DAF Trucks und Einride haben eine gemeinsame Initiative verkündet, um das autonome Fahrsystem „Einride Driver“ in die Premium-Fahrzeugplattform von DAF zu integrieren. Die Zusammenarbeit soll die großflächige Kommerzialisierung von autonomem elektrischem Frachttransport nach SAE-Stufe 4 vorantreiben. Als Herausforderungen der Branche werden Fahrermangel und steigende Betriebskosten genannt.
SAE-Stufe 4 bezeichnet ein hohes Maß an Fahrautomatisierung, bei dem Fahrzeuge unter vordefinierten Bedingungen wiederkehrende Fahraufgaben selbstständig ausführen können. Ein menschliches Eingreifen ist dabei nicht erforderlich. Verfügbare Fahrer können sich dadurch auf Tätigkeiten im Logistikbetrieb konzentrieren, bei denen Fachwissen und Urteilsfähigkeit den größten Mehrwert bringen.
Im ersten Schritt arbeiten DAF und Einride mit Experten des niederländischen Forschungsinstituts TNO an der Definition und Prüfung der Integration. Grundlage ist die Elektro-Lkw-Plattform von DAF. Dabei sollen auch die erforderlichen Schnittstellen für einen sicheren und skalierbaren autonomen Betrieb eingerichtet werden.
Unterstützt von TNO arbeiten DAF und Einride außerdem mit Typgenehmigungsbehörden zusammen, damit die Plattform für künftige Erweiterungen auf öffentlichen Straßen konform ist. Erste Tests und Validierungen wichtiger Schnittstellen sind für 2026 vorgesehen. 2027 sollen die Software für autonomes Fahren von Einride integriert und in Betrieb genommen sowie weitere Schnittstellenvalidierungen und Funktionstests an einem DAF-Lkw durchgeführt werden.
Die Initiative baut auf den bisherigen Aktivitäten von PACCAR zum autonomen Fahren auf. Über das North American Autonomous Vehicle Platform-Programm wurden bereits umfangreiche Erfahrungen gesammelt, während PACCAR parallel mit neuen Anbietern von Full-Stack-Technologie an der Entwicklung autonomer Lkw arbeitet. Erkenntnisse aus diesen Programmen bieten laud DAF und Einride zusätzliche Möglichkeiten, die Entwicklung autonomer Funktionen innerhalb der DAF-Plattform zu beschleunigen.
Einride-Technikchef Henrik Green erklärte: „Diese Zusammenarbeit bestätigt unseren fahrzeugunabhängigen Autonomie-Ansatz und bringt uns einen Schritt näher an die Bereitstellung sicherer, skalierbarer Stufe 4-Autonomie im kommerziellen Maßstab.“ DAF-Chefingenieur und Vorstandsmitglied Jeroen van den Oetelaar bezeichnete die Kooperation als Ausdruck des Engagements von DAF für Innovation und Zukunftssicherheit im Logistiksektor. Durch die Verbindung der DAF-Lkw-Plattform mit autonomer Technologie wolle das Unternehmen ein „effizienteres, sichereres und nachhaltigeres Frachtökosystem“ gestalten.
DAF aus den Niederlanden bietet Elektro-Lkw vom 12-Tonner XB Electric für den städtischen Verteilerverkehr bis zu XG und XG+ Electric für den Fernverkehr an. XG Electric und XG+ Electric teilen ihre DNA mit den Baureihen XD und XF Electric. Einride ist ein schwedisches Technologieunternehmen, das auf kosteneffiziente autonome und elektrische Gütertransporte ausgerichtet ist.

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