Batterieelektrische Lkw könnten schon bis 2030 in vielen Einsatzprofilen wirtschaftlicher sein als Diesel-Lkw. Die Untersuchung auf Basis von realen Nutzungsprofilen von mehr als vier Millionen Lastwagen in Europa vergleicht batterieelektrische sowie Brennstoffzellen- mit Diesel-Lkw. Im mittleren Szenario sind batterieelektrische Lkw mit kleiner Batterie bis 2030 für 91 Prozent der untersuchten Straßenfrachtaktivität kostengünstiger als Dieselfahrzeuge, Modelle mit großer Batterie für 69 Prozent.
Unter günstigen Annahmen werden bis 2030 nahezu alle untersuchten Nutzungsprofile für batterieelektrische Lkw wirtschaftlich. Unter pessimistischen Annahmen fällt das Ergebnis für E-Lkw deutlich schwächer aus. Dann sind 2030 nur 14 Prozent der Straßenkilometer mit der kleinen Batterievariante und drei Prozent mit der großen Batterievariante wirtschaftlich. Bis 2040 steigt der wirtschaftlich mögliche Anteil für batterieelektrische Lkw weiter an.
Neben den Kosten begrenzen bei batterieelektrischen Lkw auch Reichweite und verfügbare Schnellladeinfrastruktur den möglichen Einsatz. Werden beide Faktoren berücksichtigt, können im mittleren Szenario 2030 rund 21 bis 25 Prozent der Straßenfrachtaktivität zugleich wirtschaftlich und technisch mit batterieelektrischen Lkw betrieben werden. Bis 2035 steigt dieser Anteil auf 63 bis 77 Prozent.
Die Autoren führen diesen Anstieg bei batterieelektrischen Lkw auf den schnellen Ausbau der Schnellladeinfrastruktur und Verbesserungen bei der direkten Reichweite zurück. Sie schreiben, ein schneller Ausbau der Infrastruktur sei entscheidend für den Einsatz von Batterie-Lkw. Ein beschleunigter Ausbau bringt den Berechnungen zufolge in allen untersuchten Kostenszenarien wirtschaftliche Vorteile.
Für Brennstoffzellen-Lkw fällt die wirtschaftliche Perspektive enger aus. Im Jahr 2030 sind sie nur unter den günstigsten Annahmen gegenüber Diesel-Lkw kostengünstig. Ihre Kostenvorteile liegen dabei unter der Hälfte der für batterieelektrische Lkw berechneten Werte. Im direkten Vergleich mit batterieelektrischen Lkw sind Brennstoffzellen-Lkw nur unter einer engen Kombination günstiger Bedingungen wettbewerbsfähig.
Auch die untersuchten EU-Politikinstrumente beeinflussen die Wirtschaftlichkeit beider alternativer Antriebe. Ohne diese Maßnahmen wäre der wirtschaftlich mögliche Einsatz batterieelektrischer Lkw im mittleren Szenario 2030 deutlich geringer; bei der Variante mit großer Batterie läge er bei weniger als zehn Prozent der Aktivität. Für Brennstoffzellen-Lkw wird im mittleren und pessimistischen Szenario ohne politische Unterstützung für kein untersuchtes Nutzungsprofil Kostengleichheit mit Diesel-Lkw erreicht.

volsor meint
„Batterieelektrische Lkw könnten schon bis 2030 in vielen Einsatzprofilen wirtschaftlicher sein als Diesel-Lkw.“
Nein , sind sie heute schon.
eBikerin meint
Und das weisst du genau woher?
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass das PIK – Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung – da irgendwelche Lobbyarbeit pro Verbrenner macht.
Also ich keine zB den Preisunterschied bei den LKWs nicht. Gibt ja keine Preislisten. Auch weiss ich nicht was so ein Ausbau der Infrastruktur an den Logistikzentren kostet usw.
volsor meint
Diesel für 100 km rund 70€ + Mautgebür 35€.
Strom für 100 km max. 50€ kein Maut.
Stromer weniger Maut rund 35000€ + rund 20000€ weniger Kraftstoffkosten.
Werte gelten für 100000 km im Jahr.
Futureman meint
Bei Strom vom Dach des Logistikzentrum 10€ und die Summe fließt noch in die eigene Tasche.
Powerwall Thorsten meint
Das war auch mein erster Gedanke.
Studien zu Fakten finde ich immer wieder amüsant.
eBikerin meint
Du hast also mehr Ahnung als die Leute vom PIK?
Hast du die Preislisten bekommen, die es gar nicht öffentlich gibt? Hast du persönlich bei zB Daimler-Trucks dir ein Angebot für einen eActros machen lassen?
Powerwall Thorsten meint
Ich vertraue Elon – und du so?