Land Rover erweitert die Defender-Reihe durch ein neues Modell, das als kleineres Geschwisterchen des aktuellen Geländewagens konzipiert ist. Dieses neue Fahrzeug, das in der Fachpresse als Defender Sport bezeichnet wird, soll neben rein batterieelektrischen Antrieben nun auch Hybridantrieb bieten.
Die Grundlage für dieses Modell bildet die neue Plattform EMA (Electrified Modular Architecture) des Konzerns JLR (Jaguar Land Rover). Während frühere Berichte auf eine ausschließliche Nutzung von reinen Elektroantrieben hindeuteten, bestätigte das zur indischen Tata-Gruppe gehörende Unternehmen kürzlich, dass die EMA künftig sowohl Hybrid- als auch Batterieelektroantriebe unterstützen wird.
Mark Cameron, Managing Director für die Marken Defender und Discovery, gab gegenüber Autocar an, dass die Arbeiten an dem neuen Modell bereits weit fortgeschritten seien. Er nannte keinen konkreten Zeitplan für die Markteinführung oder eine Bestätigung des Namens „Defender Sport“. Das Fahrzeug solle aber in den Eigenschaften, die einen Defender ausmachen, marktführend sein.
Das neue Modell stellt das erste eigenständige Produkt seit der Umstrukturierung von Defender zu einer eigenständigen Land-Rover-Submarke im Rahmen des „House of Brands“-Ansatzes von JLR dar. Es wird zudem das erste Mitglied einer erweiterten Defender-Produktpalette sein. Cameron erklärte, dass die letzten drei Jahre dazu genutzt wurden, neue Produkte zu entwickeln und die Identität der Marke zu festigen.
„Episch, langlebig, überall einsetzbar“
Die Entwicklung basiert auf dem Ziel, Defender als Luxus-Lifestyle-Marke zu etablieren. Die Design- und Entwicklungsteams hätten in den vergangenen Jahren eine klare Linie definiert, um die DNA der Marke sicherzustellen. „Wir müssen sicherstellen, dass alles, was wir als Defender tun, die DNA der Marke hat: episch, langlebig, überall einsetzbar“, so Cameron.
Der neue Defender Sport wird nach Informationen von Autocar nicht als rein elektrisches Äquivalent zur aktuellen, kompaktesten Ausführung der Baureihe Defender 90 entwickelt. Die Entscheidung für eine eigenständige Konzeption wurde demnach durch die Designanforderungen der speziellen „Electric-First“-Plattform beeinflusst. Das Fahrzeug soll voraussichtlich eine Länge von etwas über 4,5 Metern haben.
Die EMA soll auch für Modelle wie den Range Rover Evoque und Velar genutzt werden. Die Baureihen Range Rover und Defender sollen auf der MLA (Modular Longitudinal Architecture) basieren, die klassische Antrieb, Hybride und E-Autos erlaubt. Cameron wies darauf hin, dass Batterien im Unterboden technische Einschränkungen mit sich bringen könnten, was die Geländetauglichkeit im Vergleich zum klassischen Defender reduzieren könnte. Dennoch soll das neue Modell substanzielle Geländegängigkeit bieten und den Allradantrieb beibehalten.
Bei der Entwicklung des kleineren Defender setze man auf Qualität statt auf Geschwindigkeit, unterstrich Cameron. Trotz des Drucks durch chinesische Wettbewerber mit verkürzten Entwicklungszyklen halte JLR an umfassenden Testreihen in extremen Wetterbedingungen fest.
Die grundsätzliche Antriebsstrategie von Land Rover sieht vor, Kunden so lange wie möglich eine breite Auswahl an Antriebstechnologien zu bieten. Die Schwestermarke Jaguar setzt dagegen trotz der schwächelnden Nachfrage im Premiumsegment nach Elektroautos auf eine Zukunft als reiner Hersteller von Luxus-Stromern.


Gernot meint
«Die Entwicklung basiert auf dem Ziel, Defender als Luxus-Lifestyle-Marke zu etablieren.»
Wenn man halt irgendeinen Quatsch macht, bei denen bei Investoren die Dollarzeichen in den Augen funkeln, man aber völlig vorbei an den Kunden entwickelt. Der Defender und seine direkten Vorgänger standen 70 Jahre lang für ein rustikales Arbeitsgerät mit sehr einfacher Technik und Abwesenheit von Komfort – frei von jeglichem Luxus. Den Defender zur Luxus-Lifestyle-Marke zu machen, wird genauso „erfolgreich“ sein wie die Transformation von Smart.
Von einem Anbieter von kleinen innovativen Stadtautos hat Källenius Smart zur 357. Premium-SUV-Marke auf dem Markt umbauen wollen, weil das ja viel bessere Margen bringt. Vermeintlich. Im letzten Jahr hat Smart trotz neuer Modelle auf seinem Heimatmarkt Deutschland nicht mal 5000 Autos verkauft bekommen. Den Defender zur Luxus-Lifestyle-Marke umzubauen, wird genau so scheitern. Der Markt für Premium-/Luxus-SUVs ist bereits völlig übersättigt.
Und wenn das strategische Versagen der Top-Manager dann die Bilanzen verhagelt, stellen sich diese Top-Manager anschließend vor die Medien und lamentieren über faule und zu häufige kranke Arbeitnehmer, über Energiepreise, über Regulierung. Die Medien drucken es brav ab