Ein Jahr nach der Vorstellung des Konzeptfahrzeugs hat Peugeot die Serienversion des E-208 GTi präsentiert. Der kleine Elektro-Flitzer ist stark von der Studie inspiriert. Die Motorsportabteilung Peugeot Sport verantwortete die technische Entwicklung. „Wir wollten beweisen, dass die gesamte Peugeot GTi-DNA auch in einem Elektroauto umgesetzt werden kann“, sagte Projektleiter Christophe Auriault.
Der ab 44.900 Euro kostende E-208 GTi nutzt den Elektromotor M4+ mit 207 kW/281 PS und 345 Nm Drehmoment. Komponenten der Elektronikplatine und die Steuerungssoftware stammen direkt aus dem Motorsport. Mit einem Leistungsgewicht von 5,5 kg/PS beschleunigt der E-208 GTi in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, schafft 0 auf 1000 Meter in 25,8 Sekunden und 80 auf 120 km/h in 3,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt. Der Energieverbrauch wird mit 16,0 bis 17,2 kWh/100 km angegeben.
Die Batterie entspricht mit 54 kWh Bruttokapazität und 51 kWh nutzbarer Kapazität dem Energiespeicher des regulären Peugeot E-208, wurde im Managementsystem aber an den GTi-Motor angepasst. Beim thermischen Batteriemanagement lag der Fokus auf der Kühlmittelströmungsstrategie. Auriault nannte die Beständigkeit der Performance eine der obersten Prioritäten. Die WLTP-Reichweite beträgt bis zu 374 Kilometer mit optionalen Reifen vom Typ Hankook Ventus S1 Evo3 und bis zu 350 Kilometer mit den serienmäßigen Hochleistungsreifen Michelin Pilot Sport 4S.
Das Fahrwerk wurde weiterentwickelt. Die Karosserie liegt 25 Millimeter tiefer, die Spurweite wurde vorne um 56 Millimeter und hinten um 28 Millimeter verbreitert. Dazu kommen 18-Zoll-Räder mit Reifen der Größe 215/40 R18. Ein zusätzlicher 31-Millimeter-Stabilisator hinten, ein mechanisches Sperrdifferenzial, spezielle Federn und Dämpfer mit hydraulischen Anschlagpuffern gehören ebenfalls zur Abstimmung. Das Feedback der Fahrer des Le Mans Hypercar der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft nach Tests auf der Rennstrecke lautete laut Auriault: „Ändert nichts daran.“
Für die Bremsanlage nennt Peugeot vorne 355-Millimeter-Bremsscheiben mit feststehenden 4-Kolben-Bremssätteln, speziell entwickelt für optimale Kühlung und konstante Bremsleistung. Hinten sind die serienmäßigen Bremsen des E-208 montiert. Das ESP ist den Angaben zufolge für Sicherheit im Alltag konfiguriert und bietet einen Sportmodus, der insbesondere auf der Rennstrecke mehr Freiheit gibt. Im Sportmodus ist die regenerative Bremsfunktion deaktiviert, damit soll sich der Fahrer auf die Leistung konzentrieren können.
Beim Design habe man die Formsprache des E-208 mit der Sportlichkeit der GTi-DNA verbunden, heißt es. Zu den Merkmalen gehören die Lichtsignatur mit drei „Krallen“, eine tiefergelegte Karosserie, verbreiterte Spur, 18-Zoll-Lochräder und rote GTi-Akzente. Verbreiterte Radkästen, ein Frontspoiler und ein aerodynamischer Heckdiffusor in glänzendem Schwarz ergänzen den Auftritt. Als Außenfarben stehen Okenite Weiß, Miramar Blau, Perla Nera Schwarz, Artense Grau, Selenium Grau, Agueda Gelb und Elixir Rot zur Auswahl.
Im Innenraum setzt der E-208 GTi auf das Peugeot i-Cockpit, rote und schwarze Elemente sowie GTi-spezifische Details. Rote Teppichböden, Fußmatten, Sicherheitsgurte und Ziernähte verweisen auf den 205 GTi. Die Vordersitze mit integrierten Kopfstützen kombinieren Designelemente der klassischen 205-GTi-Varianten 1.9 und 1.6. Dazu kommen ein kompaktes Lenkrad mit perforiertem Leder, Alcantara-Elementen und rotem „208 GTi“-Emblem, digitale Anzeigen im roten Design, GTi-spezifische Leistungsanzeigen, rote Ambientebeleuchtung und eine wählbare Klangatmosphäre.
Beim Laden nennt Peugeot 4 Stunden und 40 Minuten an einer 7,4-kW-Wallbox sowie 20 bis 80 Prozent in 27 Minuten an einem 100-kW-Gleichstromladegerät. Zu den Diensten gehören ein vernetzter Routenplaner, V2L zum Aufladen externer Geräte und Funktionen der MyPeugeot-App für thermische Vorkonditionierung, Ladepläne und Navigationsplanung. Die Franzosen nennen außerdem bis zu 8 Jahre beziehungsweise bis zu 160.000 Kilometer Schutz gemäß den Bedingungen des Programms Peugeot CARE, bis zu 8 Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer Batterie-Schutz und den Free2Move Charge Pass mit Zugang zu nahezu 1 Million Ladestationen in Europa.













Jennss meint
Warum schaffen die SUVs mit dem gleichen Antrieb 200 und die kleineren nur 180 km/h?
Aufgrund der hohen Rabatte dürfte ein Cupra Born VZ mit 326 PS und 629 km eher günstiger sein.
TomTom meint
Genau die selbe Plattform mit den genau gleichen Werten wie sie schon im Abarth 600e, dem Alfa Romeo Junior Veloce und im Opel Mokka GSE verbaut ist.
Wieso muss bei jeder Vorstellung eines neuen Gehäuses auf der Plattform so ein Gewese gemacht werden als ob das ne Weltpremiere wäre?
Die sollen mal lieber an der Vernetzung arbeiten, die ist bei Stellantis unterirdisch…
Buchhalter meint
Damit beweget der Peugeot 208 sich dann auf dem wahwitzigen Preisniveau des Kompaktwagen Peugeot 308e, den es ab 42500 Euro Basispreis gibt.
bach meint
Äpfel mit Birnen vergleichen bringt nicht viel. Vergleiche die E-208 Basis mit der E-308 Basis, da wirst du feststellen, dass der E-208 günstiger zu haben ist. 2017 als ich meinen 308 GTi gekauft hatte war der auch teurer als die 508 Basis. Ist bei anderen Herstellern auch so.