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Porsche-Patent lässt Grenzen zwischen E-Auto, Hybrid und Verbrenner verschwimmen

29.06.2026 in Autoindustrie, Technik von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

Porsche-Panamera-Hybride

Bild: Porsche (Symbolbild)

Porsche hat Details zu einem neuartigen Antriebskonzept veröffentlicht, das beim Deutschen Patent- und Markenamt nun öffentlich einsehbar ist. Das schon im Dezember 2024 angemeldete Patent beschreibt einen flexiblen Antrieb, der die Grenzen zwischen Elektro-, Hybrid- und Verbrennungsmotoren aufhebt.

Das System ermöglicht es dem Fahrer, zwischen vier verschiedenen Betriebsmodi zu wählen. Im rein elektrischen Modus wird der Verbrennungsmotor mechanisch entkoppelt, sodass das Fahrzeug nur über die Batterie mit Strom und E-Motor fährt. Im Hybrid-Modus treibt der Verbrennungsmotor das Fahrwerk direkt an und erhält Unterstützung durch eine Elektromaschine.

Ein weiterer Modus fungiert als sogenannter Range Extender, wobei der Verbrennungsmotor über einen Generator elektrische Energie für das Akkupaket und den Antrieb erzeugt. Eine Verbindung vom Verbrenner zu den Rädern besteht im Range-Extender-Modus nicht. Im reinen Verbrennermodus wird dagegen die elektrische Komponente nicht für den Vortrieb genutzt.

Besonders beim Einsatz als Range Extender kommen nach den Plänen der Porsche-Entwickler technologische Anpassungen zum Tragen. Dabei wird nur ein Teil der Zylinder des Motors genutzt. Die aktiven Zylinder verfügen über konstruktive Modifikationen, wie spezielle Kolbendesigns oder reibungsärmere Beschichtungen, um Energieverluste zu minimieren.

Die Patentzeichnung zeigt einen V8-Motor mit zwei Zylinderbänken à vier Zylindern. Im Range-Extender-Modus könnte eine Zylinderbank deaktiviert werden, um den Betrieb energiesparend mit nur vier Zylindern zu ermöglichen, während im Verbrennermodus die volle Leistung des Motors zur Verfügung steht.

Obwohl das Patent technische Details der Erfindung beschreibt, bleiben Informationen zur konkreten technischen Realisierung oder einer möglichen Markteinführung offen. Eine praktische Umsetzung dieses Systems durch Porsche ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt. Der Sportwagenbauer hat seine ehrgeizigen Elektroauto-Ziele wegen der schwächelnden Nachfrage zurückgefahren. Das Unternehmen setzt nun noch länger auch auf auf Hybrid- und klassische Verbrennerantriebe.

„In Zukunft setzt Porsche weiterhin auf einen ausgewogenen Mix der Antriebsarten. Unsere Kunden können noch bis weit in die 2030er-Jahre hinein in jedem Fahrzeugsegment zwischen Verbrennungsmotoren, Hybriden und rein elektrischen Antrieben wählen“, so Vorstandschef Oliver Blume im Mai bei der Porsche-Hauptversammlung.

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Via: Auto Motor und Sport & Electrive
Unternehmen: Porsche
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    29.06.2026 um 11:03

    Gefällt mir definitiv nicht. Aber man muss akzeptieren, dass das Elektroauto immer noch nicht für jeden Kundenkreis infrage kommt. Die Leute halten sehr stark an Sachen aus der Vergangenheit fest. Damit muss man umgehen. Mit Weltrettungsfantasien kommt man da nicht weiter. Die Lösung gegen den Klimawandel ist nicht das Elektroauto, sondern eine Klimaanlage zu Hause. Wir haben zum Glück schon sehr lange eine.

    Antworten
  2. Peter meint

    29.06.2026 um 10:43

    Verstehe die Überschrift nicht.
    Es ist und bleibt ein hybrid. Vielleicht mit mehr Optionen was den Antrieb betrifft.
    Das ändert doch aber nichts an der Tatsache das ein solches Auto weiterhin Verbrennungsmotor, Emotor und Akku mitschlepp?

    Antworten
  3. Till meint

    29.06.2026 um 09:47

    Sehr gute Entwicklung. So kann ich wenigstens noch samstag Nacht röhrend und stinkend mit offenem Klappenauspuff in der Großstadt den Anwohnern zeigen, was für ein toller Typ ich bin.

    Antworten
  4. cbzac meint

    29.06.2026 um 09:44

    Bitte mal die Überschrift überdenken, denn das ist nur Marketing-Blabla von Porsche. Dieses Konzept ist nichts anderes als ein PHEV mit zu groß geratenem Verbrenner (8-Zylinder), der dann per Zylinderabschaltung zum eigentlich ohnehin bei PHEV üblichen 4-Zylinder wird. Das einzig neue für Porsche ist die Entkopplung, die aber Nissan mit dem e-Power längst in Serie bietet.

    Verschwimmen wird die Grenze zum E-Auto damit ganz sicher nicht, denn ein reiner BEV wird diesem unnötig schweren 8-Zylinder-Hybrid mit zwangsweise zu kleiner Batterie immer die entscheidende Performance voraus sein. Wenn nicht bei Porsche, dann bei Herstellern mit weniger verkalkten Managern.

    Antworten
  5. MK meint

    29.06.2026 um 09:41

    Wenn ich das richtig sehe, ist das rein rechtlich ganz banal ein (Plugin-)Hybrid…was Porsche jetzt noch für Verrenkungen unternimmt, ist dabei letztlich nicht entscheidend. Auch einen wirklich praktischen Nutzen darin, einen Verbrennungsmotor, der als Range Extender fungieren kann, dann doch wieder direkt mit dem Antrieb zu koppeln sehe ich nicht…zumal man dann wieder ein Getriebe mit mehreren Gängen benötigt und ineffizienter wird.
    Fazit: Unnötige Spielerei. Die Zahl der Kunden, die mit einem einzigen Fahrzeug im Alltag rein elektrisch, auf der Urlaubsreise mit Range Extender und dann mal z.B. auf der Nordschleife direkt mit dem Verbrenner für das „richtige Gefühl“ fahren will, dürfte sich an einer Hand abzählen lassen.

    Antworten

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