Tesla hat vor der IAA Transportation in Hannover die europäischen Spezifikationen seines Elektro-Lkw Semi veröffentlicht und den Marktstart konkretisiert. Die ersten Kundenauslieferungen des in den USA im April in die Großserienproduktion gegangenen Fahrzeugs in Europa sollen 2027 beginnen.
„Der Semi wurde von Grund auf als Elektro-Lkw konzipiert und ist darauf ausgelegt, den Güterverkehr zu revolutionieren. Er basiert auf der Tesla-Expertise in den Bereichen Batterietechnologie, elektrischer Antriebsstrang, Software und Fertigung, um die Anforderungen moderner Logistik zu erfüllen“, wirbt der Konzern. Dank „branchenführender Effizienz“ und hoher Reichweite sei der Semi für die europäischen Transportanforderungen ausgelegt – „von der regionalen Distribution bis hin zu Langstrecken“.
Zunächst führt Tesla in Europa die als „Standard Reichweite“ bezeichnete Version ein. Für diesen Semi werden eine geschätzte Reichweite von 550 Kilometern und ein Energieverbrauch von 1,0 kWh pro Kilometer genannt. Beide Werte beruhen auf internen Berechnungen bei 40 Tonnen Zuggesamtgewicht, konstant 80 km/h, 20 Grad Celsius und ebener Strecke mit einer Kombination aus Aerodynamikpaket und Sattelauflieger. Reifen, Dachverkleidung und die Konfiguration des Sattelaufliegers können „einen sehr großen Einfluss auf den prognostizierten Verbrauch“ haben, merkt Tesla an.
Der Antrieb arbeitet mit drei unabhängigen Elektromotoren an den Hinterachsen und erreicht laut Tesla bis zu 800 kW/1088 PS Leistung. Das Leergewicht gibt der Hersteller mit weniger als 9100 Kilogramm an, das zulässige Zuggesamtgewicht mit 40 Tonnen. Hinzu kommt ein elektrischer Nebenabtrieb mit bis zu 25 kW für Zusatzaggregate. Eine Batteriekapazität gibt Tesla in den veröffentlichten Europa-Spezifikationen bislang nicht an, das gilt auch für den Preis des Semi hierzulande.
Beim Schnellladen nennt der E-Fahrzeug-Pionier für Europa bis zu 800 kW Leistung und den Standard Megawatt Charging System MCS 3.2. Unter den vom Hersteller zugrunde gelegten Bedingungen sollen sich innerhalb von 30 Minuten bis zu 60 Prozent der Reichweite nachladen lassen. Tesla stellt zugleich ein wachsendes öffentliches „Megacharger“-Netz in Aussicht, veröffentlicht auf seinen europäischen Semi-Seiten derzeit aber keine konkrete Zahl oder Standortplanung. Für längere Standzeiten sieht das Unternehmen daneben langsamere Depot-Ladelösungen vor.
Für Flottenbetreiber sei die Rechnung einfach, so Tesla. „Das Aufladen mit Strom ist pro Kilometer günstiger als das Tanken von Diesel. Die Wartungskosten für batterieelektrische Fahrzeuge sind erheblich niedriger – bedingt durch den Wegfall von Diesel-Nachbehandlungssystemen und die Einfachheit elektrischer Antriebsstränge.“ Und durch Ferndiagnose, „Over-the-Air“-Software-Updates sowie geringeren Wartungsaufwand sparten die Betreiber Zeit. Dadurch könnten Flottenbetreiber bereits vor dem regulären Austauschzyklus ihrer Diesel-Fahrzeuge eine positive Gesamtkostenbilanz erreichen.

Jörg2 meint
„Man vergisst auch, dass der Preis abhängig von den Angeboten für entsprechende Flotten ist – keiner hat hier (es sei denn es gibt Insider) direkte Einsicht.“
Natürlich variiert der Preis von SZM nach Abnahmemenge und Variante.
Aktueller Platzhirsch ist der eActros600. Wenn man diesen als Bench herannimmt kommt ca. folgendes raus:
Tesla Semi EU / eActros600
225.000€ / 300.000€ (jeweile Einzelstückabnahme, netto)
550km / 500km
550kWh / 620kWh
9,1to / 11,4to (Nutzlastvorteil für den Semi)
800kW / 600kW
Als wirkliche Konkurrenz sehe ich allerdings die chinesischen Anbieter. Bisher ist (außer im Bereich „Bus“) wenig davon zu sehen. Ich befürchte aber, sie werden als Preisführer zügig in den Markt kommen.
Mäx meint
Tesla Semi EU / eActros600
ca. 260.000€* / ca. 280.000€ (jeweils Einzelstückabnahme, netto)
550km / 540km (20°C, Koffer, Fernverkehr, vollbeladen)
550kWh / 600kWh (nutzbar)
9,1to / 11,4to (Nutzlastvorteil für den Semi)
800kW / 600kW
*260.000$ mit Umrechnungskurs und 10% Zollsatz ergeben grob 260.000€.
Hab das mal ein wenig ergänzt bzw. geändert.
Beim Elektrotrucker wurde der Preis mit „in der Range der übrigen Hersteller“ angegeben.
Aber der Nutzlastvorteil bleibt und hatte ich ja auch schon herausgestellt, für Muldenkipper usw. ein echter USP.
Da ist auch das fehlende Bett dann kein Nachteil.
Jörg2 meint
Mäx
Danke!
Ich wollte keine Doktorarbeit daraus machen.
Man kann da sehr ins Detail gehen (Reifengrößen….). Letztendlich muss sich der Käufer entscheiden, was zu ihm passt.
Die Datenlage ist aktuell dünn. Nutzerfahrungen sind wohl vor Ende 2027 nicht zu erwarten.
Das einzige, was wohl wirklich fix ist: Die gesamte Diskussion in der Vergangenheit über „kommt nicht“, „ist zu lang“…. hat sich in Rauch aufgelöst.
M. meint
Wo siehst du den generellen Nutzlastvorteil für den Semi, werter Werbetreibender?
Semi: 40 to
Actros: bis zu 44 to
Außerdem…
Reichweite:
Semi: idealisiert 500 km (20°C, 80 km/h,…)
Actros: nachgewiesen bis 600 km
Die Verengung auf diese 2 Wettbewerber ist sowieso Unsinn, denn
1) gibt es weitere (z.B. MAN TGX in neuer Version),
2) gibt es den Actros in dieser Form schon 2 Jahre, der wird irgendwann mal 10% Kapazität über neue Zellen bekommen… der setzt ja nicht auf die Auslauf-Chemie NMC wie der Semi.
Preis: beim Actros zahlt niemand den Listenpreis. Ich denke, gerade im professionellen Bereich wird man sich ein Angebot machen lassen, und auch bei Daimler weiß man, dass MAN, DAF, Scania und Volvo auch Trucks bauen.
Was stimmt: 0 auf 100 gewinnt vermutlich der Semi. Aber wir sind hier nicht im Kindergarten. Und es ist nicht so, dass man mit 800 PS ein Leistungsproblem hätte. 🤪
Jörg2 meint
M
Was stört Dich daran, dass ich als Vergleich den aktuellen Platzhirsch herangezogen habe?
Bei den Ladungsgewichten, wenn Du Dich etwas mehr schlau machen möchtest auch bei dem Thema Achslasten, hast Du nachschulungsbrdarf.
Gilt eigentlich Dein „niemand zahlt den Listenpreis“ auch bei allen anderen Herstellern?
Wie so oft bei Dir: starke Meinung, faktenfreier Bullshit.
Jörg2 meint
M
Vielleicht noch eine kleine Ergänzung. Du scheinst ja wenig gewillt, Deine Meinung per Selbststudium an die Fakten anzunähern.
„44to“ ist eine EU-Sonderregel. Sie wird wenig benötigt. Sie trifft hauptsächlich für kombinierte Verkehre zu. DAS hat mit Werks- oder gar Fernverkehr so garnichts zu tun. Jeder Hersteller, kann sich dieser Sonderregel unterwerfen. Es gibt hierfür wenig Markt.
Der Markt bewegt sich im Bereich „40to“. Hierbei sind zwingend die zulässigen Achslasten zu beachten. Ein geringes Gewicht von Fahrzeug und Auflieger kommen dem Maximalgewicht der Ladung zu gut. Hier hat ein Zug mit einer SZM mit 9,1to Vorteile gegen über einem Zug mit einer 11,4to-SZM.
Eine Sonderregelung im Sinne von „eLkw dürfen 42to als Ausgleich für das Batteriemehrgewicht“ ist noch nicht final umgesetzt. Der Tesla Semi braucht sie nicht. Die 2to mehr sind eine Mehrbelastung für die Achsen (nochmal: maximale Achslasten beachten). Technisch kann das Problem durch eine dritte Achse abgefdert werden (der Tesla Semi hat sie grundsätzlich). Daimler bietet das als Babyachse an.
In Summe: Du hast immer mal wieder starke Meinungen. Es wäre schön, wenn da auch starkes Wissen dahinterliegen würde. Ich vermisse bei Dir diese Kombi ab und zu.
Nicko-M meint
Der Semi und der Roadster sind genau richtig gekommen,
denn wenn man die 6 Krisenjahre abzieht, passt es perfekt,
beide sollten etwa um 2020 auf die Strasse kommen,.und was ist
2020 unvorhergesehenes passiert, genau, eine weltweite Pandemie,
kein vernünftiges Unternehmen baut bei einer weltweiten Pandemie,
völlig neue Autos und Produktionslinien auf und eine nagelneue
Semi-Giga,..wenn mit ständigen Lockdowns,Krankheitsausfälle, immer
neuen Regeln und Vorschriften usw., zu rechnen ist,..
Also, 2-3 Jahre Pandemie und dann gleich nahtlos seit 4 Jahren ein
grosser Krieg,mit allen Krisen der Welt,…
Chip-krise, Kabel-Krise, Akku-Krise,Rohstoff-krise, Energie-krise,
Preisexplsionen,..usw.
Also hier hält man sein Pulver erstmal trocken als Unternehmer,
sondiert die Lage und wartet erstmal ab, wie sich das alles weiter
entwickelt und man baut keine Fabriken,wenn es kein Material gibt
und der Weltmarkt nichts mehr auf Lager hat,oder Mondpreise will,
Somit, Musk hat wieder mit Ruhe und Besonnenheit genau das
richtige getan, 2-3 Jahre Pandemie und 4 Jahre Krieg abgewartet und
in Ruhe weiter entwickelt, bis sich die Wogen wieder geglättet haben,.
jetzt wo die Lage einigermassen stabil erscheint, hat er die Startschüsse
für den Semi und Roadster gegeben,..vorher noch das Cybercab
gelauncht,..besser gehts nicht,.chapeau,.
Alle anderen voreiligen Startups sind wieder alle gescheitert und
die grossen Konzerne sind gerade alle am zerbröseln und ob sie das
überleben werden, ist noch mehr als fraglich,.,bleibt spannend,.
Rob meint
… und hat trotzdem jede Menge Zeit und Geld mit dem Cybertruck verschwendet
EVrules meint
Wie üblich bei Tesla, groß ankündigen, mittelmäßig abliefern.
Was soll das überragende an der europäischen „Semi“ Sattelzugmaschine sein?
Die Reichweite? Nöö.
Der Verbrauch? Nöö.
Der Preis? Weiß man nicht.
Die Versorgung von Nebenaggregaten? Sicher kein USP.
Die europäischen Produkte haben verschiedene Rahmen- und Kabinenkonfigurationen, sind ggf. MCS fähig und bauen auf ein etabliertes Servicenetz auf.
Man vergisst auch, dass der Preis abhängig von den Angeboten für entsprechende Flotten ist – keiner hat hier (es sei denn es gibt Insider) direkte Einsicht.
MichaelEV meint
Es geht letztendlich nur darum, dass die Bedarfe möglichst (kosten)effizient gedeckt werden (u.a. auch möglichst viele Bedarfe bei möglichst geringer Komplexität) und es für den Hersteller wirtschaftlich tragfähig ist.
Und wie bei PKWs können/müssen Verbrennerhersteller im Rahmen der CO2-Flottenziele quersubventionieren, während reine EV-Hersteller (egal ob Tesla, Chinesen oder sonst wer) ohne diesen Bonus auskommen müssen
.Keine Ahnung, was es mit „MCS fähig“ auf sich hat. Natürlich muss ein neuer Hersteller erstmal Service-Strukturen aufbauen, aber Service ist mit E-LKW und moderner Diagnose/OTA nicht mehr das, was es früher war.
Eines der wichtigsten Themen hast du vergessen: Ladeinfrastruktur! Bedarfsgerecht und möglichst günstig (sonst schmerzt es TCO-seitig). Tesla wird die Ladeinfrastruktur parallel hochziehen und kennt Kunden mit deren Bedarfen bei LKWs nochmal viel genauer als bei PKWs, während andere sich auf den Markt (Henne-Ei, wesentlich unschärfere Bedarfe) bzw. notfalls auf den Staat verlassen (der nur für eine Grundversorgung in der Fläche sorgt).
David meint
Das sind Verbrauchswerte, mit denen man wirklich nicht antreten muss. Und auch die Reichweite ist entsprechend nicht beeindruckend. Hier kann man ganz klar sagen, der Markt hat bereits auf der Straße tüchtigere Fahrzeuge der nächsten Generation. Ohne Mehrgang-Getriebe und LFP-Akku ist man nicht mehr konkurrenzfähig. Das ist richtig süß, dass man einen technisch passenden Lastwagen zu den beiden Mittelklassemodellen bringt.
Jörg2 meint
Tesla Semi -> 1,00 kWh/km
eActros -> 1,19 kWh/km
Viel wichtiger sind die Gesamtkosten über die Nutzungszeit. Daimler könnte z.B. einen geringeren Kaufpreis aufrufen, um seinen Mehrverbrauch wieder reinzuholen. Das wären dann wohl so um die 30.000€ die der Daimler preiswerter sein müsste (Haltedauer 600.000km).
Mäx meint
Naja das eine ist ein kalkulatorischer Durchschnittswert (Mercedes) und das andere ist sozusagen ein Bestwert (Umgebungstemperatur).
Bei Mercedes kann man aber die Reichweite per Kalkulator grob ermitteln.
Da kommt man bei 20°C, Fernverkehr und vollbeladen auf einen angegebenen Verbrauch von 1,07kWh/km (560km angegeben bei 600kWh nutzbar).
Jörg2 meint
„ist ein kalkulatorischer Durchschnittswert (Mercedes)“
Mercedes stützt sich auf reale Fahrtest (behauptet Mercedes)
Ich bezweifle, dass bei „20Grad“ der Bestwert vorliegt.
M. meint
Wenn du das bezweifelst, hast du dafür sicher Gründe, die du noch noch nennen wolltest.
Was die Reichweite des Actros in der Praxis angeht, die ist dokumentiert. Die 500 km können auch abseits von Optimal-Szenarien erreicht oder übertroffen werden.
Ich hab‘ natürlich Links, wenn du welche brauchst.
Jörg2 meint
M
Ja, ich habe den guten Grund die Physik zu verstehen (in D mussten einige erst nachlernen, dass die US-Physik auch in D gilt…) und habe zusätzlich ganz ganz einfach die bestätigende Erfahrung, dass oberhalb von 20Grad Celsius meine E-Autos am sparsamsten fahren.
Mäx meint
@Jörg
Du bezweifelst dass 20°C die optimale Umgebungstemperatur für BEVs sind?
Interessant.
Dazu habe ich dir den Verbrauch von Mercedes für einen ähnlichen Anwendungsfall wie die Tesla Angabe gegeben, 1,07kWh/km.
Sind eben keine 20% mehr sondern nur noch 7%, also könnte der Semi trotzdem etwas sparsamer sein als der Actros.
Mit der Form sollte er das aber auch sein.
Jörg2 meint
Mäx
„Du bezweifelst dass 20°C die optimale Umgebungstemperatur für BEVs sind?
Interessant.“
Was ist an meinem Zweifel von Interesse?
Mäx meint
Naja wenn du das bezweifelst sind deine Kompetenzen im Bereich BEV vermutlich nicht so groß wie man anhand deiner Kommentare meinen könnte.
Ansonsten keine Aussage zum Verbrauch des eActros?
Der Elektrotrucker hatte im Tesla Semi mal die Möglichkeit das Navi zu bedienen; da kamen dann geschätzte 1,24kWh/km raus übrigens.
Karl von Rosen meint
Das ist ja nichts neues bei Jörg. Seine gute rhetorische Gewandtheit soll nicht vorhandene Kompetenz kaschieren. MIt diesen Fähigkeiten wäre er in der Politik gut aufgehoben.
Rob meint
kleine Korrektur: 1,00 kWh/km bei „40 Tonnen Zuggesamtgewicht, konstant 80 km/h, 20 Grad Celsius und ebener Strecke“ – und jetzt darfst du schätzen wie oft genau diese Werte das ganze Jahr über so zusammen kommen
Jörg2 meint
Rob
Ich vermute, man hat hier (aus meiner Sicht richtiger Weise) einfach die relevanten Zusatzwerte mit angegeben.
So kann sich jeder ander mit seinem Fahrzeug, diese Versuchsanordnung „nachbauen“ und schauen, wo sein Fahrzeug so mit dem Verbrauch rauskommt.
Reiner Richtwert bei halbwegs nachvollziehbaren Rahmenbedingungen.
Darf bestimmt jeder auch anders machen. Mercedes bietet das halt mit seinem Rechner an.
Future meint
Es braucht eben viel mehr Konkurrenz. Daimler baut sich zu 98 Prozent Verbrennertrucks. Tesla wird die Logistiker aufmischen. Das ist doch genau, was es jetzt braucht, damit etwas passiert.
Aztasu meint
Tesla wird da nichts aufmischen
Rob meint
Nur gut, dass es andere Fahrzeuge mit mindestens ebenbürtigen Leistungswerten bereits im Regelbetrieb gibt.
Aber umso mehr Auswahl, desto besser.
M. meint
Ok:
– kürzere Zugmaschine, damit Standard-Auflieger passen
Vorbei also die Diskussionen um „nicht jeder Transport nutzt das Volumen aus“. Das Fahrzeug hat sich dem Markt angepasst, nicht umgekehrt. Das heißt aber auch:
– kleinere Batterie. Ich schätze mal 580 brutto / 550 netto. Zumindest netto passt das gut zur (ebenfalls reduzierten) Reichweite von:
– 550 km. Interessant ist der Hinweis auf „konstant 80 km/h“ (die fährt ja niemand), ein „Aerodynamikpaket“ und den Einfluss der Ladung. Als wenn man das vorher nochnnie gehörr hätte…
Aus den Daten würde ich sagen: der reiht sich irgendwo im Wettbewerbsumfeld ein, ohne rauszuragen. Beim Verbrauch wird er gut, aber nicht besser sein als der Rest. Aber das wird die Praxis zeigen.
Interessanter ist der Preis, Daimler, Volvo und Traton werden wohl senken müssen. Aber das hat eigentlich mit den Chinesen angefangen.
Jörg2 meint
„kürzere Zugmaschine, damit Standard-Auflieger passen“
Wie auf dem Artikelbild (das ist die EU-Version) gut zu sehen.
Ossisailor meint
Die ist ohne Schlafabteil.
M. meint
Ah, Insider-Infos.
Schade, dass man das nicht öffentlich bekommt, unter dem Bild steht ja nix zur EU-Version.
Jörg2 meint
M
Fahr einfach zur Messe. Es ist öffentlich.
M. meint
Zur Messe wegen eines Wertes, den man ebenso einfach ins Internet stellen, und den du dann verlinken könntest.
Da habe ich selbst hier schon bessere Scherze gehört.
Die Pilgerfahrt überlasse ich dir.
Mäx meint
Der Energieverbrauch und die Reichweite sind branchenüblich würde ich sagen.
Positiv:
. kein Schaltgetriebe
. E-PTO
. geringes Gewicht
Ich hätte gehofft, dass man mehr auf die Dimensionen und die Zulassungsfähigkeit eingeht.
Mir erscheint es so, dass der Semi so kommen wird wie er in Amerika gebaut wird (also Länge usw.) und damit (bisher) ungeeignet für Standardsattelauflieger.
Aber, durch das niedrige Gewicht hat man auch einen USP im Markt für kurze Auflieger mit z.B. Schüttgut die oft eher Gewichtslimitiert sind als Volumenlimitiert.
Bin gespannt.
Hans Meiser meint
20°C!!! In der Praxis können die Speditionen da sicherlich nochmal 20-30% von der angegebenen Reichweit abziehen. Ob da die Wirtschaftlichkeit noch gegeben ist…
Gunnar meint
Hans Meiser schwurbelt mal wieder rum.
ID.alist meint
20-30% ist schon etwas übertrieben. Worauf basierst Du deine Behauptung? Für LKWs gibt es keinen WLTP-Verbrauch oder ähnliches, so dass jeder den Verbrauch anders prüft.
Ich habe gelesen, dass der Semi in den USofA 1,6kWh/mi verbraucht, was in etwa 1kWh/km ist.
Was mir mehr sorgen macht sind nicht die 20°C, sondern die 80km/h. LKWs fahren 85-90kmh in Europa. Hat Tesla diese reduzierte Geschwindigkeit angegeben um den Wert von 1kWh/km zu erreichen?
Ruffy Uzumakii meint
@ID.alist
auf der anderen Seite fahren die LKW in den Staaten schnellere Geschwindigkeiten, weswegen sich das wohl realitiveren wird.
Man kann von Tesla halten was man will, Effizienz haben sie auf jeden Fall drauf, daher glaube ich gerne, dass dieses Thema nicht ein Problem sein wird.
Warten wir mal auf die ersten Tests und Erfahrungsberichte hier. Vor allem der Preis wird entscheidend sein.
M. meint
Was soll sich da relativieren?
Die Angabe ist ja keine passimistische Schätzung, sondern offizielle Angabe für 80 km/h.
Bei 85 km/h ist der Luftwiderstand höher, also steigt der Verbrauch.
eBikerin meint
„LKWs fahren 85-90kmh in Europa. Hat Tesla diese reduzierte Geschwindigkeit angegeben um den Wert von 1kWh/km zu erreichen?“
Nö Tesla hat die Geschwindigkeit angeben die in den meisten europäischen Ländern die Höchstgeschwindigkeit darstellt.
Ossisailor meint
@IDalist: In den USA beträgt das max. zulässige Gesamtgewicht (Zugmaschine und Trailer) nur 36,3 Tonnen gegenüber 42 t in Europa. Da ist der Verbrauch natürlich schon geringer.
MK meint
Was hier fehlt (und auch auf der verlinkten Seite nicht extra beschrieben wird): Tesla hat laut anderer Portale angekündigt, dass die Zugmaschinen für Europa kürzer sein werden, um die Längenbegrenzung von 16,5 m für Sattelzüge z.B. mit einem 40 Fuß-Container noch einhalten zu können. Was darin noch nicht angekündigt wird: In wie weit z.B. eine unter Umständen steilere Front sich auf den Verbrauch auswirkt.
Auf jeden Fall hoffe ich, dass ein Marktstart nächstes Jahr des Semi vielleicht auch Daimler und MAN dazu bringt, die eigene Preiskalkulation noch mal zu überdenken.
Jörg2 meint
„Was darin noch nicht angekündigt wird: In wie weit z.B. eine unter Umständen steilere Front sich auf den Verbrauch auswirkt.“
Ich vermute, der Abstand zwischen Fahrerhaus-Rückfront und Zugsattelzapfen wird verkürzt. Die erste und zweite Achse rücken zusammen. Der Unterflurbauraum reicht „nur“ für den kleineren Akkupack.
Mäx meint
Ich hab ja oben noch geschrieben, dass die Dimensionen nicht klar sind.
Das hab ich mittlerweile etwas nachgeschaut.
Die Standard Range Version in EU und USA sind untenrum quasi baugleich.
Die beiden unterscheiden sich dann nur in Details wie Scheinwerfer, Spiegel, Luftabweiser hinten an der Kabine und Abdeckung Reifen.
Gegenüber der meistens gezeigten Long Range Variante ist die Kabine erheblich kürzer, weshalb in Europa dann auch ein Standard Trailer gezogen werden kann.
Ich dachte aber immer Long Range und Standard Range sind gleich lang und unterscheiden sich nur bei Batteriekapazität, tatsächlich sind es aber eben zwei Kabinenvarianten und unterschiedliche Radstände/Längen.
MK meint
@Jörg 2:
Das wiederum müsste dann ja negative Auswirkungen auf den Verbrauch bei der US-Version haben, wenn sich zwischen Zugmaschine und Auflieger so viel Luft verwirbelt. Sind wir mal gespannt, was dann tatsächlich kommt…interessant ist ja, dass man scheinbar keine in Europa eigentlich übliche Konfiguration mit nur 2 Achsen an der Zugmaschine anbietet um die Verkürzung des Fahrzeugs hinzubekommen.
Jörg2 meint
MK
Du brauchst nicht rätzeln. Es gibt ausreichend Bilder von der US-Versionen und nun auch von der EU-Version.
MK meint
@Jörg2:
Und auf den Bildern ist keine zweiachsige Version abgebildet. Also soll ich daraus Ihrer Aussage nach automatisch schließen, dass es die für den europäischen Markt wichtigste Version nicht geben wird? Ich hoffe doch nicht…
Und so gut, dass ich einen cW-Wert auf die zweite Nachkommastelle genau an Hand eines einzelnen computergenerierten Bildes erkennen kann, bin ich dann halt doch nicht ;)