Die IG Metall geht juristisch gegen die Betriebsratswahl im Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide vor. Die Gewerkschaft reichte laut dem Spiegel beim Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) einen Antrag ein, mit dem die Unwirksamkeit des Wahlergebnisses festgestellt werden soll. Hintergrund sind nach Angaben der IG Metall massive Vorwürfe gegen den Wahlprozess.
Aus Sicht der Gewerkschaft sei der Wahlkampf von Einschüchterung und Drohungen geprägt gewesen. Zudem habe es eine ungleiche Behandlung von Listen und Kandidaten gegeben. Diese Umstände ließen für die IG Metall nur den Schluss zu, dass eine unzulässige Beeinflussung der Wahl vorgelegen habe.
IG-Metall-Chefin Christiane Benner: „Der Eindruck, dass die Wahl bei Tesla durch Drohungen beeinflusst wurde, ist zu schwerwiegend, um ihn nicht gerichtlich prüfen zu lassen.“ Die Beschäftigten und Kandidierenden hätten Anspruch auf faire Bedingungen gehabt, „ohne das Gefühl, für ihre Entscheidungen im Anschluss bestraft zu werden“.
Die Wahl in Grünheide galt als richtungsweisend und verlief in Teilen äußerst konfrontativ. So soll das Management unter Werksleiter André Thierig mit fragwürdigen Methoden gegen die Gewerkschaft vorgegangen sein. Nach Recherchen des Spiegel wurden Beschäftigten gegenüber mehrfach Aussagen gemacht, wonach ein geplanter Werksausbau nur ohne eine Mehrheit der IG Metall erfolgen werde. Thierig selbst erklärte dazu gegenüber dem Nachrichtenmagazin, er habe eine eigene Meinung zur Gewerkschaft, „die ich äußere und zu der ich stehe“.
Auch Konzernchef Elon Musk sowie aus den USA angereiste Manager äußerten sich laut Berichten vor der Wahl bei einer Betriebsversammlung in ähnlicher Weise. Die Abstimmung Anfang März endete für die IG Metall mit Verlusten: Sie landete auf dem zweiten Platz, während die Liste „Giga United“ die Mehrheit errang. Ein Großteil der Sitze entfiel auf Listen ohne Gewerkschaftsbindung.
Sollte das Arbeitsgericht dem Antrag der IG Metall stattgeben, müsste die Betriebsratswahl in Grünheide wiederholt werden.


Die Wahrheit meint
Laßt die Gerichte das klären.
Vermutlich verläuft der Streit wieder im Sande, wie bei der letzten Klage.
Die IG Metall steht mit dem Rücken zur Wand, da der Mitgliederschwund in Richtung 30% geht. Der Machtverlust schmerzt, wie auch fehlende Mitgliedsbeiträge.
Bei VW fehlen Milliarden, bei der Gewerkschaft fehlen Millionen. Beide ringen nach neuen Geschäftsfeldern. VW liebäugelt mit euner Militärproduktion und die Gewerkschaft blauäugelt mit Tesla.
Wenn VW die angedrohten 50.000 Mitarbeiter reduziert, in welcher Form auch immer, dürfte der Mitgliederschwund bei der IG Metall anhalten und selbst Personal reduzieren müssen.
David meint
Ich habe hier keinen Beitrag gefunden, der dafür ist, die Wahrheitsfindung dem Gericht aus der Hand zu nehmen und das lieber hier im Kommentarbereich zu klären. Insofern weiß ich nicht, auf was du dich beziehst. Was der demographische Wandel bei VW damit zu tun hat, weiß ich nicht. Ich weiß allerdings schon was zu den Quartalszahlen von Tesla und es ist sogar schon erstes Estimate für die Jahreszahlen gekommen. Da kann man zusammenfassend nur sagen: Das wird noch richtig lustig.
Powerwall Thorsten meint
29.03.26 12:45
Irgendwie werden hier Beiträge in letzter Zeit nicht nur als „nicht konstruktiv“ eingestuft- sie fallen bei Absendung irgendwie gleich in die Ablage P
Fragen über Fragen
Dann eben Screenshot mit Zeitstempel
und Copy and Save
@ David
Deine negativen „Prognosen“ hören wir hier auch jedes Quartal oder Jahr aufs Neue.
Und der „katastrophale Absturz“ erfüllt sich dann – sehr zu deinem Leidwesen- immer wieder auf Neue nicht – komisch irgendwie.
Jetzt gehen die Verkäufe in vielen Märkten sogar wieder hoch – dabei ist FSD Supervised noch gar nicht überall zugelassen.
Ich hätte da ja für den Jahresverlauf eine Prognose, die dir allerdings gar nicht gefallen wird.
Time will teach you
Mary Schmitt meint
Bin mal gespannt, was sie vorzutragen haben. Da muss ja irgendetwas Handfestes und Beweisbares vorliegen. Denn wenn man sang- und klanglos vor Gericht untergeht, hat das eine ungünstige Wirkung. Drohungen und systematischen Benachteiligungen kann man sicher reichlich aufzeigen. Das ist eben Tesla. Aber für mich wird es an der Schwelle schwierig, wenn man nachweisen muss, dass ein messbarer Teil der Belegschaft deswegen anders abgestimmt hat. Das wird man müssen.
Andi EE meint
@David & Mary
Diese Gewerkschafter verhalten sich wie ihr hier, eine absolute Vollkatastrophe, wenn Leute mit diesem besch. Mindset eine Firma so infiltrieren können. Ihr seid von konstruktiven Verhalten lichtjahre entfernt. Sündenböcke jagen, das passiert immer in ökonomischen Abstiegsspiralen, wie es seit Jahren in Deutschland der Fall ist. Korrigiert wird dort wo die Substanz gesund und bewahrt wird dort wo die Substanz marode ist (Deutsche OEMs).
Jörg2 meint
Was glaubt die IGM, was sich bei einer möglichen Neuwahl nach Gerichtsstreit ändert?
Wenn ich das richtig verfolgt habe, sind doch ein paar IGMetaller im Betriebsrat. Die könnten doch nun dermaßen konstruktive gute Arbeit leisten, dass bei der nächsten Wahl sich die Mehrheit sagt: Von denen möchten wir mehr! Die sollen die Führung im Betriebsrat übernehmen!
Nun nimmt man Gewerkschaftsgeld und zieht vor Gericht.
Tinto meint
Zur Betriebsratswahl habe ich schon einen Kommentar geschrieben in dem ich meine Bedenken zur Wahl äusserte, und dass hoffentlich alles mit legalen Dingen zugeht.
Das war wohl nicht der Fall. Das Problem bei solchen Anfechtungen, die Mühlen der Justiz mahlen langsam, und bis eine Entscheidung gefällt wird können ev. Jahre vergehen. Bis dahin steht dann schon wieder die nächste Wahl an. Gut dass sich die IGM nicht hat einschüchtern lassen, das gehört eben auch zu einer Demokratie, die hier geltenden Gesetze und Werte zu verteidigen.
Jörg2 meint
„Das war wohl nicht der Fall.“
Zu der von Dir (mMn richtiger Weise) gelobten Demokratie, gehört im Recht auch die Unschuldsvermutung. Da schwächelt Deine Meinungsäußerung etwas…
David meint
Nur damit du lernst: Die Unschuldsvermutung ist ein Rechtsprinzip und hat mit Demokratie nichts zu tun. Es gab sie schon im römischen Reich. Die Folter in Hexenprozessen im Mittelalter geht übrigens direkt auf die Unschuldsvermutung zurück.
Jörg2 meint
Zu „meiner“ Demokratie gehört Rechststaatlichkeit und also auch die Unschuldsvermutung.
In Deiner Demokratie, in der das offenbar nicht verknüpft ist, will ich nicht leben. Das hatte ich schon.
Future meint
Die Unschuldsvermutung ist ein fundamentales Menschenrecht, das laut Artikel 11 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für jeden gilt, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird. Die AEMR wurde bis heute von 193 Staaten anerkannt. Deutschland hat diese Rechte auch anerkennen müssen in seinem Grundgesetz von 1949, an dem die allierten Siegermächte massgeblich beteiligt waren.
David meint
Du versuchst mit allen Hebeln deine Wissensfehler nachträglich zu korrigieren. Neu eingeführt hast du jetzt die Rechtsstaatlichkeit, um die Brücke Unschuldsvermutung – Demokratie doch noch irgendwie zu konstruieren. Davon war vorher nicht die Rede. Aber Rechtstaatlichkeit hat mit Demokratie auch nichts zu tun. Die gab es z.B. im alten Preußen oder jetzt in Singapur. Das ist das gefährliche, dass Leute mit zu wenig Wissen in ein dualistisches Weltbild abgleiten: Die da oben, wir da unten. Wir gut, die anderen schlecht. Demokratie gleich Rechtsstaat, alle anderen nicht.
Jörg2 meint
David
Danke für die Bestätigung, dass im demokratischen Deutschland die Rechtsstaatlichkeit, und damit die Unschuldsvermutung, gilt.
Und schön, dass in Rechtssystemen von Staaten, die wir eventuell als undemokratisch einstufen würden, dieses Menschenrecht auch gilt.
Powerwall Thorsten meint
Hoffentlich holt sich die IG-Metall vor Gericht eine blutige Nase. Das wird sicher noch weitere Mitglieder zum Austritt bewegen, wenn sie endlich mal feststellen, dass es hier nur um Machtspielchen geht und nicht mehr um die Interessen der Mitarbeiter.
Zu den Kommentaren unseres Tesla Haters Nummer eins, der auch immer zuerst am Start ist, ist eigentlich nichts weiter zu sagen, außer dass er bei Tesla wie immer von Dingen redet, von denen er offensichtlich keine Ahnung hat.
Tinto meint
Da muss ich PWT widersprechen. Ich habe viele Anfragen von Tesla Mitarbeitern, da geht es ganz konkret um deren Interessen. Die Machtspielchen kommen von der Tesla Geschäftsleitung.
Future meint
Hat sich Tinto jetzt als Funktionär der Gewerkschaft geoutet?
Das würde erklären, warum er sich so massiv für die Gewerkschaften einsetzt. Jeder hat halt seine Mission hier.
Tinto meint
Netter Versuch, Future. Ich vertrete ausschließlich die Interessen betroffener Arbeitnehmer im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Mir ist klar dass du sowas nicht verstehst, der Staat von dem du träumst, in dem haben Arbeitnehmer weder Rechte, noch einen Rechtsbeistand.
David meint
Spannender ist es, den Fall zu betrachten, dass die IG-Metall den Prozess gewinnt. Meines Erachtens hat sie bei der Wahl komplett verpasst, ihre eigentliche Kompetenz zu zeigen. Das können sie bei einer Neuwahl korrigieren.
Ich hätte an ihrer Stelle klar gemacht: Wenn es wirklich brennt, können wir für die Leute im Interessenausgleich das Beste herausholen. Denn Fakt ist: Alle Werke sind unterausgelastet, die Tendenz bei der Nachfrage zeigt weiter nach unten.
Nur das deutsche Werk hat aber zusätzlich Lohnfortzahlung, Kündigungsschutz und 35 freie Tage im Jahr. Das ist also hoch gefährdet, egal was Musk verspricht. Seine Versprechen sind ja legendär…
David meint
Da hat man sich anscheinend einen erbitterten Feind gemacht und egal, was bei diesem Verfahren herauskommt, es wird auf jeden Fall ein weiterer Schaden im Image von Tesla entstehen.
Natürlich ist das auch von Tesla selber verschuldet. Denn es gibt gute Beispiele, wie UPS, wie man in Deutschland mit traditionellen Gewerkschaften umgeht. Nämlich indem man eigene Listen mit symphatischen Leuten aufbaut, die zuhören und so näher an den Leuten und ihren Bedürfnissen sind.
Aber das wäre ja schlau und erfolgreich. Damit passt es nicht zu der Kette von Fehlentscheidungen, die in diesem Unternehmen getroffen wurden. Statt einer Strategie gibt es in Grünheide nur das übliche, toxische Betriebsklima, dessen Einfluss auf die Wahl ja jetzt überprüft wird.
Andreas Bitte meint
Der David weiß eben rein gar nichts von Tesla! Hat dieser Typ dort schon einmal gearbeitet? Wozu werden vorgefertigte Satzbausteine seit Bestehen des Werks notorisch immer wiederholt? Sabotage linksextremistischer Kreise?
David meint
Diskussionskultur funktioniert so: Wenn ich etwas schreibe, gehst du inhaltlich darauf ein, wenn da was zu korrigieren oder bestätigen oder ergänzen ist. Darf ich also freundlich nachfragen, welcher Punkt von mir nicht korrekt dargestellt ist? Du darfst gerne deine Sicht der Dinge darstellen.
Powerwall Thorsten meint
David, bei dir wird es eben langsam wie bei Hums.
Mit dir diskutiert eben auch keiner mehr, weil du die grundlegenden Prinzipien einer Diskussion mit deinen Provokationen und Unwahrheiten mit Füßen trittst.
Wenn ich deinen FUD Versuchen und täglichen Tesla Anfeindungen seit Jahren widerspreche und deine „Meinung“ durch Fakten ins richtige Licht setze ist das keine Diskussion.
Du bekommst Geld dafür – ich schreibe hier privat und freiwillig – das unterscheidet uns.