In Kürze debütiert laut Berichten der Nachfolger des Smart ForTwo. Der als #2 angekündigte neue Zweisitzer soll das zuletzt nur noch aus größeren Fahrzeugen bestehende Angebot der inzwischen rein elektrischen Marke um ein Einstiegsmodell erweitern. Aktuelle Fotos scheinen zu bekräftigen, dass sich die Neuauflage stark am letzten ForTwo orientiert.
Smart war früher für seine Kleinstwagen bekannt. Den ForTwo und auch den danach eingeführten Viersitzer ForFour bot man später nur noch in den rein elektrischen Ausführungen an, nicht mehr mit Verbrennungsmotor. Nachdem Mercedes-Benz die Hälfte der Tochter an den chinesischen Partner Geely verkaufte, wurde ein Angebot aus größeren SUV und Crossovern aus China-Entwicklung und -Produktion mit mehr Premiumanmutung aufgebaut. Das neue, vierte Modell wird aber wieder ein kleiner Stromer für den urbanen Einsatz.
Die nun im Netz aufgetauchten Erlkönigfotos zeigen, was offizielle Teaser und Bekanntmachungen bereits erahnen ließen: Der #2 weist eine ganz ähnliche Form wie sein hoch gebauter, nahezu quaderförmiger Vorgänger mit kurzen Überhängen ForTwo auf. Zur Designsprache lässt sich wegen der Tarnung noch nicht viel sagen. Der #2 dürfte aber die weiche, reduzierte Optik mit Premium-Anmutung der aktuellen Modellpalette übernehmen.

Die Neuauflage des Stadtfahrzeugs fährt laut dem Hersteller auf der Electric Compact Architecture (ECA). Es handele sich um eine ganz neue, eigens entwickelte Architektur und Technologieplattform. Diese dürfte wie die Technik für die anderen neuen Smarts in China bei Geely entstehen. In Deutschland kümmert sich Mercedes seit dem 50-Prozent-Verkauf nur noch um das Design neuer Fahrzeuge.
Smart hat bereits im letzten Jahr erklärt, dass man den ultrakompakten Abmessungen des Originals treu bleibt. Auch die Auslegung mit zwei Türen und zwei Sitzen sowie Heckantrieb sei gesetzt. Eine erste Vorschau auf die Silhouette der neuen Generation gab es im September (Artikelbild). „Diese DNA ist nur der Ausgangspunkt für die komplette Neugestaltung von Smarts Stadt-Zweisitzers“, hieß es. „Mit einem vom Mercedes-Benz-Designteam komplett neu gestalteten Innen- und Außenbereich wird der Smart #2 mit einer neuen Identität auf den Markt kommen. Die neue ECA-Plattform bildet die Grundlage für einen Elektroantrieb der nächsten Generation, fortschrittliche Sicherheit und ein unvergleichliches Fahrerlebnis in der Stadt.“
Das bisherige Smart-Angebot besteht aus dem kompakten SUV #1, dem etwas größeren Crossover #3 sowie dem Mittelklasse-SUV #5 . Aus China kamen zudem 2025 Bilder der neuen großen Limousine #6, die in Asien – wie inzwischen auch der #5 – zusätzlich als Plug-in-Hybrid angeboten wird. Dementiert wurde, dass neben dem ForTwo auch der ForFour als reiner Stromer neu aufgelegt wird.


David meint
Wird in Deutschland nicht funktionieren, weil Chinaware zum Premium Preis. Dann machen wir uns nichts vor, das Auto wird nicht 15 k kosten. In Rom könnte es anders aussehen. Denn da ist die Kürze der Parklücke ein großer Wert.
Future meint
In Hamburg oder Berlin ist es genauso eng wie in Rom. Nur München hat etwas mehr Platz. Natürlich lässt sich der neue Smart auch wieder überall quer einparken. Trotzdem war der Smart immer auch auf den Dörfern schon früher beliebt. Mehr Auto benötigen viele einfach nicht. Sehr gut, dass das Auto jetzt endlich zurückkommt.
Future meint
Viele haben sich hier im Blog in den letzten Jahren darüber beschwert, dass die neuen großen Smarts nicht der DNA der Marke entsprechen würden. Jetzt bekommen die Europäer also wieder ihren Smart, wie sie ihn von früher kennen. Das ist doch eine sehr schöne Nachricht. Die Autos werden also wieder kleiner – das schafft auch wieder mehr Platz.
Tinto meint
Nettes Wägelchen, und designt in Deustchland, klar. Aber …, in China produziert, wird von mir deshalb nicht gekauft.
Future meint
Man kann beim Konsum doch nicht nur immer an sich selber denken. Es würde sich wohl niemals rechnen, so ein kleines modernes »Wägelchen« in Deutschland zu bauen, denn dann könnte es keiner mehr bezahlen. Zum Glück gibt es aber diese Länder mit niedrigeren Löhnen, die dem sparsamen Europäer dieses Auto bauen können, damit sich endlich alle die schöne und saubere Elektromobilität auch leisten können. Wer viel Geld ausgeben möchte, kann sich ja auch weiterhin ein Auto aus Deutschland nehmen. So haben alle etwas davon.
Tinto meint
Interessant Future, dass du nur ans Geld denkst. Waren das oder so ähnlich nicht deine Worte unter einem meiner Kommentare? Tja, so schnell verschiebt sich dein moralischer Kompass solange er deiner Mission dient. Aber es ehrt dich dass du an die Arbeiter mit den niedrigen Löhnen denkst, Ich hoffe du kaufst gleich zwei dieser Wägelchen, einen für mich mit. Dann sind wieder alle glücklich.
Powerwall Thorsten meint
Meine Geschäftspartnerin fährt den alten als Dorfflitzer und das reicht ihr völlig aus.
Abends an die heimische Wallbox oder in der Mittagspause PV Überschussladen – alles super.
Hoffentlich bringt der neue etwas mehr Akku als die 13,5kWh des jetzigen mit, dann wird bestimmt das ein erneuter Erfolg für den passenden Usecase.
Future meint
Der neue Akku soll eine Kapazität von rund 30 kWh haben. Einige Berichte spekulierten sogar auf bis zu 36 kWh. 300 Kilometer Reichweite müssten damit möglich sein, wenn der Smart schön effizient gelingt.