 😄
Mary Schmitt meint
Beim CyberTruck hatte das US-Militär ja ein paar Wagen für Beschusstests gekauft. Das wird beim Semi möglicherweise auch erforderlich sein.
SB meint
Die Zuverlässigkeit ist katastrophal, wenn die Verfügbarkeit bei 95% liegt.
Bei angenommenen 250 Betriebstagen pro Jahr sind es 12,5 Tage Nicht-Verfügbarkeit.
Im Umkehrschluss bedeutet es bei den genannten kurzen Reparaturzeiten, dass ein Tesla Semi mehrere Male im Jahr ausfällt.
Nach 237,5 Tagen im Betrieb hat ein Spediteur mit einem Diesel-LKW in der EU seine Kosten noch nicht reingeholt. Unter der Annahme dass das beim BEV nicht viel besser ist, kann man mit dem Semi in der EU kein Geld verdienen.
Jörg2 meint
Hättest Du die Verfügbarkeitsrate eines normalen Diesel-Lkw zur Hand? Nur so als Abgleich für Dein „katastrophal“.
Im Übrigen führt Deine Rechnung in die Irre. „Nichtverfügbarkeit“ beschreibt auch die geplante Wartung (oft in der eigenen Werkstatt) und ist im Einsatzplan der Flotte so vorgesehen.
Schmerzhaft ist der hier im Artikel als „Servicefall“ beschriebene, ungeplante Ausfall. Der Artikel gibt dazu folgende Auskunft: „80 % der Ausfälle werden in weniger als 24 Stunden behoben, und die Hälfte sogar in weniger als einer Stunde.“
Tinto meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Couch Kartoffel meint
Nach 10 Jahren Entwicklung und Fällen von Fälschungen wie Nikola, wird der Semitruck durch europäische Konkurrenz und chinesische E Trucks an die Wand gedrückt.
Was ist mit dem Mini Tesla oder Cybercap. Das klapprige Vorführmodell auf der Autoshow kann ja kein Serienfahrzeug gewesen sein.
Silverbeard meint
Nur für alle, die nicht so ein superspezial Experte sind wie Du. Was hat das Cybercab mit dem Semi zu tun?
Das Cybercab ist in der Entwicklung, kann aber ohne Lenkrad nicht in Serie gehen, bevor das autonome Fahren Level 4 oder 5 genehmigt ist. Wie soll es also für den Semi ein Beispiel sein?
David meint
Die Werte sind alles andere als beeindruckend. Man baut die Schwachlastzellen 4680 ein anstatt auf LFP zu setzen, hat kein Getriebe und kein erreichbares seitliches Fahrerfenster. Krönung ist aber die Aerodynamik und der Verbrauch. Man hat im Formfaktor angeblich eine Verbesserung auf 0,40 erzielt. Dabei findet man im Internet jede Menge Aussagen von Tesla, die vorher einen cw-Wert von 0,36 auswiesen. Auch der Verbrauch, der natürlich unter Idealbedingungen angegeben wird, fällt mit 110 kWh auf 100 km alles andere als beeindruckend aus.
Vor allen Dingen möcht ich gerne wissen, was für ein Geschäft Tesla damit machen möchte. Daimler Trucks hat ein eigenes Achsenwerk und ebenso eine eigene Fertigung nur für Fahrerhäuser. Skaleneffekte ohne Ende. Ebenso muss Tesla für ein einziges Modell einen US-weiten kompletten Service aufbauen. Das rechnet sich doch alles gar nicht. Was man da an Fertigung aufgebaut hat, kann im besten Fall vierstellige Stückzahlen liefern.
Für mich ist das nur weiteres Blendwerk eines Unternehmens, dessen Stern rapide sinkt und das rationale Kunden nicht mehr ansprechen kann, sondern es nur noch mit den Anderen versucht.
Jörg2 meint
Lehn Dich zurück und sieh Dir an, was passiert. Dein Hyperventilieren ist viel zu früh.
M. meint
Du aber auch, Jörg. Als unabhängiger Kommentator brauchst du dich nicht so zu verausgaben.
Jörg2 meint
M
Ich bin kein unabhängiger Kommentator. Ich fühle mich der Faktenlage verpflichtet.
David schreibt halt (aus meiner Sicht) Unsinn.
Beispiel?
Er führt an, dass Tesla für EIN Modell einen US-weiten Service aufbauen muss und stellt das (so mein Eindruck) als Nachteil gegenüber anderen (wohl mehrere Modelle anbietenden) Mitbewerbern dar. Das ist halt Quatsch: Wer nur Ersatzteile und Serviceschulung für EIN Modell absichern muss, ist besser dran, als der, der das für mehrer Modelle machen muss. (Was er noch nicht verstanden hat, ist der Vertrieb an (Werkverkehrs-) Flotten mit eigener Werkstattkapazität)…
Und so sucht sich Davis immer irgendwelche selbstkonstruierten Aufreger. Aber das kennst Du ja.
M. meint
Ach, Fakten gelten nicht unabhängig? Die haben wohl auch eine Richtung?
Egal. Ich lese ihn meist nicht, da ich – entgegen aller Annahmen von selbsternannten Faktensuchern hier – gar keine wie auch immer geartete Beziehung zu ihm habe.
Aber, dass der Aufbau einer Versorgungskette für ein Modell (mit weniger Exemplaren im Raum X) weniger effektiv ist als für viele Modelle mit (Achtung, jetzt kommts) viel mehr Exemplaren und einer großen Anzahl an Gleichteilen, wirst dunkaum leugnen. Die örtliche Infrastruktur in Form von Mitarbeitern, Warehause usw. brauchst du in beiden Fällen. Außer du willst ständig alles per Express durchs Land schicken, und den Mechaniker gleich mit, aber das System läuft nur bis zu einem gewissen Volumen.
Das Tesla beim Semi dieses Volumen nicht hat, das stimmt sicher.
Mogli27 meint
Zum Verbrauch möchte ich nur ergänzen, dass dieser in den USA ermittelt wurde (deshalb kWh/Meile). Dort dürfen Nutzfahrzeuge viel schneller fahren als in Europa, teilweise bis zu 120 km/h! Also nur schwer vergleichbar.
M. meint
Dürfen. Aber machen sie es?
Habe ich nicht erlebt.
Nicht mal bergab.
Silverbeard meint
– Was macht Dich so sicher, dass Tesla die Produktion nicht erweitern wird, wenn es sich rechnet?
– Wie ist der US Fahrzyklus? LKW dürfen dort so schnell wie PKW fahren soweit ich weiß.
Was ich sagen will 110kWh/100km in den USA können bei 85km/h in der EU auch weniger sein.
– Tesla hat überall Servicestationen. Was ist aufwendiger, Mitarbeiter schulen oder komplett neue Stationen aufbauen? Die meisten Probleme können wahrscheinlich sowieso mit mobilen Servicefahrzeugen gelöst werden.
– Nur weil Du keinen Überblick hast, heißt das noch lange nicht, dass Tesla der Überblick fehlt.
– Bei den 4680 hat Tesla jetzt die Trockenbeschichtung im Griff. Das spart 30-50% der Produktionsenergie für die Zellen. Vielleicht ist es billiger die 4680 LiIon Zellen selbst zu produzieren, als LFP Zellen einzukaufen? LFP hat nun mal eine geringere Leistungsaufnahme und Abgabe. Unpraktisch, wenn man mit 1.200kW laden will.
Wie sich die 4680 weiterentwickeln werden, muss sich erst noch zeigen. Nachdem jetzt die Trockenbeschichtung in der Serie prozesssicher ist, wird wieder am Material gearbeitet, um die Zellen noch leistungsfähiger zu machen.
Ich bin jedenfalls auf das Märzergebnis gespannt. Vor allem wenn DU kurz vor Quartalsende wieder so vom Leder ziehst, müssen die Zahlen für Tesla in der EU fantastisch sein.
Die Wahrheit meint
Wenn Davids Prognose beim Semi genauso zutrifft, wie er uns das beim Model Y einreden wollte, dann ist doch alles gut. -:)
Das Model Y setzt seinen Siegeszug weiter fort und das preisgünstige Standard Model Y schlägt ein wie eine Bombe. Die Käufer wollen moderne Technik zu bezahlbaren Preisen. Grüße gegen raus an Herrn Blume. 6 Milliarden erfinden, Boni kassieren und gleich darauf brutale Sparmaßnahmen ausrufen, genau so geht der Weg zum Nichterfolg.
Nicht auszudenken was passiert, wenn die RDW oder die UNECE das FSD von Tesla in wenigen Wochen/Monaten genehmigen.
Mercedes und BMW haben Level 3 wegen Mißerfolg eingestellt. VW ist noch in der Findungsphase mit teuerem Zukauf bei XPeng und/oder Rivian. Die Testfahrt von Rivian auf Youtube mit dem letzten Softwarestand war grauenhaft, geradzu stümperhaft. Das bekommt niemals eine Genehmigung.
M. meint
Du solltestbdichbwirklich so langsam in „Teslawahn“ umbenennen, das ist ja schon peinlich, was du von dir gibst.