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„Digital Automaker Index 2026“: Tesla und Chinesen bauen Vorsprung aus

24.08.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen, Technik von Thomas Langenbucher | 66 Kommentare

Tesla-Model-Y-Premium

Bild: Tesla

Der aktuelle „Digital Automaker Index 2026“ der Unternehmensberatung Gartner zeigt eine zunehmende Kluft zwischen etablierten Automobilherstellern und digitalen Vorreitern. Trotz massiver Investitionen in neue Technologien verlieren traditionelle Hersteller gegenüber Tesla, Rivian und chinesischen Konkurrenten an Boden. Die Forschungsfirma bezeichnet die Ergebnisse als einen Weckruf für die Branche, berichtet Automotive News.

Die Bewertungsmethodik wurde für das Jahr 2026 verschärft. Gartner führte eine neue Kategorie für Künstliche Intelligenz (KI) ein und ersetzte einfache Ja-Nein-Fragen durch strengere Messgrößen zur flächendeckenden Anwendung neuer Technologien. Diese Anpassung führte bei vielen Herstellern zu niedrigeren Punktzahlen, während digitale Vorreiter wie Tesla und Rivian aus den USA sowie führende chinesische Unternehmen ihre Spitzenpositionen behaupteten.

An der Spitze des Rankings bleiben die Positionen der ersten sechs Plätze unverändert: Tesla führt, es folgen Nio, Xiaomi, XPeng, Li Auto und Rivian. Die Distanz zwischen den digitalen Pionieren und den etablierten Herstellern ist in allen neun untersuchten Kategorien wie Konnektivität oder Fahrzeugarchitektur deutlich ausgeprägt. Kein traditioneller Automobilhersteller erreichte einen der vordersten drei Plätze.

Pedro Pacheco, Vizepräsident für Forschung bei Gartner, sagte Automotive News Europe, dass viele Hersteller noch nicht ausreichend auf den Umgang mit KI vorbereitet seien. Er fügte hinzu, dass europäische und japanische Unternehmen Schwierigkeiten hätten, den Rückstand zu ihren US-amerikanischen und chinesischen Mitbewerbern aufzuholen.

Innerhalb Europas erzielt Mercedes-Benz mit dem elften Platz die beste Bewertung unter den traditionellen Herstellern. Als weitere deutsche Autobauer werden BMW auf Platz 14 und VW auf Platz 16 geführt. Am unteren Ende der Liste rangiert der japanische Hersteller Nissan auf dem vorletzten Platz, während Mazda als weiterer Hersteller aus Japan mit 22,1 Prozent das Schlusslicht bildet.

Die Herausforderung für etablierte Unternehmen liegt laut Pacheco nicht in einem Stillstand, sondern in einer zu geringen Geschwindigkeit. Er beschrieb eine Art Teufelskreis, bei dem die interne Organisationsstruktur eine schnelle Technologieadaption verhindere. Dies erschwere es wiederum, Talente und Investitionen anzuziehen.

Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz belohnt der Index die Eigenentwicklung von Technologien. Tesla und XPeng hätten hier einen Wettbewerbsvorteil, so Pacheco. Indem sie beispielsweise Grundmodelle für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) selbst entwickelten, bauten sie bereits ein hohes Maß an internen Kompetenzen und Fähigkeiten auf. Dies könnten sie auch in anderen Bereichen nutzen.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. hu.ms meint

    28.08.2026 um 14:51

    Welchen konkreten vorteil hat der KI-einsatz bei der entwicklung und produktion der autos ?
    Welche konkrete funktion haben die modelle der auf der liste führenden hersteller dadurch mehr/besser?

    Antworten
  2. Jörg2 meint

    25.08.2026 um 12:52

    Aus dem Artikel:
    „Der aktuelle „Digital Automaker Index 2026“ der Unternehmensberatung Gartner zeigt eine zunehmende Kluft zwischen etablierten Automobilherstellern und digitalen Vorreitern. Trotz massiver Investitionen in neue Technologien verlieren traditionelle Hersteller gegenüber Tesla, Rivian und chinesischen Konkurrenten an Boden. Die Forschungsfirma bezeichnet die Ergebnisse als einen Weckruf für die Branche, berichtet Automotive News.“

    Diese Kluft zeigt sich u.A. im Bereich „autonomes Fahren / RoboTaxi“. Hier sind die etablierten Automobilhersteller weit abgeschlagen und es sieht derzeit nicht danach aus, dass sie ihre Entwicklungen zeitnah in Geschäftsmodelle umwandeln können.
    Tesla, Uber und Waymo dagegen habe dieser Tage in Nevada die Zulassung erhalten, in Summe bis zu 7.000 Robotaxi auf die Strasse zu bringen (Tesla 5.000, Uber und Waymo je 1.000).

    Antworten
  3. Jörg2 meint

    25.08.2026 um 10:46

    Entfernt, da themenfern. Die Redaktion.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      25.08.2026 um 14:31

      Ich habe es nochmal neu formuliert und den Bezug zum Artikel kenntlich gemacht.

      Antworten
  4. David meint

    24.08.2026 um 19:58

    Tesla ist bei der Software immer noch Lichtjahre von der Konkurrenz entfernt. Aber nicht nach oben, nach unten. Sicher habt ihr wieder gesehen, wie ein Teslas FSD mal wieder einen quer über der Fahrbahn liegenden Baumstamm „übersehen“ hat. Wir reden hier nicht von einem Ast oder jungen Baum, sondern schöne 30 cm Durchmesser und quer über der Bahn. Der Tesla vollkommen ungebremst drüber im FSE 14.1. Gut, der Baumstamm hat den Wagen dann gebremst. Ich muss immer wieder den Kopf schütteln, dass Darwin-Award Kandidaten den Wagen einfach machen lassen, wo sie doch wissen müssten, dass Teslas FSD nicht Full Self Driving ist, sondern ein Scam.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      25.08.2026 um 13:58

      Warum hat VW in Nevada keinen Betrieb von VW-Robo-Taxen beantragt?

      Antworten
      • Future meint

        25.08.2026 um 17:46

        Moia hat doch noch keine Betriebserlaubnis in USA. Sobald die da ist, wird VW mit der guten Technologie von Mobileye bestimmt den Markt für Robos komplett rocken.

        Antworten
      • M. meint

        26.08.2026 um 20:33

        Warum Nevada? Was ist mit Wisconsin?

        Antworten
  5. South meint

    24.08.2026 um 15:07

    Ausser dem autonomen Fahren und einer anständigen Fahr- und Ladeplanung vermisse ich jetzt als Autofahrer nun nicht sooo viel Softwarefunktionen beim Auto. Oder kann mal jemand erklären, was man denn da so stark vermisst?
    Die Software bei den ID ist immer noch so unterirdisch, vorallem beim Navi. In der Familiy nutzen wir weder Elli, noch das Navi oder das andere VW Zeug. Das Zeug ist nie aktuell und fällt mal ab Brenner südlich aus, ne anständige Routenplanung. Fehlanzeige. Mit Apple oder Android via Bluetooth verbinden fertig…

    Antworten
  6. hu.ms meint

    24.08.2026 um 14:49

    Wider mal pauschal-bla-bla und nur das stichwort: KI.
    Welche konkreten funktionen für die fahrzeugnutzer haben die führenden in diesem ranking gegenüber europäischen herstellern ?
    Die assistenzsysteme sind auch nur level 2.
    Keiner kann selbständig fahrende autos anbieten. Alle müssen durch menschen überwacht werden.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      24.08.2026 um 15:19

      hu.ms

      Die haben untersucht, wie der „KI-Stand“ im Unternehmen so ist.

      Dein ID.3-Beschützerinstinkt läuft hier ins leere.

      Antworten
    • Future meint

      24.08.2026 um 16:01

      Am besten einfach mal den kompletten Report lesen und nicht nur das Fazit aus der Pressemeldung: Er ist über die Gartner Research-Plattform zugänglich, was ein kostenpflichtiges Abonnement oder einen Kunden-Zugang voraussetzt. Alternativ kann der Bericht durch die Anfrage eines Beratungsgesprächs über die offizielle Gartner-Website bezogen werden. Der Report richtet sich eben an Profis.

      Antworten
    • hu.ms meint

      25.08.2026 um 15:07

      Meine konkrete frage wurde wieder mal nicht beantwortet !

      Antworten
      • Future meint

        25.08.2026 um 17:48

        Das Abo von Gartner will halt keiner für dich bezahlen … ;-)
        Es ist eben nicht alles kostenlos in der Welt.

        Antworten
  7. Holgi meint

    24.08.2026 um 14:13

    Stellt sich eigentlich niemand die Frage, ob ein immer stärkerer Einfluss von “KI“ im Auto auf Teufel komm raus wirklich sinnvoll und nützlich ist. Tesla und die Chinesen hauen halt einfach was raus, der Kunde ist dann der Beta-Tester. Dann doch lieber so wie Apple: erst dann mit neuen Features kommen, wenn sie ausgreift sind. Ich jedenfalls will im Auto nicht das Denken einstellen und mir alle Entscheidungen abnehmen lassen. Wenn man die vielen Autotests zu dem Thema liest, scheint bei den Chinesen auch viel der KI in der Praxis zu nerven…

    Antworten
    • Future meint

      24.08.2026 um 16:06

      Die Bedeutung von KI spielt in allen Bereichen und Branchen eine Hauptrolle. Deshalb sind die KI-Unternehmen auch alle so hoch bewertet. Tesla wird dabei von den Investoren als Technologieunternehmen betrachtet.

      Antworten
    • Referendar meint

      25.08.2026 um 07:58

      Solange die Chinesische KI in den Fahrzeugen noch nicht mal den Unterschied zwischen “ Fön“ und „Lüfter“ kennt, fließt da noch viel Wasser den Rhein runter. Deren KIs sind in der Praxis schlicht untauglich.

      Antworten
      • Future meint

        25.08.2026 um 13:28

        Ich vergleiche das Auto immer gerne mit dem Fernseher, weil es da ja auch immer so komische Innovationen brauchte. Die legendäre deutsche Unterhaltungselektronik-Branche lehnte früher ja die Flachbildschirme lange ab, weil die neue Technik zu teuer war, schlechtere Bilder lieferte und die alte Röhrentechnik so schön hochprofitabel war. Deutsche Firmen bauten auf traditionelle Perfektion und gewichtige Qualität. Sie glaubten, niemand würde ein teures, schlechteres Bild nur für ein dünneres Gehäuse kaufen. Die teure Entwicklung der Flachbild-Panels fand dann vor allem in Asien statt. Deutsche Firmen hatten oft nicht das Kapital, um hier noch rechtzeitig mitzuhalten. Vielleicht ist die Ki im Auto das verschmähte »Flachbild-Panel« von heute. Wie werden sehen. Geschichten soll sich ja immer wiederholen.

        Antworten
        • Referendar meint

          25.08.2026 um 16:41

          „Ich vergleiche das Auto immer gerne mit dem Fernseher“
          Macht Sinn.
          Hat nur nichts mit dem Thema zu tun.

        • Future meint

          25.08.2026 um 17:54

          Mir geht es in dem Vergleich um die Haltung zur (neuen) Technologie. Es gibt Manager, die sehen eben in der KI im Auto ein Geschäftsmodell. Andere sehen das nicht oder wissen nicht, wie sie das bezahlen oder realisieren sollten. Gartner bewertet diese digitalen Geschäftsmodelle der Konzerne.
          Die lieben Konsumenten wissen derweil sowieso noch nicht, was sie in der Zukunft alles brauchen. Das wussten sie beim Flachbild-Panel doch auch lange nicht. Alles andere ist Geschichte, die sich immer wiederholt. Ist es jetzt klarer, was ich meine?

        • Referendar meint

          25.08.2026 um 20:53

          Hast du denn verstanden was ich meine? Erstmal muss die KI funktionieren, erst dann ist es sinnvoll damit Geld verdienen zu wollen. Wenn aber nicht mal die absoluten Basics stimmen (Lüfter wird mit Fön verwechselt), ist das eine ganz schlechte Idee.

        • Future meint

          26.08.2026 um 09:22

          Natürlich habe ich das verstanden. »Lüfter und Föhn« stehen genau für diese kritische Haltung in Deutschland. Es wird lieber abgewartet, weil man sich die Perfektion noch nicht vorstellen kann. Währenddessen sind andere aber bereits längst dabei, sammeln Erfahrungen, lernen dazu, verbessern das System im laufenden Betrieb, und machen das Geschäft. So ähnlich war es bei den Fernsehern damals auch schon und Gartner bewertet halt den Vorsprung in dem Report zur Digitalisierung.

  8. Powerwall Thorsten meint

    24.08.2026 um 12:16

    Um zu einer solchen Erkenntnis zu gelangen, braucht der breit informierte Bürger keine weitere Studie, er kann das Jahr für Jahr an den OTA Updates des eigenen Fahrzeugs live miterleben.
    Aber all die Wähler von Herrn Chrupallas Partei glauben ihm ja offensichtlich auch, daß Windenergie den Waldbestand in Deutschland in relevanten Größenordnungen beeinträchtigt, daß unsere Braunkohlelager vermehrt genutzt werden sollten, daß Atomkraft gut und Windkraft böse ist und daß der Strom für die Klimaanlagen einfach nur billig genug sein muß, um die Probleme des Klimawandels zu bewältigen.
    Glauben alleine reicht aber künftig nicht um den Industriestandort Deutschland langfristig zu sichern, aber das werden er und seine Wähler ja dann selber erleben dürfen.
    Time will tell

    Antworten
    • M. meint

      24.08.2026 um 12:46

      Die Wähler von Herrn Chrupallas Partei verstehen zwar sonst nichts, aber bei wem sie sich für die breite Unterstützung bedanken müssen, das schon.
      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/warum-tesla-in-afd-hochburgen-so-beliebt-ist-accg-200670790.html

      Antworten
    • David meint

      24.08.2026 um 12:50

      Jetzt sind ja wieder 5 Millionen Tesla im Rückruf. Tesla versucht das natürlich billig, billig zu lösen. Aber ich glaube nicht, dass der derzeitige status quo, durch den regelmäßig Leute in ihren Tesla verbrennen, durch diese läppischen Aufkleberchen für die Behörden vollumfänglich zufriedenstellend verbessert werden kann. Ich kann nur für die vielen fehlinformierten Kunden hoffen, dass man den unlauteren Hersteller im zweiten Schritt zwingen wird, neue mechanische Türgriffe innen und außen anzubringen.

      Antworten
      • Future meint

        24.08.2026 um 13:47

        Allerdings ist es ein enormer Kostenvorteil, wenn Tesla in China einfach ein Update wie beim Smartphone aufspielen kann, damit sich die Fenster automatisch öffnen bei einem Unfall, so wie es die chinesische Regierung gefordert hat. Und für Kunden ist das auch schön praktisch, wie beim Smartphone.

        Antworten
        • M. meint

          26.08.2026 um 21:00

          Moment: wenn bei einem Unfall die elektrischen Türöffner nicht mehr funktionieren, benutzt man einfach die elektrischen Fensteröffner?
          Das ist ja clever. ;-)
          Warum ist da noch nie ein Insasse drauf gekommen?
          Könnte man dann nicht einfach die elektrischen Türöffner umprogrammieren, so dass man die Tür öffnen kann? Oder ist das jetzt zu kompliziert?
          Die Hauptsache an der Meldung ist: Tesla verzichtet auf echte Maßnahmen, und zimmert irgendwas billig per OTA zusammen, das nichts kostet.
          Das gute an der Sache: es trifft keine Käufer von Autos anderer Marken.

          Aber: der Unsinn mit den versenkten Türgriffen wird ja in China komplett abgeschafft. Bei neuen Modellen ab 01/2027, bestehende Modelle haben Schonfrist bis 2029, aber dann hört das auf.

        • MainTower meint

          27.08.2026 um 11:40

          Was Tesla jetzt per Update anbietet ist absolut nichts neues. Bei vielen modernen Autos öffnen sich die Fenster oder Türen nach einem schweren Unfall automatisch, um Insassen zu befreien und Rettungskräften den Zugang zu erleichtern.

      • Futureman meint

        24.08.2026 um 15:00

        Klar, dass Unfälle mit Feuer und speziell wenn ein Tesla dabei ist, gross in den Medien für Klicks genutzt werden.
        Die vielen anderen Unfälle, bei denen dank der durch viele Crashtests nachgewiesenen Sicherheit des meistverkauften Autos der Welt, die Insassen bestens geschützt sind, verkaufen sich medial anscheinend nicht so gut.
        Auf jeden Fall gerade selbst einen entsprechenden Unfall gesehen, bei dem die Insassen des Teslas unverletzt ausgestiegen sind, die Insassen des aufgefahrenen Autos aber leider nicht. Denke solche Unfälle sind wesentlich öfter, als die Hochgeschwindigkeitsunfälle mit Feuer und klemmenden Türen.

        Antworten
    • Future meint

      24.08.2026 um 12:50

      Ich finde auch deshalb, dass politische Quereinsteiger wie Herr Chrupalla eher ins Unternehmen gehören und nicht ins Ministerium. Er hat nicht einmal studiert. Ich meine, wenn man nach der zehnten Klasse eine Lehre mach, Malermeister wird und sich mit dem Malerbetrieb selbstständig macht, dann ist das natürlich eine hervorragende Leistung. Aber ich finde es trotzdem gewagt, einem Malermeister gleich das Wirtschaftsministerium zu geben. Was würde dieser Wählerwunsch für die Zukunft des Landes bedeuten.

      Antworten
      • M. meint

        24.08.2026 um 13:35

        Musk hat sowas als „der letzte Funke Hoffnung für Deutschland“ bezeichnet.
        Und du wagst hier öffentlich Widerspruch?
        Das wird wohl eher ein kleiner Funke sein, bis du wieder auf Linie gebracht wirst.

        Ach ja, einen Link habe ich natürlich auch.
        https://www.welt.de/debatte/kommentare/article254982012/Warum-Elon-Musk-auf-die-AfD-setzt-und-warum-er-dabei-irrt.html

        Antworten
        • Future meint

          24.08.2026 um 16:15

          Ich sage ja immer, dass Unternehmer ins Unternehmen gehören und Politiker ins Parlament.
          Interessant finde ich es allerdings, dass sich alle geneigten deutschen Steuerzahler nun artig eine Rechtsaußenpartei finanzieren müssen mit vielen Mitarbeitern in den Länderparlamenten und im Bundestag, die nachweislich aus der rechten Szene kommen sollen. Wer hätte das gedacht. Ich gehe davon aus, dass spätestens 33 wieder das Schicksalsjahr wird. Musk spielt doch in Deutschland keine Rolle. Deutschland wählt sich seine Zukunft ganz von alleine, falls die hohen Umfragewerte wirklich stimmen sollten.

        • M. meint

          24.08.2026 um 21:09

          Nein, die geneigten deutschen Steuerzahler müssen das keineswegs, und es ist gut, dass die Mehrheit das noch immer nicht tut.
          Wählen müssen sowas nur Menschen, die Musk noch zuhören.
          Weil…. der erzählt’s ja.

        • Future meint

          25.08.2026 um 18:09

          @M: Die staatliche Parteienfinanzierung ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Demokratie. Die deutschen Steuerzahler finanzieren politische Parteien auch über die staatliche Teilfinanzierung. Die guten Mitarbeiter der Parteien in den Parlamenten werden über offizielle Budgetzuweisungen bezahlt. Konkret: Parteien erhalten Geld vom Staat, basierend auf ihrem Erfolg bei Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen (Wählerstimmenanteil) sowie nach Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen (Zuwendungsanteil). Selbstverständlich finanziert sich also auch die AfD daraus, denn sie wird ja immer mehr gewält. Die Spenden, auch von den deutschen Unternehmern, sind freiwillig. Die staatliche Finanzierung durch Steuerzahler ist nicht freiwillig, sondern gesetzlich geregelt, s.o.

      • Powerwall Thorsten meint

        24.08.2026 um 13:38

        Erklär das mal der Bürogemeinschaft, denen fällt offenbar außer Whataboutism nichts mehr ein, um die Probleme hier im Land wirklich konstruktiv anzugehen – wie der „Malermeister“ und seine Blonde Gefährtin eben auch – da nützt also ein abgeschlossenes Studium offenbar auch nicht immer etwas.

        Antworten
        • M. meint

          24.08.2026 um 21:17

          Richtig, dein Studium hat sich als nutzlos erwiesen.
          Vielleicht kennst du dich deshalb so gut mit Whataboutism aus.
          Bei Tesla ist nämlich alles Whataboutism, was sich NICHT um die Verlinkungen des Chefs mit Rechtsradikalen dreht. Es gibt aktuell (außer dem Klimawandel) kein wichtigeres Thema. Ob die Routenführung die besten Ladepunkte… hört doch auf! Wen interessiert noch die Routenführung, wenn die vom Musk beworbenen Faschisten an die Macht kommen?
          DAS sind die Ablenkungsmanöver. Deswegen ist dir das wohl auch so unangenehm.

        • Future meint

          25.08.2026 um 18:18

          Es ist wohl so, dass sich die Wähler häufiger mal nicht das beste Personal aussuchen bei ihrer Wahlentscheidung. Das scheint jetzt häufiger zu passieren. Es gibt eben so viel Empörung und Wut im Land, was dann zu emotionalen Entscheidungen führt. Da ist sicherlich auch viel Wut über »diese ganzen grünen Elektroautos« und die anderen »grünen Zukunftsindustrien« dabei. Die Menschen wünschen sich das schöne alte Dieseldeutschland zurück.

        • MainTower meint

          26.08.2026 um 09:41

          Der Zug ist längst abgefahren, es gibt kaum noch Diesel Modelle von den deutschen Herstellern, die Zulassungszahlen sind unterhalb der von Elektroautos.
          Falls die Wutbürgerpartei das Ruder übernimmt, wird es hier sowieso keine (Auto)Industrie mehr geben, egal was der gute Deutsche sich wünscht.

  9. David meint

    24.08.2026 um 11:58

    Ein Unsinn sondergleichen, der nur zeigt, dass diese Unternehmensberatung überhaupt keine Ahnung von ihrem Geschäft hat, sondern auf Schaumschlägerei hereinfällt. Tesla hat gar nichts. Sie kommen nicht einmal mit ihrem läppischen Level 2 System in Europa durch. Während Mercedes eine Genehmigung ab 1/27 hat. Und autonom fahren tun die anderen: Tesla guckt hilflos von der Seitenlinie zu, wie Waymo und Zoox ausrollen. VW macht mehr Gewinn pro Auto und hat übrigens im zweiten Jahr eine KI im Auto, namens ChatGPT, mit der man auch das Fahrzeug bedienen kann.

    Antworten
    • Future meint

      24.08.2026 um 12:24

      Nun, die Reaktion von David war zu erwarten, wenn unser »Experte« im Blog gegen die anderen Experten austeilt, die nicht seiner Meinung sind. Allerdings sind auffällig viele Experten regelmäßig nicht seiner Meinung – von EY bis Gartner. Aber vielleicht liegt es nur daran, dass er lieber die Beraterverträge bekommen hätte, die EY und Gartner aufgrund ihrer besseren Strategien erhalten haben.

      Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        24.08.2026 um 12:45

        Na ja, hier darf eben auch ein Schrankenwärter etwas schreiben. Das ist ja das wunderbare. Bei den Konkurrenzseiten ist sein Name schon lange verbrannt.

        Antworten
        • Future meint

          24.08.2026 um 12:56

          Mir gefällt es, dass er hier schreibt. Es wäre doch sonst viel langweilger hier, zumal sein Stil deutlich mehr Humor erkennen lässt, als viele verbissene technokratische Beiträge im Blog. Besonders seine Nebensätze zu den Haustierhaltern und Campingfreunden entzücken uns doch regelmäßig. Außerdem vermittelt seine Bissigkeit gegenüber Tesla doch eindrucksvoll die Haltung von vielen Nebendarstellern in der deutschen Autoindustrie.

        • David meint

          24.08.2026 um 12:58

          Ben, bist du es? Der verbreitet ja sonst diesen Narrativ. Aber ihr habt sicher ja schon mehrfach gelesen, dass ich nirgendwo gesperrt bin. Gut, was verbrannt heißt, musst du selber wissen. Aber ich habe ja ab und zu ein paar Beiträge woanders geschrieben. Nur ist da nichts los. Das ist das Problem. Ich bin jetzt mehr in internationalen Foren. Denn hier ist die Schlacht auch geschlagen, ich habe hier die Lufthoheit und Tesla ist in der Bedeutungslosigkeit. Wo sie hingehören. In Norwegen kann man ja tagesgleich die Zulassungen sehen und eine Woche vor Ablauf des August sieht es auch für den Monat für Tesla gar nicht mal so gut aus… Aber das weißt du vermutlich schon und hast nur gehofft, wir sehen das nicht…

        • Powerwall Thorsten meint

          24.08.2026 um 13:44

          Ach David,
          über das, was du in der Vergangenheit so alles gesehen hast, jetzt gerade so alles zu sehen glaubst, oder künftig noch sehen wirst, amüsiert hier – oder sogar „international“ – sicherlich viele Leser.
          Gib alles

  10. Future meint

    24.08.2026 um 11:41

    Das ist schon bemerkenswert, was Gartner hier publiziert: »Trotz massiver Investitionen in neue Technologien verlieren traditionelle Hersteller gegenüber Tesla, Rivian und chinesischen Konkurrenten an Boden.« Vermutlich wird man in Deutschland versuchen, die Expertise von Gartner anzuzweifeln, so wie man das bei dem Thema seit vielen Jahren versucht. Vielleicht sollte man das Thema einfach ganz aufgeben und es den anderen überlassen. Das hat bei anderen Technologien doch auch schon gut funktioniert. Jeder macht dann einfach, was er am besten kann.

    Antworten
    • David meint

      24.08.2026 um 13:04

      Nehmen wir mal an, sie hätten recht. Ist dir denn schon wieder entfallen, dass Rivian und VW eine signifikante Partnerschaft beim Thema E/E Hardware und Software haben? Das bedeutet, selbst wenn das so wäre, hätte man ja schon Hilfe. Unsinn ist nur der Teil über Tesla. Aber dieser unlautere Hersteller scheint ja nach dem katastrophalen Juli auch einen schlimmen August zu erleiden… Und damit meine ich nicht die Rückrufe mit einem Gesamtvolumen von 5 Millionen Fahrzeugen, sondern die ersten Indikationen von der Verkaufsfront.

      Antworten
      • Die Wahrheit meint

        24.08.2026 um 18:38

        Rückrufe bei TESLA? Ach ja, das meiste haben sie schon über OTA geregelt. Ist halt kein VW der für Software-Kleinkram gleich in die Werkstatt muss.
        TESLA ist ein Tech-Unternehem, fast alles aus einer Hand. Von der Fertigungstiefe kann VW nur träumen.

        VW ist ein Legosystem aus vielen Lieferanten.
        VW steck dann nur noch alles zusammen und der Kunde muss mit dem Mist dann klar kommen.

        Da VW immer weiter in der Hilflosigkeit abgleitet und immer mehr Abhängigkeiten eingehen (aktuell mit Rivian und XPeng), um nicht völlig in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Das hat der Report sehr richtig erkannt. Platz 16 für VW haben sie sich mit Lustlosigkeit verdient.

        Antworten
        • MK meint

          25.08.2026 um 17:15

          @Die Wahrheit:
          An dem Tag, wo Tesla es schafft, Seilzüge per OTA nachträglich in ein Auto einzubauen oder Türgriffe OTA durch andere zu ersetzen, kaufe ich auch einen Tesla…darum geht es nämlich in dem von David angesprochenen Rückruf.

          Ansonsten, auch wenn ich es Ihnen schon mehrfach geschrieben habe und Sie es jedes Mal gekonnt ignorieren: Das Kraftfahrtbundesamt listet aktuell 33 Rückrufe für Tesla.
          Ein paar Beispiele:
          – Falschrum eingebaute Seitenairbags
          – Falsch verschweißte Bauteile
          – Nicht fest verschraubte Anschnallgurte
          – Fehlerhafte Gasgeneratoren in den fahrer-Airbags
          – Fehlerhafte Achssschenkel, die schnell brechen können
          – Nicht verklebte Zierleisten
          Nichts davon lässt sich per Software-Update lösen…

        • Fred Feuerstein meint

          25.08.2026 um 19:22

          Das Spiel kann man auch mit VW machen, da sind aktuell 270 Rückrufe beim KBA gelistet. Und das ist nur die Marke VW.
          – Brandgefahr
          – Ausfall der Lenkung
          – fehlerhafte Verschraubung Hinterachse, Kontrollverlust
          – Sicherheitsgurt Fahrer Verankerung
          – Bremsversagen

          Ist schon lustig…Klingt nach High Quality

        • MK meint

          26.08.2026 um 10:20

          @Fred Feuerstein:
          Mehr verschiedene Modelle und länger am Markt bedeutet natürlich auch mehr kleinteiligere Rückrufe.
          Aber ja: Es gibt heute kaum noch ein Fahrzeug auf dem Markt, dass nicht wegen eines Fahrzeugs in die Werkstatt muss. Entgegen der Behauptung von „Die Wahrheit“ ist Tesla da aber eben keine Ausnahme.

        • Fred Feuerstein meint

          26.08.2026 um 12:14

          Ich hab jetzt spaßeshalber mal bei Porsche nachgesehen, explizit nur Taycan der ja nun wirklich in homeophatischen Mengen gelaufen ist, das sind alleine 20 Rückrufe:

          – Versagen vordere Bremsschläuche
          – Brandgefahr
          – Unzureichende Crashfestigkeit wegen fehlender Füge-Verbindungspunkte.
          – Es kann zu einem Bruch des unteren Achslenkers kommen. In der Folge kann eine Beeinträchtigung des Fahrverhaltens und ein potenzieller Kontrollverlust auftreten.

          Also wenn das die viel zitierte German Quality eines Luxusablegers des VW Konzerns ist, na dann gute Nacht…

        • MK meint

          26.08.2026 um 15:26

          @Fred Feuerstein:
          Was anderes hat hier auch keiner behauptet. Es geht nur darum, dass „Die Wahrheit“ in Frage gestellt hat, dass es bei überhaupt Tesla Rückrufe gibt, die einen Werkstattbesuch erforderlich machen und letztlich behauptet hat, dass man das Türgriff-Debakel in China über OTA-Updates lösen könne. Und das geht halt definitiv nicht.

        • Fred Feuerstein meint

          26.08.2026 um 19:25

          Wozu sollte Tesla Seilzüge einbauen? Die gibt es auch bei anderen Fahrzeugen schon lang nicht mehr. Einfach mal den Blick auf den iX5 werfen, der hat nicht mal gescheite Türgriffe.

        • MK meint

          28.08.2026 um 14:01

          @Fred Feuerstein:
          Nochmal: es geht hier nicht darum, was andere Hersteller tun oder nicht tun, sondern einzig und allein um die Behauptung von „Die Wahrheit“, dass sich die aktuellen Rückrufe bei Tesla durch ein OTA-Update beheben ließen, was nicht der Fall ist.

          Grundsätzlich ist es doch so: Tesla verbaut seit Jahren Seilzüge als einzige Möglichkeit, bei einem Stromausfall von innen die Türen zu öffnen. Die chinesischen Behörden verpflichten Tesla zu dem Rückruf, weil diese Seilzüge im Fall eines Unfalls nicht gut genug erreichbar sind. Gibt dazu unter anderem auch einen ausführlichen deutschen Fernsehbericht von Vox aus diesem Jahr, wo die verschiedenen Varianten von Tesla-Seilzügen und deren jeweilige Erreichbarkeit nach Baujahr aufgezeigt werden.

          Was den BMW angeht, sind Sie jetzt wahrscheinlich außen (bei dem Rückruf geht es ja in erster Linie um die Türöffnungsmöglichkeiten von innen, wenn kein Strom vorhanden ist). Und da hat der neue iX5 zwar keinen Türgriff mehr in der Blechkarosserie, aber einen jederzeit gut greifbaren Griff am Übergang zur Scheibe, der eine mechanische Türöffnung erlaubt auch dann, wenn kein Strom vorhanden ist. Demnach dürfte der neue ab Oktober bestellbare iX5 den aktuellen chinesischen Vorgaben genügen.

      • Future meint

        24.08.2026 um 20:45

        Ich schreibe ja schon seit Monaten, dass Rivian ohne das viele Geld von VW eventuell nicht überlebensfähig wäre. Und VW ist wohl auf die Technolgie von Rivian angewiesen. Wir wissen allerdings noch nicht, ob Rivian nun wirklich bestehen kann. Und wir wissen ebenso nicht, ob VW mit der Technologie von Rivian klarkommen wird. Es gab dazu unterschiedliche Berichte. Als sicher gilt wohl, dass Blumes Zukunft vom Erfolg dieser Kooperation abhängen könnte. Auch dazu gab es Berichte in den Medien. Anders als VW steht Tesla nach Auffassung der Experten von Gartner allerdings sehr gut da. IT, Software, KI und Digitalisierung wertet Gartner bei Tesla wohl als besonders erfolgreiches Merkmal.

        Antworten
        • MK meint

          25.08.2026 um 10:27

          @Future:
          Nochmal: Gartner bewertet nicht die Fähigkeiten der unterschiedlichen Softwarelösungen, sondern einzig und alleine, wie viel Geld die Kunden NACH KAUF des Fahrzeugs noch zusätzlich oben drauf legen, um die Funktionalität zu nutzen. Eine „gute Platzierung“ weit vorne ist aus Firmensicht super, für mich als Endkunde aber eher abschreckend.

        • Future meint

          26.08.2026 um 09:27

          Ich habe mich hier ja auch auf David bezogen, der das von Gartner bewertete Geschäftsmodell wissentlich ignoriert, weil es ihm nicht passt, dass VW da abgeschlagen im Keller auf Platz 16 liegt,

        • MK meint

          27.08.2026 um 09:39

          @Future:
          Sie haben geschrieben: „IT, Software, KI und Digitalisierung wertet Gartner bei Tesla wohl als besonders erfolgreiches Merkmal.“ Und genau dieser Satz stimmt eben nicht. Gartner hat nur die Kommerzialisierung von Software bewertet. Wenn jemand schlechte Software an 1% seiner Kunden verkauft und jemand anderes eine super Software an 100% verschenkt, ist der mit der schlechten Software in der Gartner-Analyse höher platziert als der mit der guten.

    • MK meint

      24.08.2026 um 15:52

      Ich zitiere mal von der Gartner Website:
      „The Digital Automaker Index compares 24 automakers on their potential to monetize software.“
      Es geht also nicht darum, zu bewerten, wer das bessere Auto baut: Themen wie Fahrwerk, Reichweite, Fahrkomfort usw. werden nicht bewertet.
      Es geht nicht mal darum, wer die bessere Software hat. Es geht einzig und alleine darum, wer mit seiner Software nach dem Verkauf des Autos erfolgreich mehr Geld aus der Tasche zieht.

      Antworten
      • Future meint

        24.08.2026 um 20:32

        Genau, es geht wohl wieder ums Geldverdienen, es geht um Profitabilität. Das Fahrwerk spielt demnach beim Geldverdienen nicht mehr die große Rolle. Eine hohe Profitabilität in der Digitalisierung ist vielleicht der Schlüssel zum Erfolg in der Zukunft der Elektromobilität. Jedenfalls sehen es die Experten von Gartner wohl so, denn wir können den ganzen Bericht ja nicht lesen.

        Antworten
        • MK meint

          25.08.2026 um 10:21

          @Future:
          Nein, die „Experten von Gartner“ sagen nicht, dass das Fahrwerk keine Rolle spielt…sie sagen nur, dass sie diesen Aspekt nicht bewertet haben. Gartner ist nun mal ein IT-Unternehmen und kein Unternehmen aus der Automobilbranche. Und da ich (und wahrscheinlich die meisten Leute) ein Auto immer noch nutzen, um damit möglichst angenehm von A nach B zu kommen und aussteigen und vom Auto weggehen, sobald sie am Ziel sind, ist für mich das Fahrwerk definitiv wichtiger als ein umfangreicher Appstore.

      • MichaelEV meint

        24.08.2026 um 22:24

        Ein Skandal, dass man bei Unternehmen und deren zu vermarktenden Produkte auf die Monetarisierbarkeit schaut…
        Und bei „Digital“ wird wohl auch keiner jemals ans Fahrwerk gedacht haben.

        Wenn man Kunden nachträglich Funktionen und Services anbieten kann, die für ihn so werthaltig sind, dass Geld dafür bezahlt wird, soll genau wo das Problem sein (in der Vergangenheit war dafür eher eines neues Fahrzeug fällig)?

        Antworten
        • MK meint

          25.08.2026 um 10:25

          @MichaelEV:
          Mein Kommentar ist ja eine Antwort an Future, der es so darstellt als sei die Möglichkeit, nach dem Kauf des Autos dem Hersteller noch mehr Geld zu zahlen ein positives und vor allem entscheidendes Auswahlkriterium bei der Wahl des Fahrzeugs. Und ich halte es eher für abschreckend, dass der Hersteller fest einplant, hinterher noch mehr Geld von mir kassieren zu wollen. Man muss also doch immer fragen: Wer ist die Zielgruppe der Gartner-Analyse: Das sind eben nicht Privatkunden, wie Sie oder ich einer sind, sondern Firmen, die ihr Geld mit dem Verkauf von Software verdienen.

        • Future meint

          25.08.2026 um 21:26

          Gartner ist kein Kundenberater, sondern ein Unternehmensberater. Es geht also darum, wie mit der Digitalisierung die Profitabilität gesteigert wird. Profitabilität ist derzeit das große Thema beim Elektroauto und das wird noch viel spannender, wenn Volkswagen nicht mehr 90 Prozent Verbrenner baut, sondern nur noch 50 Prozent.
          Kunden wollen natürlich immer das billigste Produkt. Deshalb braucht es Ideen, um im Aftersale mehr verkaufen zu können. Mit dem lukrativen Ökwechsel geht das ja nun nicht mehr.

        • MichaelEV meint

          26.08.2026 um 10:52

          @MK
          Lass doch die Kunden entscheiden, für welche nachträglichen Features sie Geld bezahlen wollen. Bisher blieben Autos nach dem Kauf so wie sie waren und waren nach kurzer Zeit alt, heute können gute Hersteller das System aktuell halten und Features hinzufügen (die es beim Kauf ggf. noch gar nicht gab).
          Ich bin dabei – ein Auto ohne OTA und Track Rekord, dass lange über den Lifecycle upgedatet wird, kauf ich kein Auto mehr.

          Zu deiner Interpretation: Es geht hier nicht darum, ob Digitale Services monetarisiert werden, sondern ob die Voraussetzungen gegeben sind Digitale Services monetarisieren zu können. Moderne E/E-Architektur, SDV, gute UX, Schnittstellen, Komponenten usw.

          Zu deinem Thema: gestern auf ein Angebot für den VW Light Assist gestoßen. Da wird eine vorhandene Funktion, laut Kommentaren schlecht umgesetzt, für ordentlich Geld nachträglich verkauft. Du verortest das Problem irgendwie an der komplett falschen Stelle…

        • MK meint

          27.08.2026 um 09:34

          @MichaelEV:
          Der Punkt ist doch: Ich habe bei meinem Skoda schon sehr viele Funktionen nach Kauf dazu bekommen (u.a. auch dutzende Spiele, die ich spielen könnte, wenn ich im Auto sitzen bleiben würde, wenn ich nicht fahre…was ich nicht tue). Das spannende: Solche Updates kamen teilweise, nachdem man bei Neuwagen auf ein androidbasiertes Betriebssystem umgestellt hat, das auf anderer Hardware basiert. Es gibt also keinerlei Synergieeffekte, sondern es ist eine Entwicklung exklusiv für längst verkaufte Fahrzeuge. Der Unterschied zu Tesla: Alles, was kommt, ist kostenlos. Natürlich könnte VW für jede zusätzlich angebotene Funktion Geld verlangen…ich habe den Kaufvertrag ja für ein Fahrzeug ohne diese Funktion unterschrieben. Tut man aber nicht.

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