Den neuen elektrischen Peugeot 208, der 2027 mit dem rechteckigen „Hypersquare“-Lenkrad auf den Markt kommt, wird es auch mit einem traditionellen runden Lenkrad geben. Zudem bleibt die bisherige Verbrennerversion des 208 (Artikelbild) auf dem Markt. Das kündigte Markenchef Alain Favey im Gespräch mit Auto Motor und Sport an.
Das Hypersquare-Lenkrad, das als Teil des Steer-by-Wire-Systems für vollen Lenkeinschlag nur um 170° gedreht werden muss, sei für die Wahrnehmung des neuen Modells von hoher Bedeutung. „Die Akzeptanz dieses Features kann über Erfolg und Misserfolg einer Baureihe entscheiden“, so Favey. „Wir erleichtern den Übergang dadurch, dass es auch weiterhin ein herkömmliches Lenkrad geben wird. Obwohl wir wirklich absolut davon überzeugt sind, dass das die Lenkung der Zukunft ist. Nicht nur bei uns, sondern generell in der ganzen Industrie. Das ist nur eine Frage der Zeit.“
Da es den neuen 208 nur als Elektro-Modell geben wird, kündigt Favey an, dass der aktuelle Verbrenner-208 vorerst auf dem Markt bleibe. „Das machen wir für diejenigen unter unseren Kunden, die bewusst keine neue Technologie suchen, sondern ein einfaches, bewährtes und preiswertes Auto wollen. Für sie werden wir das bisherige Modell weiter anbieten. Das ist sehr wichtig, weil wir wissen, dass es eine Zeit lang dauern wird, bis der Markt zu 100 Prozent elektrisch wird.“
Dennoch läuft die Zeit für Verbrenner im Kleinwagensegment ab. Favey: „Es ist klar: Verbrennermodelle im B-Segment wird es nicht ewig geben. Darum erscheint es uns auch logisch, in ein neues Modell zu investieren, das State of the Art sein wird im zukunftsträchtigen Markt der BEV im B-Segment. Und für den anderen Teil des Marktes, der irgendwann verschwinden wird, haben wir ein Auto auf einer bekannten und kostengünstigen Basis.“

LMdeB meint
Warum nicht mal ein 3- oder 5- oder 8-eckiges Lenkrad? LenkTri, LenkPenta oder LenkOkta?
MK meint
Peugeot 205, danach Peugeot 206, dann Peugeot 207, als Nachfolger der Peugeot 208 und nun der neueste Nachfolger Peugeot 209…ach ne, doch wieder 208? Scheinbar will man den Verbrenner-Kunden nicht all zu laut ins Gesicht schreien, dass diese Technologie veraltet ist und bricht nach mehr als 40 Jahren mit der eigenen Logik und zählt nicht weiter hoch.
Albert Porst meint
Nun ja. Wer mir als Hersteller irgendetwas „ins Gesicht schreit“, der ist in der gleichen Sekunde bei mir als Lieferant aus dem Rennen.
Diese leidvollen Erfahrungen mit ihren jeweiligen Kunden haben auch Hersteller wie VW, Audi, Porsche, Mercedes und und und gemacht. So langsam kapieren es in der Tat auch die Hersteller.
MK meint
@Albert Porst:
Das war vielleicht etwas provokativ ausgedrückt. Aber Fakt ist doch, dass Peugeot seit vielen Jahrzehnten bei jeder neuen Baureihe die letzte Zahl der Modellbezeichnung um 1 hochzählt. Nur für die erste wirkliche Elektroversion wird dieser Mechanismus plötzlich außer Kraft gesetzt als wäre es noch das alte Modell und kein verbessertes gegenüber dem aktuell schon existierenden elektrischen 208.
brainDotExe meint
Dann würde man die „alte“ Verbrenner Version aber schlechter dastehen lassen. Das will man verständlicherweise auch nicht.
SK meint
205, 206, 207, 208, 208 II.
Peugeot hat das Hochzählen bereits mit der aktuellen Generation beendet. immer daran denken: wer dem Verbrennerfan zu stark überzeugen will, erzeugt damit auch
Nikola Tesla meint
Das ist nicht richtig.
Peugeot hat bereits im Jahr 2012 entschieden, die fortlaufende Nummerierung seiner Modelle (die letzte Ziffer zur Bezeichnung der Generation) zu beenden.
Der neue Peugeot 208 wird daher die 3. Modellgeneration einläuten.
Die weiteren Modelllinien befinden sich ebenso bereits in der 2. bzw. 3. Modellgeneration.
2008: 2. Modellgeneration
308: 3. Modellgeneration
3008: 3. Modellgeneration
408: 3. Modellgeneration
Talami meint
Was du behauptest mit den Modellnummern hochladen stimmt seit den 1980ern nicht mehr, als der Peugeot 309 eingeführt wurde. Seit diesem Zeitpunkt stimmt die Nomenklatur nicht mehr.