Ford plant einen neuen elektrischen Pick-up, der zu einem Einstiegspreis von 30.000 US-Dollar (ca. 26.000 Euro) vor Steuern erhältlich sein wird. Das Fahrzeug soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden und eine Reichweite von weniger als 300 Meilen – circa 480 Kilometer – in der Basisversion bieten. Später könnte der batteriebetriebene Pick-up auch nach Europa kommen.
Alan Clarke, Leiter der Elektrofahrzeug-Entwicklung bei Ford, erklärte im Edmunds-Podcast CarCast, dass das neue Modell mehr Innenraum biete als ein Toyota RAV4. Damit soll der Pick-up geräumiger sein als der Ford Maverick oder der Ford Ranger. Das Projekt wird unter der Leitung von Clarke in Long Beach, Kalifornien, vorangetrieben. Er leitet dort ein spezielles Entwicklungsteam, das darauf abzielt, die Fertigung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen wettbewerbsfähiger gegenüber Tesla zu gestalten.
Der neue Pick-up wird dem Bericht zufolge als Mittelklasse-Truck konzipiert, der in seiner Größe dem Ford Ranger ähnelt. Durch den Verzicht auf einen Verbrennungsmotor bietet das Fahrzeug zudem einen vorderen Kofferraum („Frunk“), der als sicherer Stauraum genutzt werden kann. Im Gegensatz zum großen, mangels Erfolg eingestellten Ford F-150 Lightning wurde das neue Modell von Grund auf als Elektroauto entwickelt und soll etwa halb so viel kosten. Das soll durch eine neue Plattform und ein innovatives Fertigungssystem gelingen.
Clarke thematisierte auch die Herausforderungen bei der Anhängelast und der Reichweite. Während das Schleppen von Lasten für batterieelektrische Fahrzeuge wegen des stark steigenden Energieverbrauchs schwierig ist, sei der Einsatz kleinerer Trucks zum Ziehen von Jetskis oder kleinen Booten ein geeignetes Einsatzgebiet.
Hinsichtlich der Reichweite widersprach Clarke der Ansicht, dass Kunden unter 300 Meilen pro Ladung nicht akzeptieren würden. Er sieht die Barriere eher in der Kombination aus Reichweite und Preis. „Ich denke, wenn es dein erstes Elektroauto ist, entscheidest du dich wahrscheinlich für das Modell mit der größten Reichweite. Wenn es hingegen dein zweites oder drittes Elektroauto ist, wählst du je nach Nutzungszweck wahrscheinlich ein Modell mit deutlich geringerer Reichweite.“
Fords Ziel mit dem neuen mittelgroßen Pick-up ist es, Kunden anzusprechen, die sonst zu Benzinern oder Hybriden greifen würden. Der Vollstromer muss laut Clarke „einfach nur überzeugend“ sein und Kunden emotional ansprechen. „Wenn man ihn sieht, muss man ihn einfach haben wollen.“ Der neue Truck müsse als Produkt, das „zufällig“ ein E-Auto ist, „absolut überzeugend“ sein.


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