Das Audi-Werk in Győr, Ungarn, hat die Serienproduktion des neuen Elektroantriebs MEBeco, auch bekannt als APP290, aufgenommen. Die Produktion dient zunächst dem neuen Kleinwagen Raval der Seat-Schwestermarke Cupra und wird später auf weitere Fahrzeuge der neuen Elektroauto-Kleinwagenfamilie des Volkswagen-Konzerns ausgeweitet.
Zur Vorbereitung des Standorts auf diese Fertigung wurden seit 2022 Investitionen in Höhe von 350 Millionen Euro getätigt, wovon 22,5 Millionen Euro an Fördergeldern aus Ungarn stammten. Die Modernisierung des Werks sichert den Angaben zufolge 260 Arbeitsplätze und soll künftig eine Produktion in drei Schichten pro Tag ermöglichen.
Der MEBeco-Antrieb ist für die Plattform MEB+ ausgelegt, eine Weiterentwicklung von Volkswagens Elektroauto-Baukasten MEB. Mit der neuen Fertigung wird die Tiefe der Produktion im Unternehmen ausgebaut. In Győr werden nun neben kompletten Antriebseinheiten auch Kernkomponenten wie das Blechpaket, der Rotor sowie die Leistungselektronik inklusive Software und einem integrierten Endtest hergestellt.
Der Antrieb MEBeco weist ein maximales Drehmoment von 290 Nm auf. Für den Cupra Raval sind vier Leistungsstufen verfügbar: 85, 99, 155 und 166 kW (114 bis 223 PS) in der VZ-Version. Die Höchstgeschwindigkeit der VZ-Variante ist auf 175 km/h begrenzt und liegt damit 15 km/h über den übrigen Modellen. Der Cupra Raval VZ beschleunigt in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h.
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„Die Zukunft ist elektrisch, davon bin ich überzeugt. Der Start der Serienproduktion des neuen Elektroantriebs ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Volkswagen Konzerns in die Elektromobilität“, so Gerd Walker, Vorstand Produktion und Logistik der Audi AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Audi Hungaria. „In Győr erlebe ich, was ‚Made in Europe‘ stark macht: flexible Produktion, Mut zur Innovation und ein hochkompetentes Team, das mit Herzblut und Präzision an der Mobilität der Zukunft arbeitet.“
Neben dem Cupra Raval, der in Martorell bei Barcelona gefertigt wird, umfasst Volkswagens E-Auto-Kleinwagenfamilie auch den VW ID. Polo mit GTI-Ableger sowie die SUV-Modelle VW ID. Cross und Skoda Epiq.

A-P meint
Der Raval ist kein Kleinstwagen, sondern ein Kleinwagen. Bitte korrigieren!
Redaktion meint
Danke für den Hinweis – aktualisiert!
VG | ecomento.de
Hans Meier meint
Es gibt technisch keinen Grund warum die E-Motoren mit solch einer Handbremse gebaut werden müssen, es braucht nicht mal verschiedene „Modelle“ davon. E-Autos die 6 sek oder mehr auf 100 benötigen sind absichtlich kastriert. Wir kennen ja langsam den VWAG Konzern…
MK meint
@Hans Meier:
Doch, es gibt technische Gründe.
Z.B. muss laut EU-Gesetzen eine Bremse (unabhängig von der Rekuperation) immer die dreifache Verzögerungsleistung gegenüber der Beschleunigung bringen. Heißt: Höhere Beschleunigung bedeutet schwerere, größere und teurere Bremsen.
Jörg2 meint
David, jetzt gehts RICHTIG los! Bäm, bäm, bäm…
Die gesamte Käuferschaft weltweit hat auf diesen Motor gewartet, auf diesen radikalen Effektivitätssprung, der nun endlich endlich endlich JEDEN davon überzeugt: BEV? Nur von VW!
Aber vielleicht auch nicht.
Vielleicht bricht einfach weiterhin das VW-Verbrennergeschäft in China ein. Vielleicht können auch 20 China-BEV-Modelle das nicht abfangen.
Vielleicht bleibt die Konzernmarge durch das fallende, margenträchtige Verbrennergeschäft und das zwangsweise Hochfahren des (bei VW) margenschwachen BEV-Geschäft bodennah.
Vielleicht geht das Auscashen über Gewinnausweisungen, dem plötzlichen Auffinden von 6 Mrd (bei gleichzeitigem permanenten Rufen nach dem Staat) einfach weiter.
Ein Wurschteln von Quartal zu Quartal.
Ein Bollogg beim Hinsetzen.
David meint
VW kann Elektromotor. Auch das ist wieder ein großer Wurf.
Paule meint
85, 99, 155 und 166 kW (114 bis 223 PS) in der VZ-Version. Die Höchstgeschwindigkeit der VZ-Variante ist auf 175 km/h
…naja, großer Wurf, hüstel…
MK meint
@Paule:
Ich glaube kaum, dass ein normaler Kleinwagen-Käufer sein Auto nach der Höchstgeschwindigkeit aussucht. Die Basismotorisierung des aktuellen Benziner-Polos (erst 2024 neu aufgelegt) bietet übrigens 171 km/h Höchstgeschwindigkeit und 93 Nm Drehmoment, wenn man sich in dem mega engen Drehzahlbereich zwischen 3.700 und 3.900 Umdrehungen/Minute bewegt…und ist damit übrigens die „größte“ Motorisierung, die noch mit Schaltgetriebe verkauft wird. Und siehe da: Das kaufen Menschen..und zwar nicht einzelne, sondern europaweit gesehen tausende jeden Monat: Für einen Pflegedienst z.B. ist mehr einfach Blödsinn.
Von daher: Als „großen Wurf“ hätte ich es sicher auch nicht bezeichnet, aber es ist der Klasse angemessen. Und welcher Elektromotor in dieser Klasse (4 m- 4,10 m langer Kompaktwagen) ist denn z.B. effizienter?
Referendar meint
Der neue Motor ist ein absolutes Sahnestück. Extrem effizient, SiC ( Novum für Kleinwagen), reine Wassermantelkühlung ohne umweltschädigendes Spezialöl welches zb. Tesla nutzt.
Freue mich schon auf den ID.3 Neo mit dem APP350, nach WLTP 14kWh/100 km
Paule meint
Ja was nun, großer Wurf oder doch nicht oder was willst du den Leuten erklären? Ist ja ganz niedlich, also wer es mag, nur zu.
MK meint
@Paule:
Sie haben meine Frage nicht beantwortet: Welcher Motor in dieser Fahrzeugklasse auf der Welt ist ähnlich effizient? Ich kenne keinen…
Von daher ist es für mich wie gesagt kein „großer Wurf“, aber halt das Beste, was in dem Bereich am Markt ist.
A-P meint
Die meisten Menschen brauchen keine 200 km/h – selbst auf deutschen Autobahnen. Ich übrigens auch nicht mehr. Wenn man schneller als 150 fährt, bremst man ja sowieso nach fünf Sekunden wieder, weil irgendwo ein Lkw beschließt, jetzt wäre ein guter Moment zum Überholen. Fährt man dagegen entspannt 120–140, läuft’s plötzlich wie Butter.
Und mal ehrlich: Viele Autobahnabschnitte sind eh voll oder haben längst 120er‑Limits. Deshalb stört es mich null, dass viele E‑Kleinwagen bei 150–180 km/h abgeregelt sind. Für den Alltag reicht das völlig – und für meinen Puls auch.
Mir machen kurvenreiche, schöne Landstraßen sowieso tausendmal mehr Spaß als diese monotone Autobahn‑Geradeaus‑Meditation. Da fährt man eh selten schneller als 100. Mein Verbrenner könnte zwar 198 km/h, aber im Alltag sehe ich diese Zahl ungefähr so oft wie einen Lottogewinn.
M3P_2024 meint
Langsam aber sicher merkt man im Konzern, dass es nicht weh tut, wenn der Motor keine Benzinpumpe und tausend bewegliche Teile braucht. Sehr gut.
CJuser meint
Kleiner Hinweis: 166 kW = 226 PS.
Paule meint
… nicht ganz 😉
M. meint
Vielleicht sind’s ja auch 166,1764705882 kW.
Und jemand hat gerundet. Wer weiß.
🙄