Die Elektrifizierung von Unternehmensflotten schreitet zügig voran. Bis 2035 könnte mehr als die Hälfte der deutschen Firmenflotten vollständig emissionsfrei fahren. Der Haupttreiber dabei ist wirtschaftliche Vernunft, denn für Unternehmen rechnet es sich zunehmend, auf E-Fahrzeuge umzustellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts Dataforce im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND).
74 Prozent aller in der Studie berücksichtigten Fuhrparkmanager mit Elektroautos in ihrer Firmenflotte bezeichnen Wirtschaftlichkeit als den entscheidenden Treiber für die Elektrifizierung der eigenen Firmenflotte. Dieser wirtschaftliche Faktor spiegelt sich auch in der Marktentwicklung wider: Im ersten Halbjahr 2026 hat erstmals der E-Antrieb die Führung übernommen. Mit 30 Prozent der Zulassungen waren rein batterieelektrische Autos erstmals vor allen anderen Antriebsarten.
Bis 2030 dürfte nahezu jedes Unternehmen Elektrofahrzeuge im Fuhrpark haben, prognostizieren die Studienautoren. Vollständig emissionsfrei könnte mehr als die Hälfte der Firmenflotten bis 2035 sein. Bei den Großunternehmen mit mehr als 50 Fahrzeugen gehen zwei Drittel davon aus, bis dahin vollständig emissionsfrei zu fahren. Vor fünf Jahren noch haben Diesel-Pkw den Flottenmarkt dominiert. Plug-in-Hybride stagnieren und sind in der Tendenz rückläufig.
Mit dem Wachstum der Elektromobilität bei den Firmenflotten rückt auch der Wettbewerb unter den Herstellern stärker in den Fokus. Bei den Neuzulassungen auf dem deutschen Flottenmarkt profitieren vor allem deutsche Automobilhersteller. Die ersten fünf Plätze der meistgekauften batterieelektrischen Firmenwagen werden von ihnen belegt, so die Studienautoren. Aktuell machen sie insgesamt 73 Prozent aus. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck spürbar zu. 44 Prozent der befragten Fuhrparkverantwortlichen könnten sich vorstellen zukünftig neue, chinesische Marken für ihren Fuhrpark zu nutzen.
„Deutsche Unternehmen treiben die Elektrifizierung ihrer Flotten mit hohem Tempo voran – vor allem, weil sie sich wirtschaftlich rechnet. Gleichzeitig zeigt sich, dass auch die deutsche Automobilindustrie davon profitiert. Mit klaren Zielen im Bereich Flottenelektrisierung lässt sich diese Entwicklung weiter stärken“, sagt Michael Gergen vom Marktforscher Dataforce.
Damit die Elektrifizierung weiter voranschreitet und die Unternehmen ihre Elektrifizierungsstrategie fortsetzen, bleiben der Studie zufolge Zielvorgaben und staatliche Förderung eine zentrale Voraussetzung. Ohne diese würde über die Hälfte der Befragten die eigenen Aktivitäten zurückfahren oder sogar einstellen.
Adrien Pagano, Referent Verkehrspolitik bei der Initiative Klimaneutrales Deutschland: „Deutsche Unternehmen sind Vorreiter der Elektrifizierung. Gleichzeitig sorgen Förderungen und Regulierung nach wie vor für das nötige Tempo. Die positive Entwicklung im Flottenmarkt ist auch eine gute Nachricht für private Käufer von E-Autos. Denn diese kaufen oftmals günstigere Gebrauchtwagen und diese wiederum kommen oftmals aus Firmenbestand.“

Andreas meint
Und dann gibt es die Schwarz-Gruppe (LIDL) wo es einen Bestellstopp für E-Autos gibt, weil die Wirtschaftlichkeit schlechter ist. Die Schwarz-Gruppe ist einer der wenigen Fuhrparks, die ihre Autos kaufen und nicht leasen und später wieder abstoßen müssen.
Paule meint
Wie bitteschön soll ein Fuhrparkmanager die verbrenner austauschen, wenn es die deutsche Automobilindustrie nicht auf die Reihe bekommt, entsprechende Mengen zu produzieren und zeitnah, also bedarfsgerecht, an seine Kunden auszuliefern?
Aktuelle Wartezeiten für ID-Modelle
VW ID.3 Neo: ca. 4 bis 5 Monate (ca. 20 Wochen)
VW ID.4: ca. 4 bis 5 Monate (ca. 20 Wochen)
VW ID.5: ca. 4 Monate (ca. 16 Wochen)
VW ID.7: ca. 6 bis 7 Monate (ca. 28 Wochen)
VW ID.7 Tourer: ca. 4 Monate (ca. 16 Wochen)
VW ID. Buzz: ca. 3 bis 5 Monate (je nach Ausführung)
Jeder, der halbwegs informiert ist weiß, mit welchem überschwänglichen Engagement die Produktion hochgefahren wird, neue Werke errichtet und Personal eingestellt, um die Bestell-Liste abzuarbeiten. Es geht gegen null.
Hier lese ich immer, wer Flotte kann – und wer nicht. Hab da so langsam mein Zweifel. Liefern, nicht labern!
Bestimmt kommt gleich jemand um die Ecke und bringt Entschuldigungen wie Chipmangel und irgend ein verstopfter Kanal.
Skodafahrer meint
Derzeit sind Werksferien bei VW, dadurch verlängert sich die Wartezeit.