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Eifelland macht Nissan Interstar-e zum elektrischen Campervan

31.07.2026 in Transport von Thomas Langenbucher | 6 Kommentare

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Bilder: Nissan

Der vollelektrische Nissan Interstar-e dient als Basis für den neuen Campervan Eifelland Relax. Das Fahrzeug soll demnächst beim Caravan Salon in Düsseldorf präsentiert werden und zeigen, wie sich Elektromobilität, Wohnkomfort und Alltagstauglichkeit in einem modernen Reisemobil verbinden lassen. Der Einstiegspreis beträgt 89.900 Euro.

Der Elektroantrieb verfügt über eine 87-kWh-Batterie und ermöglicht beim Basisfahrzeug eine WLTP-Reichweite von bis zu 410 Kilometern. An Gleichstrom-Schnellladestationen (DC) kann die Batterie mit bis zu 130 kW geladen werden, zudem gehört ein 22-kW-Wechselstrom-Ladegerät (AC) zur Serienausstattung. Der Elektromotor leistet 105 kW beziehungsweise 143 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 300 Nm.

Zur Innenausstattung gehört ein fest eingebautes Bett mit Lattenrost, Matratze und einer etwa 1,90 mal 1,60 Meter großen Liegefläche. Die Küchenzeile umfasst einen 90-Liter-Kühlschrank, ein Induktionskochfeld und ein Spülbecken. Hinzu kommen ein Echtholz-Innenausbau, Hängeschränke und knapp 2,6 Kubikmeter Stauraum.

Das Leergewicht liegt bei 3065 Kilogramm, das zulässige Gesamtgewicht bei 3500 Kilogramm. Daraus ergibt sich eine Zuladung von bis zu 435 Kilogramm. Zwei zusätzliche, entnehmbare Einzelsitze machen den Relax zum Viersitzer und können innerhalb des Fahrgastraums frei positioniert werden.

Die serienmäßige Truma-Eezy-Standheizung wird über die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) direkt aus der Hochvoltbatterie versorgt. Nach Angaben zur Ausstattung ermöglicht ihr geringer Energieverbrauch autarkes Heizen, ohne die Reichweite des Fahrzeugs wesentlich zu beeinträchtigen. Dadurch soll die Heizung ganz ohne externe Stromversorgung betrieben werden können.

Die Serienausstattung umfasst unter anderem Klimaautomatik, Apple CarPlay, Android Auto, eine induktive Ladeschale und ein 22-kW-Bordladegerät. Rückfahrkamera, Einparkhilfe vorne und hinten sowie ein 360-Grad-Flankenschutz unterstützen beim Rangieren. Zur Sicherheitsausstattung zählen außerdem ein autonomer Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, ein Müdigkeitsassistent sowie Spurhalte- und Seitenwindassistenten.

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Via: Nissan
Tags: Camping, Nissan Interstar-eUnternehmen: Nissan
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Christoph Herms meint

    01.08.2026 um 09:28

    Im Kanal von Dennis Koburger bei YT kann man sehen wie das alles so fkt. Extrem sympathisch und ein super Ausbau! Absolute Empfehlung! Grundsätzlich die absolut richtige Richtung! Aber auch hier aus meiner Sicht: mindestens 90er Batterie und 800v.

    Antworten
  2. David meint

    31.07.2026 um 12:51

    Ich weiß auch nicht, warum sie dieses Auto zeigen. Es gibt ja schon eine ganze Reihe elektrischer Camper und tauglichere Basisfahrzeuge dafür. Ein Ducato hätte zumindest schon mal 96 kWh nutzbar und ein eSprinter 111 kWh. Grundsätzlich sehe ich da den Durchbruch, aber erst nach der neuen Gewichtsregelung. Wobei ich persönlich Wohnmobillisten für eine moderne Plage halte.

    Antworten
    • Paule meint

      31.07.2026 um 19:25

      Intoleranz gegenüber anderen Lebensstilen wie Deine ist ein Grundübel dieser Welt.

      Ich möchte auch nicht im Buzz schlafen müssen – aber eine Plage ist was anderes.

      Antworten
    • Gernot meint

      03.08.2026 um 15:30

      Das Problem ist die zu geringe Zuladung durch die schwere Batterie, die die Fahrzeuge untauglich macht. Der Ausbau selbst wiegt typischerweise 500-800 kg. Dazu kommen dann Beifahrer, 100 Liter im Wassertank, Vorräte und Ausrüstung. Dann ist man typischerweise bei 900-1200 kg Zuladung. Der Verbrenner-Ducato hat je nach Variante um die 1250 kg Zuladung. Kein Problem. Der e-Ducato hat bei null Sonderausstattung 630 kg Zuladung (jeweils L3H2). Das reicht nicht für einen vernünftigen Campingausbau.

      Natürlich kann man die Dinger auch mit 3,8 oder 4,25 Tonnen zulassen. Aber dann hast Du in den meisten Ländern einen LKW. Also gelten für Dich Geschwindigkeitslimits und Parkverbote wie für LKW. Du zahlst Maut für LKW, brauchst in einigen Ländern ggf. ein OBU für die Maut. Jüngere Menschen dürfen so etwas aktuell mit ihrem PKW-Führerschein nicht fahren. Usw.

      Der Ducato ist im Kern ein 20 Jahre altes Fahrzeug, das nachträglich auf Elektro umgefrickelt wurde. 2027 kommt der Nachfolger. Wenn Fiat konsequent auf Leichtbau und Effizienz setzt, die E-Variante von Anfang an mitdenkt und Batterien mit hoher gravimetrischer energiedichte verbaut, sollten sich 300 kg sparen lassen (2565 kg Leegewicht statt 2865 kg). Dann ist das eine geniale Basis für den Wohnmobilausbau.

      Antworten
  3. Dunkel-O meint

    31.07.2026 um 12:33

    Der Interstar-e wurde doch bereits letztes Jahr schon auf dem Caravan Salon gezeigt, hatte allerdings damals noch einen Gasherd und sorgte so für unverständige Blicke.
    Zumindest das scheinen sie ja laut den Bildern geändert zu haben.
    Ich persönlich warte für einen Individualausbau sehnsüchtig auf den neuen e-Sprinter, der hoffentlich mit einer 115 + Batterie ausgestattet sein wird und 500 km + wltp haben wird.

    Antworten
  4. South meint

    31.07.2026 um 11:49

    Prinzipiell ist ja der eAntrieb zu begrüssen, aber so ein Konzept kann doch nun wirklich nicht funktionieren. Bei 410 WLTP mit so einem Windfang, da muss man mit Reichweiten auf der Autobahn unter 300km und einer Aufladezeit von über einer Stunde rechnen und dann ist man bei 80%, als da ist man nachder Ladepause eher bei 200km Reichweite. Da muss man wirklich ein sehr genügsames Klientel seine Kunden nennen…
    Und solche schlechten Ladezeiten sind einfach nicht mehr Stand der Technik…

    Antworten

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