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Geplante Kürzungen beim Klimafonds stoßen auf Widerstand

11.09.2026 in Politik von Thomas Langenbucher | 19 Kommentare

VW-ID.-Polo-

Bild: VW (Symbolbild)

Die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplanten Kürzungen beim Klima- und Transformationsfonds (KTF) könnten im Bundestag noch von der schwarz-roten Mehrheit gestoppt werden. Der umweltpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mark Helfrich, stellte dies in Aussicht, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der CDU-Abgeordnete verwies bei den Haushaltsberatungen auf die Klimaschutz-Maßnahmen, die über den Fonds finanziert werden.

Helfrich lehnt demnach eine Entnahme von 2,7 Milliarden Euro aus dem KTF zur Haushaltskonsolidierung entschieden ab. Die Mittel sollen aus seiner Sicht weiterhin in vollem Umfang für die entsprechenden Maßnahmen zur Verfügung stehen. „Hier geht es um nichts Geringeres als die Glaubwürdigkeit unserer Klimapolitik“, erklärte Helfrich.

Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht vor, Einnahmen aus dem Emissionshandel, die bisher in den KTF geflossen sind, teilweise für den Kernhaushalt zu verwenden. Im kommenden Jahr geht es dabei um 2,7 Milliarden Euro. Aus dem KTF werden verschiedene Förderprogramme finanziert, darunter Programme für den Umstieg auf Elektroautos oder neue Heizungen.

Umweltminister Carsten Schneider wünscht sich derweil vom Bundestag mehr Geld für die Förderung der Elektromobilität, als bislang im Haushaltsentwurf vorgesehen ist. „Die Vorlage haben wir gemacht – machen Sie’s noch besser!“, so der SPD-Politiker. Der Bundestag berät in den kommenden Monaten über Änderungen an Klingbeils Entwurf, bevor die Parlamentarier den Haushalt im Dezember endgültig beschließen.

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Via: Yahoo Finance
Tags: FörderungAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. hu.ms meint

    11.09.2026 um 11:39

    Wir brauchen keine BEV-kaufprämie.
    Das geld muss in die verbesserung der stromnetze damit günstiger WKA-strom auch nach süden kommt und aufrüstung der orts- hauszuleitungen wg. WP und BEV-mehrbedarf.

    Antworten
    • Futureman meint

      11.09.2026 um 11:56

      Einfach den Söder zurückpfeifen und in Bayern wieder mehr Windkraft zulassen. Dann braucht es die teuren Leitungen gar nicht und das Geld könnte in Akkus gesteckt werden.

      Antworten
  2. Werner Mauss meint

    11.09.2026 um 11:15

    Einerseits sich über die lang angelegten Subventionen in China aufregen, aber selber nichts machen wollen um die Zombiefirmen in D weiter durchzufüttern.
    Kapitalistische Demokratur ohne echte Marktwirtschaft wird es nicht schaffen. Auch mit der rückständigen AfD wird dies nicht gelingen. Nostalgie ist kein nachhaltiges Wirtschaftsinstrument. Der Klimawandel und die gesellschaftlichen Probleme können nur durch eine totale Neuausrichtung bewältigt werden in der alle Fehlentwicklungen gnadenlos auf den Tisch kommen.

    Antworten
  3. Daniel S meint

    11.09.2026 um 10:34

    Förderung erneuerbarer Energie und deren Verbraucher müssen nur so lange fortgefühert werden, bis diese Transformation abgeschlossen ist. Dann erneuert sich die Energie mit diesen Anlagen „von selbst““. Ausgaben für fossile Brenn- und Treibstoffe müssen ewig weiter bezahlt werden.

    Antworten
  4. MK meint

    11.09.2026 um 10:30

    Während hier ganz Deutschland über 2,7 Milliarden Entnahme aus dem KTF oder über mehrere Jahre gestreckt 3 Milliarden für die BEV-Förderung lautstark diskutiert, sind die 35 Milliarden Euro Steuergeld, die Frau Reiche jetzt ganz offiziell RWE, Vattenfall und Co für den Bau von Gaskraftwerken schenken darf im Vergleich doch ziemlich geräuschlos über die Bühne gegangen. Wie viele Batteriespeicher-Projekte (die wegen der von Frau Reiche geänderten Gesetzeslage zum Netzanschluss grade deutschlandweit nahezu alle gestoppt sind) man wohl mit 35 Milliarden Euro Subvention anstoßen könnte?

    Antworten
    • Futureman meint

      11.09.2026 um 11:05

      Das schlimmste ist ja, dass es für die 35 Milliarden nicht eine kWh Strom geben muss. Denn evtl. weiß selbst Frau Reiche, wie teuer Gasstrom in 10 Jahren sein wird und alle erneuerbaren Techniken inkl Batterien günstiger sind. Ach Moment, die sind ja schon heute günstiger und müssen schnellstmöglich gebremst werden, siehe Bremsvorschlag EEG, ab übernächste Woche im Parlament.

      Antworten
      • eBikerin meint

        11.09.2026 um 14:22

        „Ach Moment, die sind ja schon heute günstiger „!
        Hm dann erkläre doch mal warum ein Elon Musk sein Ki Rechnenzentrum mit so superteueren Gaskraftwerken betreibt? Kann der nicht rechnen, oder kennt der die Preise seiner eigenen Firma nicht?

        Antworten
        • MK meint

          14.09.2026 um 09:47

          @eBikerin:
          Das kann man recht leicht erklären und es hat sogar mehrere Gründe. Um mal nur ein paar davon zu nennen:
          – Im Weißen Haus sitzt ein absolut fanatischer Gegner erneuerbarer Energien. Am 07.08. z.B. ging die Meldung durch die Presse, dass Donald Trump entschieden hat, der deutschen Firma RWE 1,2 Milliarden Dollar zu bezahlen, wenn diese bereits fertig geplante und genehmigte Windkraftanlagen NICHT baut. Hier wird also gegen alle Vernunft Geld dafür bezahlt, die Erzeugung von Ökostrom zu verhindern.
          – Die USA sind ein Land, das sehr viel größer und dünner besiedelt ist als z.B. Deutschland. Dadurch werden Stromleitungen länger und der Ausbau des Stromnetzes um ein vielfaches teurer als in Deutschland
          – Auch der Ausbau, der passiert, kostet halt Zeit und Musk war noch nie dafür bekannt, geduldig zu sein: Was vor seinen Rechenzentren gebaut wird, sind ja in der Regel keine festen Gaskraftwerke, sondern mobile Anlagen, die so lange bleiben sollen, bis das Stromnetz ausgebaut ist.

    • hu.ms meint

      11.09.2026 um 11:41

      … und was kosten batteriespeicher mit kapazitäten fürs ganz land für 30 stunden dunkelflaute, wenn die 88% erneuerbaren 2035 erreicht sind ?

      Antworten
      • Futureman meint

        11.09.2026 um 12:02

        Zum einen gehen bis dahin noch einige Windparks offshore ans Netz, zum anderen fallen Akkupreise bis dahin wohl noch weiter. Dazu kommen Millionen von fahrbaren Speichern, die jeden Haushalt für eine Woche versorgen könnten.
        Bisher hatten wir in Deutschland und Europa übrigens die meisten Stromprobleme im Sommer. Es reichen also für sehr lange Zeit 12 Stunden Speicherung aus.
        Den Rest regelt der Börsenstrompreis, der entsprechende Investitionen schon jetzt auslöst.

        Antworten
        • eBikerin meint

          11.09.2026 um 14:24

          „Dazu kommen Millionen von fahrbaren Speichern, die jeden Haushalt für eine Woche versorgen könnten.“
          nein können sie nicht, denn dann können sie nicht fahren.

        • MK meint

          11.09.2026 um 16:40

          @eBikerin:
          Tut der Durchschnitts-PKW in Deutschland auch 23 Stunden am Tag nicht…und dann auch deutlich unter 100 km.
          Also: ja, komplett und immer nutzen kann man die nicht. Den Großteil aber schon. Schon heute gibt es von EnBW und Elli versuchsweise (flächendeckende Angebote werden alleine durch die Gesetzgebung schon verhindert) Verträge in einzelnen Gebieten, wo BEV-Besitzer in einer App eintragen, wann sie das Auto mit welchem Ladestand haben wollen und welchen Ladestand sie in der Zwischenzeit nicht unterschreiten wollen (z.B. für Notfälle). Dann wird das Auto ge- und entladen, wie es für das Stromnetz Sinn macht. Mit der Differenz der Preise an den Strombörse über den Tag verdient der Versorger und der Endkunde bekommt auch Geld für die Nutzung seines Akkus. Wenn man nur wollte, wäre das deutschlandweit bei allen BEV möglich.

      • MK meint

        11.09.2026 um 12:07

        @hu.ms:
        Sie verdrängen dabei mehrere Dinge:
        1. Zu Ökostrom gehören z.B. auch 24/7 kontinuierlich Strom produzierende Biogasanlagen, Wasserkraft, Geothermie usw. Niemand will 100% (oder 88%) mit Solar- und Windstrom decken. Übrigens müssen die meisten Biogasanlagen gar nicht kontinuierlich produzieren: Die meisten könnte man z.B. im Sommer tagsüber abschalten und dafür mit der unterm Strich gleichen Menge Biomasse wie heute nachts die doppelte Strommenge erzeugen lassen.
        2. Eine wirklich deutschlandweite „Dunkelflaute“, bei der Solar- und Windkraftanlagen weniger als 5% ihrer Peakleistung bereitstellen (und auch das ist dann ja nicht nichts…) hat in diesem Jahrtausend, also in den letzten 26 Jahren, nie länger als 15 Minuten gedauert. In der Regel ist es doch so, dass es an stark bewölkten Tagen windig ist. Bei Windkraft gehören auch Offshore-Anlagen dazu, die in Küstennähe durch wechselnde Temperaturverhältnisse auf Grund wechselnden Bodens bei den Gezeiten z.B. in der Nordsee IMMER eine gewisse Menge Wind haben.
        3. Gibt es grade viele Umstellungen in der Industrie und auch bei Heizsystemen: Bei uns im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es mittlerweile 2 Dörfer, in denen jetzt schon/in wenigen Monaten insgesamt 260 Gebäude mit Solarenergie beheizt werden: Das Wasser wird im Sommer erhitzt und im Winter genutzt, auch die Behringwerke erhitzen große Gebäude und Lagerhallen im Winter mit Wärme, die im Sommer aus der Klimatisierung eben dieser Gebäude gespeichert wurde. Auch sonst ist die Zauberformel in vielen Bereichen: Wärme statt Strom speichern. Auch wieder die Behringwerke in Marburg brauchen massenhaft Dampf: Dafür werden seit neustem Steinplatten und Wasser in einem isolierten Gebäude erhitzt, wenn es einen Stromüberschuss gibt. Genutzt werden kann diese Wärme zur Dampferzeugung dann, wenn es einen Strommangel gibt…und auch da kann die Speicherung durchaus über Wochen gehen.
        4. Geht man von 50 Mio. PKW aus und in Zukunft im Schnitt 50 kWh-Akku, stellen alleine die 2,5 Milliarden kWh bereit in den 23 Stunden am Tag, in denen sie im Schnitt geparkt sind. Ohne einen Cent Zusatzkosten, einfach weil die Leute so oder so ein BEV kaufen. Geht man davon aus, dass davon 50% für Netzspeicherung genutzt werden können (die Leute wollen ja auch fahren ;)), reicht alleine das beim heutigen Stromverbrauch, um Deutschland 24 Stunden zu 100% aus diesen Speichern zu versorgen….und trotz immer mehr BEV und Wärmepumpen sinkt der Stromverbrauch in Deutschland durch z.B. effizientere Fernseher, besser isolierte Kühlschränke und LED statt Glühbirnen kontinuierlich.

        Antworten
      • ID.4 statt Golf meint

        11.09.2026 um 12:52

        @hu.ms: Siehe dazu Video vom Akkudoktor. Meine Meinung dazu: Gaskraftwerke bauen ja, aber bitte schön am gleichen Standort pro 500MW Gaskraftwerk gleich 5gWh Batterien daneben bauen – die können entsprechend Puffern(10h Nennleistung) und dem Kraftwerk die Anlaufzeit bringen – oder gleich dafür sorgen dass es gar nicht arbeiten muss. Die Bezahlten Techniker vor Ort können während der Gaspause(fast das nganze Jahr) dann aktiven Stromhandel betreiben und die Technik warten/überwachen. So kann der Strom aus dem Norden auch langsam im Süden ankommen, oder dort der mittägliche Sonnenüberschuss gespeichert werden. Sollte es dann doch mal mehr als 3-5h Dunkelflaute geben dann kann man auch das Kraftwerk mal einschalten. Es bleibt zu hoffen, das diese Konstrukte auch an Sinnvollen Orten gebaut werden wo sie an der richtigen Seite des Netzes sitzen um Redispatch zu vermeiden.

        Antworten
      • M. meint

        11.09.2026 um 13:56

        Definiere mal „Dunkelflaute“.
        Gerne auch räumlich.

        Antworten
        • eBikerin meint

          11.09.2026 um 14:26

          Deurtschland:
          https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2024&week=45

        • M. meint

          14.09.2026 um 16:46

          Und wie lautet jetzt die Definition? Die scheint da nicht zu stehen.

          Geht das auch – wenn es schon Daten zur Stromproduktion sind – auf aktuelle Erzeugungs- und Speicherkapazitäten projiziert? Ansonsten auch gerne was aus 1995 posten. Macht wohl keinen Unterschied?

  5. Futureman meint

    11.09.2026 um 09:10

    Konsequente Politik in den Abgrund. Hier wird wieder mal ein ursprünglich gutes Gesetz ins Gegenteil gedreht. Wenn allerdings das Geld, wie eigentlich geplant eingesetzt werden würde, hätten Gas-Kathis Aktionen (bremsen beim Ausbau erneuerbarer Energien, nutzlose Gaskraftwerke usw.) ja keine Berechtigung mehr.

    Antworten
  6. Justin Case meint

    11.09.2026 um 08:59

    „Hier geht es um nichts Geringeres als die Glaubwürdigkeit unserer Klimapolitik“
    Etwas, das nicht mehr existiert, kann nicht verloren gehen.
    Grüße an die Ministerin.

    Antworten

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