Der deutsche Pkw-Markt hat den Juli 2026 mit einem Plus von 1,2 Prozent abgeschlossen. Das entspricht 3266 zusätzlichen Fahrzeugen und insgesamt 268.068 Pkw. Saison- und arbeitstagbereinigt auf das Gesamtjahr hochgerechnet läge der Jahresendwert bei etwas mehr als 3 Millionen Pkw, berichten die Analysten von Dataforce.
Der Privatmarkt legte um 8,0 Prozent zu, während der Flottenmarkt 2,9 Prozent verlor. Autovermieter verzeichneten ein Plus von 12,2 Prozent, der Fahrzeugbau gewann 5,7 Prozent. Die Zulassungen im Fahrzeughandel gingen dagegen um 17,4 Prozent zurück.
Im Privatmarkt wurde das Wachstum erneut durch Elektroautos getragen, deren Zahl um 102 Prozent stieg. Mit fast 39 Prozent Marktanteil stellten sie dort den größten Posten unter den Kraftstoffarten. Als Treiber werden weiterhin die staatliche Stromer-Kaufprämie und die wieder gestiegenen Spritpreise an den Tankstellen gesehen, während Benziner 27 Prozent einbüßten.
Auch im Flottenmarkt stiegen die E-Autos, und zwar um 31 Prozent. Dieses Plus reichte jedoch nicht aus, um die Rückgänge bei Benzinern von 15 Prozent und bei Dieselfahrzeugen von 22 Prozent auszugleichen. Im Fahrzeughandel erhöhte sich zugleich der Anteil von E-Fahrzeugen an den Eigenzulassungen der Händler im Juli auf 20,4 Prozent, nach durchschnittlich 14,1 Prozent im bisherigen Jahresverlauf.
„Insgesamt geht die zunehmende Elektrifizierung so weit, dass wir im Gesamtmarkt den stärksten Juli jemals erlebt haben in Bezug auf Elektro-Marktanteile. Diese lagen bei 29,3 Prozent“, so die Analysten.
Der Markt für Transporter und Pkw-Utilities entwickelte sich schwächer und verlor 7 Prozent. Der Privatkanal gab um 11 Prozent nach und verzeichnete den höchsten Volumenverlust, während Autovermieter 10 Prozent und der Fahrzeughandel 11 Prozent verloren. Der Fahrzeugbau war mit einem Plus von 17 Prozent der einzige wachsende Kanal. „Flotten gaben wie im Pkw-Markt um 4 Prozent nach und entwickelten sich gerecht zur aktuellen Marktlage, die erneut von geopolitischen Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist“, erklärt Dataforce.
Das Fazit der Analysten: „Der Pkw-Markt und die Transporter entwickeln sich aktuell konträr. Während bei den Transportern die wirtschaftliche Anspannung deutlicher zu spüren ist, so treiben positive Faktoren den Pkw-Markt. Hier greift erneut die Wirkung der Förderung – ebenfalls sorgen die hohen Spritpreise für eine weitere Runde der Elektrifizierung auf Höchstniveau. Dennoch bleibt auch zu sagen, dass der Flottenmarkt weiterhin hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und taktische Zulassungen wieder vermehrt eine Rolle spielen.“

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