Der ab 24.995 Euro angebotene Elektro-Kleinwagen VW ID. Polo verzeichnet bereits vor seinem offiziellen Verkaufsstart eine hohe Nachfrage. Laut der Automobilwoche liegen europaweit mehr als 30.000 Bestellungen vor. Die Resonanz übertreffe insbesondere in Deutschland die ursprünglichen Erwartungen deutlich.
Die hohe Nachfrage führt zu längeren Lieferzeiten. Ein Chef einer großen VW-Autohausgruppe gab gegenüber dem Branchenportal an, dass die gesamte Reihe des ID. Polo ausverkauft sei und eine Wartezeit von mindestens zehn Monaten bestehe. Seit der Öffnung der Orderbücher für den Vorverkauf Ende April konnten Kunden Fahrzeuge bestellen, ohne das rund vier Meter lange Elektroauto zuvor live gesehen oder Probe gefahren zu haben.
VW teilte der Automobilwoche auf Anfrage mit, dass die Kombination aus „sehr positiver Kundennachfrage“ und den langfristig geplanten Produktionskapazitäten im spanischen Werk Martorell aktuell längere Lieferzeiten verursache. Die genauen Liefertermine hingen von der individuellen Konfiguration ab. Man arbeite intensiv daran, die Produktion schrittweise hochzufahren, um die Wartezeiten zu reduzieren.
Verfügbarkeit besteht für vorkonfigurierte Fahrzeuge, die Händler in Kontingenten auf Lager haben und mit dem Verkaufsstart verfügbar sind. Insidern zufolge verzeichnet auch die zum Start ab 36.525 Euro kostende SUV-Variante des ID. Polo namens ID. Cross einen sehr guten Auftragseingang, so die Automobilwoche.

Jörg2 meint
„Es handelt sich um eine Größenordnung um die 200.000, was die Vorbestellungen der Vierlinge insgesamt angeht. Denn Großkunden können vorreservieren.“
Diese Reservierungen erfolgen beim VWFS. Es sind keine 200.000. es sind 30.000.
Es geht hierbei um den Austausch der VW-BEV-Leasingfahrzeuge in den Flotten durch die nächste Generation VW-BEV-Leasingfahrzeuge.
Auch diese Fahrzeuge bleiben in den Büchern von VW und werden nicht nach außen verkauft.
Die Leasingraten sind erneut auf Ramschniveau.
Außerhalb dieses Vertriebsweges (Leasing zu Ramschraten, Problemverschiebung in die Zukunft) sind diese Produkte nicht ausreichend vermarktbar.
Stefan meint
Was wird da getauscht? Wechselt man von ID.3 auf ID.Polo?
War der ID.3 eigentlich größer als benötigt?
Jörg2 meint
Darüber habe ich mit VWFS nicht gesprochen.
Futureman meint
Xiaomi hat gerade in China innerhalb von 4 Minuten 10.000 Fahrzeuge von einem neuen Modell verkauft. Das bedeutet, die verkaufen in einer halben Stunde die Jahresproduktion des ID Polo? Irgendwie sieht es für die Zukunft von VW nicht so rosig aus, denn ab nächstem Jahr kommt Xiaomi auch in Deutschland mit Autos auf den Markt.
M. meint
Ja, die werden hier auch 2.000 pro Minute verkaufen.
J-e-d-e Minute. Über Jahre hinweg.
Und genauso schnell dann auch bauen.
Bestimmt. 😉
Powerwall Thorsten meint
Offensichtlich ist „Ironie“ der einzige Ausweg der Bürogemeinschaft, wenn zum argumentativen Diskurs nichts mehr beizutragen ist.
Den Verfasser des Threads lächerlich zu machen ist dann der andere verzweifelte Versuch wenn die Gegenthese fehlt.
Tesla-Fan meint
VW ist ganz sicher wieder überrascht von der Nachfrage und wird nur mit erheblicher Lieferfrist ausliefern. Soviel wie es für den Flottenverbrauch nötig ist. Wetten?
South meint
Klar, alle Prügeln sich um „36.525 Euro kostende SUV-Variante des ID. Polo“. Ich würde erstmal sagen, abwarten. Am Anfang gibts immer sehr viele Order aus dem eigenen Lager und die aktuellen Stückzahlen wurden weit vor der vom total vernebelten Populisten Trump ausgelösten Iran- bzw. Ölkrise geplant. Ist halt die Frage, ob der Markt tatsächlich soviele hochpreisigen Modelle aufnehmen kann oder ob nicht viele Kunden zu eher günstigeren Modellen greifen werden…
Yoyo meint
Der Polo wird sich schon gut verkaufen. Das Auto fehlte bei VW im Angebot.
Aber die Presseschlagzeile „Seit April schon vor den Präsentation im September schon 30.000 Stück verkauft“ ist etwas irrführend.
Es haben vielleicht 2.000 Endkunden bestellt, der Rest sind Händlervororder in den vermutlich teuren Versionen weit über € 25.000.
Warten wir mal auf die Zahlen bis Anfang 2028.
David meint
Das ist geradezu köstlich, wie diese Nachricht wieder die Menschen eines bestimmten Lagers triggert. Und noch mehr ärgert wohl, dass ich das bereits angesagt hatte.
Natürlich übernimmt VW von null auf Hundert das B-Segment. Sie haben keine Konkurrenz. Das ist der Fehler der anderen, sie so eine Lücke im Angebot zu lassen, dass VW mit vier verschiedenen Fahrzeugen zeitgleich da reinstoßen kann.
Gut, Tesla hat vermutlich eingesehen, dass sie gar nicht so günstig produzieren können. Aber wo sind Renault und Stellantis? Zwei Konzerne, die klassischerweise das B-Segment besetzen. Ja, sie haben da was. Aber viel zu wenig. Und wo sind die Japaner? Einen Yaris als BEV gibt’s nicht.
Für VW ist die Situation in Ordnung. Wettbewerb kostet nur Geld.
EVrules meint
„Für VW ist die Situation in Ordnung.“
Ach David, deine Kommentare werden auch immer absonderlicher. Du beklagst die Mitbewerber, die besser dastehen als VW oder die VAG.
Deiner Meinung kann man einen mehr als geringen Mehrwert beimessen.
Jörg2 meint
Es wird auch weiterhin so verfahren:
80% der VW-BEV verbleiben in den konzerneigenen Büchern. Sie gehen in die Bücher des VWFS. Kein Verkauf an Endkunden.
90% dieser Fahrzeuge werden zu Ramschleasingraten in die Firmenflotten und sonstige Leasingnehmer gegeben. Die restlichen 10% sind Finanzierungen.
So erzeugt man zwar keinen sinnvollen Deckungsbeitrag für den Konzern, sichert aber die Zulassungszahlen für die Erreichung der CO2-Flottenziele.
Die Erstorderwelle ist fast ausschließlich die „Bestellung“ des VWFS.
Future meint
Was ist das nur für ein klimaschädliches Geschäftsmodell bei Volkswagen. Hoffentlich kriegen sie immer weniger von ihren Verbrennerdreckskarren verkauft.
David meint
Ist aber sehr erstaunlich, dass man mit diesem Geschäftsmodell, dass du da skizziert, immer noch großzügig Dividende zahlt und trotzdem einen größeren Gewinn pro Auto erreichte als Tesla. Vielleicht beehrst du den Kommentarbereich im passenden Thread dann mal mit einer Fehleranalyse, was alles bei Tesla schiefgelaufen ist? Denn ohne Altlasten, ohne relevante F&E Aufwendungen, ohne soziales Gewissen, ohne Modellpalette und ohne relevante Service- und Vertriebsstrukturen sowie ohne soziales Gewissen ist man hinter VW.
Fred Feuerstein meint
Die Dividende ist im Sinkflug und wird nur gezahlt, weil Niedersachsen als Anteilseigner dringend das Geld aus der Beteiligung benötigt. Wär es ein seriös geführtes Unternehmen würde man die Dividende streichen und statt dessen die Finanzen in den Griff kriegen.
Future meint
Die Eigentümerfamilien sind auf die Dividenden von VW angewiesen. Vermutlich ist das auch ein Grund dafür, dass sich die Familien so stark für die Kostenreduzierung mit der Schließung der 4 deutschen Werke eingesetzt haben. Ein »Sozialgewissen« spielt dabei natürlich überhaupt keine Rolle. Es geht doch immer nur um das eigene Portemonnaie – sowohl bei den Eigentümern als auch bei der Kundschaft.
eBikerin meint
„Die Erstorderwelle ist fast ausschließlich die „Bestellung“ des VWFS.“
Da hast du doch bestimmt ne Quelle dazu, oder?
M. meint
Hast du dazu eine aluhutfreie Quelle?
Powerwall Thorsten meint
Hast du dazu belastbare (FH)
Gegenargumente / Zahlen?
eBikerin meint
Oh das ist toll: jemand haut einen raus und wenn man nach der Quelle frägt, kommt der liebe Thorsten um die Ecke und verlangt ein Gegenargument.
Super – erinnert irgendwie an Kindergarten, oder lieber Thorsten?
Jörg2 meint
M
Ja.
Den VWFS.
M. meint
Schaffst du das mit dem Link noch?
Jörg2 meint
M
Ich verlinke keine Gesprächsinhalte. Wie auch!?
Wenn die Situation nicht in Deine Vorstellung passt, ignoriere sie einfach.
M. meint
Gesprächsinhalte. Soso.
Keine weiteren Fragen. 😄
Jörg2 meint
M
Wenn es Deiner psychischen Stabilität hilft, kann Du natürlich gern jedwede Meldung, die Dir nicht ins Bild passt, ins Lächerliche ziehen.
Du musst meinen Ausführungen nicht glauben. Es ist ja sehr in Mode gekommen, „Fakt“ durch „Meinung“ zu ersetzen.
M. meint
Ne, ich nehme dir halt nicht ab, dass du mit einem Verantwortlichen bei Volkswagen Financial Services gesprochen hast (oder ein Interview bekommen).
Du hast vielleicht mit irgendeinem Verkäufer gesprochen, aus dessen Sicht das so ist, ohne Gesamtzahlen zu kennen.
Aber alleine, dass DU mit jemandem aus der Orga gesprochen haben willst, ist bei deiner VW-Abneigung sehr bemerkenswert.
Powerwall Thorsten meint
@ eBikerin/David
Als erstes würdest du monieren, dass man nach einer Quelle fragt und nicht „frägt“
Wenn du eine Aussage nicht glaubst oder diese in einem Diskurs anzweifelst, dann musst du schon auch ein valides Gegenargument – die sogenannte Antithese formulieren.
Ein „Nein!“ (mit / ohne aufzustampfen) oder „wo ist die Quelle?“ reicht da leider nicht ganz aus – frag da doch noch einmal mal deinen Deutschlehrer.
MK meint
@Jörg 2:
Wer als Endkunde einen ID.Polo kauft und den z.B. über 12 Monate finanziert, geht auch „über die Bücher von VWFS“…die bieten nämlich nicht nur Leasing, sondern auch Kredite an. Und die 90/10-Aufteilung dabei entspricht alleine Ihrer Fantasie oder wo kommt die her?
Ich habe es Ihnen schon mal vorgerechnet: Geht man davon aus, dass bei unter 20% BEV Verkaufsanteil von 50% BEV-Anteil beim „Restwertrisiko“ aus, sind das rund 3 Mrd. €, bei einem Restwert von 20.000 € im Schnitt (inkl. der grade erst neu zugelassenen Audi-Fahrzeuge, ID.Buzz und Co), kommt man auf grade mal 150.000 BEV „in den Büchern“…bei schon mehr als 400.000, die man alleine im ersten Halbjahr verkauft hat.
Jörg2 meint
MK
Das hatten wir doch nun schon mehrmals:
80% der VW BEV stehen in den Büchern des VWFS.
Davon sind 90% in Leasingverträgen und nur 10% in Finanzierungen.
MK meint
@David:
Renault ist doch mit R5 und R4 in dem Segment aktuell ziemlich gut aufgestellt (und auch erfolgreich). Auch der BYD Dolphin Surf ist ein super Auto.
Gut, dass Stellantis mit dem, was man als BEV-Corsa und 208 anbietet eher Alibiangebote macht und kein wettbewerbsfähiges Angebot, hat sich herumgesprochen und dass Toyota und Co tief und fest den Wandel zum BEV verschlafen auch.
Aber die Frage ist doch: Wo war der VW Konzern bis jetzt in dem Segment? Warum hat es so lange gedauert? Und warum kann man auch jetzt keine sagen wir mal 200.000 BEV-Kleinwagen einfach mal „aus dem Ärmel schütteln“? Immerhin hat man alleine für Matorell (ID.Polo und Raval) die Kapazität mit 300.000 Fahrzeugen p.a. angegeben.
e-Tom meint
Bei Stellantis fehlen die Angebote: JeepAvenger, AlfaJunior, Lancia Y, Leapmotor B03/x, Citroen C3e, Fiat GrandePanda, OpelMokka, …. Na da sind doch einige Modelle unter 4,20m im „B“-Segment, oder?!
hu.ms meint
Wie man oben lesen kann bekommt man margenstärkere modelle schneller: grosser akku, viel zusatzausstattung = hoher gesamtpreis.
Und dann vermute ich, dass die kapazitäten beschränkt sind, weil nur zuliefer-akkuzellen verbautwerden können. Die eigenprodukion von zellen in S fehlt aktuell !
CaptainPicard meint
VW braucht 10 Monate um 30.000 Bestellungen abzuarbeiten? Was ist denn das für ein Produktionshochlauf?
David meint
Klar, wenn das Arbeitsumfeld sehr klar umrissen ist wie ein großer Hof und ein Besen, dann ist die Situation einfach zu verstehen. Nur, weil man das versteht, sollte man sich nicht anmaßen, beim Thema Produktionssteuerung in der Automobilindustrie mitzureden.
Es handelt sich um eine Größenordnung um die 200.000, was die Vorbestellungen der Vierlinge insgesamt angeht. Denn Großkunden können vorreservieren. Und diese Reservierungen werden seitwärts in Chargen in das Bestellsystem eingespielt. Und davon kriegen nicht 30.000 das Kleid des ID Polo, sondern mit diesen Großbestellern vermutlich ich eher 60.000.
Und jetzt kommt die große Überraschung: Während sie abgearbeitet werden, werden die Bestellungen mehr. VW hat ja nicht einen Bestellstopp für 10 Monate verhängt. Wobei das natürlich noch kommen kann. Was kann VW dafür, dass die anderen Hersteller nicht ihre Hausaufgaben gemacht haben? Es war doch klar, dass nach der Kompaktklasse das B-Segment die nächste Haltestelle sein wird. Neue Technik kommt immer top down.
Future meint
Endlich kommt der Kleinwagen zurück. Hier wurde ja immer wieder behauptet, dass niemand mehr einen Kleinwagen wolle. Das hat sich VW wohl auch so gedacht. Aber es fehlte offenbar nur das Angebot an billgen elektrischen Kleinwagen. Jetzt ist es da und sofort ausverkauft. Das kannten wir ja damals schion vom eUp. Hoffentlich kriegt es VW auf die Reihe, dieses mal mehr zu liefern. An der Nachfrage nach Elektroautos können die Probleme von VW jedenfalls nicht liegen.
hu.ms meint
Es gibt doch schon länger gutes angebot bei kleinwagen-BEV: mini, R4, R5, e209, e2009, corsa, dacia usw.
Warum sollten soviele auf die VW-vierlinge gewartet haben ?
Sind die etwa besser bei P/L ?
David meint
Neue Technik kommt nie bottom up, sondern immer top down. Jetzt ist das B-Segment dran. Das meint nicht, dass es vorher da gar nichts gab. Aber jetzt haben wir hier ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis, ohne dass der Hersteller zubuttern muss. Das ist doch der Punkt und da sind die anderen noch nicht. Da ist nur VW und ein bisschen der Hyundai Konzern.
EVrules meint
„sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis“ – da haben andere besser Angebote.
„Fair“ bedeutet nur, dass VW die Specs von der Vorstellung des ID.2 zum ID.Polo reduziert hat, bei gleichem Preisschild.
Future meint
Es geht doch nicht immer um P/L. Es geht darum, was der Verkäufer des Vertrauens empfiehlt. Geld genug ist da. Vielen ist doch dabei auch ein Produkt aus heimischer Fertigung wichtig.
hu.ms meint
Wenn genug geld da ist, warum werden dann so wenig tesla MY – made in germany – gekauft ? Oder auch elektro-C-klasse bzw. i3 beide auch als kombi.
Micha meint
Einerseits meckern, dass die Verbraucher beim „Verbrenner-Aus“ nicht mitziehen, aber dann von der Nachfrage überrascht sein und nur auf Sparflamme produzieren. Kennt man von VW leider seit Jahren so.
Powerwall Thorsten meint
Was hat @Futureman noch vor dem Wochenende prognostiziert?
Man gibt sich wieder einmal überrascht.
Es werden bestimmt auch die schlecht ausgestatteten, die dann vielleicht wirklich „nur“ 20.000€ kosten, zuerst ausgeliefert (Ironie off)
MK meint
„VW teilte der Automobilwoche auf Anfrage mit, dass die […] langfristig geplanten Produktionskapazitäten im spanischen Werk Martorell aktuell längere Lieferzeiten verursache.“
Anders gesagt: Man hat sich verkalkuliert und einerseits zu wenig Teile bei den Zulieferern bestellt und andererseits zu wenig Kapazitäten in den Werken für die Produktion dieser Modelle freigeräumt, während man gleichzeitig von massiven Überkapazitäten im Produktionsnetzwerk spricht. Da hat wohl ein Vorstand schlechte Arbeit geleistet…und ja, sowas braucht einen mehrjährigen Vorlauf. Grade deswegen ist die Fehlkalkulation so dramatisch: 2021 kündigte man an, dass man Ende 2025 eigentlich wieder bei 10 Mio. Autos pro Jahr und davon mindestens 20% BEV sein wolle. Hätte man dieses Ziel damals nicht nur behauptet, sondern auch tatsächlich verfolgt, wären demnach 2 Mio. BEV letztes Jahr kein Problem gewesen. Tatsächlich geschafft hat man nicht mal 1 Mio. und musste schon da wegen Teilemangels Kunden mit Wartezeiten von 1 Jahr und länger vertrösten.
hu.ms meint
Ich glaube, es fehlen der vorgesehene anteil an selbst produzierten akku-zellen.
MK meint
@hu.ms:
Wie ich Ihnen an anderer Stelle schon geschrieben habe: Ende letzte Woche wurde gemeldet, dass man planmäßig in Salzgitter noch diesen Monat auf 24/7 Betrieb gehe und das selbst Weltmarktführer CATL in Arnstadt rund 2 Jahre gebraucht hat, bis ein Großteil der Akkus Auslieferfähig und kein Ausschuss mehr war. Hätte VW also schon jetzt mit relevanter Stückzahl gerechnet, wäre das mehr als naiv gewesen.
hu.ms meint
Es geht mir um die zellen die in Saugunt für die vierlinge gebaut werden sollen.
Salzgitter sollte schon seit 5 monaten laufen und Spanien eben ein paar monate später zu beginn der vierlings-porduktion dort.
Wieder mal nicht im Plan….
MK meint
@hu.ms:
Nochmal: In Salzgitter war nie eine Inbetriebnahme vor Ende 2025 geplant, Sagunt war nie vor 2026 geplant. Wenn Weltmarktführer CATL bei Inbetriebnahme eines neuen Werkes, das nur produziert, was andere Werke der Firma auch produzieren, 2 Jahre braucht, eine relevante Stückzahl zu bauen, wird VW kaum damit geplant haben, schneller zu sein und sollte das im Zeitplan berücksichtigt haben. Hieße: Mit Volumen aus Salzgitter kann man nicht vor Ende 2027/Anfang 2028 planen, Sagunt entsprechend noch mal deutlich später.
Da geht es nun Mal um komplexe chemische Prozesse und keine Montage, die man vorher irgendwo auf der Welt testet und dann in einer neuen Fabrik einfach „einschaltet“…das hat aber nichts mit VW zu tun, sondern ist bei jedem Hersteller in jeder Fabrik so.
hu.ms meint
Du schreibst es ja selbst:
Zellen aus Saugunt geplant 2026 und nur einiges später…
Also: böse verzögerungen bei der zellproduktion, die sich sicher auch auf die produktion und lieferzeiten der vierlinge aus S auswirkt.
MK meint
@hu.ms:
Nochmal: Wenn Ende 2027 die ersten Zellen aus Salzgitter verfügbar sind und ab Mitte 2028 aus Sagunt dürfte das der Optimal-Planung entsprechen. Und auch wenn der Plan nicht gehalten wird, hat das keine Auswirkungen in 2026 und auch eher nicht in 2027
MK meint
@hu.ms:
Nochmal: Wenn die ersten Akkus aus Salzgitter Ende 2027 in die Serienproduktion einfließen und die ersten aus Sagunt Mitte 2028 dürfte man voll im ursprünglichen Zeitplan sein. Ein Hochlauf ist keine Verzögerung, sondern technisch notwendig.
Gunnar meint
30.000 Bestellungen und 10 Monate Wartezeit. Was für eine krasse Fehlplanung. Setzen Sechs für den Vertrieb und die Marktanalyseabteilung von VW. Wie kann man nur sie ängstlich planen? War doch vorher klar, dass das Fahrzeug massenhaft verkauft wird.
brainDotExe meint
Niemandem war klar, dass die aktuelle Nachfrage so hoch ist. Oder hast du den Iran-Krieg vor 4-5 Jahren auf der Bingo Karte gehabt?
Dann noch in einem Segment, was rückläufige Nachfrage hat.
CaptainPicard meint
Auch vor dem Irankrieg sind die Verkaufszahlen von Elektroautos bereits wieder nach oben gegangen. Selbst wenn jetzt um 50% mehr Elektroautos verkauft werden als man vielleicht gedacht hätte (30% Marktanteil statt 20%), erklärt das nicht warum man 10 Monate für 30.000 Autos braucht.
Mäx meint
Gemeint war glaube ich das Segment der Kleinwagen, was immer schwächer nachgefragt wird.
Zu dem Vorlauf: In Matorell wird ja auch der Raval gefertigt der nochmal genau so viele Bestellungen haben soll.
Wie oben schon erwähnt sind das wohl auch eher Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit der (Einheits-)Zellen (gab ja Berichte darüber).
Die teilen sich die beiden ja noch mit Epiq und ID.Cross die ebenfalls wohl über den Erwartungen liegen.
Gunnar meint
Läppische 137 Stück will VW pro Werktag bauen (gerechnet mit 5-Tage-Woche).
Das ist keine Massenproduktion, das ist Manufaktur. Da hilft der Irankrieg als Ausrede leider nicht.
MK meint
@brainDotExe:
Vor 5 Jahren hatte man vielleicht nicht den Iran-Krieg auf dem Zettel. Es war aber VW selber, die vor 5 Jahren ihre „New Auto Strategy“ vorgestellt haben und verkündet haben, bis Ende 2025 MINDESTENS 2 Mio. BEV pro Jahr verkaufen zu wollen. Diese eigene Strategie hat man aber offensichtlich nur für Presse und Politik veranstaltet, aber nie an der tatsächlichen Umsetzung gearbeitet. Weil wie Sie sagen: Für die jetzigen Kapazitäten (sowohl bei Werken als auch beim Kauf von Zulieferteilen) greift jetzt, was man damals getan hat.
Justin Case meint
Mal schauen, wie VW der eigenen Belegschaft erklärt, warum man offenbar gut nachgefragte Modelle eher homöopathisch im Ausland produziert und gleichzeitig im Inland Werke schließen möchte.
hu.ms meint
Ganz einfach:
gehälter, energie und bürokratie in S einiges günstiger als in D.
Justin Case meint
10 Monate und 30.000 macht einfach keinen Sinn. Economies of scale hebt man damit nicht.
David meint
Leider verstehst du davon gar nichts. Lies weiter oben, da habe ich erklärt wie die Stückzahlen wirklich sind.
F. K. Fast meint
Kann er evtl. auch in Z produziert werden (statt das Werk zu schliessen)?
Future meint
Die Produktion von Elektroautos in Deutschland ist für VW nicht rentabel.
hu.ms meint
So ist es. Was geändert werden soll wurde ja vom vorstand schon gesagt.
z.b. 40 wochenstunden arbeiten fürs gleiche geld wie jetzt für 35.
M. meint
Die Größe, um die es hier geht, ist scheinbar auch für keinen anderen Hersteller in D rentabel.
Für manche sogar nirgendwo – sonst wären mehr Ankündigungen zu Produkten geworden.
David meint
Gnade Gott der Konkurrenz! Schlecht gealterte Widersprüche zu meinen Meldungen von vor ein paar Wochen, dass alle Vierlinge auf Monate ausverkauft sind. Das liegt daran, dass bestimmte Großkunden intern Kontingente reservieren können, die erst gar nicht im Bestellsystem auftauchen, sondern die werden zu einem Zeitpunkt X aufgespielt und verdrängen dann u.U. klassische Kunden.
Natürlich könnte VW nicht wissen, was der Donald am Iran für gute Ideen hat. Und natürlich war zu dem Zeitpunkt der Produktionsplanung noch nicht klar, dass es wieder eine Elektroautoförderung geben würde. Aber es war klar, dass man mit diesen Angeboten das B-Segment aus seiner Bedeutungslosigkeit im BEV-Bereich befreien würde und man hatte daher mit großzügigen Stückzahlen geplant.
Ebenso sind diese Modellreihen der Grund, dass man sich frühzeitig gegen ein Pooling entschieden hatte. Man war da also vom Erfolg nicht überrascht, der Erfolg war geplant. Jetzt hat man zwar halt ein paar Spitzen, aber das macht ja nichts. Auch dafür gibt es Pläne. Trotzdem ist Teil der Kalkulation, dass man einen Bestellvorrat hat.
Future meint
Und wer keinen Polo bekommen kann, der geht halt gegenüber zum BYD. Das ist ja alles auch kein Problem.
David meint
Tja, das ist die Rolle der ausländischen Hersteller. Zweite Wahl, nimmt man nur, wenn das Produkt, das angesagt ist, nicht so einfach zu bekommen ist.
Da ist VW aber nicht schuld dran. Als sie die Vierlinge entwickelt haben, konnten sie gar nicht wissen, dass die anderen 2026 wirklich gar nichts haben werden.
Damals ging man noch davon aus, dass vier Fahrzeuge auf STLA Small starten werden und Renault mit Nissan gemeinsam eine komplette Familie im B-Segment entwickeln würde. Ebenso war nicht klar, dass der Ausflug der Japaner mit dem Honda e abrupt enden würde und dass der Hyundai-Konzern elektrisch stagniert.
EVrules meint
„Gnade Gott der Konkurrenz!“
Nur muss die Konkurrenz keine Werke schließen – da scheint wohl viel „Gnade“ vorhanden zu sein.
Lass einfach das großspurige Tönen sein, es macht deine fragwürdigen Kommentare nur noch mäßiger.
MK meint
@Evrules:
Jetzt mal abgesehen von Davids Blödsinn auch für Sie noch mal: Der Aufsichtsrat hat grade beschlossen, dass der VW Vorstand keine Werke schließen und auch nicht „Leerlaufen“ lassen darf. Stattdessen muss der Vorstand jetzt die Nachfolgebelegung der Werke festlegen und darf dabei die technische Kapazität um 500.000 Fahrzeuge reduzieren (das ist nämlich auch die aktuelle „Überkapazität“, also die Menge an Fahrzeugen, die man zusätzlich bauen könnte wenn es bei den Verbrennern mehr Nachfrage/für die BEV mehr Teile gäbe; die vier immer wieder genannten Werke bringen es auf eine Kapazität von rund 1.000.000 Fahrzeugen) und dazu auch Stellen abbauen. Das kann passieren, in dem man z.B. in Wolfsburg die Anzahl der Linien reduziert (dort hat man aktuell nicht nur den meisten Leerstand, sondern eben im Gegensatz zu Emden und Zwickau auch alte, sanierungsbedürftige Linien). Will der VW Vorstand Werke komplett aus der Montage von PKW herausnehmen, darf er auch das dem Aufsichtsratebeschluss nach…aber unter der Bedingung, dass man eine andere Nachfolgenutzung für das Werk hat (das könnte z.B. auch die Herstellung von bisher von Zulieferern eingekauften Teilen sein).
Futureman meint
Und wieder scheint VW nicht gerade überzeugt von seinen Fahrzeugen zu sein. Oder wieso sind sie so überrascht von der Nachfrage? Oder hat es etwas wieder mit dem frühzeitigen erreichen der CO2 Ziele zu tun?
Future meint
Vermutlich ist es sio. VW will auf keinen Fall mehr verkaufen, als es für die Quote nötig ist. VW bleibt so weiter ein Verbrennerhersteller mit ein paar Elektroautos, weil sie die eben bauen »müssen«.
David meint
Vorsicht, ihr beiden. Dafür, dass ihr das Wort Zukunft im Namen tragt, sind eure Prognosen eher unterdurchschnittlich. Um es noch höflich auszudrücken. Zumal ihr Fakten sehr gerne beiseite lasst. Es ist doch erst zum Halbjahr wieder ein Estimate gekommen, wo VW bezüglich Erfüllung der CO2 Quote steht. Vor allem spielt ihr diese Platte immer, auch bei BMW, wo die Quote bereits übererfüllt ist, obwohl jetzt erst der i3 auf den Markt kommt. Der übrigens auch auf Monate ausverkauft ist.
EVrules meint
David – Du bist einer derjenigen, die deutlich außerhalb des belegbar Faktischen sich äußern.
Future meint
Warum verkauft VW dann voraussichtlich wieder nur weniger als 1 Mio. Elektroautos in 2026? Das muss Gründe haben, aber VW will sich dazu ja nicht äußern. Das führt dann natürlich zu Spekulationen über die Zukunft.
Mäx meint
Immer ruhig mit den jungen Pferden.
BMW ist gerade dabei den aufgebauten Vorsprung aufzubrauchen.
Der Flottendurchschnitt 2026 liegt über dem für den gleichen Zeitraum 2025.
Aktuell liegt man daher eher genau auf Punktlandung für den Abrechnungszeitraum 2025-2027 (-2gCO2/km, Stand Juni).
Man befindet sich zwar auf der bequemeren Seite der Punktlandung, aber so lässt es sich ja noch bequemer steuern.
i3 auf Monate ausverkauft
> entweder weil hohe Nachfrage oder Ausstoß gering
Kann sich dann jeder selbst erzählen was er eher glauben möchte.
Mäx meint
Jetzt gibts auch schon Daten für Juli.
BMW bleib bei -2gCO2/km, Porsche (mit XPeng) liegt bei -1gCO2/km.
VW liegt bei +6gCO2/km…bis Juni inkl. Porsche waren +7gCO2/km
Das hat ja richtig was gebracht…
Futureman meint
Bei VW sollten sie vielleicht Mal etwas mehr in die Zukunft planen. Weltweit gehen die Zahlen für E-Autos steil nach oben und für VW kommt die Nachfrage überraschend? Entweder sind sie halt nicht von ihrem Produkt überzeugt oder sie wollen einfach nicht mehr davon verkaufen. Beides auf jeden Fall nicht sehr zukunftsträchtige Strategie.
Jörg2 meint
Wie immer bei neuen Modellen: Die Leasingfirmen (inkl. dem hauseigenen VWFS) ordern die notwendigen Mengen.
Das hat wenig mit „Kunde geht ins Autohaus und kauft zum Listenpreis minus Verhandlungsgeschick ein Auto“ zu tun.
hu.ms meint
Was für ein unsinn:
Die leasinggesellschaften bestellen das auto nach prüfung des kundenantrags.
Vorher wissen sie doch garnicht was der nutzer will = farbe, akku, motor, ausstattung usw.
Bevorratet wird von grossen händlern auf risiko.
David meint
Nein, du verwechselt hier Reservierung mit Bestellung. Das sind zwei verschiedene Sachen, aber sie haben beide eine Verbindlichkeit. Die großen Spieler haben in ihren Verträgen Reservierungsklauseln. Das spielt jetzt gerade eine Rolle, weil BMW iX3 Bestellungen bei vielen Kunden nicht mehr auf das Reservierungkontingent buchen kann, was eine deutliche Eskalation bei den Wartefristen zeitigt.
MK meint
@hu.ms:
Große Flottenbetreiber haben da durchaus die Möglichkeit, Fahrzeuge mit gewissen Ausstattungen zu bestellen und dann kurz vor Produktion nachträglich noch z.B. die Farbe zu wechseln. Schauen Sie z.B. mal bei Finn rein. Da gibt es dann nur extrem begrenzte Auswahlmöglichkeiten…und so ist es auch bei vielen Dienstwagen-Leasinganbietern: Die bestellen Varianten vor, wo die sich einen hohen Wiederverkaufswert versprechen und können ja auch aus Erfahrungswerten schon gewisse Dinge ableiten.