BMW will den M3 künftig in zwei Antriebsvarianten anbieten. Der elektrische M3, der 2027 erwartet wird, und die nächste Generation des M3 mit Benzinmotor sollen „Zwillinge“ sein und preislich „in derselben Größenordnung“ liegen, schreibt Autocar. Käufern soll damit die Wahl zwischen beiden Varianten offenstehen.
Der erste elektrische M3, dessen endgültiger Name noch nicht feststeht, basiert auf dem jüngst vorgestellten i3 und nutzt die neue Elektro-Architektur „Neue Klasse“. Vorgesehen sind vier Elektromotoren, die jeweils ein Rad antreiben. Die Leistung soll bei annähernd 1000 PS (736 kW) liegen. Neben dem elektrischen M3 soll auch der M3 mit Verbrennungsmotor in eine neue Generation gehen. Er bleibt den Informationen nach auf der CLAR-Plattform der aktuellen 3er-Reihe, erhält aber eine optische Überarbeitung im Stil der Neue-Klasse-Designsprache von BMW.
Sylvia Neubauer, Vertriebschefin von BMW M, sagte Autocar, das erste eigene Serien-Elektroauto der Division werde „der BMW-M-DNA treu bleiben“. Sie betonte, es gehe nicht nur um Beschleunigung und Leistung, sondern auch um Fahrbarkeit, Manövrierbarkeit sowie das Maß an Vertrauen und Verbindung zwischen Fahrer, Auto und Straße. Bei einem Hochleistungs-Stromer müsse dieses Vertrauen in jeder Millisekunde vorhanden sein.
Auf die Frage, wie skeptische bisherige BMW-M-Kunden vom Umstieg überzeugt werden sollen, sagte Neubauer: „Wir müssen dich in die Autos bekommen.“ Dafür plant das Unternehmen eine Reihe von Fahrveranstaltungen, bei denen M-Kunden das Elektroauto ausprobieren können. Neubauer ergänzte, man werde nicht 100 Prozent der auf Benziner fokussierten Zielgruppe von einem vollelektrischen M3 überzeugen, aber einen Teil derjenigen, die das Modell testen.
Zugleich soll der Verbrennungsmotor für jene erhalten bleiben, die nicht wechseln wollen. Neubauer sagte, BMW könne die Produktion in Maß an die Nachfrage anpassen. Trotz des schwächeren Wachstums bei Elektroauto-Verkäufen äußerte sie keine Bedenken gegen die Einführung eines elektrischen M3.
Neubauer sagte zudem, BMW M werde für den elektrischen und den benzinbetriebenen M3 keine getrennten Käufergruppen ansprechen. Im Mittelpunkt stehe eine Hochleistungs-Zielgruppe, in der es sowohl progressiv eingestellte Elektro-Fahrer als auch überzeugte Anhänger von Verbrennern gebe. Unabhängig vom Antrieb bleibe es immer ein BMW M3. Unterschiede in der Funktion führten zwar in einigen Bereichen zu einem anderen Design, insgesamt werde aber erkennbar sein, dass beide Modelle Zwillinge sind.

Horst Feuser meint
Was auf gar keinen Fall geht, ist , das die Batterie nach ein paar schnell gefahrenen KM abkackt und die Leistung reduziert wird wie beim i40 mit „M“ Paket…
M. meint
Was hat denn ein Hyundai damit zu tun? Seit wann gibt es die mit M-Paket?
Ich weiß aber, worauf du anspielst, obwohl dir selbst der Durchblick fehlt, daher schätze ich: wenn BMW für die Batterie des iM3 zusätzlichen Kühlaufwand betreibst, werden die das im Auge haben.
Einfach mal abwarten, und dann versuchen zu lästern.
brainDotExe meint
Der jetzige i4 ist, im Gegensatz zum kommenden elektrischen M3, ja auch nicht für den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegt. Daran ändert auch das M Paket nichts.
Mäx meint
1.000Ps für den gleichen Preis wie ein ICE M3 mit ~600Ps halte ich für doch recht unwahrscheinlich.
Eher könnte ich mir vorstellen, dass es eine iM3 Version geben wird mit 4 Motoren und so ~750Ps, und dann ein Competition Modell mit entsprechendem Aufschlag von 20-30k für dann 1.000Ps.
Ansonsten wären 1.000Ps für ca. 120-130k im BMW Kosmos schon unverschämt gut eingepreist.
brainDotExe meint
Könnte sein, andererseits muss man ja auch das Mehrgewicht gegenüber dem Verbrenner irgendwie ausgleichen.
Bzw. alleine schon aus Gründen der internen Rangordnung glaube ich nicht an einen 1000 PS M3. Das würde man dem M5 vorbehalten.
Mäx meint
Mal schauen wie viel Mehrgewicht das am Ende ist.
Der neue ICE M3 müsste schwerer werden, weil neue Generation an Fahrzeug.
Mal ein paar Gewichte:
G01 (alter X3) wog in 2020 als M40i (B58 ohne Mild-Hybird) 1.885kg
G01 (alter X3) wog in 2024 als M40i (B58 Mild-Hybird) 1.985kg
X3 G45 (gerade neu entwickelt) wiegt als M50 (B58 Mild-Hybrid) 2.055kg
> neue Gen+Mild-Hybrid waren schlanke 170kg.
iX3 50xDrive wiegt 2.360kg
> ca. 300kg mehr.
M3 Competition xDrive (S58) wiegt aktuell 1.855kg.
Der kommende S58 im M3 wird ein Mild-Hybrid werden + neue Gen
Wenn man das mal addiert landet man bei ca. 2t für einen ICE M3.
Ich würde schätzen, dass man grob bei 2.200kg (oder weniger) landet für den iM3.
Dafür hast du aber guten Schwerpunkt wg. Batterie und echtes 4-Rad Torque Vectoring; ich würde mal sagen, dass es da nicht 1.000Ps braucht um ebenbürtig zu sein.
Die Plattform soll doch bis 1.300Ps können oder?
Das wäre dann immer noch genug Abstand zum M5
brainDotExe meint
Es ist ja (hoffentlich) vom ICE M3 noch eine reine RWD Version gegen (würde ich mir beim BEV M3 auch wünschen), die wird wohl unter 2000 kg liegen. Da kannst selbst ein tiefer Schwerpunkt nicht alles kaschieren.
Ja, die Platform wird wohl mehr als 1000 PS ermöglichen, aber da sind wir wieder bei der Rangordnung. Für einen potentiellen M6 oder M8 wird man sich wohl noch Luft lassen und den M5 nicht so überdimensionieren.
CJuser meint
Es wird zukünftig keine „Competition“-Modelle bei BMW M mehr geben. In keiner Baureihe. Offizielle Aussage. Das was bisher als „Competition“-Modell lief, wird zukünftig das „normale“ M-Modell. Aber ich würde auch eher mit 700-800 PS rechnen. Vor allem will diese Leistung auch über einen breiten SoC-Bereich verfügbar gemacht werden. 1.000 PS setze ich dann eher für einen M5 an.
Mäx meint
Da hast du recht, das wurde letztens mal gesagt.
Bei der Leistung stimme ich dir zu, sehe auch eher 700-800Ps für den iM3 aber mal schauen.
Die Plattform wurde mal mit 1.300Ps in Verbindung gebracht…wäre dann noch was übrig für einen iM5…
M. meint
Schätzung:
700 bis 750 PS iM3
900 bis 1000 PS iM5
>1000 PS iM6/7/8
Wobei 700 schon zuviel des Guten sind. Aber „zuviel“ ist ja quasi die Idee…
M. meint
Das nächste Kapitel von „die deutschen OEM wollen keine Elektroautos verkaufen“. ;-)
David meint
Bin mal gespannt, ob das gelingt. Den M3 Kunden habe ich als besonders speziell in Erinnerung. Aber klar wird sein, die elektrische Version ist deutlich stärker. Das wäre an der Ampel ein Argument und die Ampel spielt definitiv bei dieser Kundschaft eine Rolle. Ich bin gespannt, ob zudem das Torque Vectoring auf ein neues Level gebracht wird. Denn auch das könnte der Zielgruppe helfen – wenn man nur mit dem Fahrpedal lenken könnte.