Der französische Hersteller plant für die Modelle Renault 4 und Renault 5 offenbar die Einführung neuer, effizienterer Elektroantriebe der zweiten Generation. Laut einem Bericht von Autocar arbeitet das Unternehmen an der Verbesserung von Leistung und Effizienz, wobei der Fokus auf dem Wechselrichter sowie dem Untersetzungsgetriebe liegt. Die Implementierung dieser überarbeiteten „Gen 2 Evo“-Antriebe ist für Ende dieses Jahres oder Anfang 2027 vorgesehen.
Die aktuellen Modelle basieren auf der AmpR-Small-Plattform und werden jeweils mit zwei Leistungsstufen und Batteriegrößen angeboten. Der Renault 5 verfügt derzeit über eine 90-kW-Variante (122 PS) mit 40-kWh-Batterie (bis zu 312 km WLTP) sowie eine 110-kW-Version (150 PS) mit 52-kWh-Batterie (bis zu 410 km WLTP). Der Renault 4 bietet ähnliche Konfigurationen mit Reichweiten von bis zu 308 beziehungsweise 409 Kilometern.
Die neuen Antriebe sollen potenter sein, wobei konkrete Leistungsdaten oder exakte Reichweitengewinne noch nicht feststehen. Bei der Entwicklung der künftig eingesetzten Maschinen nutzt Renault dem Bericht zufolge Erkenntnisse aus der dritten E-Motorengeneration (E7A), die für Modelle wie den Mégane oder Scénic ab 2028 entwickelt wird. Für den Renault 4 und Renault 5 ist jedoch kein Wechsel auf die 800-Volt-Technik geplant.
Zusätzlich zur Motorenüberarbeitung steht der Einsatz von LFP-Batterietechnik (Lithium-Eisenphosphat) auf der Roadmap. Adam Wood, Geschäftsführer von Renault UK, sagte gegenüber AutoExpress, dass LFP-Technik für die „Urban Range“-Versionen beider Modelle vorgesehen sei. Ob die bestehenden NMC-Batterien (Nickel, Mangan und Kobalt) dadurch ersetzt werden und welche Kapazitäten dabei zum Einsatz kommen, ist bislang nicht bestätigt.

Tt07 meint
Parfait Renault! Ein bereits stark nachgefragtes Produkt – weil attraktiv und gut – an den richtigen Stelle weiter zu verbessern, sollte dem Hecht im Teich weiterhin reiche Beute bescheren.
David meint
Das war halt immer ein Problem bei Renaults Elektroautos. Ihre Antriebe sind nicht effizient genug. Und unnötigerweise. Ich weiß nicht, was man da seit über einem Jahr Jahrzehnt macht. VW hatte von Anfang an effiziente Motoren und damit meine ich nicht die APP-Serien, sondern die ersten Varianten 2013. Auch die waren schon wirklich sparsam. Einstellige Verbräuche im e-up sind keine Kunst.
EVrules meint
Vergessen wir gerade die ganze Software Odysee bei VW, na?
Einstellige Verbräuche waren auch mit dem „alten“ eTwingo möglich.
Yoyo meint
Andere Hersteller leben ihre Potenz mit Schummelsoftware aus… ;-)
Kleinelektroautofan meint
Mit Hilfe der Chinesen (und Chinamotor) ist es aber beim E-Twingo gelungen, den Verbrauch konkurrenzlos niedrig zu halten (~10 KWh/100km)!!!
David meint
Wenn das so wäre, hätte man das erreicht, was VW 2013 erreicht hat.
Horst Feuser meint
Zumal „fast 30k“ nur Basic ist, gehen sie mal zu Renault und schauen, für was die Dinger im Showroom stehen, da wird einem schwindelig…
Mike meint
Ja, da kann man nur mit Lachkrampf wieder rausgehen.
M. meint
Naja, dem „Urban Range“, um dessen Reichweite es mir ging, kann ja mit nichts weiter als einem Winterpaket ausgestattet werden, andere Reifen und sinnlose Dekorstreifen mal außen vor.
Aber natürlich kann man ich auch einen recht schicken „Comfort Range“ bis Iconic + plein sud“ zw. 32,5 und 40k konfigurieren, der dann aber mehr Reichweite hat.
Und mehr Lifestyle ist, als ein echter R4 je war.
achtzwo auf 100. 18 Zoll Alu. Harman Kardon Sound. Navi auf 10 Zoll Display. Elektrische Heckklappe. Muss ja nicht sein bei einem Stadtwägelchen.
Das Faltdach ist natürlich fein. Und natürlich elektrisch.
F. K. Fast meint
Ich brauche nicht mehr Leistung als ca. 100kW. Aber Effizienz ist mir wichtig, im Alltag (vor allem Ladeeffizienz bei mittleren einstelligen kW-Werten), aber auch gerade bei höheren Geschwindigkeiten für die Langstrecke (niedriger cw*A-Wert).
M. meint
Mehr reale Reichweite ist wichtiger als mehr Power.
Gerade wenn man die Retrowelle fährt, sollte man sich auch an diese Modelle erinnern. Ein R4 war nie ein Sportwagen. Es war nicht mal ein Kompakt-SUV, sondern ein günstiger, simpler Kleinwagen. Der aktuelle R4 hat auf den Seiten „Raumvolumen“ und „Leistung“ wirklich ausreichend zu bieten, aber 260 -280 km reale Reichweite für fast 30k€ ist halt knapp. Aktuell geht das über die Nostalgieschiene, aber auf ewig wird das nicht funktionieren. Da müssen mehr praktische Argumente her, und die kann höhere Effizienz liefern. Der nächste Schritt muss eine größere Batterie sein, oder mit LFP ein günstigerer Einstieg.