Ferrari hat für die Abstimmung der Beschleunigung seines ersten vollelektrischen Fahrzeugs NASA-Spezialisten hinzugezogen. Beim kommenden Modell Luce ging es demnach darum, die Beschleunigung so zu justieren, dass das Fahrerlebnis trotz hoher Leistung gleichmäßig und komfortabel bleibt.
Der Luce soll zu den leistungsstärksten Modellen der Marke zählen, zugleich aber für die Kundschaft zugänglich bleiben. Ferrari-Chef Benedetto Vigna sagte gegenüber Autocar India, Beschleunigung könne „zu viel“ sein, weil sie „unser Gehirn stört“. Für Ferrari komme es nicht allein auf Technik oder Kennzahlen an. Entscheidend sei, wie Leistung „vom Menschen wahrgenommen“ werde. Deshalb zog die Marke neben medizinischen Zentren auch die NASA hinzu, um zu klären, welches Maß an Beschleunigung Menschen als belastend empfinden.
Beschleunigung und g-Kräfte des Luce seien entsprechend fein abgestimmt worden. Zugleich bleibt das Elektroauto klar auf hohe Fahrleistungen ausgelegt. Ferrari stellt über 736 kW (1000 PS) im „Boost-Modus“, den Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 310 in Aussicht.
Die Italiener geben stückchenweise Informationen zu ihrem ersten Elektroauto preis. Nach der Technik und dem Namen („Luce“) wurde im Februar eine Vorschau auf das Interieur mit Fokus auf physischen Bedienelementen gegeben.
Was noch unbekannt ist insbesondere, in welchem Format das Modell daherkommt und wie es genau aussieht. Der Luce wird laut Designer Jonathan Ive – bekannt als früherer Apple-Designchef – „groß“ in seinen Proportionen sein und ein ebenso radikales Außendesign wie sein Innenraum aufweisen. Die Italiener wollen ihr neues Modell im Mai komplett enthüllen. Erwartet wird ein viertüriger, viersitziger Grant Turismo mit einer ähnlichen Fahrhöhe wie das Ferrari-Verbrenner-SUV Purosangue.

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