Tesla plant den Ausbau der Produktion am Standort Grünheide und kündigt die Einstellung von 1000 weiteren Mitarbeitern für die Fahrzeugfertigung an. Ab Oktober soll das Produktionsvolumen um ein Fünftel auf wöchentlich 7500 Fahrzeuge gesteigert werden. Die Geschäftsführung gab diese Pläne auf einer Betriebsversammlung bekannt, wie die Zeit und die Deutsche Presse-Agentur berichten.
Die Rekrutierung der neuen Beschäftigten wird sich laut einer Unternehmenssprecherin noch über den Monat Juli hinziehen, wobei bereits rund 700 Personen eingestellt wurden. Mit dem Abschluss dieser Maßnahmen würde die Zahl der Mitarbeiter in der Autoproduktion auf 12.700 steigen.
Zusätzlich zur Fahrzeugfertigung plant Tesla die Einstellung von mehr als 1500 Fachkräften für die Batteriezellfertigung. Das Unternehmen beabsichtigt, rund 220 Millionen Euro zu investieren, um eine Kapazität von 18 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr zu erreichen. Die Rekrutierung in diesem Bereich sei aufgrund des hohen Bedarfs an Fachkräften schwieriger.
Insgesamt sieht Tesla die Schaffung von 3500 zusätzlichen Arbeitsplätzen im Bereich der Fahrzeug- und Batteriefertigung vor. Zudem sollen etwa 500 Leiharbeitnehmer im Laufe des Jahres übernommen werden.
Die Neuausrichtung folgt auf eine Erholung nach einem Absatzeinbruch. Im Mai verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt für Tesla in Deutschland ein Plus von 322 Prozent bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das entspricht einem Marktanteil von 2, 1 Prozent.
Die „Gigafactory“ Berlin-Brandenburg ist seit März 2022 in Betrieb und baut seitdem das Mittelklasse-SUV Model Y für Europa und andere Märkte. In einer ersten Phase peilte Tesla eine Produktion von 500.000 Elektroautos im Jahr an. Diese Zahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden, was jedoch wegen fehlender Nachfrage zurückgestellt wurde. Mit der nun geplanten Steigerung auf 7500 E-Autos pro Woche wären es rechnerisch rund 375.000 Fahrzeuge im Jahr.

Future meint
Das ist natürlich eine gute Nachricht, wenn in der deutschen Industrie auch mal eingestellt wird, David. Andererseits sollte man es nicht überbewerten, denn grundsätzlich verschwinden jeden Monat rund 10.000 bis 15.000 Stellen (Quelle: Gesamtmetall, 14.10.25). Und hier sollte man nicht immer damit argumentieren, dass durch den demographischen Wandel eh immer weniger Menschen zur Arbeit gehen können. Jemand muss ja weiter für die Wertschöpfung sorgen, denn die Rente kann doch nicht nur am Kapitalmarkt beschafft wrden.